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Holstentor

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Holstentor

Das Wahrzeichen der Stadt Lübeck ist das Holstentor. Das im gotischen Stil errichtete Bauwerk ist neben dem weniger bekannten Burgtor das einzige noch verbliebene Tor der Lübecker Stadtbefestigung.

Zur Zeit der Hanse entwickelte sich Lübeck zu einer wichtigen Stadt des Ostseehandels. Ihren Höhepunkt erlebte sie mit dem Aufstieg zur Hauptstadt der Hanse im 14. Jahrhundert und der gleichzeitigen Entwicklung zur wichtigsten Handelsstadt Nordeuropas. Durch den wachsenden Reichtum der Stadt wurde der Schutz vor äußeren Bedrohungen wichtiger, so dass eine Stadtbefestigung in Form einer Stadtmauer und vier Stadttoren errichtet wurde. Die am Anfang einfachen Tore wurden mit Zeit immer größer, so dass man als Außenstehender jeweils ein äußeres, mittleres und inneres Tor überwinden musste, um in die Hansestadt zu gelangen.

Bei dem heutigen Holstentor handelt es sich um das mittlere Holstentor, die anderen wurden zur Zeit der Industrialisierung abgerissen, da sie als lästige Hindernisse angesehen wurden. Es besteht aus einem Nord- und einem Südturm sowie einem Mittelbau, in dem sich ein Durchgang befindet. Ursprünglich war dieser durch ein Tor geschützt, das jedoch nicht mehr erhalten ist. Dass das mittlere Holstentor nicht auch abgerissen wurde, ist dem Einsatz von König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen sowie der Lübecker Bürgerschaft zu verdanken, die sich für eine umfangreiche Restaurierung aussprachen. Nachdem diese 1871 abgeschlossen war, wurde es nicht weiter als Ruine, sondern als neues Wahrzeichen Lübecks angesehen – Unternehmen wie Niederegger nutzten das Holstentor als neues Firmenlogo. Weitere Restaurierungen fanden 1933/34 und 2005/06 statt. Heute dient es als Museum für die Lübecksche Stadtgeschichte.