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Schloss Neuschwanstein

Schloss Neuschwanstein

Schloss Neuschwanstein liegt bei Füssen im Allgäu. Seine idyllische Lage inmitten von Bergen und Wäldern hat ihm auch den Beinamen „Märchenschloss“ verschafft. Initiator für den Bau war der bayerische König Ludwig II., der ab 1869 eine Ritterburg nach mittelalterlichem Vorbild errichten ließ. An gleicher Stelle befanden sich vor dem Bau bereits zwei kleinere Burgen aus dem Mittelalter, die Burg Vorderhohenschwangau und der Wohnturm Hinterhohenschwangau. Diese sollten umfassend ausgebaut und zu dem neuen Schloss Neuschwanstein umgestaltet werden.

Wichtig für das Verständnis ist hier die Person Ludwig II. Er war von 1864 bis zum seinem Tod 1886 bayerischer König und wird heute wegen seiner Leidenschaft für das Bauen von Schlössern auch „Märchenkönig“ genannt. Er strebte ein Idealbild des christlichen Königtums an und floh häufig in Scheinwelten, um der politischen Realität des 19. Jahrhunderts zu entfliehen. Er ließ zahlreiche Schlösser errichten – neben Neuschwanstein sind das Schloss Herrenchiemsee und Linderhof die bedeutendsten –, die hauptsächlich eine finanzielle Belastung darstellten, nicht aber einen großen Nutzen. Für Ludwig II. waren sie ein Zeichen seiner Macht und dienten seiner Repräsentation.
Auch Neuschwanstein wurde größer und teurer, als ursprünglich geplant. Durch die hohe Verschuldung wurde Ludwig 1886 sogar entmündigt, so dass er nur eine kurze Zeit in seinem Schloss wohnen konnte, bevor er starb. Sein Ziel, das Schloss niemals für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen, scheiterte bereits sechs Wochen nach seinem Tod, als Neuschwanstein erstmals von interessierten Besuchern betreten wurde. Mit den Eintrittsgeldern sollten die hohen Schulden bezahlt werden.

Die pompöse Bauweise zieht heute jährlich über eine Million Besucher an und gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands.