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Mallorca

Mallorca© Dirk Vordestraße / Wikimedia Commons [(CC BY 3.0]

Mallorca

Sie hat viele Namen: Malle, Ballermann oder auch das 17. Deutsche Bundesland. Die beliebteste Ferieninsel der Deutschen, Mallorca, gehört zu der Balearen- Gruppe im westlichen Mittelmeer und ist wohl jedem bekannt. Für viele war Mallorca immer nur gleichzusetzen mit dem Ballermann. Doch auch dieser Irrglaube gehört schon längst der Vergangenheit an. Die spanische Insel bietet eine atemberaubende Landschaft, vielfältige Sehenswürdigkeiten und zahlreiche kulinarische Spezialitäten.

Mallorca ist mit rund 3.650 km² die größte der Baleareninseln und somit auch die größte spanische Insel. Auf einer Ost-West- Ausdehnung von 98 Kilometern und einer Nord-Süd-Ausdehnung von 78 Kilometern leben etwa 870.000 Menschen. Allein in der Hauptstadt Palma de Mallorca leben etwa die Hälfte der Einwohner. Die quirlige Metropole bietet den idealen Ausgangspunkt für einen Party- und Spaßurlaub. Der Ballermann 6, oder auch auf Spanisch Balneario 6, ist eigentlich eine Ansammlung von 15 Strandbuden, welche von El Arenal bis Can Pastilla reichen. Bereits in den 1960er Jahren begann der Aufstieg des Ballermanns. Schon damals erkannten die Einheimischen, was für die Deutschen besonders wichtig ist: Deutsches Bier und deutsches Essen. Die Mallorquiner passten sich diesem Trend an und konnten somit die Beliebtheit des Ballermanns soweit steigern, dass es heute auch als 17. Deutsches Bundesland gilt. Wer nach einem Partyurlaub mit viel Sangria und deutschem Essen sucht, ist hier genau richtig.

Wer sich allerdings nach mehr Ruhe abseits des Massentourismus sehnt und vor allem die Kultur und die Einheimischen der Insel kennen lernen will, der sollte auf Entdeckungstour fern ab der Hauptstadt gehen. Bereits neben dem Flughafen von Palma, im Westen der Insel, beginnt das etwas andere Mallorca, mit faszinierenden Aussichten auf den blauen Ozean. Idyllische Bergdörfer und kleine Hafenstädte lassen vergessen, dass man sich gerade auf Mallorca befindet. Die Flora und Fauna der Insel ist ebenfalls eine Erkundungstour wert. Wandern im Naturschutzgebiet oder auch ausgedehnte Radtouren stehen hier auf der Tagesordnung. Der Osten der Insel hat absolut spanisches Flair: karibische Badebuchen, Dünen und kleine Dörfer sind eine willkommene Abwechslung zum typischen Urlaub im Hotel.

Ferienwohnungen und Ferienhäuser auf Mallorca

© Claudia Warnke / Travanto

Sehenswürdigkeiten auf Mallorca

Sóller – Stadt des „roten Blitz“
Hinter dem Roten Blitz steckt die Eisenbahn, welche noch heute auf der 1912 erbauten Strecke von Palma de Mallorca nach Sóller fährt. Es wird empfohlen, die einstündige Fahrt direkt von der Hauptstadt nach Sóller zu absolvieren. Denn nur so bietet sich ein atemberaubender Blick aus dem lebhaften Palma, über Olivenfelder, Orangenplantagen hoch ins Tramuntana Gebirge bis nach Sóller. Besonders attraktiv ist die Fahrt nicht nur wegen der Landschaft, sondern vor allem auch wegen der alten elektrischen Eisenbahn aus dem Jahre 1927 und ihren alten Holzwagons. Die ruckellige Fahrt ist eine willkommene Abwechslung für Groß und Klein. In Sóller angekommen, können die Urlauber durch die engen Gassen des Städtchens bummeln und in einem gemütlichen Café das bunte Treiben der Kleinstadt genießen.

Cap de Formentor
Die nordöstlichste Spitze Mallorcas ragt weit in das Meer hinein und gehört somit zu den bekanntesten Ausflugszielen der spanischen Insel. Den Ausgangspunkt für die Tour in die Gebirgslandschaft von Formentor bildet das Städtchen Port de Pollença. Von dort aus führt die kurvenreiche Straße direkt zu dem ersten Höhepunkt: Der Aussichtpunkt Mirador del la Nao bietet einen außergewöhnlichen Blick über die Felsenküste. Wer auf der Suche nach weiteren tollen Aussichten ist und keine Scheu von engen und kurvenreichen Straßen hat, der kann direkt gegenüber des Parkplatzes Mirador del la Nao, die Fahrt zum Wachturm aufnehmen. Zurück auf der normalen Straße führt die Fahrt durch Kiefernwälder zu der Cala Pi, die wohl malerischsten Bucht Mallorcas. Das kristallklare Wasser lädt zu einer entspannten Abkühlung ein. Das nächste Ziel der Tour ist die etwas versteckte Bucht Cala Figuera. Von da aus sind es nur wenige Minuten bis zum Ende des Kaps, wo der Leuchtturm mit einer fantastische Aussicht auf die Besucher wartet.

Coves de Campanet
Die Coves de Campanet wurden 1945 entdeckt und sind deutlich kleiner als die Tropfsteinhöhlen an der Ostküste Mallorcas. Allerdings wirken die Höhlen viel unberührter und natürlicher, da nicht die Masse der Touristen diese Höhlen besucht. Selbst in der Hauptsaison treffen hier nur wenige Besucher aufeinander. Eine Führung durch die Höhle lohnt sich für jeden Urlauber. Wenn eine geführte Tour in mehreren Sprachen stattfindet, können die Sprachpausen perfekt genutzt werden, um ausgiebig die verschiedenen Stalaktiten und Stalagmiten zu bestaunen. In den 45 minütigen Führungen legen die Besucher eine Strecke von 400 Meter durch die Höhle zurück.

Ermita de Betlém
Bei der Ermita de Betlém handelt es sich um eine kleine Einsiedelei. Bei der Fahrt durch die malerische Landschaft, erkennt man bereits von Weitem den Burghügel, auf der die Einsiedelei steht. Die Einsiedelei ist abgegrenzt durch das prächtige Eingangstor. Wagt man den Schritt durch das Tor, betritt man ein Gelände wahrer Stille. Das erste Augenmerk fällt direkt auf die Zypressenallee, welche hinauf zur Herberge und Kirche der Ermita führt. Durch ein anderes kleines Tor verlässt man die Ermita de Betlém wieder und gelangt nach einem kleinen Marsch zu dem Hügel, der ein hervorragendes Panorama auf die Bucht von Alcudia bietet.

Castell de Capdepera
Die Burganlage von Capdepera befindet sich auf einem Hügel und ist durch enge Straßen und Kurven nicht leicht zu erreichen. Daher lohnt es sich das Auto an der Plaça Espanya abzustellen und von dort aus den Aufstieg über die 147 Treppenstufen vorzunehmen. Die Burganlage besteht aus zahlreichen zinnenbewehrten Mauern und Wachtürmen. Die Festungsmauer ist komplett begehbar und bietet somit einen weitläufigen Blick auf die gesamte Umgebung.
Die Burganlage bestand ursprünglich im Jahre 1300 nur aus einem Wehrturm. Der damalige König Jaume II. ließ diesen 37 Jahre später zu der noch bis heute erhaltenen Burganlage ausbauen. Ursprünglich wurden zum Schutz die Häuser der Bevölkerung in das Innere des Geländes gebaut. Durch die Zerstörung im Laufe der Zeit, können die Besucher der Burganlage heute nur noch die Umrisse der Häuser erkennen.

Cala Figuera
Das schönste Fischerdorf Mallorcas ist Cala Figuera und befindet sich im Südosten der Insel. Bereits nach wenigen Metern bekommen die Besucher das besondere Flair des Fischerdörfchens zu spüren. Die Fischerhütten stehen in Einklag mit der umgebenden Landschaft, da sie direkt in oder auf die Felsen gebaut und sind oft nur durch Treppenstufen zu erreichen. Die meisten Häuser sind weiß oder hellbraun und somit farblich an die Felsen angepasst. Die Tore zu den Bootshäusern hingegen sind grün gestrichen und heben sich somit von der restlichen Umgebung ab. Nicht nur durch die Unberührtheit, sondern auch durch den ganz normalen Alltag der Fischer, bietet sich hier ein Blick auf die Bucht wie in einem Bilderbuch.

Jardins de Alfàbia
Die Gärten von Alfàbia befinden sich etwas versteckt zwischen Palma und Soller. Der Garten wurde ursprünglich von den Arabern angelegt und zeigt die damalige Gartenkunst auf. Die sich dort befindliche Oase entstand durch den hohen Grundwasserspiegel am Fuß der Serra d’Alfàbia. Das Vorhandensein des Wassers garantiert nicht nur einen ganzjährigen grünen Garten, sondern auch eine Vielfalt an Wasserspielen. Im Garten befindet sich außerdem ein altes Herrenhaus, welches eine wertvolle Bibliothek und antike Möbel und Gemälde beherbergt.

Santuari de Bonany
Die Wallfahrtskirche Santuari de Bonany befindet sich im Ort Petra im Zentrum der Insel. Das erste Highlight, noch vor der Anlage, ist ein steinernes Kreuz. Hier wurde vor vielen Jahrhunderten eine Madonna Figur gefunden. Unweit von dieser Fundstelle erbauten die Einheimischen 1920 die Kirche Santuari de Bonany. Der Name „Bon Any“ heißt übersetzt „gutes Jahr“ und ist zurück zu führen auf die große Trockenheit 1602. In diesem Jahr flehten die Menschen nach der Erlösung aus dieser Dürre. Die Regenmacherin brachte schlussendlich den lang ersehnten Regen und wurde somit zu einer wichtigen Figur der Einheimischen. Ihr wurde folglich auch ein wichtiger Platz in der Kirche zu teil, da Ihre Statue direkt hinter dem Altar aufgestellt wurde. Der Weg zu der Kirche ist bepflanzt mit zahlreichen Zypressen, die im Sommer den notwendigen Schatten bieten. Direkt vor der Kirche befindet sich ein Brunnen mit eiskaltem, erfrischendem Wasser. Die vielen Schattenplätze auf der Terrasse laden zu einem gemütlichen Picknick mit herrlicher Aussicht ein.

Botanischer Garten Botanicactus
Der botanische Garten wurde 1989 eröffnet und liegt am Ortsrand von Ses Salines in Richtung Santanyi. Mit einer Fläche von 150.000 qm ist er der größte botanische Garten Europas. Allein die Wüstenlandschaft nimmt 40.000 qm ein und verzeichnet 400 Pflanzen und 12.000 Kakteensorten. Dabei wird das Landschaftsbild durch kleine Hügel und imposante Kakteen geprägt. Weitere 25.000 qm zeigen die heimische Flora Mallorcas mit Oliven, Mandel-, Orangen- und Zypressenbäumen auf. Auch hier sorgen dekorative Elemente wie Tonkrüge, alte Eselskarren und Brunnen für eine Abwechslung. Weitere 10.000 qm entfallen auf den vier Meter tiefen, künstlichen See. Das Highlight des Sees ist die Wasserfontäne und die sich in der Mitte befindende kleine Insel. Um den See herum wurden die Ränder ebenfalls bepflanzt und geben somit einen weiteren Einblick in die tropische Vegetation.

Port d’Andratx
Er gilt als der schönste Yachthafen Mallorcas und liegt im Südwesten der beliebten Ferieninsel. Die zahlreichen Segelschiffe und Motoryachten sind schon alleine einen Grund für einen Ausflug. Außerdem hat der Besucher hier die Möglichkeit den einen oder anderen Prominenten zu treffen, da sich viele hier ihr Feriendomizil gesucht haben. Das komplette Gegenteil zum Yachthafen stellt der kleine Fischerhafen dar. Dort können die Besucher Fischer beobachten, welche ihre Netze stopfen oder mit ihrem Fang vom Meer kommen. Der nicht vorhandende Strand schadet dem gemütlichen Stadtbild nicht, da die alten Häuser, die Palmenallee und die zahlreichen Bars und Restaurants ihren eigenen Charme aufweisen. Besonders reizvoll ist die mediterrane Stimmung am Abend, wenn die letzten Schiffe in den Hafen einlaufen. Einen kleinen Geheimtipp stellt das Cap de la Mola dar, welches einen traumhaften Ausblick auf die Westküste garantiert.