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Langeoog Sehenswürdigkeiten

Entdecken Sie die Sehenswürdigkeiten auf Langeoog. Egal ob eine Besichtigung des Wahrzeichens der Insel, dem Wasserturm, oder ein Tagesausflug mit der ganzen Familie in das Erlebnisbad, die Sehenswürdigkeiten auf Langeoog bieten einen abwechslungsreichen Urlaub.

Langeoog Highlights


Langeooger Wasserturm

Der Wasserturm auf Langeoog ist das Wahrzeichen der Insel. Er wurde bereits im Jahr 1909 erbaut und diente der Wasserversorgung und –entsorgung. Grund für den Bau des neuen Wasserturms war der ansteigende Tourismus in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nachdem in den 1840er Jahren eine regelmäßige Fährverbindung vom Festland eingerichtet worden war, stieg die Zahl der Touristen und damit die notwendige Wasserversorgung stetig an. Da die Versorgung über Brunnen und Zisternen nicht mehr ausreichte, wurde ein neues System eingeführt, zu dem auch der Wasserturm gehörte. Finanziert wurde dies durch die Einführung einer Kurtaxe.

Der Wasserturm befindet sich im Nordwesten der Insel. Vor seinem Bau befand sich hier das Westkaap, ein hölzernes Erkennungszeichen für nahende Schiffe, das 1909 abgerissen wurde und damit Platz für den Wasserturm machte.

Der 18 Meter hohe, achteckige Turm besteht aus Ziegelsteinen, die an den Seiten weiß gestrichen wurden, an den Ecken jedoch unverputzt sind. Über dem Eingang befindet sich das Wappen der Insel Langeoog. Heute dient er als See- und Erkennungszeichen Langeoogs sowie als Aussichtsturm, der in der Hauptsaison bestiegen werden kann. Im Untergeschoss kann eine kleine Ausstellung mit Informationen zur Wasserversorgung auf der Insel besucht werden.

Inselkirche

Bei einem Urlaub auf Langeoog sollte man sich einen Besuch der Inselkirche nicht entgehen lassen. Die evangelische Kirche, die am Ende des 19. Jahrhunderts erbaut wurde, besticht durch ihr neues Altarbild, ihren Friedensleuchter und natürlich auch ihre Bauweise.

Die heutige Inselkirche wurde 1890 erbaut und ist vermutlich das fünfte Gotteshaus der Insel. Sie ersetzte die nur einige Meter entfernt stehende Kirche von 1859, die wegen des aufkommenden Tourismus nach nur 30 Jahren zu klein geworden war. Nachdem in der großen Weihnachtsflut von 1717 große Teile der Insel überschwemmt und somit unbewohnbar geworden waren, war Langeoog für mehrere Jahre eine beinahe leer stehende Insel. Nach der Wiederbesiedelung normalisierte sich das Leben langsam wieder. Nach über 100 Jahren ohne Inselkirche wurde 1859 ein kleines Gotteshaus gebaut. 1885 wurde zusätzlich ein evangelisches Kloster eröffnet, das durch das Anbieten von Heilkuren zunehmend Touristen auf die Insel lockte. Die alte Inselkirche wurde schnell zu klein und ermöglichte den Bau des gegenwärtigen Gotteshauses.

Ein Gegenstand, der Besucher anlockt, ist das umstrittene Altarbild. Es stammt von dem ostfriesischen Künstler und Lehrer Hermann Buß, der es bei einer Ausschreibung unter sieben norddeutschen Künstlern im Rahmen der Restaurierung der Inselkirche am Ende der 1980er Jahre malte. Durch sein unkirchliches Motiv – ein gestrandetes Schiff – hat es bereits für viel Kritik, aber auch Begeisterung gesorgt.

Gottesdienste finden sonntags und freitags, im Sommer zusätzlich auch mittwochs statt.

Wasserturm auf Langeoog
Wasserturm auf Langeoog
© Manfred Dohmen / Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0]
Inselkirche von Langeoog
Inselkirche von Langeoog
© WHVer / Wikimedia Commons [CC BY 3.0]




Naturschauspiel Langeoog


Flinthörn

Bei dem Flinthörn handelt es sich um ein Salzwiesen- und Dünengebiet, das unter Naturschutz steht. Entstanden ist das Gebiet vermutlich im 19. Jahrhundert nach einer Sturmflut, in der auf der Nachbarinsel Baltrum ein Dorf zerstört wurde. Trümmerteile des Dorfes wurden in Richtig Langeoog geschwemmt und bildeten Hindernisse für Sand, der sich dort ablagern konnte. Bis heute kann man hier die Dünenbildung und die verschiedenen Stadien der Dünen beobachten.

Das Gebiet im Südwesten der ostfriesischen Insel ist seit 1963 ein Naturschutzgebiet. Seit 1986 gehört es sogar zur Schutzzone I des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer. Diese streng geschützte Zone macht knapp 70 Prozent des Nationalparks aus und darf nur in wenigen Bereichen betreten werden. Auch geführte Wanderungen sind nur auf markierten Wegen gestattet. Im Flinthörn darf nur der „Naturpfad Flinthörn“ betreten werden. Am Dünenrand entlang führt ein 1,5 Kilometer langer Weg zu einer Aussichtsplattform und zum Strand. Am Rande des Weges wurden Informationstafeln aufgestellt, die über Vogel- und Pflanzenarten des Gebietes informieren.

Melkhörndüne

Die Melkhörndüne ist eine etwa 20 Meter hohe Graudüne und die höchste Erhebung Langeoogs. Östlich vom Schloppsee liegt die Erhebung inmitten der Melkhörndünen, die mit ihrem dichten Bewuchs eine wunderschöne Farbenpracht hervorbringen. Viele Büsche und Sträucher wie Sanddorn, Kartoffelrose und Holunder wachsen hier. Auch die typischen Dünenveilchen, Moose und Flechten werden Wanderer hier entdecken. Des Weiteren tragen Krähenbeere, Sandsegge und Kriechweide zu einem einmaligen Farbspiel bei.

Zu Anfang des 18. Jahrhunderts lag in den Dünen noch das Inseldorf als auch die Kirche, doch infolge mehrfachen Sandflugs verlagerten die Insulaner ihren Wohnsitz. Den Name verdankt die Düne der ersten Meierei auf Langeoog, die bis 1952 hier ansässig war. Heute ist in diesem Gebäude die Langeoog Jugendherberge zu finden. Eine Wanderung zur Melkhörndüne wird mit einem tollen Ausblick über die Insel und das Meer belohnt. Die Melkhorndüne verfügt über eine Aussichtsplattform, die über zwei Treppen zu erreichen ist.

Osterhook

Das Osterhook befindet sich an der äußersten Spitze im Osten der Insel Langeoog. Daher auch der Name "Oster" für östliche und "Hook" für Spitze, Winkel oder Höhe. Eine Wanderung zum Lehrpfad Osterhoog lohnt sich besonders im Sommer, da man von hier aus ohne Probleme bis zur Nachbarinsel Spiekeroog sehen kann. Mit einem Fernglas oder dem richtigen Objektiv kann man hier von einer Beobachtungsplattform wunderbar Seehunde oder Seevögel beobachten und fotografieren. Der Weg zum Osterhook ist zwar etwas weiter (9,8 km), dies sollte aber innerhalb von 2 Stunden vom Ortszentrum Langeoogs aus zu schaffen sein. Auf dem Weg dorthin gibt es einiges Interessantes zu beobachten, da man die lange grüne Insel fast komplett überqueren muss, um zum Osterhook zu gelangen.

Man kommt an der Schloopsee vorbei, ein 12 m tiefes Gewässer auf der Insel, welches durch die Weihnachtsflut 1717 entstanden ist. Des Weiteren befindet sich auf dem Weg die Jugendherberge, ein Vogelschutzgebiet und der Meierei. Dieser gastronomische Betrieb bietet kleine Leckereien und Getränke an. Eine besondere Spezialität ist hier die hausgemachte Dickmilch mit Zucker, die mit Schwarzbrot serviert wird. Die Einkehr ist also ideal, um sich von dem Weg zu erholen kurz zu verschnaufen und die Akkus wieder auf zuladen.

Auf dem Lehrpfad Osterhook wird mit zahlreichen Bildern die Flora und Fauna des Watts verständlich erklärt und veranschaulicht. Für Kinder ist es besonders interessant anhand der Bilder und Beschreibungen die Tiere und Pflanzen zu entdecken.



Der Geschichte Langeoogs auf der Spur


Seemannshus

Das Seemannshus ist ein urtümliches Insulanerhaus aus dem 19. Jahrhundert, in dem jährlich wechselnde Ausstellungen über naturkundliche und historische Themen informieren. 1990 wurde das Haus dem Heimatverein Langeoog e.V. übergeben und steht seitdem als Heimatmuseum den Besuchern offen.

Sowohl in der Wohnstube und den vier Gästezimmer als auch auf der Veranda gibt es viele verschiedene Ausstellungsstücke aus der Langeooger Geschichte zu sehen. In der alten Friesenstube finden sich Mobiliar sowie Fotografien aus alten Zeiten. Ein alter Brunnen ist im Hinterhof des Hauses erhalten geblieben.

In der aktuellen Ausstellung "Badeleben – früher und heute" kann man die damalige Bademode betrachten. Das Heimatmuseum ist mittwochs, freitags und sonntags geöffnet. Der Eintritt kostet 1,00 Euro für Erwachsene und für Kinder 0,50 Euro.

Schifffahrtsmuseum mit Nordsee-Aquarium

Viele interessante Exponate und Modelle erwarten Sie im Haus der Insel, wie z.B. die "Gorch Fock". Auf über zwei Etagen können Sie hier alles rund um die deutsche Seefahrt entdecken. Sehen Sie eine alte Schatzkiste, Seekarten, Uniformen und weitere sehenswerte Fundstücke, wie angeschwemmtes Strandgut.

Seit 1998 befindet sich hier auch en Nordsee-Aquarium. Zu bestaunen gibt es hier zahlreiche verschiedene Bewohner der maritimen Welt der Nordsee. Viele Schalen und Weichtiere sind hier ausgestellt. Entdecken Sie hier z.B. Taschenkrebse, Seesterne, Schollen, Katzenhaie oder Seeskorpione. Des Weiteren kann man die vielleicht auf der Insel beobachteten Seevögel in Vitrinen näher bestaunen, da sie ausgestopft sind.

Die im Jahre 2008 eröffnete riesige Lego-Ausstellung beinhaltet die Highlights der Insel im Kleinformat. Besuchen Sie das Haus der Insel in Langeoog. Hier gibt es vieles interessantes uns spannendes zu sehen sowie zu erfahren. Regelmäßig finden hier auch Sonderausstellungen, wie z.B zu Leonardo da Vincis Maschinen statt.

Dünenfriedhof

1945 wurde der Dünenfriedhof nördlich des Ortes am Fuße der Heerenhusdünen errichtet. Der Friedhof ist unterteilt in drei Gedenkstätten: die Baltengedenkstätte, die Kriegsgefangenengrabstätte und die Grabstätte Lale Andersens. Die wesentlich von Jürgen Baron von Schilling gestaltete Gräberanlage wurde der Insellandschaft angepasst und bietet ein ruhiges Umfeld zum Gedenken der Toten, die maßgeblich die Geschichte Langeoogs beeinflussten.

Mit den Gedenkstätten wird unter anderem der deutsch-baltischen Landsmannschaft gedacht, die infolge der Flucht und Vertreibung im Februar 1945 auf die Insel kamen und im baltischen Altersheim Langeoogs verstarben. Des Weiteren erinnert die 1953 errichtete Kriegsgefangenengrabstätte an 113 russische Soldaten, die zur Zwangsarbeit auf die Insel kamen. Die dritte Grabstätte birgt die Urne der 1972 verstorbene Sängerin Lale Andersen. Verschiedene Gedenkstelen schlagen eine Brücke zwischen den Gedenkstätten.