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© Google Maps
Artikel erstellt am 05.10.2016

Das UNESCO-Welterbe – Teil 5: Ein Streifzug durch England

Insgesamt 17 Welterbestätten warten in England darauf, von neugierigen Entdeckern erkundet zu werden – das sind natürlich viel zu viele, um sie alle in einem Beitrag vorzustellen. Deshalb konzentrieren wir uns heute auf den Süden Englands und machen eine Reise vom Osten bis in den Westen der Insel. Dabei begegnen wir auch heute wieder fünf vollkommen unterschiedlichen Orten und legen insgesamt stolze 245 Meilen zurück, was bei uns knapp 395 Kilometer entsprechen würde.

Alles beginnt in der Grafschaft Kent, wo im schönen Canterbury in unmittelbarer Nähe gleich drei beeindruckende Bauwerke stehen, die von der UNESCO ausgezeichnet wurden. Worauf warten wir also noch? Auf geht’s nach England!


Kathedrale von Canterbury, Abtei St. Augustinus und St. Martin’s Church

Den Start bei unserer heutigen Entdeckungstour durch Südengland machen drei außergewöhnliche Bauwerke aus der Universitätsstadt Canterbury, die nur einen Katzensprung vom Fähranleger in Dover an der Ostküste des Landes entfernt liegt. 1988 zeichnete die UNESCO hier die als älteste Kirche ganz Englands bekannte St. Martin's Church als Weltkulturerbe aus. Hinzu kommen die in den frühen Phasen des Christentums im angelsächsischen Raum entstandene Abtei St. Augustinus sowie die offiziell „Cathedral of Christ Church“ genannte Kathedrale von Canterbury - ein meisterhaftes Werk gotischer und romanischer Architektur.

Bis heute pilgern jedes Jahr Scharen an historisch interessierten Touristen nach Canterbury, um sich das Zentrum der Anglikanischen Kirche in England mit seinen drei Weltkulturerbestätten einmal aus der Nähe anzusehen.


Palace of Westminster, Westminster Abbey und St Margaret’s Church

Der zweite Stopp auf unserer Reise führt uns etwa 98 Kilometer weiter westlich in die Hauptstadt des Landes und hier zu drei der wahrscheinlich bekanntesten Sehenswürdigkeiten ganz Englands im berühmten Stadtteil Westminster. Direkt am Ufer der Themse gelegen und jeweils fußläufig voneinander entfernt, liegt das Trio Westminster Palace, das den Sitz der britischen Regierung darstellt, das Westminster Abbey, das als Krönungsort der britischen Monarchie bekannt ist und die St Margaret’s Church, die die Pfarreikirche des britischen Parlaments bildet.

Als Ensemble von herausragender historischer Wichtigkeit, das bis heute eine zentrale Bedeutung für die britische Monarchie innehat, zeichnete die UNESCO die drei Gebäude bereits 1987 als Weltkulturerbe aus. Die Faszination für die britische Monarchie und ihre Repräsentationsgebäude ist bis heute ungebrochen und so beweisen die jährlichen Besucherzahlen den anhaltenden Hype um die Queen samt der gesamten royalen Familie.


Legende von Stonehenge

© friedwater / Flickr [friedwater / Flickr" rel="nofollow">CC BY 2.0]
Zwei Autostunden weiter gen Westen erreichen wir einen sagenumwobenen Ort in der Nähe von Amesbury, in der Grafschaft Wiltshire. Die Legende lebt noch immer und so ranken sich bis heute die unterschiedlichsten Theorien und Erzählungen rund um die Steinkreise aus der Jungsteinzeit: Mal ist von einem Versammlungsplatz die Rede, mal wird vermutet, dass es sich um einen Tempel mit Begräbnisstätte handelt. Einige Forscher mutmaßen jedoch auch, dass die Steinformation einst ein astronomisches Observatorium darstellte.

Bis heute verbirgt Stonehenge sein Geheimnis und gibt Forschern überall auf der Welt Rätsel auf. Kein Wunder also, dass Stonehenge als eines der letzten Mysterien der Welt auch für Touristen ein beliebtes Ausflugsziel ist.


Historisches Bath

Immer weiter westlich führt uns die heutige Route durch Englands Süden. Das nächste Etappenziel liegt nur circa 63 Kilometer von Stonehenge entfernt am Fluss Avon, in der Grafschaft Somerset, und gehört seit 1987 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Die Stadt mit dem vielsagenden Namen Bath wurde einst 43 nach Christus von den Römern gegründet, die sich die hiesigen warmen Quellen zu Nutze machten. Zum Kurort entwickelte sich Bath allerdings erst im 18. Jahrhundert und begeisterte dabei vor allem die wohlhabenden Engländer.

Bis heute sind hier daher verschiedenste historische Gebäude erhalten und es können sowohl Ruinen aus der Römerzeit als auch Bauwerke aus der georgianischen Epoche bestaunt werden. So ist in Bath über die Jahre eine einzigartige Mischung verschiedenster Einflüsse entstanden, die es zu einem einzigartigen Ort mit authentisch historisch geprägtem Bäderortcharakter machen.


Jurassic Coast: Dorset und East Devon Coast

Als letzten Programmpunkt unserer Reise möchten wir nun allen England-Urlaubern noch einen Abstecher zur sogenannten Jurassic Coast ans Herz legen. Das lohnt sich nicht nur für Dinosaurier-Fans, die das als Fossilienfundstätte bekannte Gebiet nach versteinerten Urzeitwesen absuchen wollen, sondern auch für alle, die auf der Suche nach ursprünglicher Naturschönheit sind. Der im Deutschen als Jura Küste bekannte Abschnitt liegt in der Grafschaft Devon und erstreckt sich auf insgesamt 150 Kilometern von Swanage im Osten bis Orcombe Point im Westen. Bereits 2001 wurde er zum ersten englischen UNESCO Weltnaturerbe erklärt.

Besuchern bietet sich hier ein atemberaubendes Panorama, das zum Träumen, Staunen und Schlendern einlädt. Wer einmal hier war, der kann verstehen, warum die Jurassic Coast als „Gebiet von außerordentlicher natürlicher Schönheit“ ausgezeichnet und daher bereits einige Male für Filme als Kulisse eingesetzt wurde.


Eine abenteuerliche Reise liegt hinter uns: Fünf verschiedene europäische Länder haben wir bereist und einen Teil ihrer Welterbestätten kennengelernt. Heute endet unsere UNESCO Entdeckungstour und wir hoffen, den einen oder anderen Leser zu neuen Reisezielen inspiriert zu haben.
Wir von Travanto wünschen allen – egal in welches Land die Reise geht – einen aufregenden Urlaub und viel Spaß beim Entdecken unseres europäischen Welterbes!