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Schottland

© Julian Nitzsche / Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0]

Schottland

Schottland ist ein Land im Nordwesten Europas, welches das nördliche Drittel der Insel Großbritannien umfasst und 5,4 Millionen Einwohner besitzt. Höchster Berg Schottlands ist der 1.344 Meter hohe Ben Nevis. Doch weit bekannter sind die Highlands mit ihren zahlreichen Seen, welche der Schotte als Lochs bezeichnet. Fischer und Bauern besiedelten schottisches Gebiet bereits in vorchristlicher Zeit. Seit 1997 besitzt Schottland ein eigenes Parlament mit eingeschränktem Recht innerhalb des Vereinigten Königreichs. Das Land lebt von einem sanften Tourismus.

Ferienwohnungen und Ferienhäuser in Schottland


Wer in Schottland seine Ferien verbringt, wird sich für die unberührte Natur begeistern. In den Highlands kann man auf endlosen Wanderungen der Einsamkeit begegnen. Natürlich sollte ein Besuch von Loch Ness nicht fehlen. Touristen aus aller Welt werfen tagtäglich einen Blick auf das vermeintliche Seeungeheuer. Schottlands lange Geschichte wird zum Beispiel anhand der Ruinen der Melrose Abbey deutlich. Das Kloster Melrose entstand um 1136 und ist zum Teil als Museum zugänglich. Zu den bedeutenden Sehenswürdigkeiten in Schottland zählt Edinburgh Castle. Die Burg befindet sich auf einen Vulkankegel über den Dächern von Edinburgh und ist vor allem auf Grund des Edinburgh Military Tattoo bekannt, welches seit 1950 alljährlich hier stattfindet.

Städte in Schottland

Edinburgh
Die Hauptstadt Schottlands, Edinburgh, hat mit rund 483.000 Einwohnern zwar eine geringere Population als Glasgow, allerdings spielt sich hier die Politik des Landes ab. Auch das schottische Parlament hat hier seinen Sitz. In Edinburgh können Sie viel unternehmen. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehört das berühmte Edinburgh Castle, das im Zentrum der Stadt zu finden ist. In dieser dorfähnlichen Anlage können Sie durch die Gassen schlendern und Ausstellungen besichtigen. Im Holyrood Palace residiert die Queen, wenn Sie im Sommer in der Stadt ist. Durch Teile des Palasts können Sie einen Rundgang erleben. Viele wunderschöne Gemälde und Kunstwerke können Sie in der National Gallery of Scotland bewundern. Auf der Royal Mile können Sie sich mit Souvenirs eindecken und die historische Atmosphäre genießen. Zum Shoppen gehen Sie am besten in die Princes Street. Weiterhin finden in Edinburgh auch zahlreiche Festivals statt. Besonders bekannte Festivals sind das Edinburgh Military Tattoo, das größte Musikfestival des Landes, bei dem neben Militärmusik auch Tanz- und Gesangsdarbietungen auf dem Programm stehen, und das Kulturfestival Edinburgh Fringe.

Glasgow
Mit 595.000 Einwohnern ist Glasgow die größte Stadt von Schottland und die drittgrößte des Vereinigten Königreichs. Glasgow hat einen großen Wandel hinter sich. Zu Beginn war es geprägt durch Handel und Schiffbau und während der Weltkriege war es ein wichtiger Ort für Schwerindustrie. Mittlerweile wurde viel am Stadtbild gearbeitet, sodass es nun viel moderner erscheint. Urlauber können in Glasgow viele verschiedene Sehenswürdigkeiten entdecken. Schlendern Sie durch die Straßen der Stadt und lassen Sie die Gebäude, die meist aus rotem oder gelbem Sandstein erbaut wurden, auf sich wirken. Zahlreiche Galerien sichern Ihnen ein kulturelles Programm. So präsentiert Ihnen die Gallery of Modern Art moderne Kunst in Form von Gemälden und Skulpturen, die Kelvingrove Art Gallery bietet Ihnen Kunstkollektionen im größten Museum Glasgows und im Glasgow Science Center können Sie die Welt der Technik erleben. Im Lighthouse können Sie nicht nur etwas über Architektur erfahren, sondern vom Macintosh Tower den herrlichen Blick auf die Stadt genießen.

Aberdeen
Im Nordosten von Schottland liegt die Stadt Aberdeen, die knapp 225.000 Einwohner hat und somit die drittgrößte Stadt Schottlands ist. Sie trägt die beiden Spitznamen Silver City und Flower City. Silver City, da viele der Häuser aus silbergrauem Granit gebaut sind, welches in der Sonne besonders schön funkelt. Das Flower City kommt von den vielen Anlagen mit Blumen. Zahlreiche Funde belegen, dass in der Region um Aberdeen bereits im Jahre 6.000 v.Chr. Menschen gewohnt haben. Die Stadt selber wurde allerdings erst im 6. Jahrhundert erwähnt und von da an wurden mehrere Stadtteile errichtet. Diese wurden Ende des 19. Jahrhunderts zusammengeschlossen. Einige bemerkenswerte Gebäude können Sie in Aberdeen bei einem Spaziergang durch die Stadt entdecken. Die St. Machar’s Cathedral wurde bereits im 12. Jahrhundert erbaut und fällt durch die beiden gen Westen zeigenden Türme auf. Das älteste Wohnhaus der Stadt ist das Provost Skene’s House, welches heutzutage das Städtische Museum beinhaltet. Weitere Museen in der Stadt sind das Maritime Museum, das Sie in die Welt der Seefahrt und der Fischerei mitnimmt, und das Blairs Museum, das Sie über die katholische Geschichte Schottlands und das Leben von Maria Stuart informiert.

Dundee
Die viertgrößte Stadt Schottlands ist Dundee mit einer Einwohnerzahl von etwa 148.000. Früher war die Stadt für ihre Juteindustrie bekannt. Jute wurde aus Indien importiert und dann mit Walöl behandelt, sodass ein fester Stoff entstand. Viele Betriebe mussten geschlossen werden, da die Nachfrage nach dem Zweiten Weltkrieg zurückging. Weiterhin ist die Stadt für ihre Orangenmarmelade bekannt, die hier von Janet Keiller kreiert wurde. Viele historische Gebäude sind der Stadt Dundee leider nicht mehr geblieben, da diese immer wieder beschädigt oder zerstört wurden. Besichtigen können Sie ein erhaltenes Stadttor, den St. Mary’s Tower, der noch von der St. Mary’s Church geblieben und zu besteigen ist, und das Dudhope Castle aus dem 16. Jahrhundert. Weiterhin sehenswert sind der Friedhof The Howff mit dem Grab des Erfinders der Briefmarke, das Golf Museum, das Verdant Works Museum, das über die Geschichte der Jute informiert, und das Museumsschiff RRS Discovery. Einen guten Ausblick über die Stadt haben Sie vom Dundee Law, einem 174 Meter hohen ehemaligen Vulkankegel.

Inverness
Inverness ist direkt am Loch Ness gelegen und die größte Stadt des Nordens von Schottland. Bekannt ist die Stadt durch das Inverness Castle, in dem heutzutage ein Gericht untergebracht ist. Laut Shakespeare hat Macbeth hier seinen Cousin Duncan I. umgebracht. In Wirklichkeit fand der Mord allerdings während einer Schlacht in der Nähe von Elgin statt. Die Burg können Sie nicht besichtigen, allerdings lädt der Park zu einem Spaziergang ein. Den Loch Ness können Sie über den Fluss mit dem Namen Ness erreichen, der neben dem Loch Ness noch eine Mündung zum Murray Firth hat und somit in die Nordsee läuft. Der Fluss Murray gehört mit einer Länge von etwa 10 Kilometern zu den kürzesten Flüssen von ganz Europa. Auf diesem bietet sich eine Ausflugsfahrt mit einem Boot an, um die umliegende Landschaft zu überblicken. Bei einem Bummel durch die Stadt können Sie die historischen Gebäude und Kirchen der Stadt entdecken. Besonders schön ist das Rathaus anzusehen, das Fenster aus buntem Glas besitzt und mit Wappentafeln geschmückt ist.

Perth
Perth, die ehemalige Hauptstadt von Schottland, liegt in Zentralschottland am Ufer des Flusses Tay. Im 12. und 13. Jahrhundert betrieb die Stadt Handel mit bedeutenden Ländern wie Frankreich und den Niederlanden und gehörte somit zu den reichsten Handelsstädten im Vereinigten Königreich. Zu Zeiten des Mittelalters war es als „St. John’s Taun“ bekannt, da hier eine Kirche zu Ehren von Johannes dem Täufer steht. Die St. John’s Kirk, die Sie heute besichtigen können, ist nicht mehr die originale Kirche, sondern nur ein Wiederaufbau. Erst im 20. Jahrhundert wurde das Aussehen wie zu Zeiten des Mittelalters wiederhergestellt. Weiterhin sehenswert ist Scone Abbey, die etwas außerhalb von Perth liegt. Hier stand der „Stone of Destiny“ auf dem die Könige und Königinnen von Schottland gekrönt wurden. Im Fair Maid’s House, das aus der Novelle „The Fair Maid of Perth“ von Sir Walter Scott bekannt ist, befindet sich heute das Stadtmuseum. Eine Kunstgalerie mit Werken von J.D. Ferguson können Sie im alten Wasserwerk besichtigen. Zahlreiche Parks wie der North und der South Inch laden zum Spazieren gehen ein.

St. Andrews
An der Ostküste von Schottland, direkt an der Nordsee gelegen, befindet sich die kleine Stadt St. Andrews. Die Universität ist die älteste des Landes und zählt zu den Universitäten für die Elite. Einer der berühmtesten Absolventen ist Prinz William. Die Stadt wird außerdem „Home of Golf“ genannt. Die Geschichte des Golfsports begann im Jahre 1754, als der Royal and Ancient Golf Club of St. Andrews gegründet wurde, der zu den ersten überhaupt existierenden Golfclubs gehört. Sehr sehenswert ist die Ruine der Kathedrale von St. Andrews. Die Anfang des 14. Jahrhunderts eingeweihte Kirche wurde im Zuge der Reformation zerstört. Seit dem Jahre 1826 wurden die Überreste restauriert. Heute können Sie noch immer erahnen, wie groß die Kathedrale in etwa gewesen sein muss. Auf dem gleichen Gelände können Sie den St. Rule’s Tower besichtigen, der noch relativ gut erhalten ist. Von oben haben Sie einen herrlichen Blick über die Stadt und die Nordsee. Lohnenswerte Museen sind das St. Andrews und das Preservation Trust Museum, die Ihnen viele Informationen zu der Geschichte der Stadt geben.

Stirling
Im Nordwesten von Edinburgh befindet sich die Stadt Stirling. Die Gegend um Stirling herum soll schon in der Steinzeit besiedelt gewesen sein. Die Bedeutung der Stadt wuchs zu Zeiten der römischen Besatzung, da die Stadt eine ideale Lage auf einem Hügel und außerdem den Fluss Forth im Blick hat. Der einst für den Tee- und den Holzhandel wichtige Hafen musste im 20. Jahrhundert geschlossen werden, da mit dem Bau der Eisenbahnbrücke über den Fluss nun Schiffe weiter flussabwärts beladen werden konnten, was rentabler war. Neben dem Stirling Castle gibt es weitere interessante Stätten für Sie zu entdecken. Somit sollten Sie bei einem Gang durch die Stadt unbedingt am Cambuskenneth Abbey, einer Ruine mit Glockenturm, und dem Wallace Monument zu Ehren von William Wallace, dem Anführer schottischer Streitkräfte im Kampf um die Brücke von Stirling, vorbeischauen. Die Stirling Old Bridge, die es heute zu sehen gibt, ist nicht mehr die ursprüngliche Holzbrücke, sondern eine nahegelegene, neuerbaute Brücke. Eine besonders schöne Kirche ist die Church of the Holy Rude, die am Ende der St. John Street liegt.

          

Castles in Schottland

Balmoral Castle
Zu den bekanntesten Schlössern Schottlands dürfte das Balmoral Castle gehören. Es gehört der englischen Königsfamilie, die hier gerne ihren Sommerurlaub verbringt. Ursprünglich wurde es im 14. Jahrhundert erbaut und hatte immer wieder wechselnde Besitzer. James Duff, der damalige Besitzer, vermietete das Castle Mitte des 19. Jahrhunderts an Prinz Albert und Königin Victoria. Da es auf große Begeisterung stieß, hat Albert es für seine Frau gekauft. In den darauffolgenden Jahren wurde es umgebaut und Nebengebäude wurden hinzugefügt, denn die einstige Größe war für die Königsfamilie zu klein. So entstand ein wunderschöner Granitbau im Scottish Baronial Stil. Königin Victoria vererbte das Balmoral Castle an König Edward VII, der es an seine Nachfolger weitervererbt hat. Da viele das Bauwerke übertrieben finden, wurde in England und Schottland der Begriff „balmoralish“ für maßlos/übertrieben eingeführt. Sie können das Schloss besichtigen und sich dabei einen eigenen Eindruck über die Größe und das Aussehen verschaffen.

Brodick Castle
Auf der Insel Arran befindet sich das Brodick Castle am Ufer der Brodicker Bucht. Im Hintergrund erhebt sich der Goatfell, ein Berg mit einer Höhe von etwa 874 Metern. Einst war an der Stelle eine Anlage der Wikinger, die die gute Lage für ihre Verteidigung genutzt haben. Im 13. Jahrhundert begann der Bau der Burg, die immer weiter ausgebaut wurde. Die letzte Baumaßnahme erfolgte in den 1840er Jahren. Seit 1957 gehört das Schloss dem Staat und wird durch den National Trust for Scotland geleitet. Von April bis Oktober haben Sie die Möglichkeit, das Schloss zu besichtigen. Besonders sehenswert sind die erhaltenen Möbel und das Geschirr. Weiterhin gibt es einige Gemälde. Durch den angrenzenden Schlosspark, der für seine Sammlung an Rhododendren bekannt ist, sollten Sie unbedingt einen Spaziergang machen.

Caerlaverock Castle
Das Caerlaverock Castle wurde 50 Jahre nach dem Bau seines Vorgängers, der nur rund 200 Meter entfernt stand, jedoch dem morastigen Boden zum Opfer fiel, erbaut. Die Überreste der ersten Burg können Sie in Form von einigen Steinen der Grundmauern ansehen. Seit etwa 1277 gibt es nun also diesen in Schottland einzigartigen Bau, denn nirgendwo anders gibt es eine dreieckige Burganlage. Das Torhaus besteht aus einem Doppelturm und die Burg ist von einem Wassergraben umgeben. Das Caerlaverock Castle wurde im Laufe der Jahre immer weiter ausgebaut und modernisiert. Das Haupthaus, die so genannten Nithsdale Lodgings, hatte neben offenen Kaminen sogar Toiletten erhalten. Heutzutage können Sie die Burg, die im Jahre 1640 bei einem Angriff teilweise beschädigt wurde, besichtigen. Dabei erfahren Sie einiges über deren Geschichte. Wandern Sie über den Naturpfad, der die Burg umgibt, und lassen Sie Ihre Kinder auf dem Abenteuerspielplatz spielen.

Dunnottar Castle
Etwa 40 Kilometer südlich von Aberdeen, an der Ostküste Schottlands gelegen, befindet sich das Dunnottar Castle. Es steht auf einem eigenständigen Felsen, der ein Plateau hat. Von 3 Seiten ist es somit von Felswänden umringt und über einen schmalen Zugang vom Land aus zu erreichen. Mit dieser Lage konnten die Küste und die Schiffe, die die schottische Küste passieren, überwacht werden. Während der Bürgerkriege mit den Engländern wurden in der Burg die schottischen Kronjuwelen aufbewahrt und verteidigt. Erbaut wurde es wahrscheinlich Anfang des 13. Jahrhunderts. Mehrfach wurden Teile der Burg zerstört und wieder aufgebaut. Außerdem wechselte Dunnottar Castle oft seinen Besitzer. Im Jahre 1873 wurde es letztendlich von Alexander Innes of Cowie and Raemoir erstanden, der zusammen mit seiner Familie das Ziel hatte, die Überreste der Burg zu reparieren und zu stabilisieren. Noch heute ist es in Besitz der Familie. Besucher können das Castle besichtigen und dabei das Tower House und das Torhaus entdecken.

Dunvegan Castle
Das Dunvegan Castle, das der Sitz des berühmten MacLeod-Clans ist, liegt auf der Insel Syke im tiefsten Westen von Schottland. Das Schloss ist das älteste Schloss, das bis heute durchgehend bewohnt wurde. Seit dem 13. Jahrhundert befinden sich hier Befestigungsanlagen am Ufer des Loch Dunvegan. Das heutige Aussehen erhielt das Schloss Mitte des 19. Jahrhunderts, als es im viktorianischen Stil zu einem Palast umgebaut wurde. Es besteht aus sechs Gebäuden, die bis auf eines von Besuchern besichtigt werden können, denn dieses ist das Wohn- und Wirtschaftshaus des Clans. Im Inneren haben Sie die Möglichkeit, bei einer Ausstellung wissenswerte Informationen zu den MacLeods zu erfahren. Machen Sie einen Rundgang durch die Burg und sehen Sie sich die Gemälde der Mitglieder des Clans und die magischen Gegenstände an. Dazu gehören ein Stück des Feentuchs und das Trinkhorn, das fast einen Liter fasst und vom Clan-Oberhaupt mit einem Zug geleert werden können muss. Auch die Räumlichkeiten wie Küche oder Verlies sind beeindruckend. Im Schlossgarten können Sie eine bunt gemischte Bepflanzung begutachten mit exotischen Pflanzen, japanischen Lebensbäumen und Pflanzen aus weiteren Regionen.

Eilean Donan Castle
Eilean Donan Castle ist eine Burg, die im Nordwesten von Schottland gelegen ist. Sie liegt auf einer kleinen Insel und kann nur über eine Fußgängerbrücke betreten werden. Ursprünglich wurde sie bereits im 13. Jahrhundert erbaut, wurde seitdem allerdings mehrfach umgebaut. Das jetzige Gebäude ist eine Rekonstruktion, die im 20. Jahrhundert erbaut wurde. Die Burg ist Ihnen vielleicht als Filmkulisse in den Filmen „Highlander“ oder „James Bond – Die Welt ist nicht genug“ bekannt. Ein Besuch des Castles ist auf jeden Fall lohnenswert, denn die Aussicht auf die Burg und von ihr auf das umliegende Gewässer der drei zusammentreffenden Meerbusen ist einfach überwältigend. Wenn Sie nicht sehr mobil sein sollten, können Sie im Besucherzentrum eine virtuelle Tour durch Eilean Donan Castle am Computer miterleben.

Glamis Castle
Das Glamis Castle wurde im 14. Jahrhundert erbaut und liegt etwa 20 Kilometer nördlich von Dundee. Queen Mum hat ihre Kindheit auf dem Schloss verbracht und gebar hier ihre Tochter Prinzessin Margaret. Weiterhin ist es bekannt als das Castle Schottlands in dem es am meisten spukt. Zahlreiche Legenden gibt es über das Schloss. Die bekanntesten sind die über das Monster von Glamis und den Earl Beardie. Das Monster von Glamis war ein Kind des Schlossbesitzers, das starke Missbildungen hatte. Es soll sein ganzes Leben über im Schloss eingesperrt gewesen sein. Der Earl Beardie soll an Spielsucht gelitten haben. Der Gastgeber wollte aber nicht mit ihm Würfel spielen, sodass der Earl sehr zornig wurde und behauptete, dass er mit dem Teufel spielen würde. Ein Fremder soll erschienen sein und der Earl dabei seine Seele an den Teufel verspielt haben. Heutzutage ist Glamis Castle im Besitz von Earl und Countess of Strathmore and Kinghorne. Besucher können Teile des Schlosses und den Garten besichtigen.

Stirling Castle
Eines der größten Schlösser Schottlands ist das Stirling Castle, das mit seiner Lage auf einem Hügel die Umgebung dominiert. Da es größtenteils von steilen Klippen umgeben ist und nur eine Seite auf das Land zeigt, ist es eine ideale Festung, die schon Austragungsort mehrerer Schlachten gewesen ist. Die heutigen Gebäude stammen zumeist aus dem 15. oder 16. Jahrhundert, nur wenige sind aus dem 14. Jahrhundert. Nachdem das Schloss von 1800 bis 1964 der britischen Armee gehört hatte und einige der Räumlichkeiten durch diese umfunktioniert wurden, wurde sich zum Ziel gesetzt, den originalen Zustand bestmöglich wiederherzustellen. Heute werden im Stirling Castle gerne Veranstaltungen durchgeführt. Besichtigen Sie das Schloss und entdecken Sie unter anderem die Große Halle, den königlichen Palast und den Küchentrakt, der Sie in das damalige Leben zurückversetzt.

Thirlestane Castle
Das Thirlestane Castle liegt südöstlich von Edinburgh bei der Stadt Lauder. Die Earls von Lauderdale, die momentan das Schloss und sein Land besitzen, sind seit Ende des 16. Jahrhunderts die Familie Maitland. Anfänglich gab es schon vor dem 13. Jahrhundert Gebäude auf dem Areal des heutigen Schlosses. Während der folgenden Jahrhunderte wurden diese ausgebaut. Die beiden vorgesetzten Türme mit der dazwischenliegenden Treppe wurden in den 1670er Jahren und im 19. Jahrhundert wurden weitere Anbauten errichtet. Gerald Maitland-Carew, der das Thirlestane Castle zu der Zeit innehatte, übergab es im Jahre 1984 an eine Stiftung, die sich um dessen Erhaltung gekümmert hat. Der Zustand war nicht mehr allzu gut, doch die Renovierungsmaßnahmen waren von Maitland-Carew nicht zu tragen. Besucher haben von April bis September die Möglichkeit, das Schloss mit seinen Schätzen wie Gemälden, antikem Spielzeug, Geschirr und Möbeln zu besichtigen.

Urquhart Castle
Einen besonders schönen Blick über den Loch Ness haben Sie vom am Ufer liegenden Urquhart Castle. Die Gegend um die Burgruine herum soll schon im 6. Jahrhundert bewohnt gewesen sein. Der Bau der Burg begann etwa im Jahre 1230. Heute wird die Anlage von Historic Scotland, einer schottischen Behörde zur Pflege und Erhaltung bedeutender Stätten, betrieben. Um die Ruine zu erreichen, gehen Sie über die Wiese, die sich im Osten befindet. Sie müssen die Brücke passieren, die einst eine Zugbrücke gewesen ist, und können durch das Torhaus in die Burg gelangen. Im Urquhart Castle können Sie unter anderem den oberen und den unteren Burghof, den Turm und die Überreste einer Kapelle besichtigen. Im Museum, das sich im Besucherzentrum befindet, erfahren Sie viel über die Geschichte der Burg und können sich historische Exponate ansehen.

        

© C_Baltrusch / FlickrC_Baltrusch [CC BY-ND 2.0]

Weitere Sehenswürdigkeiten in Schottland

Anlagen von Callanish
Die Anlagen von Callanish befinden sich im Nordwesten von Schottland auf der Isle of Lewis. Ausgrabungen haben 12 Steinformationen aus dem Torf hervorgebracht, von denen es früher mehr als 20 gegeben haben soll. Die Setzungen aus Menhiren wurden wahrscheinlich etwa 3.000 v.Chr. angelegt. Bis heute ist unklar, welchen Zweck diese Gebilde wirklich hatten. Möglich ist allerdings, dass z.B. die Hauptformation nach dem Mond gebaut wurde, da dieser alle 18,6 Jahre so steht, dass es aussieht, als würde er mit seinem Verlauf den einzelnen Steinen folgen. Insgesamt haben die Formationen die unterschiedlichsten Formen, von Kreuzen über Ringe bis hin zu scheinbar wahllos aufgestellten Steinen. Besuchen Sie die Anlagen und wandern Sie auf den Spuren der Ahnen.

Arbroath Abbey
Im Jahre 1178 wurde das Kloster Arbroath Abbey gegründet und in den darauffolgenden Jahren gebaut. Bekannt ist es durch die Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung von Schottland, die hier im Jahre 1320 stattfand. Die Form erinnert an ein Kreuz und das Gebäude hat eine beeindruckende Länge von rund 84 Metern. Früher war die Abtei einmal ziemlich reich, da unter anderem zollfreier Handel im gesamten Land außer London betrieben wurde. Heutzutage können Sie noch einige originale Teile der Kirche besichtigen. Dazu gehören die Sakristei, Teile des Chores und der südliche Teil des Kirchenschiffs. Durch die Witterungsverhältnisse sind viele architektonische Details mittlerweile leider nicht mehr zu sehen.

Ben Nevis
Der höchste Berg von Schottland und auch von Großbritannien ist der Ben Nevis mit einer Höhe von 1.344 Metern. Der Gipfel des Berges ist etwa 80 Prozent des Jahres von Nebel umhüllt. Die beliebteste Route, um den Berg zu erklimmen, ist rund 7 Kilometer lang und wird Mountain Track oder Pony Track genannt. Da der Weg teilweise sehr steil ist und an anderer Stelle Stufen enthält, müssen Sie gut zu Fuß sein und an festes, bequemes Schuhwerk denken. Am Fuße des Berges können Sie die gleichnamige Whiskybrennerei besichtigen, die bereits im Jahre 1825 gegründet wurde, jedoch zwischenzeitlich Produktionsstopps hatte.

Cairngorms
Im Nordosten von Schottland gelegen befindet sich die Berggruppe Cairngorms. Hier ist die Hälfte der zehn höchsten Berge von Großbritannien und Schottland zu finden. Mit einer Höhe von 1.309 Metern ist der Ben Macdhui der höchste Berg der Kette. Im Winter sind die Cairngorms besonders beliebt bei Touristen, da hier drei von den fünf Skigebieten von Schottland liegen. Somit ist der Wintersport hier hoch im Kurs. Gleichzeitig ist der Cairngorms Nationalpark der größte Nationalpark Großbritanniens und Nordirlands. Entdecken Sie bei einem Spaziergang die wunderschöne Landschaft und bewundern Sie die Tiere, die im Park leben.

Falkland Palace
Der Falkland Palace wurde im 12. Jahrhundert errichtet und liegt südöstlich von Perth. Einst diente er den Königen von Schottland als Jagdschloss und gehört seit dem 14. Jahrhundert dem Hause Stuart. Bekannt ist der Palast dafür, dass Robert Stewart, 1. Duke of Albany, seinen Neffen in einem Kerker eingesperrt hat und dieser dort daraufhin verhungerte. Im ersten Teil des 16. Jahrhunderts wurde die Burg zu einem Palast ausgebaut und umgestaltet. In der Mitte des 17. Jahrhunderts wurde der nördlich liegende Flügel niedergebrannt. Das Gebiet um den Falkland Palace herum ist sehr grün und von Bäumen bewachsen. Früher wurde hier gejagt, doch nun können Sie als Besucher durch die Anlage spazieren. Neben dem Gebäude selber ist auch der alte Tennisplatz sehenswert. Mit seiner Erbauung im Jahre 1539 ist es der älteste, noch bis heute betriebene Tennisplatz überhaupt.

Inverewe Garden
Einer der nördlichsten botanischen Gärten der Welt ist der Inverewe Garden, der aufgrund des Golfstroms gedeihen kann. Dieser ist für eine über das Jahr gesehen etwa konstante Temperatur zuständig, die zwischen -14°C und +29°C liegt. Osgood Mackenzie begann in den 1860er Jahren die Bepflanzung des Gebiets. Auf einer Fläche, die rund 40 Fußballfeldern entspricht, werden den Besuchern Pflanzen aus Australien, China, dem Himalaya, Japan, Nordamerika, Neuseeland und Südamerika präsentiert. Bei einem Besuch können Sie durch den Garten spazieren und die Pflanzen wie Rhododendren, Azaleen oder sogar Eukalyptus-Bäume bewundern. Mit dem ummauerten Bereich für Obst und Gemüse und einem kleinen Teich wirkt der Garten besonders idyllisch. Nach Ihrem Besuch im Inverewe Garden haben Sie zudem die Möglichkeit, die umliegenden Wälder zu erkunden.

Isbister Cairn
Im Norden von Schottland, auf der Insel South Ronaldsay, befindet sich die Anlage aus Steinblöcken mit dem Namen „Isbister Cairn“, auch bekannt als „Tomb of the Eagles“. Die Anlage wurde Mitte des 20. Jahrhunderts entdeckt und die Ausgrabungen fanden im Jahre 1976 statt. Der Landwirt, der diese Entdeckung gemacht hat, fand an gleicher Stelle Werkzeuge wie Äxte und ein Messer, sowie einen Knopf. Die Kammer ist unterteilt in 5 Areale, 2 Abteile am Ende und 3 Nebenkammern. Zwei der Abteile waren komplett erhalten und es wurden zahlreiche Schädel und Knochen darin gefunden. Weiterhin fand man Vogelkrallen, darunter auch welche von Seeadlern, die zu Zeiten der schottischen Völker eine symbolhafte Bedeutung hatten.

Jacobite Dampfzug
Der Jacobite Dampfzug fährt im Westen von Schottland die 135 Kilometer lange Strecke von Fort William nach Mallaig entlang. In der Nähe des Ben Navis geht es los zur 2 Stunden andauernden Fahrt. Dabei überqueren Sie das Glenfinnan Viaduct, welches auch im Film „Harry Potter und die Kammer des Schreckens“ zu sehen ist. Ende des 19. Jahrhunderts wurde es aus Beton gebaut und hat eine Länge von etwa 375 Metern. 21 Pfeiler stützen das Bauwerk, das eine Höhe von bis zu 30 Metern erreicht. Bei einer Fahrt mit dem Touristenzug haben Sie eine einmalige Aussicht auf die umliegende Landschaft und die Gewässer, wie den Loch Shiel oder die von Fjorden geprägte Landschaft vor Mallaig.

Kathedrale von Elgin
Die Kathedrale von Elgin wurde im 13. Jahrhundert erbaut und ist heutzutage nur noch eine Ruine. Zu besichtigen sind die westlichen Türme, das Querschiff und das Kapitelhaus, ein Gebäude für Versammlungen der Angehörigen des geistlichen Standes. Im Volksmund wird sie „Laterne des Nordens“ genannt. Aufgrund von Bränden und Beschädigungen durch Angriffe ist der Zustand der Kathedrale so, wie er heute ist. Seit dem 19. Jahrhundert wird sich allerdings um die Erhaltung der Reste des Gebäudes gekümmert. Kommen Sie nach Elgin und besichtigen Sie die Überreste der ehemals gewaltigen und prächtigen Kathedrale.

Loch Lomond and The Trossachs Nationalpark
Der Loch Lomond and The Trossachs Nationalpark ist der ältere der beiden Nationalparks Schottlands. Auf einer Größe von 1.865 Quadratkilometern können Sie zahlreiche Seen, Berge und eine einmalige Landschaft bewundern. Wandern Sie durch den Park oder machen Sie eine Fahrradtour, beobachten Sie das Wild und lassen Sie Ihren Blick über die Umgebung wandern. Man kann hier viel erleben und entdecken. Besonders schön ist der 39 Kilometer lange Loch Lomond, der größte See von Schottland. Im Argyll Forest können Sie die Waldluft einatmen und über die Hügel spazieren. Auch die Trossachs beinhalten Waldgebiete und einige Seen. Die höchsten Gebirge des Nationalparks finden Sie im nördlichen Teil, der Breadalbane genannt wird.

Loch Ness
Im Norden von Schottland gelegen befindet sich der Süßwassersee Loch Ness im schottischen Hochland. Mit seiner Länge von 37 Kilometern und seiner Breite von nur rund 1,5 Kilometern ist es der zweitgrößte See von Schottland. Die Form weist darauf hin, dass er durch einen Gletscher in der letzten Eiszeit geformt wurde. Der Loch Ness ist besiedelt von zahlreichen Fischen wie Lachsen, Forellen, Hechten und auch Aalen. Das Ufer des Sees ist bewaldet und schafft somit eine sehr idyllische Umgebung voller Natur. Seit jeher herrscht der Glaube an das Ungeheuer von Loch Ness, „Nessie“, das angeblich bereits mehrfach gesichtet worden sei. Bereits im Jahre 565 soll die etwa 20 Meter lange Seeschlange gesehen worden sein. Machen Sie einen Ausflug zum Loch Ness und halten Sie die Augen offen und den Fotoapparat bereit für den Fall, dass Sie Nessie zu sehen bekommen.

St. Magnus Kathedrale
Im Norden von Schottland, in Kirkwall auf der Insel Mainland der Orkneys, befindet sich die St. Magnus Kathedrale. Die sterblichen Überreste von Magnus Erlendsson, dem Heiligen St. Magnus, werden hier aufbewahrt. Die auch als „Licht des Nordens“ bekannte Kathedrale wurde im Jahre 1137 von Magnus Neffen gestiftet. Heutzutage wird sie von der reformierten Landeskirche Schottlands benutzt. Mit den Jahren wurde die Kathedrale restauriert und stabilisiert, sodass sie heute in einem guten Zustand zu besichtigen ist. Zu den ältesten Kirchteilen gehören der Chor, das Querschiff und das östliche Mittelschiff. Im Mittelschiff fallen die Säulen auf und in den Seitenteilen befinden sich Grabsteine. Außerdem ist in der St. Magnus Kathedrale ein Denkmal für John Rae, einen Arktisforscher, zu besichtigen. Bei einer Führung durch die Kirche können Sie unter anderem auch den Turm besteigen.