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Tessin Sehenswürdigkeiten

Genießen Sie Ihren Urlaub und freuen Sie sich auf eine abwechslungsreiche Reise. Mit den Sehenswürdigkeiten in Tessin steht Ihnen ein buntes Ausflugsprogramm zur Verfügung. Entdecken Sie unter anderem mit den geschichtsträchtigen Bauten die Historie der Region, entdecken Sie das Land in der Swissminiatur aus einer neuen Perspektive und erleben Sie die Vielfältigkeit der Landschaft.

Tessin
Tessin
© Tici23 / Wikimedia Commons [gemeinfrei]
Lago Maggiore
Lago Maggiore
©ale / flickr [CC BY 2.0]

Highlights in Tessin

Swissminiatur

Die Schweiz im Miniaturformat wird Urlaubern in der Freiluftanlage Swissminiatur präsentiert. Das Ausflugsziel in der Ortschaft Melide im Tessin wurde im Jahre 1959 eröffnet und im Laufe der Jahrzehnte stetig erweitert. Heute sind auf einer Gesamtfläche von 14.000 Quadratmetern mehr als 120 Modelle zu sehen. Die Burgen, Kirchen und Profanbauten wurden im Maßstab 1:25 originalgetreu nachgebaut und bieten Urlaubern einen faszinierenden Einblick in die Architektur der Schweiz. Swissminiatur ist auf der Autobahn A2 bequem erreichbar und befindet sich fünf Kilometer südlich von Locarno. Auf dem Gelände von Swissminiatur wurden 3,5 Kilometer Schienen verlegt. Züge, Schwebebahnen oder Schiffe sind inmitten der Miniaturlandschaft unterwegs. Das Parkgelände gleicht mit 15.000 Pflanzen und 1.500 Bäumen einer grünen Oase und besitzt eine hohen Erholungswert. Teil der Anlage sind ein Selbstbedienungsrestaurant, ein Spielpark für den Nachwuchs und ein Souvenirshop. Aus Anlass der 200-jährigen Zugehörigkeit des Tessins zur Schweizer Eidgenossenschaft wurde ein Modell des Mailänder Doms im Park aufgestellt. Die Attraktion kann von Besuchern begangen werden und stellt die Verbindung zur einstigen Zugehörigkeit des Tessin zum Herzogtum Mailand her. Im Freizeitpark Swissminiatur können das Heididorf Maienfeld, die Kathedrale von Lausanne, das Berner Münster oder die Bobbahn in St. Moritz bestaunt werden.

Ritom Standseilbahn

Die Ritom-Standseilbahn erschließt den Lago Ritom und zahlreiche weitere Sehenswürdigkeiten im Tessiner Val Piora für den Tourismus. Urlauber besteigen die Seilbahn in der Gemeinde Quinto. Der dortige Ortsteil Piotta ist bekannt durch den Eishockeyclub HC Ambri-Piotta. Die Ritom-Standseilbahn zählt zu den steilsten Seilbahnen Europas und eine Fahrt wird zu einem fantastischen Erlebnis, bei dem Urlauber einen herrlichen Bergblick genießen. Von der Talsohle führt die Fahrt zum beliebten Wandergebiet Piora-Gegend. Neben dem Speichersee Lago Ritom werden durch die Ritom-Standseilbahn weitere Bergseen erschlossen. Dazu zählt der Lago di Cadagno, wo sich eine Forschungsstation der Universitäten Genf und Zürich befindet. Die maximale Steigung der Ritom-Standseilbahn beträgt 87,8%. Die Erbauung der Anlage vollzog sich zeitgleich mit dem des angrenzenden Wasserkraftwerks. Die Ritom-Standseilbahn verfügt über eine Gesamtlänge von 1.369 Metern. Dabei überwindet die Bahn einen Höhenunterschied von 786 Metern. Die Bergstation wird binnen weniger Minuten erreicht. Pro Stunde und je Richtung können bis zu einhundert Personen transportiert werden.

Fabbrica Tabacchi Brissago

Der beschauliche Grenzort Brissago befindet sich am Fuße des 2.189 Meter hohen Monte Limidario. Weithin bekannt wurde die Ortschaft auf Grund der hier produzierten Brissago-Zigarren. Die Fabbrica Tabacchi Brissago gilt als älteste Manufaktur im Tessin und begründete die Zigarrenindustrie in der Region. Lombardische Emigranten gründeten das Unternehmen im Jahre 1847, um der erstarkten österreichischen Tabakindustrie Konkurrenz zu bieten. Ende des 19. Jahrhunderts waren im Tessin 2.000 Menschen mit der Zigarrenherstellung beschäftigt. Es existierten derzeit 40 Manufakturen. Die Fabbrica Tabacchi Brissago gilt als schönst gelegene Schweizer Fabrik. Im Jahre 1999 wurde die Fabbrica Tabacchi Brissago von der Firma Burger Söhne AG übernommen und umstrukturiert. Seit 1887 befindet sich das Fabrikgebäude an seinem heutigen Standort, unmittelbar am Ufer des Lago Maggiore. Noch heute werden die Zigarren nach altem Originalrezept hergestellt. Daneben werden auch Rössli-Stumpen und Dannemann-Churchill in Brissago produziert. Vom Frühsommer bis zum Herbst kann die Fabbrica Tabacchi Brissago im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Anmeldungen hierfür nimmt das Verkehrsbüro in Brissago entgegen. Auf der 2,5-stündigen Führung können Urlauber die Herstellung und Lagerung der Zigarren mitverfolgen. Wer mag, kann sich in einem begehbaren Humidor umschauen und seine eigene Zigarre rollen.

Hermann Hesse Museum

Der Schriftsteller Hermann Hesse wurde im Jahre 1877 in Calw geboren. Im Jahre 1919 ließ er sich in Montagnola am Luganer See nieder. Grund genug für die Stadt, ihm mit dem Hermann-Hesse Museum ein Denkmal zu setzen. Einst bewohnte Hermann Hesse einen Seitenflügel der Casa Camuzzi, wo sich auch heute die Ausstellung befindet. 1931 zog der Autor in das einige hundert Meter entfernte Haus seines Freundes Hans C. Bodmer. Dort lebte er bis zu seinem Tode im Jahre 1962. Aufmerksame Urlauber werden bei einem Stadtrundgang vor diesem Gebäude eine Gedenksäule entdecken, welche an den Schriftsteller erinnert. Das Hermann-Hesse Museum besteht seit dem Jahre 1997 und ist im Torre Camuzzi untergebracht. Der mittelalterliche Turm wurde neugotisch umgestaltet und der umliegenden Palazzo-Anlage angeglichen. 1996 baute man den Torre Camuzzi zum Wohnhaus um. Das Hermann-Hesse Museum zeigt in seiner Dauerausstellung persönliche Gegenstände des Autors, sowie Bücher und Fotos, welche das Leben und Schaffen Hermann Hesses dokumentieren. Der Besucher kann die Entstehung des Romans “Glasperlenspiel” mitverfolgen und nimmt hautnah Anteil am Leben und Schaffen Hermann Hesses. Vorträge, Wechselausstellungen und zweisprachige Lesungen machen das Museum zu einer internationalen Begegnungsstätte. In den Sommermonaten kann die Ausstellung täglich, außer Montag und Freitag, von 10 bis 18.30 Uhr besucht werden. Zwischen November und Februar ist nur an den Wochenenden zwischen 10 und 17.30 Uhr geöffnet.



Natur in Tessin

Monte Tamaro

Der Höhenzug des Monte Tamaro befindet sich im Dreieck Lugano-Bellinzona-Locarno. Die 1.960 Meter hohe Erhebung über den Dächern der Ortschaft Rivera gilt als beliebtes Ausflugsziel und bietet Urlaubern vielfältige Möglichkeiten aktiver Betätigung. Eine Seilbahn bringt Touristen zur 1.530 Meter hoch gelegenen Alpe Foppa. Den Blickfang bildet die im Jahre 1994 errichtete Cappella di S. Maria degli Angeli, welche vom italienischen Architekten Mario Botta entworfen wurde. Das Gotteshaus wurde im Jahre 1996 eingeweiht und ist mit Malereien des Künstlers Enzo Cucchi versehen. Auf dem Monte Tamaro können sich Urlauber in einem Restaurant kulinarisch verwöhnen lassen. Bei Sonnenschein lädt die Terrasse zum Verweilen ein. Liegestühle können vor Ort gemietet werden. An den Berghängen des Monte Tamaro wurden im Jahre 2003 die Weltmeisterschaften im Mountainbike durchgeführt. Auf dem Gipfel ist eine Richtfunkstation der Swisscom zu finden. Aktivurlauber können mehrere rasante Downhill-Strecken ausprobieren oder sich auf dem Mountainbike-Parcours versuchen. Die Sommerrodelbahn bietet Spaß für Jung und Alt. Eine beliebte Wanderstrecke führt vom Gipfel des Monte Tamaro zur 1.624 Meter hohen Erhebung Monte Lema. Wanderer passieren entlang der Strecke weitere Gipfel und genießen einen fantastischen Ausblick, welcher bei günstiger Witterung bis zum Matterhorn reicht.

Luganersee

Der Luganersee befindet sich am Südende der Schweizer Alpen, zwischen dem Lago Maggiore und dem Comer See. Das 50,5 Quadratkilometer große Gewässer erreicht Tiefen bis 288 Meter. Ein Großteil des Seegebietes befindet sich auf Tessiner Gebiet. Der See ist von bewaldeten Bergrücken umgeben und bietet mit seinen Buchten und Landzungen ein abwechslungsreiches Bild. Das Seeufer war bereits zu keltischer Zeit besiedelt. Wer von Lugano oder Melide aus zu einer Bootstour startet, erlebt den Luganersee von seiner schönsten Seite. Wanderer kommen am ursprünglichen Südufer auf ihre Kosten, welches zum Teil nur zu Fuß erreicht werden kann und einen idyllischen Anblick bietet. Auf einer Terrasse über dem Luganersee erhebt sich das Städtchen Carona. In der Pfarrkirche können hübsche Freskendarstellungen bestaunt werden. Ein Kreuzweg führt zur Wallfahrtskirche S. Maria d` Ongero. Im einstigen Fischerdorf Melide können Urlauber die Freizeitanlage Swissminiatur besichtigen. Am Südende des Sees lohnt Riva S. Vitale den Besuch. Hier kann das Baptisterium S. Giovanni, welches im 5. Jahrhundert entstand und als älteste Schweizer Kirche gilt, besucht werden. Mendrisio gilt als Hauptort der "Toskana der Schweiz" und liegt landschaftlich reizvoll, eingebettet in eine Hügellandschaft. Der Luganersee schiebt sich hier keilförmig nach Italien vor. Im Nachbarort Ligornetto erinnert eine Ausstellung an die Künstlerfamilie Vela.

Lago Maggiore

Der zweitgrößte See Oberitaliens bietet einen besonders malerischen Anblick. Zum Territorium der Schweiz zählt das nördliche Seeufer. Das Westufer wird dem Piemont zugerechnet, das Ostufer ist Teil der Lombardei. Der 65 Kilometer lange Gletschersee misst an seiner tiefsten Stelle 372 Meter. Das Nordufer des Lago Maggiore ist von bewaldeten Hügeln umgeben und bietet vor der Kulisse der Tessiner und Walliser Alpen einen eindrucksvollen Anblick. Das milde Klima am Lago Maggiore lässt Zitruspflanzen, Mandelbäume oder Eukalyptus reifen. Wer in Locarno ein Ausflugsschiff besteigt, wird den See in seiner ganzen malerischen Schönheit erleben. Locarno bildet den touristischen Mittelpunkt am Lago Maggiore. Die Piazza Grande wird von hübschen Arkadenhäusern gesäumt und Urlauber können in gemütlichen Straßencafés das Treiben am Platz beobachten. Im August begrüßt Locarno anlässlich des Filmfestivals ein internationales Publikum. Ein Bummel lohnt durch die malerischen Gassen der Altstadt. Im Castello Visconteo kann das Städtische Museum besichtigt werden. Ein Spaziergang entlang der Uferpromenade bietet einen herrlichen Ausblick auf den Lago Maggiore. Im einstigen Fischerdorf Ascona bestimmen heute Villen und Boutiquen das Bild. Die Altstadt verfügt über schmucke Stadtpaläste, wie die Casa Serodine.

Maggiatal

Das Valla Maggia ist ein weitläufiger Talabschnitt unweit von Locarno. Auf Wanderungen, Radtouren oder kulturhistorischen Entdeckungstouren kommen Urlauber in den Genuss, die Schönheit des Tals hautnah zu erleben. Das Maggiatal nimmt am 3.274 Meter hohen Basodino vor den Toren Locarnos seinen Anfang und erstreckt sich auf fünfzig Kilometern Länge bis zum Talausgang bei Ponte Brolla. Bei Ascona mündet die Maggia, welche das Tal durchfließt, in den Lago Maggiore. Das Haupttal stellt der Unterlauf der Maggia dar. Zwischen 1907 und 1965 verband die Maggiabahn die Ortschaften Locarno und Bignasco. Das Maggiatal ist in Ponte Brolla besonders eindrucksvoll. Der Fluss hat sich hier tief in den Felsen gegraben. Von der 33 Meter hohen alten Römerblicke bietet sich Urlaubern ein eindrucksvoller Blick auf einen der schönsten Abschnitte des Maggiatals. Zu den beliebtesten Ausflugszielen im Tal zählt das Dorf Brontallo. Mit seinen alten Holzhäusern, welche sich terrassenförmig an den Hang schmiegen, bietet die Ortschaft einen von der Zeit vergessenen Anblick. Schmucke Häuser gruppieren sich um den Dorfplatz von Cevio. Zu den beliebtesten Wanderungen im Maggiatal zählt eine Tour, welche vom Dorf Maggia ins Valle del Salto führt. Ein eindrucksvolles Naturschauspiel liefert der Wasserfall von Foroglio.



Bauwerke in Tessin

Madonna del Sasso

Madonna del Sasso ist eine Wallfahrtskirche im Schweizer Kanton Tessin, welche sich über den Dächern von Locarno erhebt. Die Kirche der Felsenmadonna befindet sich im Ortsteil Orselina und kann per Standseilbahn, mit dem Pkw oder zu Fuß über den Kreuzweg Via Crucis erreicht werden. Madonna del Sasso genießt weithin Beachtung als bekanntester Wallfahrtsort in der italienischsprachigen Schweiz. Die Errichtung der Kirche lässt sich auf die Marienerscheinung des Mönchs Bartolomeo d` Ivrea im Jahre 1480 zurückführen. Erbaut wurde das Gotteshaus Ende des 16. Jahrhunderts, zeitgleich mit der benachbarten Klosteranlage. Die Wallfahrtskirche Madonna del Sasso wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrmals verändert. So entstand die von Arkaden gesäumte Westfassade Ende des 19. Jahrhunderts. Im Inneren der Kirche fallen zahlreiche Fresken und üppiger Stuck ins Auge. Eine Vielzahl an Votivtafeln erinnert an die Wunder, welche der Felsenmadonna zugeschrieben wurden. Als wertvollstes Stück im Gotteshaus gilt das Tafelbild "Flucht nach Ägypten", welches um 1520 entstand. Im Klosterbereich befinden sich mehrere Kapellen, darunter die Von-Roll-Kapelle, welche eine hölzerne Figurengruppe beherbergt. Im Kirchenmuseum werden Skulpturen, Gemälde und Gewänder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Von der Wallfahrtskirche Madonna del Sasso bietet sich ein herrlicher Ausblick auf den Lago Maggiore.

Bellinzona Burgen

Die drei Burgen von Bellinzona gelten als Wahrzeichen von Bellinzona, dem Hauptort des Tessin. Teil der imposanten Anlage sind die Burgen Castelgrande, Castello di Sasso Corbaro und Castello di Montebello. Die Errichtung der Burgen von Bellinzona geht im Wesentlichen auf das 15. Jahrhundert zurück. Seit dem Jahre 2000 zählt der Komplex zum UNESCO Welterbe. Am Burghügel des Castelgrande wurden Funde gemacht, welche auf eine Besiedlung des Gebietes in vorchristlicher Zeit schließen lassen. Auch ein von den Römern erbautes Castell konnte nachgewiesen werden. Das Zentrum der Burgen von Bellinzona bildet das Castelgrande, welches einen Umfang von 150 mal 200 Metern aufweist und nach Norden hin durch eine Felswand geschützt ist. Im Zeughaus der Anlage werden heute Ausstellungen gezeigt. Im Hauptturm des im 13. Jahrhunderts von einer adligen Familie aus Como erbauten Castello di Montebello hat das Städtische Museum sein Domizil gefunden. Ausgestellt sind zum Großteil archäologische Fundstücke aus der Umgebung. Zu den Burgen von Bellinzona zählt auch das Castello di Sasso Corbaro, welches sich auf einem Felssporn südöstlich der Altstadt erhebt und Ende des 15. Jahrhunderts entstand. Der Hauptturm wird für Ausstellungen genutzt.

Castello Visconteo

Das Castello Visconteo ist ein Schlossbau, welcher sich westlich der Altstadt Locarnos befindet. Dabei handelt es sich um die Überbleibsel einer einst weit mächtigeren Anlage. Im Jahre 1432 wurde an Stelle einer Festung der heimischen Adelsfamilie Orelli ein “Castrum fortissimum” errichtet. Der Bau wurde von den späteren Lehnsherren stetig erweitert. Ursprünglich befand sich das Castello Visconteo unmittelbar am Ufer des Lago Maggiore und besaß einen eigenen Hafen. Im Jahre 1532 wurde der Schlossbau von den Eidgenossen zum Großteil abgetragen. Vom einstigen Castello Visconteo blieben der Rundturm, der Wohnpalast und die Palas erhalten. Bis Ende des 18. Jahrhunderts nutzten die Schweizer Landvögte das Bauwerk als Sitz. Heute beherbergt der Rundturm das Städtische Museum, welches in einer umfangreichen archäologischen Sammlung Fundstücke von der Bronzezeit bis in das Mittelalter ausstellt. Weiterhin verfügt die Ausstellung über historische Möbel und Kunsthandwerk. Das Castello Visconteo verfügt über einen sehenswerten Arkadenhof. Im Treppenhaus fallen Freskendarstellungen und geschnitzte Balkendecken ins Auge.