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Hiddensee Reiseplanung

Ein Besuch auf Hiddensee ließe sich am besten mit "zurück zur Natur" umschreiben. Denn die Natur ist der wirkliche Schatz der kleinen Insel. Luxus sucht man hier dagegen vergeblich. Der Inselurlauber trifft auf bleibende Werte statt oberflächliche Vergänglichkeit. Das Hiddensee einfach anders ist, wird bereits bei der Anreise deutlich. Fahrzeuge werden auf Rügen zurückgelassen und das gemütliche Hufgetrappel der Pferde stimmt auf die gemächliche Gangart ein, an die man sich überraschend schnell gewöhnt, denn auf Hiddensee scheint die Zeit still zu stehen und Stress und Hektik entbehren ihrer Berechtigung.

Hiddensee ist die größte Insel des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft und steht zu großen Teilen unter Naturschutz. Hiermit begründet sich eine regionale Besonderheit der Insel, nämlich das alles so geblieben ist, wie es einmal war. Am deutlichsten lässt es sich in Neuendorf spüren. Das alte Fischerdorf im Inselsüden verspricht Idylle pur und man fühlt sich sofort mit der Insel verbunden, wenn man auf Trampelpfaden zum breiten Standstrand stapft. Hiddensee steht für Harmonie und Ruhe, für gemütliche Reetdachhäuser, vom Wind gepeitschten Ginster und Sanddorn als Farbtupfer. Wer sich sein eigenes Bild von diesem Kleinod in der Ostsee machen möchte, sollte die Insel besuchen, denn nur was man mit eigenen Augen sieht, hat man wirklich erlebt.

Ein Stück weit ist Hiddensee nicht nur Naturparadies, sondern auch Kunstheimat. Kunst und Kultur auf Hiddensee sind gewachsen, mit den Großstädtern, die hier Anfang des 20. Jahrhunderts den Sommer verbrachten. Die Berliner nannten Hiddensee "Romanisches Café". Fortan zog sich die Insel durch die kreativen Ergüsse von Dichtern und Poeten. 1908 entstand das Gedicht "Meine Heimat", später als Lied "Wo de Ostseewellen…" berühmt geworden. Der Text soll Bezug auf Hiddensee besitzen, denn immerhin spricht Martha Müller-Grählerts von einer kleinen kahlen Insel, wo die Ostseewellen an den Strand trecken. Rockröhre Nina Hagen wurde 1974 schon deutlicher, als sie auf Hiddensee ihren Farbfilm vergaß. Ganz gleich, wie man die Insel sehen oder benennen mag, ein "Sötes Länneken" war Hiddensee schon immer und wird es auch bleiben.
Leuchtturm auf Hiddensee
Leuchtturm auf Hiddensee
© Karin Fiedler / Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0]
Urlaub mit Hund auf Hiddensee
Urlaub mit Hund auf Hiddensee
© sanfamedia.com / Flickr [CC BY-ND 2.0]
Dünenheide von Hiddensee
Dünenheide von Hiddensee
© Axel Brocke / Flickr [CC BY-SA 2.0]



Verkehr auf Hiddensee

Auf Hiddensee ist die Verkehrslage entspannt, wie kaum anderswo in Deutschland. Denn was für viele Menschen in der heutigen Zeit schier unvorstellbar scheint, wird hier tagtäglich gelebt: Hiddensee ist autofrei. Der Verkehr nach Hiddensee kommt folglich spätestens in Schaprode auf Rügen zum Erliegen. Hier muss man sich von seinem Fahrzeug verabschieden und auf den Schiffslinienverkehr umsteigen. Alternativ gelangt man auch von Stralsund per Schiff auf die Insel. In den Sommermonaten bestehen zusätzliche Schiffsverbindungen von diversen Seebädern auf Rügen. Wer mit dem Zug anreist, kann die tägliche Fährverbindung ab Stralsund nutzen oder von Bergen mit den Linienbussen nach Schaprode gelangen. Der nächste Flughafen befindet sich in Rostock-Laage. Per Shuttlebus und öffentlichen Nahverkehrsmitteln erfolgt die Weiterreise nach Schaprode. Wer es besonders eilig hat, nutzt das Wassertaxi.

Der Verkehr auf Hiddensee beschränkt sich auf einige wenige Fahrzeuge, meist Elektroautos, welche auf der Insel zugelassen sind. Ein Großteil der Personenbeförderung wird durch Pferdefuhrwerke abgedeckt. Für den Gepäcktransport kann der Gepäckdienst der Deutschen Post beauftragt werden. Viele Vermieter lassen es sich nicht nehmen, ihre Gäste persönlich am Hafen willkommen zu heißen. Auch ein Handwagen tut gute Dienste als Transportmittel. Zwischen den einzelnen Ortsteilen verkehrt täglich ein Linienbus. Ansonsten sind Urlauber und Einheimische zu Fuß unterwegs oder treten in die Pedale. Der Verkehr auf Hiddensee ist auf jeden Fall überschaubar und Staus sind ausgeschlossen.

Anreise nach Hiddensee

Hiddensee ist im Gegensatz zum benachbarten Rügen nicht durch Brücke oder Damm mit dem Festland verbunden. Folglich gelangt man nur auf dem Wasserweg auf die Insel. Der Schiffslinienverkehr verkehrt ab Schaprode auf Rügen. Der traditionelle Fährort kann mit dem eigenen Auto oder den öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden.

Anfahrt mit dem Auto Wer mit dem Pkw aus Richtung Berlin anreist, folgt der A11 bis zum Autobahnkreuz Uckermark und wechselt auf die A20 in Richtung Prenzlau/Stralsund. An der Ausfahrt Stralsund wird die Autobahn verlassen und man passiert die neue Rügenbrücke entlang der B96. Etwa zwei Kilometer hinter der Ortschaft Gingst folgt ein Abzweig nach Trent und Schaprode.

Wer aus Richtung Hamburg mit dem Pkw nach Hiddensee möchte, fährt entlang der A1 bis zum Lübecker Kreuz und fährt dort in Richtung Rostock ab. Über das Rostocker Kreuz geht die Fahrt weiter bis zur Ausfahrt Stralsund/Insel Rügen.

Auf den Großparkplätzen in Schaprode auf Rügen muss der PKW dann abgestellt werden. Langzeitparker können über die Rügener Hafen- und Touristik GmbH (Tel.: 038309 1209) eine Garage im Ort anmieten.

Anfahrt mit dem Zug Die Insel selbst verfügt über keinen Zugverkehr. In der Hauptsaison ist es empfehlenswert, über Stralsund zu reisen. Ab Stralsund verkehren mehrmals täglich Fähren zur Insel. Die Fähre benötigt knapp zweieinhalb Stunden, um den Hafen von Vitte zu erreichen. Dort besteht direkter Anschluss nach Kloster. Bitte beachten Sie, dass in Vitte der tägliche Fährverkehr um 21.10 Uhr beendet wird.

Bahnfahrer können alternativ auch über Bergen anreisen. Dort müssen Sie auf den Bus umsteigen und die Buslinie 35 nach Schaprode nutzen. Die aktuellen Busverbindungen sowie eine telefonische Fahrplanauskunft erhalten Sie unter der Rufnummer: 03838 - 202 955. Im Winter kann es unter Umständen zu Einschränkungen im Fährverkehr nach Hiddensee kommen. Hier bietet es sich an, sich vorab bei der Reederei Hiddensee oder der Tourist-Information zu erkundigen.

Anreise mit dem Flugzeug
Der nächste Flughafen befindet sich in Rostock-Laage. Nach Rostock bestehen regelmäßige Flugverbindungen ab München, Frankfurt/Main, Stuttgart oder Köln-Bonn. Für die Weiterreise auf die Insel Rügen kann ein Busshuttle genutzt werden. Alternativ können Sie natürlich auch ein Taxiunternehmen beauftragen oder einen Mietwagen buchen. Der Shuttlebus bringt Sie nach Bergen. Dort können Sie den örtlichen Nahverkehr nutzen und mit der Buslinie 35 nach Schaprode zum Hafen gelangen oder auf Wunsch auch einen Anschlusstransfer direkt bei Rügenshuttle buchen. Bitte beachten Sie, dass der Shuttlebus nicht im Linienverkehr verkehrt und bis drei Tage vor dem gewünschten Termin gebucht werden muss.

Fährverkehr nach Hiddensee
In Schaprode gilt für Sie dann der reguläre Fahrplan der Fähren nach Hiddensee. Die Fähren verkehren ganzjährig. Der Sommerfahrplan sieht täglich 16 Fährverbindungen auf die Insel vor. Eine Überfahrt dauert 45 Minuten.

Fahrkarten werden direkt am Hafen verkauft. Mit der Fahrkarte löst jeder Gast automatisch eine Tageskurkarte, denn auf Hiddensee herrscht Tageskurkartenpflicht. Die Kurkarte bringt Vergünstigungen wie die kostenlose Strandnutzung und verschiedene Rabatte bei Veranstaltungen und Führungen mit sich. Alternativ legen die Fähren auch von Stralsund oder von Wiek auf Rügen ab. Die Tageskarte von Schaprode nach Vitte oder Kloster kostet für einen Erwachsenen 15,50 €. Kinder zahlen 9,10 €. Fahrräder kosten 7 € und für den mitreisenden Vierbeiner sind 10,10 € zu zahlen.

Alternativen für Eilige bieten die Wassertaxen, welche ebenfalls im Hafen von Schaprode ablegen und Sie in nur 15 Minuten auf die Insel bringen. Wassertaxen können unter der Rufnummer: 038300 - 210 gebucht werden. Als flexible Alternative zum Liniendienst nach Fahrplan haben sich die vom Hiddenseer Taxiring unterhaltenen Schnellboote bestens bewährt. Der Wassertaxi-Schnellverkehr wird mit den Booten “Pirat”, “Störtebeker” und “Anna Maria” abgesichert.

Transportmittel auf Hiddensee

Den Pkw auf Hiddensee wird man schon bald nicht mehr vermissen, denn zum einen sprechen Autoabgase, Hupen und Stau nicht unbedingt für einen stressfreien Urlaub und zum anderen ist die Personenbeförderung durch Pferdefuhrwerke und den Linienbus abgesichert. Fahrräder können in allen Ortsteilen ausgeliehen werden. Hin und wieder wird man auf Hiddensee dem einen oder anderen Auto begegnen. Diese Elektrofahrzeuge gehören einigen wenigen Insulanern und bedürfen einer Sondergenehmigung. Die Polizei, der Arzt, Rettungssanitäter, Feuerwehr und Havariefahrzeuge sind auf Hiddensee motorisiert im Einsatz.

Rügener Personenverkehr
Der Linienbus der Rügener Personenverkehrs GmbH ist an Wochentagen zwischen den einzelnen Inselorten regelmäßig im Einsatz. Der Linienbus auf Hiddensee verkehrt nach einem festen Fahrplan und nur an Feiertagen muss auf diese Beförderungsmöglichkeit verzichtet werden. Bushaltestellen befinden sich in Kloster am Weißen Weg und am Hafenweg. In Grieben können Sie an der Dorfstraße unweit des Dorfladens zusteigen. In Dünenheide macht der Linienbus auf Hiddensee In den Dünen, in Richtung Neuendorf, Station. In Neuendorf bestehen Zustiegsmöglichkeiten direkt am Hafen und am Schaubarg, in der Nähe des Fischereimuseums. Wer in Vitte den Inselbus nutzen möchte, kann dies an zwei Haltepunkten am Wiesenweg tun. Die Tageskarte kostet 4,30 €. Für die Monatskarte müssen 35 € bezahlt werden. Die genauen Abfahrts- und Ankunftszeiten des Linienbusses können dem aktuellen Fahrplan entnommen werden.

Pferdekutsche
Wann ist Ihnen die letzte Pferdekutsche begegnet? Was vielerorts nur als Freizeitvergnügen angeboten wird, gehört auf Hiddensee zum Alltag. Für Urlauber sind Pferdekutschen anfangs vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, doch mit der Zeit wird man sich an das angenehme Getrappel der Hufe gewöhnt haben und diese gemütliche Beförderungsmöglichkeit zu schätzen wissen. In allen Ortsteilen haben sich Fuhrunternehmen niedergelassen. Wer spontan auf Pferdekutschen auf Hiddensee zurückgreifen möchte, nutzt die zentralen Kutschenparkplätze unmittelbar an den Häfen. Auch in Kloster neben der Inselkirche befindet sich einer dieser Parkplätze.



Hiddensees Strände

Die Strände auf Hiddensee sind ein wahres Paradies und erstrecken sich an der gesamten Westküste entlang eines unberührten Küstenabschnittes, welcher kostenlos zugänglich ist. Bewachte Badestrände finden Sie in Kloster, Vitte und Neuendorf. Zwischen Mitte Mai und Mitte September sorgen die Rettungsschwimmer der DLRG für ungetrübtes Badevergnügen. Die Strandabschnitte werden weiterhin von den Mitarbeitern des Hafen- und Kurbetriebes täglich saubergehalten.

Ein wahrer Geheimtipp unter den Stränden auf Hiddensee ist der Strandabschnitt nördlich von Neuendorf. Allerdings fällt das Ufer hier sehr schnell ab und Nichtschwimmer sollten Vorsicht walten lassen, bereits nach zehn Metern kann es für sie hier gefährlich werden. FKK-Fans finden einen drei Kilometer langen Strandabschnitt südlich von Neuendorf ausgewiesen. FKK- und Textilstrand auf Hiddensee sind getrennt und einige Bereiche sind textilpflichtig. Das Wasser erwärmt sich selbst bei Hochdruckwetterlage nur sehr langsam. Wer sich scheut, in die Fluten zu steigen, kann auf den wärmeren Bodden ausweichen.

Der Strand von Kloster ist durch einen steinernen Wall geschützt und nur an wenigen Stellen frei zugänglich. Der Naturstrand ist steinig und bis 30 Meter breit. Treppen führen hinauf zur Steilküste, welche den Standabschnitt begrenzt. Der Strand wird nicht bewirtschaftet und ist ein Eldorado für Naturliebhaber und FKK-Fans. Der Neuendorfer Strand ist sechs Kilometer lang und steinfrei. Dieser Familienstrand auf Hiddensee besitzt flache Uferzonen und eine mit der Blauen Flagge prämierte hervorragende Wasserqualität. Im Sommer werden Strandkörbe vermietet. Karibikflair kommt am weißen und steinfreien Strand von Vitte auf. Sandbänke und flach abfallende Uferbereiche machen diesen Familienstrand aus. Auch hier ist das Wasser sehr sauber und man kann sich in Strandkörben niederlassen und auf das türkisblaue Wasser blicken.



Urlaub mit Hund auf Hiddensee

Hunde sind auf der Insel gern gesehene Gäste. Allerdings gilt es auch auf die zahlreichen Familien mit kleinen Kindern Rücksicht zu nehmen. Weiterhin ist der sensible Lebensraum im Nationalpark kein Terrain für freilaufende und neugierige Hunde. Daher herrscht hier Leinenpflicht. In den Sommermonaten sind die bewachten Badestrände in Kloster, Vitte und Neuendorf für Hunde tabu. Wer außerhalb der Saison Urlaub mit Hund auf Hiddensee verbringt, kann die Strände für einen Spaziergang mit dem Vierbeiner nutzen. Allerdings gehört dieser angeleint.

Leinenpflicht besteht in allen Ortschaften und in den Waldgebieten. Auch wer mit dem Vierbeiner an Bord geht, muss seinen Liebling anleinen. In allen Inselorten wurden Behältnisse mit kostenlosen Hundebeuteln aufgestellt. Im Hafencenter in Vitte und Kloster liegen kostenlose Hundekotbeutel aus. Muss der Vierbeiner unverhofft zum Tierarzt, dann ist die Fährüberfahrt nach Schaprode von Nöten, denn die Insel besitzt keine eigene Tierarztpraxis.



Essen und Trinken auf Hiddensee

Wer Fisch mag, ist auf Hiddensee klar im Vorteil und wird die Ostseebewohner in allen erdenklichen Variationen auf den Speisekarten finden. Es gibt ihn gebraten, gedünstet, geräuchert, mit Eihülle, Panade und Petersilienkartoffeln. Wer Aal mag, wird diesen zusätzlich in Dill und Gelee verspeisen können. Am Strand von Vitte kann der Räucherfisch direkt aus dem Rauch verzehrt werden. Der Fischfang ist, neben dem Tourismus, der wichtigste Wirtschaftszweig auf Hiddensee. Aal, Zander und Hecht kommen also direkt vom Kutter.

Nicht-Fischesser lassen sich Mecklenburger Spezialitäten wie den aus Schweinenacken zubereiteten und mit Rotkohl und Salzkartoffeln gereichten Pflaumenbraten oder eine mit Apfelmus und Kräutern gefüllte Flugentenbrust schmecken. Zum Dessert gibt es rote Grütze mit Vanillesauce oder leckeren Sanddornkuchen.

Die orangeroten Früchte des Sanddornstrauchs sind auf der Insel nicht zu übersehen. Die Palette der daraus gewonnen Gerichte reicht von Sanddornsaft oder hochprozentigem Sanddorngeist bis hin zu Süßspeisen, Gebäck und Kosmetikprodukten. Wer mag, kann sich, mit Handschuhen bewaffnet, seinen eigenen Sanddornsaft direkt vom Strauch "melken".

Restaurants auf Hiddensee

Das Angebot an Restaurants und Gaststätten ist, gemessen an der Größe der Insel, recht umfangreich. Die meisten Gaststätten auf Hiddensee sind zentral gelegen. Die kleineren Gaststuben zeigen sich urig und maritim. In den Abendstunden herrscht typische Kneipenatmosphäre. Viele Restaurants auf Hiddensee besitzen Terrassen und Biergärten mit Meerblick.

In den Restaurants wird wenig experimentiert, sondern auf regionale Küche gesetzt. Die zarten Filetstücke von Zander, Hecht oder Dorsch zergehen förmlich auf der Zunge und da jedes Restaurant nach ganz eigenen alten Familienrezepten kocht, werden auch die Geschmacksnerven nicht müde.

Wer sich partout nicht mit Fischgerichten anfreunden kann, wird sich an den ausgesuchten Fleischgerichten, mediterranen oder vegetarischen Spezialitäten erfreuen. Auch die kleinen Gäste müssen auf ihre beliebten Pommes mit Ketchup nicht verzichten. Spätestens zum Dessert, wenn rote Grütze, Eis und Sanddornspezialitäten gereicht werden, sind sich alle einig, Hiddensee macht Appetit auf Me(h)er.

Bistro und Cafés auf Hiddensee

Nach einem Strandspaziergang oder einer Radtour kommt ein gemütliches Café gerade recht. Vom Neuendorfer Strand sind es nur wenige Meter bis zum Strandcafé, wo Sie bei Kaffee und leckere Sanddornspezialitäten den Blick über den schönsten Strandabschnitt Hiddensees schweifen lassen können. Ebenfalls in Neuendorf liegt das Café Rosi vielleicht etwas versteckt, doch wer es einmal in die Pappelallee geschafft hat, der kommt gerne wieder. Täglich wird frischer Kuchen vom Blech serviert, natürlich hausgebacken. Im Café Hedins Oe gehen Künstler ein und aus, denn es werden regelmäßig Ausstellungen durchgeführt. Wer mag, kann Kaffee und Kuchen auch im Außenbereich im Schatten des alten Kirschbaums genießen. Ruhe ist hier garantiert und der Blick auf das Hiddenseer Hochland eine Wohltat.

Für den kleinen Hunger hat Annemarie`s Fischkist kleine Fischgerichte im Angebot. Fischfans sollten auch am Fischkutter Willi vorbeischauen. Uriger kann man den Inselfisch nicht verspeisen, wenn nebenher zahlreiche inseltypische Anekdoten erzählt werden. Den alten Kutter betreten Sie über eine Falltreppe. Um die Mittagszeit kann es in der urigsten Gastwirtschaft auf Hiddensee schon mal eng werden. Aber keine Angst, bis 18 Uhr können Sie im Fischkutter Willi Buletten, Brathering oder Rollmops genießen.



Ärzte und Apotheken auf Hiddensee

Wer denkt bei der Fahrt in die Ferien schon an einen Arztbesuch. Doch wie schnell kann es passieren, dass man Ärzte und Apotheken auf Hiddensee benötigt. Natürlich ist die ärztliche Versorgung auf einer kleinen Insel ohne Autoverkehr nicht mit dem Angebot in einer Großstadt zu vergleichen. Doch Sie dürfen sich auf der Insel gut aufgehoben wissen, denn wenn Sie Hilfe benötigen, dann werden Sie diese zeitnah erhalten. Für medizinische Notfälle und Unfallpatienten wurde im Hafen von Vitte eine Rettungswache der Johanniter-Unfallhilfe eingerichtet. Diese ist rund um die Uhr besetzt und der Abtransport der Patienten mit dem Rettungshubschrauber ist ebenfalls 24 Stunden am Tage gesichert. Vitte besitzt einen Sonderlandeplatz für Rettungshubschrauber.

In Vitte kann eine Allgemeinmedizinische Sprechstunde aufgesucht werden. Die Gemeinschaftspraxis ist in den Sommermonaten montags bis freitags vom 9:00 bis 11:00 Uhr besetzt. Montag bis Mittwoch sind die Ärzte auch von 14:00 bis 15:00 Uhr vor Ort. Donnerstags ist von 17:00 bis 18:00 Uhr Sprechstunde. Die Notfallpraxis von Dr. med. U. Müller im Rathaus von Vitte ist nur nach Vereinbarung besetzt. Zahnschmerzen? Dann müssten Sie den zahnärztlichen Bereitschaftsdienst verständigen, denn die Zahnarztpraxis in Kloster hat im März 2014 ihre Pforten geschlossen. Apotheken auf Hiddensee gibt es leider nicht. Dennoch gelangen Sie zeitnah an Ihre Medikamente. Die Bestellungen nimmt die Adler-Apotheke in Gingst auf Rügen entgegen. Das Medikament liegt am darauffolgenden Werktag in der Rezeptsammelstelle in Vitte zur Abholung bereit.



Hiddensees regionale Besonderheiten


Hiddensees Dialekt

Viele Urlauber müssen sich erst an das Mecklenburgische um sie herum gewöhnen. Wer genauer hinhört, wird schnell feststellen, Hiddensee ist eine kleine Insel mit großem Vokabular, denn in Vitte unterscheidet sich der Dialekt doch hörbar von den Gesprächen unter Einheimischen im südlich gelegenen Neuendorf. Das Mecklenburgische selbst stammt vom Altsächsischen ab und hat damit etwas mit Plattdeutsch gemein, welches ebenfalls den niederdeutschen Sprachen zuzuordnen ist. Im Westteil Mecklenburg-Vorpommerns wird Mecklenburgisch gesprochen. Weiter östlich ist das Westpommersche vorherrschend. Die Übergänge sind allerdings fließend und der auswärtige Urlauber wird sie kaum wahrnehmen, wird der Dialekt auf Hiddensee gepflegt, dann verstehen Touristen sowieso kein Wort.

Aufgrund der ländlichen Abgeschiedenheit Hiddensees blieb der Dialekt sehr gut erhalten. Wer etwas nicht versteht, kann gern im Mecklenburgischen Wörterbuch nachschlagen oder sich einfach von den Insulanern erklären lassen, dass sie zum Beispiel mit “liesing” vorsichtig meinen oder “Pöting” ein Pfötchen ist. Die Verben enden nicht wie ursprünglich im Sächsischen üblich auf -t, sondern werden im Plural auf - e(n) gebildet. Die Hiddenseer haben eine “breite” Aussprache, was an das Pommersche erinnert und auch im Preußischen seine Fortsetzung findet. Einige Dialektformen schwappten vom nahen Rügen herüber, wo die ältere Bevölkerung auch Plattdeutsch spricht und der Dialekt Einflüsse der Schweden und Dänen deutlich werden lässt. Ein altes Sprichwort sagt: “Es gibt so viele Dialekte, wie Fliegen in der Messe“. Unterhaltsam wird es auf jeden Fall, wenn die Insulaner schnacken.

Hiddensees Trachten

Die Tracht auf Hiddensee konnte weit länger überleben, als dies vielleicht auf dem Festland möglich gewesen wäre. Die von Fischfang und Landwirtschaft geprägte und quasi geografisch isolierte Insel ist ein Hort für Kultur und Brauchtum, dessen Ausdruck sich in den Trachten findet. Neben Hiddensee entwickelten sich in Vorpommern auch auf Rügen, dem Mönchsgut oder dem Fischland recht eigenständige Trachten. Dennoch weisen die Kleidungsstücke bei näherem Betrachten einige Gemeinsamkeiten auf.

Auf Hiddensee war die Tracht noch bis in das ausgehende 19. Jahrhundert die alleinige Kleidung. Viele Bauern und Fischer konnte man noch bis Mitte des 20. Jahrhunderts in Tracht antreffen. Besonders die weibliche Tracht zeigte sich mehr und mehr facettenreich und es gab neben der alltäglichen Arbeitskleidung auch eine Hochzeitstracht oder ein spezielles Gewand für den sonntäglichen Kirchgang. Die Männer trugen weite Hosen aus weißem Leinen. Die Jacke über der bunt gestreiften Weste wurde offen getragen. Die Tracht der Frauen bestand aus zwei Hemden. Über einem weißen Leinenhemd wurde ein Schnürleib aus Wolle getragen. Der Brustlatz war häufig aufwendig bestickt. Vervollständigt wurde die Tracht auf Hiddensee durch eine Haube mit Schleifenbändern. Die Männer tauschten ihre schwarzen Schiffermützen häufig mit einer Pottmütze genannten Zipfelmütze. Heute ist die Tracht aus dem Inselbild verschwunden. Allein im Heimatmuseum in Kloster wurde ihre Geschichte bewahrt.