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Erfurt Sehenswürdigkeiten

Ein Besuch der Stadt Erfurt offenbart zahlreiche Sehenswürdigkeiten, sei es der Erfurter Dom oder die Zitadelle Petersberg. Packen Sie bequemes Schuhwerk ein, denn bei einer Sightseeingtour durch Erfurt geht es auf den Fischmarkt, den Anger, über die Krämerbrücke, durch den Erfurter Zoo und die Parkanlagen des Schloss Molsdorf. Es stehen also so einige Hightlights in Erfurt und Umgebung auf dem Programm.

Erfurter Dom
Erfurter Dom
© georgz59 / Flickr [CC BY-SA 2.0]
Krämerbrücke Erfurt
Krämerbrücke Erfurt
© Nicolas Illy (Graoully) / Wikimedia Commons [CC BY-SA 2.5]

Erfurts Highlights

Erfurter Dom

Der Erfurter Dom beherrscht das Bild der Altstadt. Gemeinsam mit der Severikirche bietet der Mariendom auf dem Domberg ein eindrucksvolles architektonisches Ensemble. Der Vorgängerbau des heutigen Doms entstand bereits im 8. Jahrhundert. Der Dom in seiner heutigen Form wurde als romanische Basilika errichtet. Im 14. Jahrhundert wurde der hochgotische Chor angefügt. Mitte des 15. Jahrhunderts wurde der Erfurter Dom durch einen Neubau des Langhauses nach Westen hin erweitert. 1964 wurde mit umfangreichen Rekonstruktionsarbeiten begonnen. So wurde das neogotische Mosaikbild am Dach abgebaut und ein neues Walmdach aufgesetzt. Der Erfurter Dom ist reich ausgestattet. Im Hochchor befinden sich beeindruckende Glasfenster. Die mittelalterlichen Fenster sind hervorragend erhalten und zählen zu den größten ihrer Art deutschlandweit. Auch das Chorgestühl des Doms blieb erhalten. Der barocke Hochaltar wurde Ende des 17. Jahrhunderts gefertigt. Die einstige Domorgel wurde in den 1950-er Jahren abgerissen. Die neue Chororgel wurde 1963 ihrer Bestimmung übergeben. Der Erfurter Dom besitzt 13 Glocken, verteilt auf unterschiedliche Türme und Glockenstühle. Mit der “Maria Gloriosa” ist der Dom mit einer der größten und klangvollsten Orgeln weltweit ausgestattet. Ein weiterer Kunstschatz von überregionaler Bedeutung ist der Wolframleuchter, der um 1160 entstand und als eine der ältesten deutschen Bronzeplastiken angesehen wird.

Krämerbrücke

Die Krämerbrücke Erfurt stellt eine architektonische Seltenheit dar, handelt es sich doch um die einzige geschlossen bebaute Brückenkonstruktion auf der Alpennordseite. Die viel besuchte Fußgängerbrücke stellt die Verbindung zwischen dem Benediktsplatz in der Altstadt und dem Wenigemarkt in der östlichen Altstadterweiterung her. Einst war die Krämerbrücke Teil des Handelsweges Via Regia. Damals wurde eine einfache Holzbrücke über dem Fluss Gera erbaut. Eine erste Erwähnung erfuhr die Brücke im Jahre 1117. Bereits entlang der ursprünglichen Holzbrücke schlugen die Händler im Mittelalter ihre Zelte auf. Nachdem die Brücke mehrmals Bränden zum Opfer gefallen war, beschloss der Rat zu Erfurt einen steinernen Neubau zu errichten. Die Krämerbrücke Erfurt wurde im Jahre 1325 fertig gestellt. Die Gewölbebrücke misst eine Länge von 79 Metern und lässt sechs Tonnengewölbe erkennen. Nach einem weiteren Stadtbrand wurde die Brücke 1472 wieder aufgebaut und es entstanden die charakteristischen 62 Fachwerkbauten. Im Laufe der Jahre ging die Zahl der Häuser zurück. Heute können entlang der Erfurter Krämerbrücke noch 32 Wohnhäuser gezählt werden. Die Häuser wurden mehrmals restauriert und beherbergen heute meist Kunsthandwerk- oder Antiquitätengeschäfte. In einem Gebäude ist eine Dauerausstellung über die Geschichte der Brücke zu sehen. Alljährlich im Juni feiert die Stadt das Krämerbrückenfest.

Zitadelle Petersberg

Die Zitadelle Petersberg ist eine unmittelbar im Stadtzentrum von Erfurt gelegene Festungsanlage. Das Bauwerk wurde im Jahre 1665 im Auftrag des kurmainzischen Erzbischofs Johann Philipp von Schönborn erbaut und zählt heute zu den imposantesten und besterhaltenen europäischen Festungsbauten. Die Zitadelle Petersberg entstand in drei Bauphasen. Ältester Teil der Anlage sind die zur Stadt weisenden Bastionen. Der Bau verzögerte sich mehrmals und nahm beinahe vierzig Jahre in Anspruch. Im 18. Jahrhundert wurde die Anlage im Stile französischer Festungsbauten modernisiert. Bis zur Gründung des Deutschen Reiches im Jahre 1871 wurde die Zitadelle als Festungsbau genutzt. Die Kernfestung der Zitadelle Petersberg umfasst eine Ausdehnung von 12 Hektar. Auf einem sternförmigen Grundriss drängen sich acht im neuitalienischen Stil ausgeführte Bastionen. Die Mauern des Gebäudekomplexes besitzen einen Gesamtlänge von etwa zwei Kilometern. Auf die Zitadelle Petersberg führen zwei Straßen, welche im ausgehenden 19. Jahrhundert angelegt wurden. In der Kernfestung befindet sich die Peterskirche. Das ehemalige Gotteshaus wird heute für Kunstausstellungen genutzt. Ab 1963 wurde die Zitadelle schrittweise der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten in den 1990-er Jahren beherbergt der Gebäudekomplex heute Wohnungen, Ämter und touristische und kulturelle Einrichtungen.



Bedeutende Bauwerke in Erfurt

Rathaus Erfurt

Das Rathaus Erfurt ist der dominante Bau am Fischmarkt, im Zentrum der Erfurter Altstadt. Die Geschichte des Bauwerkes lässt sich bis in das 11. Jahrhundert zurückverfolgen. Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Rathaus Erfurt im Jahre 1275. Hier vollzog sich die Selbstverwaltung der mittelalterlichen Metropole zwischen dem 13. und 17. Jahrhundert. Das Rathaus wurde in mehreren Bauabschnitten erweitert und erreichte im Jahre 1706 sein heutiges Erscheinungsbild. 1830 begann man damit, das alte Rathaus abzureißen. Als Ursache wurde lediglich ein kleiner Dachschaden angeführt. Im Jahre 1834 stellte Friedrich Schinkel einen Entwurf für die Errichtung eines neuen Rathauses, unter Verwendung der vorhandene Bausubstanz, insbesondere des markanten Rathausturmes vor. Nachdem die finanzielle Absicherung des Bauprojektes erfolgte, wurde 1869 damit begonnen, das Rathaus Erfurt im neugotischen Stil wieder zu errichten. 1875 konnten erste Dienststellen im Gebäude ihre Arbeit aufnehmen. Offiziell eingeweiht wurde das Rathaus Erfurt im Juni 1882. Das Herzstück des Rathauses stellt der reich bemalte Festsaal dar. Auch die Treppenhäuser sind mit üppigen Malereien ausgestattet und für den Publikumsverkehr zugelassen. Ab 1933 wurden weitere Anbauten am Rathaus vorgenommen. Zeitgleich wurde die Sparkasse am Fischmarkt neu erbaut. Einen schönen Blick auf das Rathaus genießen Urlauber vom den Straßencafes am Fischmarkt.

Alte Synagoge Erfurt

Mit einem Alter von mehr als 900 Jahren ist die Alte Synagoge Erfurt die älteste erhalten gebliebene europäische Synagoge. Die Synagoge ist inmitten der Erfurter Altstadt zu finden und befindet sich im Innenhof eines Häuserblocks zwischen Fischmarkt, Waagegasse und Michaelisstraße. Auf Grund von Holzanalysen konnte nachgewiesen werden, dass die ältesten Bauteile des Gotteshauses sich auf das Jahr 1094 zurück datieren lassen. Die Westmauer ist somit der älteste Bauteil der Synagoge. Die Alte Synagoge Erfurt stammt in ihrem architektonischen Kern aus dem ausgehenden 13. Jahrhundert. Damals war man bestrebt, eine repräsentative Synagoge zu erbauen. Nach einer verheerenden Hetzjagd gegen die Juden Erfurts im Jahre 1349 wurde die Alte Synagoge Erfurt als Lagerhaus genutzt. Um der neuen Nutzung gerecht zu werden, musste die Synagoge umgebaut werden. Der Bau wurde unterkellert und erhielt neue Zwischendecken. Die Alte Synagoge Erfurt wurde beinahe 500 Jahre durchweg als Lagerhaus genutzt. Im ausgehenden 19. Jahrhundert wurde der Bau zum Tanzsaal einer Gastwirtschaft umgebaut. Der kulturhistorische Wert der Synagoge wurde Anfang der 1990-er Jahre durch Bauuntersuchungen bestätigt. Seit 2009 ist in der Synagoge eine Ausstellung zum jüdischen Leben in Erfurt zu sehen. Einmal im Monat finden zudem die Erfurter Synagogenabende im Gebäude statt. Mit Vorträgen und Musik wird die Historie Erfurts beleuchtet.

Thomaskirche

Die Thomaskirche zählt zu den historischen Gotteshäusern Erfurts. Der neugotische Bau ersetzte die alte Thomaskirche, welche auf Grund von Platzmangel im Jahre 1903 abgerissen wurde. Die Grundsteinlegung für die neue Kirche erfolgte im April 1900. Der Bau entstand inmitten einer Parkanlage im Erfurter Stadtteil Löbervorstadt. Mit einem Festgottesdienst wurde die Thomaskirche 1902 eingeweiht. Wertvolle historische Ausstattungsstücke wurden vom Vorgängerbau übernommen. Nach schweren Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg konnte die Kirche nicht mehr für Gottesdienste genutzt werden. Die Wiederaufbauarbeiten konnten im Jahre 1950 abgeschlossen werden. Die Thomaskirche ist als einschiffige, kreuzförmige neugotische Kirche ausgeführt. Die Länge des Gotteshauses beträgt 51 Meter. Der rechtwinklige Kirchturm erhebt sich nach Süden hin und zählt mit 72 Metern Höhe zu den höchsten Kirchtürmen Erfurts. Im Langhaus der Thomaskirche finden 2.000 Menschen Platz. Das Turmuntergeschoss dient zugleich als Eingangshalle. Über zwei Treppenaufgänge gelangen Besucher zur Orgelempore. Die historische Orgel wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und durch ein modernes 57 Register umfassendes Instrument einer Potsdamer Orgelbaufirma ersetzt. Zu den wertvollsten Ausstattungstücken gehört ein Schnitzaltar aus dem 15. Jahrhundert. Auch das Sakramentshäuschen von 1440 ist sehenswert. Neben Gottesdiensten wird die Kirche auch regelmäßig für musikalische Veranstaltungen genutzt.

Predigerkirche Erfurt

Die Predigerkirche Erfurt ist im Stadtzentrum Erfurts zu finden. Die Entstehungszeit des Bauwerkes am Ufer der Gera fällt in den Beginn des 13. Jahrhunderts. Um 1229 ließen sich in Erfurt Predigerbrüder nieder. Diese predigten zunächst auf Plätzen oder in anderen Erfurter Kirchen. Die Bezeichnung Predigerkirche Erfurt leitet sich von der Betitelung der Dominikaner als Predigerbrüder ab. Im Jahre 1273 konnte der Kirchenbau überdacht werden. Der Dachstuhl zählt damit zu den ältesten vergleichbaren Konstruktionen in Deutschland. Die Westfassade der Kirche wurde im Jahre 1380 fertig gestellt. Trotz einer vergleichsweise langen Bauzeit konnte die Kirche einheitlich im gotischen Baustil fertig gestellt werden und gilt als Höhepunkt des Bettelordenstils. Das Jahr 1521 stellt einen Wendepunkt in der Kirchengeschichte dar. Magister Georg Forchheim hielt die erste evangelische Predigt und läutete in der Predigerkirche Erfurt das Zeitalter der Reformation ein. Die Kirche besitzt eine Gesamtlänge von 76 Metern. Der Turm des Gotteshauses ist an der Südostecke zu finden. Die Deckenkonstruktion wird im Inneren von 30 paarweise angeordneten Säulen getragen. Einen Blickfang in der Predigerkirche Erfurt stellt die Orgel dar. Die Empore wurde im Jahre 1567 geschaffen. Die Barockorgel der Kirche wurde unter anderem von Johannes Bach gespielt. 1978 wurde hinter dem historischen Prospekt ein neues Orgelwerk eingebaut.

Schloss Molsdorf

Das Schloss Molsdorf wird zu den schönsten Barockschlössern in Thüringen gezählt. Der Bau ist wenige Kilometer südlich des Stadtgebietes gelegen und durch die Nähe zum Autobahnkreuz Erfurt nicht zu verfehlen. Neben dem Schlossbau zählen auch die Vierseithöfe des Gutes, eine Kirche und der sich im Süden anschließende Park zum Gesamtkomplex von Schloss Molsdorf. Das Schloss entstand anstelle einer alten Wasserburg. Das heutige Aussehen verdankt der Schlossbau den durch Gottfried Heinrich Krohne in den Jahren 1734 bis 1740 durchgeführten Baumaßnahmen. Die Gartenanlage nach französischem Vorbild wurde etwa zeitgleich angelegt. Bei einem Spaziergang durch den Park werden Besucher die zahlreichen Skulpturen bemerken. In den 1950-er Jahren wurde Schloss Molsdorf restauriert. Die Inneneinrichtung ging in den Kriegswirren verloren und wurde durch Stücke aus umliegenden Landschlössern ersetzt. Bereits in der DDR war das Schloss Veranstaltungsort und stand zur Besichtigung offen. Nach einer umfassenden Sanierung nach der deutschen Wiedervereinigung kann Schloss Molsdorf heute wieder besucht werden. Führungen starten zu jeder vollen Stunde und beginnen im Büffetzimmer. Der Bankettsaal ist mit Gemälden geschmückt und gilt in seiner Form in Thüringen als einzigartig. Der Licht durchflutete Marmorsaal ist ein weiterer Höhepunkt der Besichtigung. Ebenfalls im Schloss zu sehen ist die Gemäldesammlung des Künstlers Otto Knöpfer. Im Erdgeschoss öffnet ein Restaurant seine Pforten.



Museen in Erfurt

Naturkundemuseum Erfurt

Das Naturkundemuseum Erfurt zählt zu den Besucherattraktionen in der Erfurter Innenstadt. Die Geschichte der Einrichtung begann im Jahre 1922, als ein Naturkundemuseum im Haus zum Stockfisch eröffnet wurde. In diesem historischen Gebäude ist heute das Erfurter Stadtmuseum untergebracht. Bis 1968 war das Naturkundemuseum Erfurt im Haus zum Stockfisch zu finden. Die Bestände wurden zwischenzeitlich in provisorischen Unterkünften eingelagert. Im Jahre 1995 eröffnete die Ausstellung erneut ihre Pforten. Die Sammlung ist heute in einem ehemaligen Waidspeicher unterbracht. Um als Museum dienen zu können, musste das aus dem Jahre 1577 stammende Gebäude vier Jahre lang umgebaut werden. Im Naturkundemuseum Erfurt ist eine ständige Ausstellung mit den Themenschwerpunkten Wald, Feld, Stadt und Erdgeschichte zu sehen. In regelmäßigen Abständen wird die Dauerausstellung durch interessante Sonderausstellungen bereichert. Den Blickfang im Naturkundemuseum Erfurt stellt eine 350 Jahre alte Stieleiche dar. Der Baum wurde 1991 im Stadtwald Erfurt gefällt und ragt im Atrium der Ausstellung 14 Meter auf. Während die Wurzeln im Erdgeschoss zu sehen sind, reicht die Krone bis in das Obergeschoss. Weitere Attraktionen im Museum stellen eine Rekonstruktion der Arche Noah und eine aus 6.000 Mineralstufen bestehende Mineraliensammlung dar. Die Ausstellung hat dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Erwachsene zahlen sechs Euro Eintritt.

Kunsthalle Erfurt

In einem der bemerkenswertesten historischen Bauten am Altstädter Fischmarkt hat die Kunsthalle Erfurt einen würdigen Standort gefunden. Das Haus zum Roten Ochsen wurde aufwändig saniert, bevor die Kunsthalle im Jahre 1979 eingeweiht wurde. In der Kunsthalle Erfurt steht eine Ausstellungsfläche von 750 Quadratmetern zur Verfügung. Kunstinteressierte werden in der Ausstellung interessante Wechselausstellungen besuchen können, welche sich der Bildenden Kunst widmen. Thematisch sind den Präsentationen keine Grenzen gesetzt. Der Bogen spannt sich von den Anfängen der Moderne bis hin zum künstlerischen Schaffen der Gegenwart. Dabei werden viele internationale Künstler vorgestellt. Die Kunsthalle Erfurt ist nicht im Besitz einer eigenen Kunstsammlung. Stattdessen möchte die Einrichtung jungen Künstlern eine Plattform bieten, um ihre Arbeiten einer breiten Öffentlichkeit vorstellen zu können. Lagen die Schwerpunkte in der Kunsthalle Erfurt bislang auf Malerei, Grafik und Skulptur, so finden in der Gegenwart vermehrt neue Trends, wie Digitalfotografie oder Installationen, Aufnahme in die Ausstellungsräume. Historie und Moderne treffen in der Kunsthalle in eindrucksvoller Weise aufeinander. Im Shop sind zahlreiche Publikationen erhältlich, welche im Rahmen der einzelnen Wechselausstellungen herausgegeben wurden. Die Kunsthalle öffnet dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr ihre Pforten. An jedem ersten Dienstag im Monat kann die Ausstellung kostenfrei besucht werden.