XWir verwenden Cookies für die Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Webseite stimmen Sie deren Verwendung zu. Details ansehenWir verwenden Cookies. Wenn Sie weitersurfen stimmen Sie der Nutzung zu. Details ansehen

Nizza Sehenswürdigkeiten

Sie haben soeben ein Ferienhaus Nizza gebucht und möchten nun die Geheimnisse einer der schönsten Städte Frankreichs entdecken? Hier finden Sie Auskünfte und Informationen über die Vielfältigkeit von Nizza und die verschiedenen Regionen. Historische Monumente, zahlreiche Museen und vieles mehr erwartet Sie in Nizza. Spazieren Sie auf der Promenade des Anglais, feuern Sie die Triathleten des Ironman Nizza an und bewundern Sie die Aussicht auf dem Colline du Château.

Bedeutende Bauwerke in Nizza

Kathedrale Saint-Nicolas

Nizza war schon im 19. Jahrhundert vor allem bei Briten und Russen als Urlaubsort für den Winter sehr beliebt. Daher ist die Zahl der russischstämmigen Bevölkerung Nizzas recht hoch. Der damalige Zar Nicholas II. gab die russisch-orthodoxe Kathedrale in Auftrag und weihte sie 1912 ein. Sie befindet sich in der Avenue Nicolas II, an der Stelle, an der Zar Nikolai Alexandrowitsch Romanow starb. Die Kathedrale ist die jüngste Kirche Nizzas und auch die ungewöhnlichste. Sie hat sechs Zwiebeltürme und wurde aus rosa Backstein und hellgrauem Marmor gebaut. Die ganze Architektur spiegelt den russischen Stil wieder, verfügt aber auch über Elemente aus dem Jugendstil. Die Türme und Erker sind kunstvoll verziert, und auch der Innenraum ist reich geschmückt. Dort befinden sich wertvolle Ikonen, Fresken und Holzschnitzereien. Sie sollten dieses einzigartige Gebäude bei Ihrer Nizza Reise unbedingt besichtigen. Die Kathedrale Saint-Nicholas ist die größte russisch-orthodoxe Kirche außerhalb Russlands. Besichtigungen sind täglich außer Sonntagvormittag möglich. Dann findet die russische Messe statt, der man gerne auch beiwohnen kann. Sie beginnt um 10.30 Uhr und dauert circa zweieinhalb Stunden.

Chapelle de la Miséricorde

Auf dem Cours Saleya, einem bekannten Teil der Fußgängerzone von Nizzas Altstadt, der für seine Blumenmärkte bekannt ist, befindet sich die Chapelle de la Miséricorde, die Kapelle der Barmherzigkeit, die auch Chapelle des Pénitents Noirs, Kapelle der schwarzen Büßer, genannt wird. Es handelt sich um eines der schönsten Beispiele für die Ästhetik des Barocks. Es wird sogar als Meisterwerk des barocken Nizza gehandelt. Außerdem zählt es der Historie nach zu den 10 schönsten barocken Gebäuden der Welt. Diese Kapelle wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts durch den religiösen Orden der Théatiner nach den Plänen von Bernardo Vittone erbaut. Seit 1825 gehört sie zu der Erzbrüderschaft der schwarzen Büßer. Bewundern Sie die elegante und zugleich diskrete Fassade des Gotteshauses.

Zögern Sie auch nicht, das Innere der Chapelle zu betreten um den Reichtum der Dekorationen erblicken zu können. Bewundern Sie die besonders auffälligen Fresken, die die Decke zieren. Erkunden Sie die unterschiedlichen Stile, die die Kapelle dekorieren, sowie die Heldentaten der Künstler der damaligen Epoche. Sie werden mit dem ersten Schritt in die Kapelle hinein von der großartigen Innenraumdekoration gefesselt sein. Der architektonische Reichtum ist am bemerkenswertesten. Das Gebäude beinhaltet nicht viele gerade Linien. Dies wurde vom barocken Stil her so gewollt und steht für die kontinuierliche Weiterentwicklung. Schauen Sie sich das Kirchenschiff und die 4 halbkreisförmigen Kapellen, die diese umrunden, an. Um Ihren Besuch der Chapelle de la Miséricorde zu beenden, sollten Sie in der Sakristei vorbeischauen. Hier sind zwei bedeutende Werke zu finden: Eine Jungfrau der Barmherzigkeit von Miralhet und ein der Louis Bréa. Leider ist die Kapelle nicht ganzzeitlich zu besichtigen. Sie sollten sich daher im Voraus über mögliche Besichtigungstermine informieren.

Basilique Notre Dame

Die Basilique Notre-Dame de Nice ist einer der symbolträchtigsten Gebäude der Stadt. Das bedeutet, dass Sie Ihren Aufenthalt in dieser schönen Stadt an der Côte d‘Azur nicht verbringen können ohne an diesem beeindruckenden Monument vorbeizugehen, das auf der berühmten Avenue Jean Médecin zu finden ist. Die Kirche Notre-Dame de l’Assomption (die Kirche Maria Himmelfahrt) wurde während der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erbaut, da zu dieser Zeit eine bedeutende Gemeinde von Katholiken in der Stadt vorhanden war. Die Priorität des Baus wurde von der Stadt Nizza gegeben und auch die Infrastruktur wurde dementsprechend entwickelt. Es wurde außerdem um Spendengelder gebeten, damit die Wünsche der Katholiken von Nizza erfüllt werden konnten. Das Gebäude, das durch seine Größe auffällt, ist im neugotischen Stil gebaut worden.

Lassen Sie sich von diesem gigantischen Gebäude beeindrucken, dessen seitliche Türme eine Höhe von etwa 31 Metern haben. Bewundern Sie die Statue Notre-Dame de Gallo, die stolz auf dem Gipfel der Basilique thront sowie die Fensterrose, die sich zwischen den beiden Türmen befindet. Letztere repräsentiert die mysteriösen Szenen von Maria Himmelfahrt. Gehen Sie auch ins Innere dieses bemerkenswerten Gebäudes. Dort können Sie einen Blick auf die Kapellen der Basilique werfen, auf ihre Buntglasfenster, die große Orgel und auch auf einige Statuen. Während Ihres Urlaubs an der Côte d’Azur spielt die Basilique Notre-Dame de Nice also eine unumgängliche Rolle. Verpassen Sie diese nicht, besonders nachdem die Fassade seit der Renovierung vor einiger Zeit in neuem Glanz erstrahlt.

Kathedrale Sainte Reparate

Während Ihres Aufenthalts in Nizza werden Sie der Altstadt mit Sicherheit einen Besuch abstatten. Bei dieser Gelegenheit sollten Sie die Kathedrale Sainte-Réparate nicht verpassen. In der Altstadt am Platz Rosetti gelegen wurde das Gebäude Zeuge des Beginns der barocken romanischen Kunst in Nizza. Sowohl das Äußere als auch das Innere dieser Kathedrale aus dem 17. Jahrhundert wird Sie begeistern. Mehr als ein Jahrhundert hat es gedauert, um dieses Gebäude zu schaffen. Die barocke Fassade, die Sie momentan sehen, ist in blassem Gelb und Olivgrün gestrichen und stammt aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Sie wurde also auf die ursprüngliche Fassade aufgesetzt. Im Inneren hat die Kathedrale Dekorationen aus der Ursprungszeit. Von der Basilique Saint-Pierre de Rome inspiriert, ist die Dekoration des Chors und der 10 Kapellen des Gebäudes sehr beeindruckend. Neben dem Chor und den Kapellen, die im Besitz von reichen Familien und Korporationen sind, können Sie auch die Täfelungen und die Tafeln der Sakristei sowie die 3 Orgeln der Kathedrale betrachten. Versäumen Sie es also nicht, diese barocke Kathedrale, die zu den schönsten der Stadt gehört, während Ihres Urlaubs an der Côte d’Azur zu besichtigen. Es ist zudem eine gute Möglichkeit, die Geschichte der jungen Märtyrerin Sainte-Réparate kennenzulernen, die heutzutage die Schutzpatronin von Nizza ist.

Palais Lascaris

Der Palais Lascaris liegt in der Altstadt von Nizza und ist Ihre Aufmerksamkeit wert. Bei einem Spaziergang durch die Altstadt, sollten Sie einen Abstecher zu dem Palast machen, der in der Nummer 15 der Rue Droite gelegen ist. Nehmen Sie sich die Zeit, um dieses aristokratische Gebäude im barocken Stil zu bewundern. Es wurde im 17. Jahrhundert erbaut und beherbergt heutzutage ein Museum mit antiken Musikinstrumenten. Wenn Sie Musik lieben oder gerne mehr über die Geschichte der Musik erfahren möchten, sollten Sie dieses Museum nicht verpassen. Das Museum ist nicht nur für seine Ausstellung einen Besuch wert, sondern auch aufgrund seiner schönen Raumdekorationen. In den verschiedenen Räumen dieses Gebäudes können Sie luxuriöse Dekorationen, antike Möbel und Fresken von rarer Schönheit bewundern. Werfen Sie außerdem einen Blick auf das gewaltige Treppenhaus, das ebenfalls mit zahlreichen Fresken geschmückt ist. Diejenigen unter Ihnen, die Ihren Urlaub in Nizza oder der Umgebung verbringen, um die zahlreichen Gebäude im barocken Stil zu entdecken, von denen in der Region viele zu finden sind, sollten den Palais Lascaris keinesfalls verpassen.

Palais de la Méditerranée

Bei einem Spaziergang über die Promenade des Anglais sollten Sie einen Halt in Höhe der Hausnummern 13 und 15 machen. Zahlreiche Limousinen und andere Luxusautos müssten hier geparkt sein. Sie befinden sich hier im Viertel Carré d’Or, auf Höhe des Palais de la Méditerranée, der heute hauptsächlich ein Luxushotel ist. Dieses Gebäude, das durch die Art Déco Zeit geprägt ist, wurde im Jahre 1929 erbaut. Es hat zu seiner Eröffnungszeit zahlreiche Personen angezogen und hat seit dem viele bekannte Personen ein- und ausgehen sehen. Bewundern Sie die bemerkenswerte Fassade dieses Bauwerks, die den aus Nizza kommenden Architekten Charles und Marcel Dalmas zu verdanken ist. Diese und auch die Fassade, die zur Rue du Congrès hinaus geht, werden als historisches Gebäude klassifiziert.

Der große Eingangsbereich, sein gewaltiges Treppenhaus aus weißem Marmot, die wunderhübsch gestalteten Fenster und die Kristall-Kronleuchter tragen viel zu der Schönheit des Palais de la Méditerranée bei. Weiterhin beherbergt das Gebäude ein Casino und eine Bar. Falls Sie es sich nicht leisten können, Ihren Urlaub in diesem 5-Sterne-Hotel zu verbringen, können Sie zumindest einen Abstecher in das in der dritten Etage gelegene Restaurant machen und dort eines der raffinierten Gerichte probieren. Im Sommer können Siw außerdem auf der Terrasse essen und von der einmaligen Aussicht auf das Meer profitieren. Sie können die Baie des Anges auf eine Art und Weise entdecken, die einmalig ist.

Palais de la Préfecture

Der Palast der Herzöge von Savoyen in Nizza, der auch als Palais de la Préfecture der Region Alpes-Maritimes bekannt ist, befindet sich in der Altstadt von Nizza auf dem Place Pierre-Gautier. Auf diesem Platz findet auch ein Lebensmittelmarkt statt. Das Gebäude wurde im 16. Jahrhundert erbaut. Von 1610 bis 1860 war es der Wohnsitz der Könige von Sardinien. Danach wurde dieses bemerkenswerte Gebäude der Sitz der Präfektur der Alpes-Maritimes Region. Der Palast der Herzöge von Savoyen hat sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt und wurde mehrere Male überarbeitet. Das Einfahrtstor und die Ehrentreppe, die besonders beeindruckend sind, bestehen aus der Epoche in der die Könige von Sardinien hier residiert haben.

Sie wurden von dem Architekten Jean-Antoine Scoffier im Jahre 1818 erbaut. Die Dekorationen, die die Fassaden schmücken, stammen aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts. Nur sehr selten, nämlich zu den Zeiten der European Heritage Days, haben Sie die Möglichkeit, das Innere des Gebäudes zu besichtigen. Sollten Sie zufällig zu dieser Zeit in Nizza sein, können Sie die die Säle bewundern von denen einer schöner als der andere ist. Der atemberaubendste Saal ist dabei die Galerie des Glaces, also der Spiegelsaal. Sie können dort Skulpturen, im Stile des Neo-Barocks bemalte Decken und korinthische Säulen sehen. Doch auch, wenn Sie nicht die Möglichkeit haben, den Palais de la Préfecture von innen zu sehen sollten Sie zumindest um das Gebäude herum gehen und die Fassade bewundern.

Kloster von Cimiez

Vom Stadtzentrum aus können Sie die kleinen Gassen nutzen, um das Kloster von Cimiez zu erreichen. Sollten Sie nicht so gut zu Fuß sein, können Sie dieses auch mit dem Bus erreichen. Das Kloster von Cimiez liegt im gleichnamigen Bezirk von Nizza: in Cimiez. Es ist ein Ort, den Sie während Ihres Urlaubs in Nizza auf jeden Fall besuchen sollten. Sie können hier nicht nur die Kirche Notre-Dame-de-l‘Assomption besichtigen, sondern auch das Museum der Franziskaner. Im Inneren der Kirche können Sie die drei großen Tafeln von Luois Bréa bewundern, einem einfachen Künstler aus Nizza, sowie einen bezaubernden barocken Altaraufsatz aus Holz, der von eindrucksvoller Größe ist. Außerdem sollten Sie den Blick nach oben an die Decke werfen, die mit zahlreichen Fresken dekoriert ist.

Doch nicht nur das Kloster selber, welches im 9. Jahrhundert erbaut worden ist, ist bemerkenswert und einen Besuch wert. Ebenso sollten Sie sich die Gärten anschauen, die eine bunte Vielfalt an Blumen und Pflanzen beherbergen und einen Rosengarten. Verpassen Sie es nicht, durch diesen beruhigenden, entspannenden Bereich zu schlendern und von diesem aus das Panorama über die Stadt Nizza, die Promenade des Anglais und das Mittelmeer zu genießen. Am Ende Ihres Klosterbesuches sollten Sie den Friedhof aufsuchen, auf dem Berühmtheiten wie Roger Martin du Gard, Raoul Dufy und auch Henri Matisse begraben liegen. Sie werden beeindruckt sein von den zahlreichen Bauten, die hier zu finden sind. Nicht nur von deren Größe, sondern auch von deren Schönheit. Am besten ist es, diesen Ort im Mai zu besuchen. Sie können dann von den Gärten profitieren, den blühenden Rosen und vor allem auch dem traditionellen Fest beiwohnen, dass jedes Jahr zu dieser Zeit gefeiert wird. Weiterhin können Sie in der Nähe des Klosters von Cimiez auch die Arènes de Cimiez besichtigen, die sich nur 5 Minuten entfernt befinden. Auch das Musée Matisse befindet sich in naher Umgebung.



Plätze, Promenaden und Aussichtspunkte in Nizza

Promenade des Anglais

Die berühmte Strandpromenade Nizzas erstreckt sich auf einer Länge von beinahe fünf Kilometern entlang des Mittelmeeres. Ein Bummel über die Promenade des Anglais lässt Nostalgie aufkommen. Die von Hotelpalästen und Palmen gesäumte Promenade gilt seit Jahrzehnten als Inbegriff der Urlaubsfreuden an der Côte d'Azur. Bekannte Gebäude sind das Hotel Negresco und der Palais de la Méditerranée. Einst befand sich auf dem Areal der lebendigen Prachtmeile lediglich ein Kieselstrand. Mitte des 18. Jahrhunderts begannen wohlhabende Engländer den Winter in Nizza zu verbringen. Sie veranlassten den Bau eines Gehweges, unmittelbar am Meer. Ihr heutiges Aussehen bekam die Promenade des Anglais im Jahre 1931. Seither ist die Promenade zu allen Tageszeiten mit Leben erfüllt. Jogger, Spaziergänger und Skater bestimmen das Bild.

Die Promenade des Anglais ist zu einem Wahrzeichen Nizzas geworden. Auch als Verkehrsader macht die Promenade von sich reden. Die breiten Fahrbahnen sind durch einen von Palmen gesäumten Mittelstreifen getrennt. Wer sich hier unter das lebendige Treiben mischt, wird zahlreiche Nobelkarossen entdecken können. Zu einem Inbegriff der Promenade des Anglais sind auch die blauen Stühle geworden. Wer sich hier niederlässt, wird einen herrlichen Blick aufs Meer genießen können. Die können hier stundenlang auf der Promenade hin und her spazieren, sich von der Sonne verwöhnen lassen und die leichte maritime Brise genießen. In den zahlreichen Kiosken und Restaurants entlang des Weges können Sie sich ausruhen, die Aussicht auf das Wasser genießen und etwas Kraft tanken. Die Strände unweit der Promenade sind stark frequentiert. Besonders in den Abendstunden herrscht im lebendigen Herzen Nizzas eine unverwechselbare Atmosphäre.

Baie des Anges

Die Baie des Anges ist eine Bucht an der französischen Mittelmeerküste. Sie erstreckt sich entlang der Prachtstraße Nizzas, der Promenade des Anglais, über Cagnes-sur-Mer bis hin zum Cap d’Antibes, das sich westlich von Nizza befindet. Im Osten wird die Bucht vom Cap de Nice begrenzt, welches Nizza vom benachbarten Villefranche-sur-Mer trennt. Die Bucht zählt zu den beliebtesten an der Côte d'Azur und verläuft durch mehrere Ortschaften. Wer Nizza besucht, wird die Engelsbucht bereits von Weitem erblicken. Als Wahrzeichen der Baie des Anges gilt der Wohnkomplex Marina Baie des Anges in Cagnes-sur-Mer. Der von Architekt Andre Minangoy geplante Bau wurde 1993 vollendet und war anfänglich umstritten.

Heute ist der pyramidenförmige Komplex untrennbar mit der Engelsbucht verbunden. Von den zahlreichen Terrassen aus ist der Blick über die Bucht einmalig. Von der Promenade des Anglais genießen die Feriengäste einen der schönsten Ausblicke auf die Baie des Anges. Besonders in den Abendstunden herrscht eine unvergleichlich stimmungsvolle Atmosphäre. Wer auf den für Nizza charakteristischen blauen Stühlen Platz nimmt, wird einen romantischen Sonnenuntergang an der Baie des Anges erleben können. Einen Anziehungspunkt zu jeder Jahreszeit stellen die Strände an der Engelsbucht dar. Dabei stören sich die Touristen nicht daran, dass es sich um Kiesstrände handelt. Am Strand von Nizza zu liegen und die vielseitigen Freizeitangebote zu nutzen ist ein unvergleichliches Erlebnis. Auf Grund der milden Winter an der Côte d'Azur lassen sich auch im Januar angenehme Sonnentage an der Engelsbucht genießen.

Schlosshügel

Der 90m hohe Colline du Château bietet eine gute Alternative zum Spaziergang in der überfüllten Altstadt Nizzas, denn von hier oben hat man einen tollen Ausblick über die Stadt und den Strand. Von der Promenade des Anglais führen Treppen hoch auf den Schlossberg. Doch der Name trügt: Oben erwartet den Besucher kein prachtvolles Schloss, sondern lediglich Ruinen der einstigen Anlage. Das Fort, das die Stadt vor Angriffen schützen sollte, wurde im Jahre 1706 auf den Wunsch von Louis XIV hin zerstört. Außerdem gibt es noch den Friedhof Cimetiere Israélite mit jüdischem, arabischem und christlichem Teil sowie einen Park mit vielen Pinien und einem Wasserfall. Den Wasserfall können Sie schon von der Altstadt und dem Cours Saleya aus sehen. Die geschmückten Gräber des Friedhofs stammen aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Hier kann man spazieren gehen oder die Aussicht von der Terrasse Frédéric Nietzsche aus genießen. Der deutsche Philosoph ging hier gerne spazieren, denn von hier oben kann man die Baie des Anges mit dem Hafen sowie die Skyline der Stadt sehen. Sogar die Alpen sind im Hintergrund zu erkennen.

Die Bäume bieten Ihnen ein schattiges Plätzchen zum Ausruhen und Sie werden hier auch auf Einheimische treffen, die sich hier gerne aufhalten. Auch der Tour Bellanda ist sehenswert, denn dieser Turm wurde 1825 in den Berg hinein gebaut. Der Schlossberg gilt als der schönste Aussichtspunkt Nizzas und ist besonders am Abend zu empfehlen, da er dann einen Blick über die Stadt bei Sonnenuntergang bietet. Beim Aufstieg ist der Weg gesäumt mit künstlichen Wasserfällen, Palmen und Kakteen. Wer nicht zu Fuß den Berg hinauf möchte, kann beim Bellanda-Turm den Aufzug nehmen.

Cours Saleya

Auf dem Platz Cours Saleya findet der bekannteste Markt Nizzas statt. Der Blumen- und Lebensmittelmarkt, der täglich außer Montag geöffnet ist, ist dabei ein besonderer Anziehungspunkt. Hier kann man Käse, Olivenöl, Lavendelhonig, junge Artischocken, gesalzene Sardellen und Cornichons, Knoblauchzöpfe und Waldpilze kaufen. Wem dabei das Wasser im Mund zusammenläuft, der kann sich eine Socca kaufen, einen dünnen Kichererbsenfladen, der über Holzfeuer gebacken und nur mit Pfeffer und Olivenöl gewürzt wird. Auch das pan bagnat, ein Baguette-Sandwich mit Zwiebeln, Oliven und anderem Belag, ist sehr zu empfehlen. An der schattigen Südseite des Platzes haben die Fischhändler ihre Stände, die oft mit einem Restaurant kombiniert werden.

Der Markt findet schon seit 1861 statt. Der ganze Platz ist gesäumt von gelben Häusern, in denen sich Cafés und Restaurants befinden. Darunter auch die Chapelle de la Miséricorde, die zu den schönsten Barock-Gebäuden der Stadt gehört. Auch viele Luxusboutiquen sind hier ansässig, genauso wie Antiquitätenhändler. Hier sind immer viele Menschen unterwegs, sowohl Anwohner als auch Touristen aus der ganzen Welt, denn dies ist der attraktivste Markt der ganzen Region. Es ist ein idealer Ort, um die Seele Nizzas kennenzulernen und mit den Einheimischen in Kontakt zu treten. Wir empfehlen Ihnen, den Cours Saleya bereits am frühen Morgen zu besuchen, damit Sie die Möglichkeit haben, ihn zu bewundern, solange noch nicht allzu viele Touristen dort sind. Betrachten Sie die vielen bunten Farben der Früchte, des Gemüses und der Blumen. Atmen Sie tief die unterschiedlichen Gerüche ein. Hören Sie zu, wie die Verkäufer ihre Ware an den Kunden bringen wollen und halten Sie einen kleinen Plausch mit anderen Marktbesuchern.



Museum Masséna
Museum Masséna
© Jean-Pierre Dalbéra / flickr [CC BY 2.0]

Museen in Nizza

Musée Masséna

Wenn Sie auf der Promenade des Anglais entlang spazieren, vergessen Sie nicht, einen Abstecher in das Musée Masséna zu machen. Dieses Museum für Kunst und Geschichte ist nicht nur architektonisch ein Juwel. Die farbenprächtigen Gärten wurden im 19. Jahrhundert von dem gleichen Landschaftsgärtner angelegt, der auch die öffentlichen Parks in Monte-Carlo gestaltet hatte. Schlendern Sie durch die Anlage und bewundern Sie die 3 unterschiedlichen Bereiche: den französischen Garten im Osten der Villa, das große Beet mit typischen Gewächsen aus dem Süden und den Ehrenhof, durch den Sie zu der Villa gelangen. Das prachtvolle Belle Epoque Gebäude wurde zwischen 1899 und 1902 von dem dänischen Architekten Hans-Georg Tersling erbaut und 1921 zum Museum umfunktioniert. Es gibt mehr als 20 Ausstellungsräume, in denen die Geschichte Nizzas dargestellt wird. Ausgestellt werden über 15.000 Möbel, Kunstwerke, Waffen, Keramik und andere Gegenstände. Im Erdgeschoss zum Beispiel ist die Villa mit Mobiliar des Imperialstils ausgestattet, während die übrigen Räume der einheimischen Kultur und Geschichte gewidmet sind. Die Villa steht unter Denkmalschutz und wurde ursprünglich als Palais für den Enkel von Marshall Masséna gebaut. Ein Saal ist dem Freiheitskämpfer Giuseppe Garibaldi gewidmet. Die Stadt Nizza nutzt die Räumlichkeiten auch für offizielle Anlässe. Bei Interesse kann man an geführten Touren durch die Villa teilnehmen

Musée Matisse

Das Matisse Museum befindet sich in der Villa des Arènes, einer genuesischen Villa aus dem 17. Jahrhundert, in Cimiez. Es wurde 1963 eröffnet und ist dem französischen Maler Henri Matisse gewidmet. Dieser verbrachte zwischen 1916 und 1954 mehrere Jahre in Nizza. In der weltweit größten Sammlung von Werken von Matisse wird sein künstlerischer Werdegang von den Anfängen bis zu seinen letzten Werken dargestellt. Die Ausstellungsstücke stammen alle aus diversen Spenden. Matisse selbst übergab dem Museum noch vor seinem Tod und vor der Gründung des Museums einige Werke, darunter das "Stillleben mit Granatapfel". Im Laufe der Jahre kamen mehr als 60 Gemälde, rund 400 Zeichnungen, Fotos und Drucke, etwa 50 Skulpturen sowie Bücher und einige persönliche Gegenstände des Malers aus Schenkungen seiner Erben und des Staates hinzu. Darunter fallen Keramiken und Teppiche. Weiterhin gibt es jährlich zwei temporäre Ausstellungen. Sie sollten dieses Museum unbedingt aufsuchen und sich über die Biografie und die Werke von Matisse informieren lassen. Die Exponate verdeutlichen dessen Liebe zu der Stadt Nizza. Die Villa des Arènes ist von einem 36.000 m² großen Park mit Olivenbäumen umgeben. Der Eintritt ist frei. In der Nähe befinden sich weitere Sehenswürdigkeiten wie das Franziskanerkloster, die römischen Ruinen sowie das Hotel Regina, in dem Matisse zeitweise gewohnt hat.

MAMAC – Museum der Modernen und Zeitgenössischen Kunst

Das Musée d’Art Moderne et d’Art Contemporain, auch MAMAC genannt, befindet sich im Herzen von Nizza auf dem Place Yves Klein. Es vereint zahlreiche Kunstwerke aus der zweiten Hälfte des 20. Und dem 21. Jahrhundert. Anhänger der modernen und der zeitgenössischen Kunst werden keinesfalls von einem Museumsbesuch enttäuscht sein. Zwei Stockwerke des MAMAC sind der Präsentation der Dauerausstellungen gewidmet. Die Anzahl der Ausstellungsstücke erhebt sich auf mehr als 1.200 Werke. Diese wurden von mehr als 300 verschiedenen Künstlern erstellt. Sie finden hier Werke von Yves Klein, Raymond Hains und sogar von Andy Warhol. Der erste Stock beherbergt wechselnde Ausstellungen. Zögern Sie nicht, sich über das Programm dieser Ausstellungen zu informieren. Bevor Sie das Museum betreten, sollten Sie sich die Zeit nehmen, einen Blick auf die eindrucksvolle Architektur des Gebäudes, in dem sich das Museum befindet, zu werfen. Sie ist Yves Bayard und Henri Vidal zu verdanken. Die Architektur des MAMAC ist sehr strukturiert und wurde vom klassischen Baustil inspiriert. Das Gebäude besteht aus vier verblendeten Türmen, die durch kreisbogenförmige Stege, die aus Glas und Metall bestehen, miteinander verbunden sind. Bei Ihrem Museumsbesuch sollten Sie auf keinen Fall die Aussicht von der Terrasse verpassen. Von dort aus haben Sie einen einmaligen Blick über ganz Nizza.

Musée Chagall

Sie mögen die Werke von Marc Chagall? Dann sollten Sie das Musée Chagall in Nizza besuchen. Es befindet sich im Stadtteil Cimiez. Die Erbauung des Chagall Museums in Nizza, das sich im Stadtzentrum befindet, geht auf das Jahr 1970 zurück. Sie ging auf einen Wunsch des Künstlers selber zurück, der sein Werk, das die die biblischen Botschaften betrifft und das wichtigste Werk des Künstlers über die Bibel darstellt, an einem Platz sammeln wollte. Die Message Biblique (biblische Botschaft) von Chagall ist ein gewaltiges Kunstwerk, das aus 17 Leinentüchern besteht. Marc Chagall hat nicht damit aufgehört, seine Kollektion bis zum Tode hin immer weiter zu bereichern. Somit ist das Musée Chagall in Nizza der Ort mit der größten öffentlichen Sammlung an Werken dieses Künstlers. Es vereint zahlreiche Gemälde des Künstlers, darunter auch das Autoporträt in grün sowie Sainte Famille (die heilige Familie) und le Couple (das Pärchen). Chagall war stark an dem Projekt der Bildung des Museums beteiligt und hat seine Entwicklung aus der Nähe verfolgt. Die Kirchenfenster und die Mosaiken sowie das Auditorium wurden auf seinen Wunsch hin ebenfalls hinzugefügt. Während Sie durch das Museum gehen, gehen Sie auf eine Entdeckungsreise durch das Leben des Künstlers, der seine letzten Lebensjahre im Süden Frankreichs verbracht hat. Sie lernen ihn durch die zahlreichen Werke näher kennen und werden in Zukunft Werke aus seiner Hand erkennen können. Sie können nicht nur Gemälde, sondern auch Skulpturen oder Mosaiken besichtigen.

Musée des Arts Asiatiques

Das Museum für Asiatische Kunst in Nizza ist dem berühmten japanischen Architekten Kenzo Tange zu verdanken. Der Grundriss des Museums basiert auf zwei geometrischen Formen, die essentiell sind für die japanische Tradition: zum einen ist es das Viereck, das das Symbol für die Erde ist und zum anderen ist es der Kreis, der für den Himmel steht. Bewundern Sie die Schönheit dieses Gebäudes, das sich am Ufer eines Sees im Grünen befindet und inmitten des Phoenix-Parks liegt. Werfen Sie auch einen Blick auf die Gegensätzlichkeit der Fassade: Glas trifft auf weißen Marmor. Dieses Museum, das auf Wunsch des Generalrates der Alpes-Maritimes realisiert wurde, hat als Ziel, die asiatische Kunst mit der westlichen Kultur zusammen zu bringen. Sie können hier ebenso traditionelle wie moderne Kunstwerke besichtigen. Durchlaufen Sie die unterschiedlichen Bereiche des Museums und erkunden Sie den Buddhismus, chinesische, indische und japanische Völker oder allgemein gesagt das südöstliche Asien. Um Ihren Museumsbesuch in eine wahrhaftige Reise über den asiatischen Kontinent zu verwandeln, sollten sie die Spektakel und Veranstaltungen sowie die Workshops des Museums besuchen. Lassen Sie sich in die Welt der Kalligrafie, des Origami, der asiatischen Kampfkünste oder auch des indischen Tanzes entführen. Sonntags haben Sie außerdem die Möglichkeit, an einer chinesischen oder japanischen Zeremonie teilzunehmen. Lassen Sie sich in dieses asiatische Universum versetzen.

Musée des Beaux-Arts

Das Museum der Schönen Künste in Nizza befindet sich in einer imposanten Villa im Baumettes-Viertel. Sie geht auf die Zeit der Belle Époque zurück und wurde im Jahre 1878 auf den Wunsch von Elisabeth Kotschoubey, ukrainische Prinzessin, erbaut. Die Bauweise ist an den neoklassizistischen Palast von Sankt-Petersburg angelehnt. Dieser Wohnsitz wurde im Jahre 1883 zum Eigentum einer amerikanischen Familie bis es im Jahre 1922 der Stadt Nizza überlassen wurde. Etwas später, zum Ende der 1920er Jahre, wurde in der Villa das Museum errichtet. In dem Musée des Beaux-Arts (Museum der Schönen Künste) können Sie Werke aus dem 20. Jahrhundert sowie auch ältere Werke, die teilweise sogar aus dem 13. Jahrhundert stammen, besichtigen. Gemälde von Louis Bréa, Raoul Dufy und Jules Chéret sowie Statuen von Rodin werden dort ebenso ausgestellt. Das Museum bietet Ihnen außerdem eine Gelegenheit, ein Viertel Nizzas kennen zu lernen, das am Meer gelegen ist und über das sonst nicht allzu oft gesprochen wird. Neben den schönen Villen und den Palästen kann man von diesem Viertel aus, das mit seiner Lage auf einem Hügel etwas höher gelegen ist, eine atemberaubende Aussicht auf die Stadt und das Mittelmeer genießen.



Parks und Gärten in Nizza

Nizza ist ein einziger Garten und zählt zu den grünsten Städten in ganz Frankreich. Nicht umsonst schmückt sich die Stadt seit beinahe vierzig Jahren mit dem "Vier Blumen Label". Das Gütesiegel steht für ein harmonisches Zusammenspiel der Beete und Blumen. Davon können Sie sich auf 300 Hektar Grünflächen und in zahllosen privaten Gärten überzeugen. Besonders eindrucksvoll ist dieses Erlebnis, wenn Deutschland meist noch unter einer dicken Schneedecke liegt. Im Windschatten der Berge blühen bereits im Februar die Mimosen und der Frühling lässt sich nicht aufhalten.

Im Jardin Botanique können Sie auf eine spannende Entdeckungsreise gehen. Beinahe alle Pflanzen des Mittelmeerraumes sind entlang des drei Hektar großen Areals versammelt. Im Park wurden typische Mittelmeerlandschaften nachgestaltet, was den Bummel durch den Park zu einer kleinen botanischen Weltreise macht. Die Anlage wurde mit dem Siegel "sehenswerter Garten" prämiert. Etwa 3.000 Pflanzen sind hier beheimatet. Besondere Beachtung verdienen die Bestände an Agaven und Salbei, welche in die Pflanzensammlungen des französischen Konservatoriums aufgenommen wurden. Geöffnet ist der Park ganzjährig. Auf Wunsch sind kostenlose Führungen möglich.

Über dem Jardin du Monastere de Cimiez liegt ein Frieden, den nur ein Klostergarten ausstrahlen kann. Einst bauten die Mönche hier Obst und Gemüse an. Das knapp 10.000 qm große Areal ist ein lebendiges Abbild italienischer Gartenkunst und orientiert sich weitgehend an den überlieferten Gestaltungsplänen. Ganzjährlich werden Sie sich an der Blütenpracht erfreuen können. Im Zentrum des Gartens befindet sich eine Brunnenanlage. Kletterrosenranken erglimmen alte Pergolas und am Ende des Rundgangs erwartet Sie ein herrlicher Ausblick auf Nizza.

Ruhe finden Sie auch im Norden der Stadt, inmitten des Wohnviertels Saint-Maurice, wo die Straßennamen an die großen Dichter vergangener Jahrhunderte erinnern und Verliebte sich gerne in den "Liebestempel" zurückziehen. Der Parc Chambrun zählte einst zum Territorium der Grafen von Chambrun. Den Blickfang im Park bildet eine aus dem Libanon stammende Zeder, die aus dem ausgehenden 18. Jahrhundert stammen soll. Sie können auch unter alten Eiben im Schatten sitzen und über eine imposante Treppe in den unteren Teil des Parks gelangen. Der Dianatempel ist eine Nachbildung des römischen Tempelbaus der Sibylle und zählt zu den Paradebeispielen romanischer Baukunst am Mittelmeer.



Sehenswerte Orte in Nizza

Le Haut de Cagnes und Château Musée Grimaldi

Auf einem Hügel außerhalb des Stadtzentrums von Cagnes-sur-Mer liegt der mittelalterliche Stadtteil Haut de Cagnes. Dieser eher ruhige Ort besticht durch seinen ländlichen Charme und die engen, schattigen Gassen, die noch mit Blumen geschmückt werden und mit Kieselsteinen gepflastert sind. Umgeben von seinen Stadtmauern und Toren, bietet das mittelalterliche Dorf Gästen, die auf der Suche nach Authentizität sind, eine wahre Geschichte. Die mit Überhängen versehenen Häuser werden Liebhaber von alten Steinen begeistern. Von hier oben hat man einen tollen Ausblick auf das Mittelmeer. Der Ort war bis in die 60er Jahre auch bekannt als Montmartre der Côte d’Azur, weil es so viele Künstler dorthin zog.

Die bedeutendste Sehenswürdigkeit in Haut de Cagnes ist das Grimaldi Schloss. Dieses wurde um 1300 als Festung im Auftrag von Admiral Rainier Grimaldi, einem Vorfahren der heutigen Fürstenfamilie von Monaco, errichtet und 1620 in einen prächtigen Wohnsitz umgewandelt. Im Schutze dieser Burg entwickelte sich dann Haut de Cagnes. Im Innenhof der Burg befinden sich ein Patio sowie zweigeschossige Galeriegänge. Die Innenräume sind im barocken Stil dekoriert worden. Heute befindet sich ein Museum in dem gut erhaltenen Gebäude. Das Untergeschoss beherbergt das Olivenbaum Museum, in dem man alles zum Thema Olivenanbau und –verarbeitung erfahren kann. Im Obergeschoss befindet sich die Solidor Sammlung der Chansonsängerin Suzy Solidor. Außerdem werden immer wieder kleinere Ausstellungen zeitgenössischer Kunst gezeigt. Es gibt einen kostenlosen Shuttle zwischen Le Haut de Cagnes und dem Stadtzentrum von Cagnes-sur-Mer, sodass der Stadtteil gut zu erreichen ist.

Grotte von Lazaret

Die Grotte von Lazaret, die am Fuße des Mont Boron in Nizza gelegen ist, ist zusammen mit dem Archäologischen und dem Paläontologischen Museum eine der wichtigsten archäologischen Stätten von Nizza. Diese Grotte hat eine Länge von 35 Metern und eine Breite von 4 – 14 Metern und war während der Epoche der mittleren Altsteinzeit eine Raststelle bei Jagden. Seit dem Jahre 1821 weiß man von der Existenz dieser Grotte. Es ist sogar das gleiche Jahr, in dem François Emmanuel Fodéré sein Werk "Voyage aux Alpes-Maritimes" (Eine Reise in die Region Alpes-Maritimes) veröffentlicht hat, in dem die Grotte von Lazaret erwähnt wird. Mehr als 50 Jahre lang wurde diese Stätte untersucht. Diese Untersuchungen erlauben es, die Geschichte des Menschen von vor 200.000 Jahren zu erzählen und seine Entwicklung in der Region nachzuvollziehen.

Menschliche Überreste und tierische Gebeine zeugen von der damaligen Existenz von Nagetieren, Vögeln, Hirschen, Nashörnern, Wölfen, Pantern und anderen Fleischfressern. Viele Werkzeuge aus Stein wurden ebenfalls gefunden. Doch seinen Ruf hat diese Stätte wohl durch die Hütte erlangt, die originalgetreu nachgebildet wurde. Eine Besichtigung der Stätte ist nur bei rechtzeitiger Reservierung unter der Leitung eines Archäologen möglich. Falls Sie diese Epoche der Geschichte besonders interessiert, können Sie auch einige der anderen Stätten in den Alpes-Maritimes besuchen. Dazu zählen der Mont Bego, die Grotte von Vallonet und einige Stätten in der Nähe der Grenze auf der Seite von Italien.