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Die 10 schönsten Schlösser in Deutschland

Pompöse Bauten, märchenhafte Schlossromantik und jede Menge zauberhafter Schnörkel und liebevolle Details – das alles erwartet uns heute in Deutschlands schönsten Schlössern. Wer also noch nach einem passenden Familienausflug für die Sommerferien, dem richtigen Ort für den romantischen Kurztrip mit dem Partner oder einfach nach einem lohnenden Ziel für die nächste geschichtliche Entdeckungstour sucht, der sollte jetzt am besten ganz genau aufpassen und sich die nachfolgenden Tipps unbedingt merken.

Burg Hohenzollern

Als erstes geht es heute nach Baden-Württemberg, denn hier befindet sich unweit von Hechingen und mit dem Auto nur ca. eine halbe Stunde von Rottenburg am Necker entfernt eine traumhaft schöne Burg aus dem 19. Jahrhundert. Als Gipfelburg liegt sie auf dem Hohenzollern, der auch Zollerberg genannt wird und bedeckt in schwindelerregenden 855 Metern Höhe nahezu die gesamte Kuppe des Berges, der gleichzeitig auch namensgebend für die umliegende Zollernalb war.

Die Hohenzollerner Burganlage bietet ihren Besuchern so nicht nur ein einzigartiges historisches Erlebnis, sondern auch einen atemberaubenden Ausblick auf die schier unendlichen Weiten der umliegenden Naturlandschaft. Als eindrucksvolles Beispiel der deutschen Neugotik besteht sie dabei seit ihrer Fertigstellung 1867 aus vier wesentlichen Elementen, die neben dem Schlossgebäude selbst auch die Befestigungsanlagen, drei Kapellen und den Burggarten umfassen.

Wie keine andere verkörpert sie dabei den romantischen Zeitgeist der damaligen Epoche und gilt als Idealvorstellung einer mittelalterlichen Ritterburg. Historisch betrachtet und was den grundlegenden Baugedanken angeht, ist sie daher durchaus mit unserem nächsten berühmten Ausflugsziel-Tipp vergleichbar.

Schloss Neuschwanstein

Der Klassiker unter den Schlössern und eine der mit Abstand bekanntesten und beliebtesten Sehenswürdigkeiten in ganz Deutschland ist natürlich im schönen Bayern, unweit der österreichischen Landesgrenze zu finden: Das einst im 19. Jahrhundert für den bayrischen König Ludwig II. erbaute Märchenschloss Neuschwanstein zählt jährlich Millionen von Besuchern und diente bereits als Vorbild für zahlreiche Disneyschlösser.

Allen voran natürlich das Schloss von Dornröschen, welches im Disneyland Paris originalgetreu zum Film nachgebaut wurde. Darüber hinaus nutzten auch zahlreiche Hollywood Blockbuster, wie bspw. The Monuments Men mit George Clooney und Brad Pitt aus dem Jahr 2014, das berühmte Schloss als Kulisse. Geprägt vom romantisch-verschnörkelten architektonischen Stil des 19. Jahrhunderts, vereint das Schloss Elemente der Romantik und Gotik und gilt als Hauptwerk des damaligen Historismus.

Schloss Charlottenburg

Von Bayern aus geht es jetzt direkt in die Hauptstadt, denn in Berlin wartet das bezaubernde Schloss Charlottenburg, das noch heute im prunkvollen Barockstil erstrahlt, darauf besichtigt zu werden. Ursprünglich im 17. Jahrhundert erbaut, wurde es über die Jahrhunderte vielfach erweitert, umgebaut und von Königen als Wohnsitz genutzt. Heute beherbergt es ein Museum, dass sich mit der höfischen Geschichte Brandenburg-Preußens von der Barockzeit bis ins frühe 20. Jahrhundert beschäftigt und die gesamte Anlage steht der Öffentlichkeit zur Besichtigung offen.

Das weitläufige Schlossgelände umfasst dabei neben einem malerischen Schlossgarten, einer großen und einer kleinen Orangerie unter anderem auch einen festlichen Theaterbau und ein prächtiges Porzellankabinett. Es vereint dabei neben der italienischen Barockarchitektur auch Elemente des Früh- und Spätklassizismus sowie Neorokoko. Ebenso wie auch der Berliner Stadtteil Charlottenburg, ist auch das Schloss benannt nach Königin Sophie Charlotte, der Gattin Friedrichs III.

Schloss Babelsberg

Von Berlin mit dem Auto nur eine knappe halbe Stunde entfernt, liegt das nächste Schloss, das im Vergleich zu den bisher vorgestellten Bauwerken zwar weniger kitschig daherkommt, allerdings trotzdem unbedingt sehenswert ist. Direkt am Tiefen See der Havel und im Herzen einer weitläufigen Parkanlage gelegen, ist es das perfekte Ausflugsziel für alle, die den berühmten englischen Gotikstil hautnah bestaunen und außerdem einen Ausflug ins Grüne unternehmen möchten.

Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet und von dem späteren Kaiser Wilhelm I. viele Jahre als Sommerresidenz genutzt, gehört das Schlossensemble heute zum Weltkulturerbe der UNESCO und beherbergt ein Museum für Ur- und Frühgeschichte. Einen Besuch wert ist dabei jedoch nicht nur das Schloss, sondern das gesamte Areal, das mit einer umwerfenden Gartenarchitektur, mehreren idyllischen Aussichts- und Ruheplätzen und einigen historisch ebenfalls interessanten Gebäuden ein harmonisches Gesamtbild schafft.

Schweriner Schloss

Als Letztes reisen wir jetzt auf eine Insel – die liegt zwar nicht im Meer, aber das hiesige Schloss ist trotzdem etwas Besonderes. Oft auch als „Neuschwanstein des Nordens“ bezeichnet, kann das Schweriner Schloss auf eine Entwicklungsgeschichte von über 1.000 Jahren zurückblicken, in der das Bauwerk sich stetig verändert und weiterentwickelt hat. Die heutige Form des Schlosses entstand Mitte des 19. Jahrhunderts und ist der romantischen Neorenaissance-Architektur aus Frankreich nachempfunden.

Heute zählt die Schlossanlage zu den bedeutendsten Bauwerken des romantischen Historismus, beherbergt den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern und gehört außerdem zu den bekanntesten und prächtigsten Schlössern des gesamten Bundeslandes. Die Erscheinung des beeindruckenden Schlosses gleicht noch heute der eines Märchenschlosses und zieht jährlich viele tausend Besucher in die mecklenburg-vorpommersche Hauptstadt.

Wartburg

Zuerst führt unsere Reise heute nach Thüringen und hier an den nordöstlichen Rand des Thüringer Waldes. Unweit von Eisenach liegt hier auf einer Anhöhe von knapp über 400 Metern eine sogenannte Abschnittsburg. Die Wartburg setzte sich ursprünglich aus vier Teilen zusammen, von denen heute allerdings nur noch die Vor- und die Hauptburg erhalten geblieben sind. Einst im 11. Jahrhundert gegründet, wurde die Burg im Laufe der Jahrhunderte durch zahlreiche Belagerungen, die jedoch nie zur Eroberung führten, stark in Mitleidenschaft gezogen. Deshalb wurde die Wartburg im 19. Jahrhundert umfassend restauriert und im historisierenden Stil umgebaut.

In der bewegten Vergangenheit besuchten auch berühmte Personen der Geschichte die Burg, wie beispielsweise Martin Luther oder Goethe, und schwärmten in den höchsten Tönen von ihr. Darüber hinaus diente sie nach ihrer Restaurierung als Vorbild für den Bau des berühmten Schlosses Neuschwanstein.

Schloss Nordkirchen

Von Thüringen geht es nun weiter in Richtung Nordwesten und dort in den südlichen Teil des Münsterlands, wo nur circa 25 Kilometer vom schönen Münster entfernt eine einmalige Schlossanlage auf geschichtsinteressierte Besucher wartet. Das Schloss Nordkirchen, welches aufgrund seiner ausladenden Anlage und seiner barocken Gestaltung auch das „Westfälische Versailles“ genannt wird, entstand in seiner ursprünglichen Form als Wasserschloss im 16. Jahrhundert.

Durch umfangreiche Umbaumaßnahmen entwickelte sich das Schloss im Laufe des 19. Jahrhunderts zu einer der beeindruckendsten Barockresidenzen der gesamten Umgebung. Die weitläufige Gartenanlage gehört dabei noch heute zu den bedeutendsten in ganz Europa und lädt zum Flanieren und Verweilen ein. Das Schlossensemble ist dabei als sogenanntes „Gesamtkunstwerk von internationalem Rang“ von der UNESCO geschützt und beherbergt neben einer Hochschule auch ein exquisites Restaurant. Ein großer Teil des monumentalen Bauwerkes, ebenso wie der Schlosspark, können außerdem im Rahmen von Führungen besichtigt werden.

Reichsburg Cochem

Knapp 280 Kilometer südlich des Schlosses Nordkirchen liegt die nächste Station unserer Schlösserzeitreise in Rheinland-Pfalz - im Städtchen Cochem direkt an der Mosel. Als Gipfelburg thront die Cochemer Reichsburg auf einem Berg oberhalb der Stadt und bietet so schon von weitem einen fantastischen Anblick. Sie ist nicht nur das Wahrzeichen der Stadt, sondern kann mittlerweile auch auf eine nahezu tausendjährige Geschichte zurückblicken. Im 17. Jahrhundert nahezu vollständig zerstört, wurde die Burg in ihrer heutigen Form im späten 19. Jahrhundert im neugotischen Stil wieder aufgebaut.

Als denkmalgeschütztes Schlossensemble beherbergt die Reichsburg Cochem heute ein Museum, das die im Stil des Neobarocks und der Neorenaissance gestalteten Räumlichkeiten und wertvolle Relikte aus der Geschichte der Burg zeigt. Wer mit einem Besuch der Burg liebäugelt, der sollte diesen am besten für den August einplanen, denn dann findet hier im Rahmen der alljährlichen Ritterspiele ein dreitägiges Burgfest statt, bei dem Burgbesucher das Mittelalter praktisch live und in Farbe erleben können.

Schloss Wernigerode

Die nächste Etappe führt uns von Cochem aus knapp 500 Kilometer nordöstlich nach Sachsen-Anhalt und hier nach Wernigerode in die sogenannte „Bunte Stadt am Harz“. Das erste Mal geschichtlich erwähnt wurde die hiesige Burganlage Anfang des 13. Jahrhunderts. Die bis heute charakteristische Form des repräsentativen Schlosses des damals vorherrschenden Historismus entstand jedoch erst wesentlich später gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Bis in die 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts war das Schloss Wernigerode der Wohnsitz einer fürstlichen Adelsfamilie, heute hingegen beherbergt es ein sehenswertes Museum für Kunst- und Kulturgeschichte aus dem 19. Jahrhundert.

Neben dem Museum sind allerdings auch der Tier- sowie der Schlossgarten und die wiederhergestellte Orangerie unbedingt einen Besuch wert. Zu den Highlights im Veranstaltungskalender des Wernigerorder Schlosses zählen dabei die Veranstaltungen des Philharmonischen Kammerorchesters der Stadt, die regelmäßig bekannte Opern aber auch beliebte Operetten aufführen.

Löwenburg in Kassel

Zu guter Letzt führt uns der Weg ins circa 175 Kilometer südwestlich von Wernigerode gelegene Kassel und hier zu einer Burg, die um die Jahrhundertwende zwischen 1793 und 1801 im Bergpark Wilhelmshöhe entstand. Das Interessante an der Löwenburg ist dabei in erster Linie, dass sie als romantisch-mittelalterlicher Nachbau einer Ritterburg bewusst als künstliche Ruine angelegt wurde.

Südlich des Schlosses Wilhelmshöhe-Herkules liegt es auf circa 350 Metern Höhe am östlichen Rand des Hohen Habichtswalds. Hier diente es lange Jahre als Wohnsitz des Landgrafen und war eines der ersten Neogotik-Gebäude in Deutschland überhaupt, das als wegweisend für die kunstgeschichtliche Entwicklung des Landes gilt. Im letzten Jahrhundert während des zweiten Weltkrieges fast vollkommen zerstört, wurde in den 50er Jahren zwar mit dem Wiederaufbau begonnen, dieser konnte jedoch bis heute nicht abgeschlossen werden. So diente die Burg – sozusagen als Ruine der künstlichen Ruine – als Kulisse für einige Film- und Fernsehproduktionen. Zudem werden Führungen durch die bereits wiederhergestellten Innenräume angeboten.


In Deutschland gibt es so viele kleine und große, alte und neue Schlossanlagen zu besichtigen, dass es nahezu unmöglich ist, sie alle vorzustellen. Wir hoffen, wir konnten mit unseren Vorschlägen inspirieren und zu dem ein oder anderen Ausflug anregen.