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Schloss Salem

Schloss Salem

Das Schloss Salem gehört zu den wichtigsten Kulturbauten rund um den Bodensee. Der Ursprung des heutigen Elite-Internats liegt im 12. Jahrhundert mit der Gründung eines Zisterzienserordens und dem Bau einer Abtei, die als Kloster des Ordens genutzt und nach einigen Jahren zur Reichsabtei erhoben wurde. Nachdem bereits nach kurzer Zeit große Überschüsse beim Obst- und Getreideanbau sowie in der Fischerei erwirtschaftet werden konnten, wurde dem Kloster ein Teil einer Saline übertragen, deren Salzgewinnung für die wirtschaftliche Weiterentwicklung eine wichtige Rolle spielte. Die Hochphase überdauerte sogar die Reformation: Viele Klöster wurden zu dieser Zeit geschlossen, das Kloster Salem gehörte als eines der wenigen jedoch nicht dazu, so dass es eine noch bedeutendere Rolle einnahm. Erst der Dreißigjährige Krieg sowie ein schwerer Brand am Ende des 17. Jahrhunderts, bei dem das Gebäude fast vollständig zerstört wurde, beendeten den Aufschwung.

Nach dem Wiederaufbau wurde das Kloster zunächst mächtiger denn je und entwickelte sich durch künstlerische Ausschmückungen zum Zentrum des Rokoko. Im November 1804 wurde es nach dem Reichsdeputationshauptschluss, dessen Folge unter anderem eine umfangreiche Säkularisierung war, geschlossen. Nachdem es über 100 Jahre lang kaum genutzt wurde, richtete 1919 der abgesetzte Reichkanzler Max von Baden hier seinen Wohnsitz ein und gründete eine Schule, in der seine Kinder unterrichtet werden sollten. Das Schloss Salem, wie es seit der Säkularisierung genannt wird, ist heute eine renommierte Privatschule. Einige Bereiche werden auch als Museum und Ausstellungsräume genutzt, die für interessierte Besucher zugänglich sind.