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Friedrichskoog Sehenswürdigkeiten

Friedrichskoog bietet einige Sehenswürdigkeiten, die Abwechslung zum Strandtag versprechen. Der malerische Hafen mit seinen Krabbenkuttern und die Hochzeitsmühle "Vergissmeinnicht" sind einen Besuch wert. Wer die Natur liebt, muss sich die Schutzstation Wattenmeer in Friedrichskoog anschauen. Hier können Sie mehr darüber erfahren, was die Organisation unternimmt, damit das Ökosystem Nordsee bekannter wird. Zu jedem Nordseeurlaub gehört eine Wanderung durch den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Tierliebhaber sollten sich die Seehundstation Friedrichskoog ansehen, die eine Auffangstation für in Not geratene Seehunde ist. Als Souvenir könnten Sie sich Bernsteinschmuck aus der Bernsteinschleiferei mitnehmen.
Deich von Friedrichskoog
Deich von Friedrichskoog
© Manolo Gómez / Flickr [CC BY 2.0]
Hafen in Friedrichskoog
Hafen in Friedrichskoog
© Stefan Didam / Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0]

Highlights in Friedrichskoog

Hochzeitsmühle

Wenn Sie sehen wollen, wo in Friedrichskoog seit über 10 Jahren bereits viele Hochzeiten stattgefunden haben und auch noch immer stattfinden, sollten sie unbedingt die Hochzeitsmühle besuchen. Die Mühle wurde im Jahre 1855 erbaut und gilt als Wahrzeichen des Ortes Friedrichskoog. Ursprünglich war die Mühle ein Bergholländer, also eine auf einem künstlich errichteten Erdwall erbaute Mühle. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde sie allerdings zu einem Gallerieholländer mit nur einem Stockwerk umgebaut. Damit die Flügel zu erreichen sind, wurde ein die Mühle umlaufender Balkon erbaut. In der Hochzeitsmühle "Vergissmeinnicht", die vollständig renoviert wurde, ist das Standesamt der Gemeinde.

Das Trauzimmer befindet sich im Steinboden der Mühle und beherbergt daher die Mahlgänge. Mahlgänge sind mit die ältesten Maschinen zur Zerkleinerung von Dingen, die die Menschheit kennt. Ursprünglich gab es immer zwei Steine in einer Mühle, die das zu mahlende Gut zerkleinern sollten. Der untere Stein war fest verankert, während sich der andere mit Hilfe von einem Mechanismus gedreht hat. 30-35 Personen finden hier Platz, um bei der Trauung dabei zu sein. Des Weiteren finden in den Räumlichkeiten Konzerte und Ausstellungen statt. Wer weiß – vielleicht finden Sie das Ambiente und die Räumlichkeiten so schön, dass auch Sie, wenn Sie noch nicht verheiratet sein sollten, hier eines Tages Ihren Partner heiraten werden. Viele Eheleute, die sich in Friedrichskoog das Ja-Wort gegeben haben, haben sich zusammen getan und Bäume für die am Rand von Friedrichskoog-Spitze gelegene Hochzeitsallee gestiftet, die ebenfalls einen Besuch wert ist.

Friedrichskoog Hafen

Besuchen Sie den Friedrichskoog Hafen, der im Jahre 1853/54 an der Schleuse erbaut wurde. Seit 1883 fahren von hier aus Krabbenkutter auf das Meer hinaus, um frische Krabben einzufangen. Heute gibt es mehr als 24 registrierte Kutter und somit ist Friedrichskoog der größte Kutterhafen an der Westküste von Schleswig Holstein. Fußgänger erreichen den Hafen am besten, wenn sie der Hafenstraße folgen. Flanieren Sie am Hafen entlang und werfen Sie einen Blick auf die darin liegenden Schiffe mit ihren bunten Fähnchen. Sie haben die Möglichkeit, auf solch einem Kutter mitzufahren und zu erleben, was es heißt, Krabben auf der Nordsee zu fangen. Dies geht auf den beiden Kuttern SD13 Antares und SD8 Rugenort.

Sollten Sie nicht ganz so seefest sein, können Sie auch einfach auf die Ankunft der Krabbenkutter warten und den Fischern im Friedrichskoog Hafen über die Schultern schauen. Jedes Jahr im Sommer findet an einem Wochenende die beliebte Kutterregatta statt. Die Hafenmeile lädt zum Schlendern ein und es gibt ein Musikprogramm. Wenn Sie zu der Zeit in Friedrichskoog sind, sollten Sie unbedingt vorbeischauen. Feinschmecker, die gerne frisch gefangene Meerestiere essen, können diese in einem der Restaurants im Hafen genießen.



Natur in Friedrichskoog entdecken

Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer

Im norddeutschen Teil des Nordseewattenmeeres befindet sich der im Jahre 1985 zum Nationalpark ernannte Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Der Nationalpark liegt mit einer Fläche von 4410 km² zwischen der deutsch-dänischen Seegrenze im Norden und der Elbmündung im Süden. Das Schutzgebiet soll dazu beitragen, dass die Natur genau so erhalten bleibt, wie sie ist. Im Jahre 2009 hat die UNESCO den Nationalpark Wattenmeer zum UNESCO-Welterbe Gebiet erklärt. Trotz des Wechsels zwischen Ebbe und Flut, des Salzwassers und des Starkwinds gibt es eine hohe Artenvielfalt, die sich an diese schwierigen Lebensverhältnisse optimal angepasst hat. Darunter fallen unter anderem Tiere wie Fische, Meeressäuger und vor allem Vögel, die den Nationalpark als Lebensraum, Rastgebiet und Brutplatz nutzen. Doch nicht nur Tiere bewohnen das Nordseewatt, sondern auch viele Pflanzen wie Algen und Seegräser sind hier beheimatet. Touristen aus aller Welt kommen an die Nordsee, um auf dem Wattenmeer spazieren gehen zu können und dieses einzigartige Biosphärenreservat unter den eigenen Füßen zu spüren.

Die Schutzstation Wattenmeer in Friedrichskoog

Der 1962 gegründete Verein Schutzstation Wattenmeer e.V. setzt sich dafür ein, dass das Ökosystem des Nordsee Wattenmeers bekannter wird, damit ein Interesse am Schutz dieses Lebensraumes in den Leuten geweckt wird. An der Nordseeküste von Schleswig-Holstein sowie auf den Inseln und Halligen gibt es insgesamt 20 solcher Stationen. Eine davon befindet sich in Friedrichskoog. Von hier aus veranstaltet der Verein Wanderungen durch das Nordsee Wattenmeer, Exkursionen zur Vogelkunde und Führungen durch die Salzwiesen. Die Wattwanderungen starten alle vom Badeturm in Friedrichskoog-Spitze. Sie finden zu verschiedenen Tages- und Jahreszeiten statt und können auch speziell für Kinder ausgelegt werden (z.B. mit einer Schatzsuche). Im Nationalpark-Infozentrum bekommen Sie zahlreiche Informationen über den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches-Wattenmeer und können sich Vogelpräparate anschauen. Außerdem können Sie sich Dia-Vorträge ansehen oder mit Ihren Kindern Figuren, Postkarten mit Muscheldeko oder auch Schmuck basteln. Auch die Nationalparkflächen, die sich entlang der Nordseeküste erstrecken, werden von Friedrichskoog aus betreut. Die Tiere, wie Brutvögel oder Wattbodentiere, werden kartiert, die Rastvögel gezählt und die Spülsäume kontrolliert. Somit trägt die Schutzstation Wattenmeer sehr zum Naturschutz bei.

Seehundstation Friedrichskoog

Wenn eine Robbe gefunden wird, die verlassen wurde oder krank ist, wird diese in die Seehundauffangstation Friedrichskoog transportiert, denn diese ist die einzige autorisierte Aufnahmestation, laut internationalem Seehundabkommen, in Schleswig Holstein. Sie ist eine Auffangstation für Seehunde in der Nordsee, die in Not geraten oder von ihrer Mutter getrennt worden sind. Die so genannten Heuler, also Seehunde in den ersten Lebensjahren, werden von dem Team der Robbenstation der Nordsee so naturnah wie möglich aufgezogen, damit ihr Leben dem der Seehunde der Nordsee in nichts nachsteht. Touristen haben daher keinen Zugang zu diesem Bereich. Die Station bietet zudem Platz für Forschungsprojekte in Zusammenarbeit mit verschiedenen Universitäten.

In der Seehundstation am Friedrichskoog-Hafen können Sie ganzjährig Seehunde und Kegelrobben, die nicht ausgewildert werden können, unter anderem durch das riesige Unterwasserfenster bestaunen. Die Seehundstation bietet mit ihrem Beckensystem, das 800 Kubikmeter fasst, eine Freizeitaktivität für die ganze Familie. Es wird sehr darauf geachtet, dass die Tiere artgerecht aufwachsen und auch der Artenschutz wird in der Seehundstation Friedrichskoog großgeschrieben. Für Kinder sind besonders die täglich stattfindenden Fütterungen ein unvergessliches Erlebnis. Sie sollten auch unbedingt die Erlebnisausstellung "Robben der Welt" besichtigen, denn hier finden Sie viele Informationen über diese Tierart und können viel über deren Biologie, ihr Leben und über die Risiken als gefährdete Tierart lernen. Es werden auch Vorträge und Filme gezeigt.

Die Trischenbake, das Wahrzeichen der Seehundstation an der Nordsee, ist ein Aussichtsturm mit einer Plattform in 17 Meter Höhe, von der aus Sie einen wunderschönen Blick über das Wattenmeer, die Marschenlandschaft sowie den Hafen haben. Von hier können Sie auch den Aufzuchtbereich einsehen. Auf der Webseite der Seehundstation Friedrichskoog finden Sie die aktuellen Preise und Öffnungszeiten.



Sehenswürdigkeiten in Friedrichskoog Umgebung

Marne

Nur etwa 8 km von Friedrichskoog entfernt liegt das nur 4,83 m² große Marne. Hier kann man nicht nur in der Innenstadt bummeln gehen, sondern auch einiges erleben, entweder auf eigene Faust oder auf einer Stadtführung. Im Heimatmuseum Marner Skatclub können Sie interessante Exponate bewundern und sich über die Geschichte der Stadt informieren. Das Marner Kultur- und Bürgerhaus bietet ganzjährig viele unterschiedliche Veranstaltungen, wie Ausstellungen, Konzerte, Lesungen oder auch Comedy-Events. Sehenswert ist auch die Maria Magdalenen Kirche, die nach frühgotischem Vorbild erbaut wurde. Einen weiteren Stopp sollten Sie auf jeden Fall bei der Statue der Elster mit Hasenmaske einlegen, die alle 30 Minuten ein wenig für Sie zwitschert.

In Marne finden Sie auch die Dithmarscher Brauerei, wo Sie bei einer Führung den Brauprozess kennenlernen und im Anschluss auch eines der Dithmarscher Biere verköstigen können. Wenn Sie sich lieber aktiv betätigen, können Sie eine Fahrt mit der Fahrraddraisine unternehmen. Auf dieser finden insgesamt vier Personen Platz, von denen sich zwei um den Antrieb kümmern müssen. Die 10 km lange Marschbahnstrecke bietet Ihnen in den Monaten Mai bis Oktober eine ideale Möglichkeit, die wunderschöne Landschaft zu erkunden.

St. Michaelisdonn

St. Michaelisdonn ist ein kleiner Ort, nicht weit von Friedrichskoog entfernt. Hier finden Sie vorwiegend die drei Landschaftsformen Geest, Kleve und Marsch. Den Namen hat das Dorf von der St. Michaelis-Kirche, die 1611 erbaut wurde. Das Wahrzeichen des Ortes ist die Holländermühle "Edda", die durch Ihre Lage auf einem Hügel schon aus der Ferne sichtbar ist. Sie ist nur zu Fuß über Wander- und Landwege zu erreichen. Weitere Sehenswürdigkeiten in St. Michaelisdonn sind das Claus-Harms-Denkmal oder der Bismarckstein, der auf 40 m Höhe gelegen ist, und von dem man einen traumhaften Ausblick hat. Wenn Sie sich für die Freimaurerei interessieren, sollten sie sich das Freimaurermusem angucken, das im Gebäude der ehemaligen Volksschule der Gemeinde Westdorf gelegen ist. Sie können hier die Geschichte der Freimaurerei anhand von Exponaten kennenlernen. Es ist das größte Museum dieser Art in ganz Deutschland. Mit der Draisinenbahn, die im Jahre 2004 eröffnet wurde, können Sie von Mai bis Oktober die Strecke nach Marne fahren.