Dortmund Sehenswürdigkeiten

Dortmund bietet Ihnen ein abwechslungsreiche Auswahl an Highlights. Natürlich sollten Sie die Sportstätten Dortmunds nicht verpassen. Erkunden Sie auch die bedeutenden Bauwerke der Stadt, wie die Hohensyburg oder erfahren Sie mehr die Steinkohle-Förderung in der Zeche Zollern. Die Museen von Dortmund bieten aber auch Einblick in die Schönheit von Natur und Kunst. Der Zoo Dortmunds ist vor allem für Familien ein beliebtest Ausflugsziel. Egal ob Museum, Zoo oder Stadion, hier ist für jeden etwas dabei.

Sehenswerte Bauwerke in Dortmund

Konzerthaus Dortmund

Das Konzerthaus Dortmund ist im Zentrum der Stadt zu finden und öffnete im Jahre 2002 seine Pforten. Die Stahl-Glas-Konstruktion stellt einen Blickfang im Brückstraßenviertel dar. Ursprünglich sollte das Konzerthaus auf dem Areal der Westfalenhallen seinen Platz finden. Nachdem 1997 eine Studie in Auftrag gegeben wurde, entschied man sich, mit dem Konzerthaus Dortmund das Brückstraßenviertel aufzuwerten. Der Grundstein für den Bau des Konzerthauses wurde im Oktober 2000 gelegt. Für den Rohbau wurden 9.000 Kubikmeter Beton verbaut. Da man sein Hauptaugenmerk auf die Akustik des Hauses legte, war die Rücksprache mit Akustikern bei jedem Bauschritt notwendig. Mit dem Innenausbau wurde im Herbst 2001 begonnen. Die Baukosten summierten sich auf 95 Millionen DM. Der Haupteingang des Konzerthauses befindet sich an der Brückstraße. Der Weg führt zunächst ins Stadtfoyer, wo die Abendkasse und die Garderoben untergebracht sind. Der Saal des Konzerthauses Dortmund steht bis auf zwei Betonpfeiler frei. Der Zugang besteht über Treppen und Fahrstühle. Im Konzertsaal soll nichts vom Wesentlichen ablenken. Mit diesem Verzicht auf Farbe und schmückende Elemente soll im Konzerthaus Dortmund der Fokus auf das Hörerlebnis gelenkt werden. Die Akustik ist herausragend und wird durch an der Decke angebrachte Holzsegel unterstützt. Pro Spielzeit bietet das Haus etwa 100 Veranstaltungen an. Die Palette reicht von Kammermusik und Klavierabenden bis hin zu Chanson und Kabarett.

Hohensyburg

Die Hohensyburg ist im Dortmund Stadtteil Syburg zu finden und wird auch Sigiburg oder Syburg genannt. Siedlungsspuren auf den Syberg lassen sich bis in die Bronzezeit zurückverfolgen. Im 8. Jahrhundert wurde erstmals eine Wallburg erwähnt. Die Errichtung der Hohensyburg erfolgte im Jahre 1150 als Höhenburg der Kölner Erzbischöfe. Im Inneren der Ruine ist ein um 1930 entstandenes Kriegerdenkmal zu finden, welches an die gefallenen Soldaten des 1. Weltkrieges erinnert. Auf dem Areal der Hohensyburg entstand Mitte des 19. Jahrhunderts der 26 Meter hohe Vincketurm. Vom achteckigen Aussichtsturm reicht der Blick über ganz Dortmund sowie bei günstiger Witterung bis ins Sauerland. Neben der Burgruine thront das Kaiser-Wilhelm-Denkmal auf dem Syberg. Einst führte eine Bergbahn zur Burganlage, dabei wurde ein Höhenunterschied von 487 Metern überwunden. Die Bahn wurde um 1915 stillgelegt. Zwischen 1995 und 2010 war das Burggelände Austragungsort des Musikfestivals “Rock in den Ruinen”. Auch die regelmäßigen Veranstaltungen wie der Mittelaltermarkt und die Pfingstkirmes locken zahlreichen Besucher nach Dortmund.



Ausstellung und Museen in Dortmund

DASA

Die DASA ist eine Einrichtung der Bundesagentur Dortmund für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Dabei handelt es sich um die größte Ausstellung zur Arbeitswelt deutschlandweit. Auf einer Fläche von 13.000 Quadratmetern können sich Besucher über die Bedeutung und den Stellenwert der Arbeitswelt für die Gesellschaft und jeden Einzelnen informieren. Die Ausstellung macht den Stellenwert von Gesundheit und Würde des Menschen im Arbeitsleben deutlich und wird jährlich von mehr als 180.000 Besuchern besichtigt. Eine erste Ausstellung, welche sich der Arbeitswelt widmete, wurde im Jahre 1883 von Kronprinz Friedrich Wilhelm in Berlin gegründet. Im Jahre 1980 begannen die Planungen für die DASA in Dortmund. Der moderne Glasbau wurde im Jahre 1993 seiner Bestimmung übergeben. In zwölf Einheiten wird die Arbeitswelt Gestern und Heute anschaulich dokumentiert. Zahlreiche Veranstaltungen und Sonderausstellungen ergänzen das Museum. Die DASA verfügt weiterhin über einen Museumsshop, in dem Interessierte ein Andenken an ihren Ausflug in das Museum in Dortmund erwerben können, sowie eine Cafeteria, die mit kleinen Snacks und Getränken für das leibliche Wohl sorgt.

Naturkundemuseum

Das Museum für Naturkunde in Dortmund geht auf eine Initiative des Lehrers Professor Edgar Weinert zurück. Dieser stellte seine Privatsammlung zur Verfügung. Die Ausstellung musste mehrmals vergrößert werden und befindet sich seit dem Jahre 1980 an ihrem jetzigen Standort, einem Neubau am Fredenbaum. Die zoologische Ausstellung spannt einen Bogen von Einzeller bis zum Säugetier. Ein Hauptaugenmerk wird auf die heimische Tierwelt gelegt. Allerdings können auch eine Riesenschildkröte oder des Skelett eines Thunfisches in diesem Museum besichtigt werden. In zahlreichen Dioramen wird die heimische Pflanzenwelt dargestellt. Das Museum für Naturkunde bietet viel Interessantes für die ganze Familie. So können Besucher ihr Wissen anhand der bereitgestellten PC-Terminals auf die Probe stellen. Im Mineralienkabinett wird eine wertvolle Bergkristallgruppe ausgestellt. Besonders für Kinder sind die zahlreichen lebenden Tiere interessant. Dazu zählen ein Bienenstock, weitere Insekten und Spinnen. Das Museum für Naturkunde bietet sich auch für die Ausrichtung von Kindergeburtstagen an und stellt ein abwechslungsreiches Ferienprogramm auf die Beine. Jährlich wird die Ausstellung von mehr als 70.000 Besuchern besichtigt. Geöffnet hat das Dortmunder Naturkundemuseum dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr.

Museum für Kunst- und Kulturgeschichte

Das Museum für Kunst- und Kulturgeschichte in Dortmund ist das älteste Museum seiner Art im Ruhrgebiet. Es befindet sich in einem historischen Gebäude und beherbergt Sammlungen aus der Ur- und Frühgeschichte bis ins 20. Jahrhundert. Hier durchreist der Besucher die Kulturgeschichte in Zeitraffer: von der Antike bis zum modernen Design. Neben Sammlungen zu Malerei und Plastik sind auch Fotografien, Textilien und Archäologie zu sehen. Mit verschiedenen Ausstellungen bietet das Museum Programme für Erwachsene, aber auch für Kinder und Jugendliche. Der Anfang des Museums für Kunst und Kulturgeschichte in Dortmund ist bereits auf das 19. Jahrhundert zurückzuführen, als der Historiker Eduard Roese die Sammlung von historischen und künstlerischen Gegenständen anregte. Als 1934 der Kunsthistoriker Rolf G. Fritz als Leiter der Sammlung eingesetzt wurde, erweiterte er diese um zahlreiche Gemälde, vorrangig aus der Romantik. Seit Museumsgründung mussten die Sammlungen zahlreiche Umzüge über sich ergehen lassen. Eine Auslagerung kurz vor dem Zweiten Weltkrieg erwies sich als großes Glück, da die Exponate so vor Bombardierungen geschützt werden konnten und somit bis heute Bestand haben. Heute hat die Sammlung im denkmalgeschützten Art-Déco-Bau der alten Stadtsparkasse einen würdigen Ausstellungsort gefunden.

Zeche Zollern

Die Zeche Zollern ist ein stillgelegtes Steinkohle-Bergwerk im Nordwesten vom Stadtzentrum Dortmunds. Besuchern stehen zwei Schauanlagen offen, welche Teil des LWL-Industriemuseums und der Route der Industriekultur im Ruhrgebiet sind. Die Zeche Zollern war zwischen 1899 und 1955 in Betrieb. Zwischen 1898 und 1904 wurde die Anlage als Musterzeche der Gelsenkirchener Bergwerk AG betrieben. Die Zeche Zollern in Dortmund ist nicht nur ein eindrucksvolles Industriedenkmal, sondern auch die Architektur der Anlage ist bemerkenswert. Die einstigen Tagesanlagen gleichen einer barocken Schlossanlage. Bei der Maschinenhalle handelt es sich um eine imposante Eisenfachwerk-Konstruktion. In der Halle können im Originalzustand erhaltenen Kompressoren und Fördermaschinen besichtigt werden. Auch die Außenanlagen stehen Besuchern zur Besichtigung offen. Dazu zählen das Fördergerüst oder der Zechenbahnhof. Seit dem Jahre 1999 öffnet die Dauerausstellung Musterzeche ihre Pforten. Die Sammlung leistet einen wertvollen Beitrag zur Kulturgeschichte des Ruhrgebietes. Auch für Kinder werden im “Kinderkeller” spezielle Führungen angeboten. Teil der Anlage ist auch das Restaurant "Pferdestall".



Sportstätten in Dortmund

Galopprennbahn

An sonnigen Sommertagen tummeln sich an der Galopprennbahn von Dortmund die pferdebegeisterten Sport- und Wettfreunde. Mit der großzügigen Linienführung zählt Dortmunds Galopprennbahn zu den größten Deutschlands. Neben den Rennen im Sommer, die auf Gras stattfinden, wird auch im Winter entsprechendes Programm geboten. Auf der Allwetterbahn laufen die Pferde auch in der dunklen Jahreszeit von November bis März um die Wette. Die heutige Galopprennbahn im Dortmunder Stadtteil Wambel wurde im Jahr 1913 durch das Architekturbüro Stein und Ziedorn aus Köln errichtet. Nachdem bereits am Ende des 19. Jahrhunderts eine Galopprennbahn in Dortmund entstanden war, diese jedoch wegen der Erweiterung des Eisenwerks Phoenix-West wieder abgerissen werden musste, wurde in Wambel ein neues Gelände für die heutige Galopprennbahn gefunden. Verschiedene Bauwerke wie Tribünen oder Ställe wurden zum Teil im Fachwerkstil errichtet und stehen heute unter Denkmalschutz. Neben der 2000 Meter langen Gras- und der 1600 Meter langen Sandbahn, die bei jedem Wetter genutzt werden kann, befindet sich im inneren Bereich der Rennbahn auch ein Golfplatz.

Signal Iduna Park

Der Signal Iduna Park befindet sich an der Strobelallee, in der westlichen Dortmunder Innenstadt. Das einstige Westfalenstadion gilt mit einer Platzkapazität von 80.645 als größtes deutsches Fußballstadion. Seit 1974 ist die Anlage die Heimstätte des Fußballvereins Borussia Dortmund. Der Signal Iduna Park zählte zu den Spielstätten der Fußball-WM im Jahre 2006. Mit seinen gelben Pylonen in der Dachkonstruktion ist das Stadion weithin sichtbar und zählt zu einem der Wahrzeichen von Dortmund. Das ursprüngliche Westfalenstadion wurde aus Anlass der Fußball-WM 1974 erbaut und besaß damals 54.000 Plätze. Auf Grund der Fertigbauweise aus Paletten belief sich die Errichtung des Stadions auf kostengünstige 32 Millionen DM. Im Jahre 1992 wurden auf der Nordtribüne Sitzplätze geschaffen. Nach mehreren weiteren Ausbaustufen wurde das Stadion von der UEFA zum Elitestadion erklärt. Die Umbenennung in Signal Iduna Park erfolgte am 1. Dezember 2005. Im Signal Iduna Park kann das Borusseum besichtigt werden. Die Ausstellung dokumentiert die Vereinsgeschichte von Borussia Dortmund. Neben sportlichen Wettkämpfen finden auch Events wie “Kino im Stadion” oder Musikveranstaltungen im Signal Iduna Park statt.



Kirchen und Denkmäler in Dortmund

Reinoldikirche

Die evangelische Reinoldikirche befindet sich in der Dortmunder Innenstadt und zählt zu den Wahrzeichen der Stadt. Es handelt sich um die älteste Kirche im Stadtzentrum. Die älteste noch erhaltene Bausubstanz ist eine Mitte des 13. Jahrhunderts entstandene Pfeilerbasilika. Im Mittelalter fungierte die Reinoldikirche Dortmund als Stadt- und Ratskirche und bildete somit das geistige Zentrum der Stadt. Benannt wurde das Gotteshaus nach dem Stadtpatron Reinoldus. Im II. Weltkrieg wurde die Reinoldikirche Dortmund bis auf wenige Außenmauern komplett zerstört. Der Wiederaufbau orientierte sich am historischen Vorbild und vollzog sich zwischen 1947 und 1957. Heute zählt die Reinoldikirche Dortmund zu den Sehenswürdigkeiten in der Dortmunder Innenstadt. Die Kirche beherbergt wertvolle Kunstschätze, welche zum Großteil aus der Mitte des 15. Jahrhunderts stammen. Beachtung verdienen eine überlebensgroße Skulptur des Reinoldus, das geschnitzte Chorgestühl und das Taufbecken. Die Kirche gilt als Zentrum der Orgelmusik und beherbergt eine wertvolle Orgel aus dem Jahre 1958. Die Reinoldikirche öffnet täglich zwischen 10 und 18 Uhr ihre Pforten.

Kokerei Hansa

Die Kokerei Hansa ist ein Industriedenkmal im Dortmunder Stadtteil [[?artikel_2901|Huckarde|Informationen über den Stadtteil Huckarde]]. Die Kokerei wurde zwischen 1927 und 1928 als Großkokerei errichtet. Ab 1941 wurde die Anlage als Zentralkokerei der Dortmunder Bergbau AG betrieben. Die Steinkohle wurde bis 1949 aus der benachbarten Zeche Hansa bezogen. War die Kokerei Hansa voll ausgelastet, befanden sich 314 Öfen in Betrieb und es wurden täglich bis zu 5.400 Tonnen Koks hergestellt. Im Jahre 1992 wurde die Kokerei Hansa in Dortmund stillgelegt. Besucher können sich heute von ehemaligen Mitarbeitern durch die einstige Produktionsstätte führen lassen. Wer das Areal auf eigene Faust erkunden möchte, kann einen kleineren Weg nutzen und diesen mittels Audio-Führung per Kopfhörer passieren. Auf dem Gelände der Lokwerkstatt ist das Nahverkehrsmuseum Dortmund untergebracht. Im Turbokompressorengebäude Bergwerk ist seit dem Jahre 2008 die größte Kletterhalle Nordrhein-Westfalens zu finden. Somit ist die Kokerei Hansa nicht nur bei Technikinteressierten ein beliebtes Ausflugsziel, sondern bietet sich auch für aktive Erholung an.


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Zoo und Botanischer Garten in Dortmund

Dortmunder Zoo

Im Dortmunder Zoo wird dem Besucher eine weite Palette an verschiedensten Tierarten geboten. Allgemein bekannt als "Südamerika Zoo" liegen seine Schwerpunkte im Bereich des südamerikanischen Tierreichs. In diesem Bereich konnte der Zoo Dortmund bereits große Erfolge in der Zucht von südamerikanischen Tieren wie dem Großen Ameisenbär verzeichnen. Allerdings sollte man die Einrichtung nicht auf dieses Gebiet beschränken. Neben Tieren aus Afrika, Asien und Australien finden Besucher hier auch zahlreiche Meerestiere sowie einen Streichelzoo, in dem sich heimische Tiere wie Ziegen oder Esel aufhalten. Zudem erfreuen sich auch speziell ausgerichtete Häuser wie das Regenwaldhaus "Rumah hutan", das Giraffenhaus oder das Nashornhaus großer Beliebtheit. Neben der Präsentation der Tiere in artgerechten Gehege konzentriert sich der Dortmunder Zoo auch auf die Zucht und Haltung seltener Tierarten sowie auf die Auswilderung, um die Zahl wilder Tiere wieder zu erhöhen. Zudem wird interessierten Zoobesuchern ein Blick in die Arbeit eines Tierpflegers gegeben. Ein großer Spielplatz sowie zahlreiche gastronomische Einrichtungen runden den Tag im Zoo Dortmund ab und machen ihn für die ganze Familie unvergesslich.

Botanischer Garten

Entstanden im Auftrag der Adelsfamilie, ist der Rombergpark heute ein beliebtes Ausflugsziel im Süden von Dortmund. Auf der 65 ha großen Fläche beherbergt der ursprüngliche englische Landschaftspark auch einen Botanischen Garten. In insgesamt vier Pflanzenschauhäusern – dem Warmhaus, dem Kalthaus, dem Sukkulentenhaus und dem Farnhaus – werden auf über 1.000 m² unterschiedlichste Pflanzen und auch Tiere aus aller Welt gezeigt. Da sich auf der gesamten Fläche zahlreiche Bäume befinden, wird der Botanische Garten Dortmund häufig auch als Arboretum bezeichnet. Zudem finden Besucher hier einen im Jahr 1985 angelegten Heilkräutergarten, in dem man etwa 400 Pflanzenarten findet, die als Arzneien genutzt werden können. Hinzu kommen einige Tee- und Küchenkräuter. Eine umfangreiche Clematis-Sammlung, eine große Moor-Heide Landschaft sowie ein im Jahr 2004 errichteter Skulpturenweg zieht eine Vielzahl an Besuchern an. Nicht nur Pflanzen, sondern auch Tierfreunde kommen gern in den Botanischen Garten Dortmund. Eichhörnchen und Meisen sind so zutraulich, dass man ihnen hier ganz nahe kommen und mit etwas Glück sogar füttern kann.