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Titisee Sehenswürdigkeiten

Die einladende Bergwelt rund um den Titisee steckt voller Sehenswürdigkeiten, die einen Ausflug lohnen. Von den höchsten Aussichtspunkten bis zu den tiefsten Schluchten gibt es viel zu entdecken. Die beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten haben wir für Sie aufgelistet.

Blick auf Titisee
Blick auf Titisee
© Timo Newton-Syms / flickr [CC BY-SA 2.0]

Titisee Highlights

Zäpfle Bähnle

Es gibt viele Möglichkeiten, die idyllische Landschaft des Hochschwarzwalds für sich zu entdecken. Eine der reizvollsten ist eine Fahrt mit dem nostalgischen Zäpfle-Bähnle. Die Kleinbahn erschließt auf einer einstündigen Rundfahrt tuckernd die wildromantische Natur und führt von Titisee zur 1.070 Meter hohen Fürsatzhöhe und über Heiligenbrunnen nach Titisee zurück. An der Gaststätte "Pferdestall" in Titisee Neustadt nimmt das Zäpfle-Bähnle Fahrt auf. Für Urlauber besteht im Restaurant eine günstige Gelegenheit, sich vor Fahrtantritt nochmals zu stärken. Wer die Bahnfahrt gern mit aktiver Erholung verbinden möchte, kann an der Fürsatzhöhe aussteigen und nach Titisee zurückwandern. Für den Rückweg muss etwa eine Stunde Gehzeit eingerechnet werden. Das Zäpfle-Bähnle befördert seit dem Jahre 2007 Touristen auf seiner landschaftlich reizvollen Route. Die Idee für das beliebte Verkehrsmittel kam Bahnbetreiber Willi Rosenstiel in Südfrankreich. Mit der Anschaffung der Kleinbahn setzte er seine Geschäftsidee schnell in die Tat um und bis heute sind die Fahrten mit dem Zäpfle-Bähnle bei Alt und Jung beliebt. Während sich die Bahn mit 25 Stundenkilometern ihren Weg bahnt, weiß ihr Chauffeur viel Interessantes zu berichten. In der Sommersaison werden die Fahrten zwischen 10 und 17 Uhr alle 90 Minuten durchgeführt. Es ist auch möglich, Sonderfahrten zu buchen.

Skimuseum

Das Schwarzwälder Skimuseum hat im traditionsreichen Wintersportort Hinterzarten einen würdigen Standort gefunden. Die Ausstellung ist im historischen Hugenhof, einem der ältesten Bauernhöfe im Schwarzwald, untergebracht. Das Anwesen wurde seit dem 18. Jahrhundert von der Familie Hug bewohnt. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts zählt der Hugenhof zum Besitz der Gemeinde Hinterzarten. Bevor der Bauernhof im Jahre 1997 restauriert und zum Museum umgebaut wurde, befanden sich in seinen Mauern Sozialwohnungen. Das Schwarzwälder Skimuseum beleuchtet anschaulich die Geschichte des Wintersports im Schwarzwald. Ein Rundgang durch das Schwarzwälder Skimuseum gleicht einer Reise in die Vergangenheit. Die Ausstellung spannt einen Bogen von den Anfängen des Skisports bis in die Gegenwart. Erfolgreiche Sportler, wie Georg Thoma, sind mit der Region verbunden und erzielten im Schwarzwald viele ihrer großen Erfolge. Verdiente Skisportler kommen im Schwarzwälder Skimuseum ebenso zu Ehren, wie Fotos, Dokumente, Medaillen oder Bekleidung aus Omas Zeiten. Das Schwarzwälder Skimuseum ist thematisch in die Kategorien Ski Bekleidung, Ski in Kunst und Film oder die Bedeutung des Skisports für Tourismus und Bevölkerung unterteilt. Die Sammlung reicht vom klobigen Holzski bis hin zum schnittigen Snowboard. Geöffnet ist das Museum 14 bis 17 Uhr. Führungen sind nach Vereinbarung möglich.

Action Forest

Der Abenteuerpark Action Forest ist ein beliebtes Ausflugsziel im Hochschwarzwald. Besucher können sich aktiv in der Natur bewegen, ohne dass bei Kindern Langeweile aufkommt. Der Park in Hirschbühl am Titisee ist über die Autobahn A81 und in der Weiterfahrt über die Bundesstraße B31 erreichbar. Urlauber folgen der Ausfahrt Neustadt West und finden den Action Forest Park unmittelbar am Parkplatz des Action Forest Active Hotels. Besucher erwarten fünf Parcours unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade. Zunächst durchstreifen Urlauber den Action Forest Pfad und erfahren hierbei viel Wissenswertes über die Natur und die Gegebenheiten im Park. Entlang des Übungsparcours wird im Anschluss daran ein Sicherheitstraining absolviert und schon sind Besucher gerüstet für die einzelnen Parcours im Park. Einen sanften Einstieg in den Action Forest Park liefert der aus zehn Elementen bestehende leichte Parcours. Dieser ist auch für Kinder, in Begleitung eines Erwachsenen, sehr gut zu bewältigen. Entlang des blauen Parcours sind Mut, Balance und Geschicklichkeit gefragt. In zehn Metern Höhe gilt es, zahlreiche Hindernisse zu überwinden. Die anspruchsvollsten Stationen im Action Forest Park sind rot und schwarz markiert. Fünfzehn Elemente sorgen für spannende Abenteuer in den Baumwipfeln und führen bis in 18 Meter Höhe. Besucher werden mit Klettergurten und Helmen ausgestattet. Der Sicherheitskarabiner ist bis 2,5 Tonnen belastbar. Über eine Seilrolle gelangen Urlauber über die Seilrutsche bequem nach unten.



Naturwunder am Titisee

Feldberg

Mit einer Höhe von 1.493 Metern gilt der Feldberg als höchste Erhebung aller deutschen Mittelgebirge. Der Berg im Südschwarzwald gab der dazugehörigen Gemeinde ihren Namen und gilt als eines der beliebtesten Ausflugsziele im Schwarzwald. Der Ortsteil Feldberg-Ort reicht mit einer Seehöhe von 1.277 Metern beinahe an den Feldberggipfel heran. Der Feldberg fällt sanft zu seinem Vorberg Seebuck hin ab. Im Nordwesten schließen sich das St. Wilhelmer Tal und im Südwesten das Wiesental an. Der Berggipfel ist touristisch gut erschlossen und über die Bundesstraße B317 erreichbar. Auf dem Seebuck kann ein früherer Funkturm bestiegen werden. Der Gipfel des Feldberg ist nur zu Fuß erreichbar. Ein Großteil des Areals steht unter Naturschutz, dabei handelt es sich um das größte und älteste Naturschutzgebiet in Baden-Württemberg. Im Haus der Natur informiert eine Dauerausstellung über die Landschaft am Feldberg und deren Besonderheiten. Weiterhin werden zahlreiche Veranstaltungen im Naturschutzgebiet angeboten. Hinter dem Haus der Natur nimmt ein Naturerlebnispfad durch den Auerhahnwald seinen Anfang. Um den Feldberggipfel befinden sich zahlreiche bewirtschaftete Berghütten. Ein alpiner Pfad und der Felsenweg komplettieren das Angebot. Vom Gipfel des Feldbergs reicht der Blick bis hin zu den Vogesen, der Schwäbischen Alb und den Alpen. Im Winter hält das Skigebiet anspruchsvolle alpine Strecken jeden Schwierigkeitsgrades bereit.

Höllental

Das Höllental ist ein schluchtenartiges Tal im Südschwarzwald. Auf einer Länge von neun Kilometern durchzieht der Talabschnitt den Naturpark Südschwarzwald. Das Tal folgt dem Verlauf des Bonndorfer Grabens und befindet sich auf der Linie Kaiserstuhl-Hegau-Bodensee. Urlauber können das einstige Gletschertal entlang der Bundesstraße B31 erreichen. Der Straßenabschnitt windet sich in Kehren in das Höllental hinab. Das Tal kann auch mit der Höllentalbahn durchquert werden. Die traditionsreiche Höllentalbahn überquert das Ravennaviadukt, welches eine der größten Attraktionen im Tal darstellt. Im Höllental lassen sich zahlreiche Naturschönheiten entdecken. Fernab des Massentourismus werden Urlauber die Schönheit der Natur auf sich wirken lassen können. Das Tal ist reich an Wasserfällen. Besonders eindrucksvoll stürzt sich das Wasser am Bistenwasserfall fünfzig Meter in die Tiefe. Am Höllenpass ragen die Felswände bis zu 130 Metern in die Höhe. Auf den Felsen thront die weithin sichtbare Burgruine Falkenstein. Im Höllental sind die größten Vorkommen an Europäischen Eiben zu finden. Am Hirschdenkmal werden Touristen mit der Hirschsprung-Sage Bekanntschaft schließen. Die Besichtigung lohnt auch die St. Oswald Kapelle in Steig. Ebenfalls empfehlenswert ist ein Stadtbummel durch das nur 18 Kilometer entfernte Freiburg in Breisgau.

Naturpark Südschwarzwald

Der Naturpark Südschwarzwald ist der zweitgrößte Naturpark in Deutschland. Das 3.700 Quadratkilometer große Areal befindet sich im Südwesten Baden-Württembergs. Zum Naturpark zählen die Stadt Freiburg und der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald. Im Westen bildet der Rhein die Grenze des Naturparks. Im Norden wird der geschützte Landschaftsraum vom Mittleren Schwarzwald begrenzt. Der Naturpark Südschwarzwald ging aus dem Territorium des Modellfördergebietes Südschwarzwald hervor. Die Förderung lief im Jahre 1997 aus. Daraufhin machte sich der Naturpark Südschwarzwald e.V. für den weiteren Schutz der Landschaft stark und zwei Jahre später wurde der Naturpark gegründet. Im Naturpark Südschwarzwald erwartet Urlauber ein ausgedehntes Wanderwegenetz. Im Jahre 2008 wurde der Schluchtensteig seiner Bestimmung übergeben. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten gestalten einen Besuch im Naturpark abwechslungsreich. Bekannteste Erhebung im Naturpark Südschwarzwald ist der Feldberg. Der Belchen genießt Bedeutung als vierthöchster Berg im Schwarzwald. Auf dem Hochblauen kann ein Aussichtsturm bestiegen werden. In der Erdmannshöhle zieht der Riesentropfstein die Blicke der Besucher auf sich. Der Tropfstein wird auf ein Alter von 135.000 Jahren geschätzt. Der Triberger Wasserfall ist der bekannteste von etwa fünfzig weiteren im Südschwarzwald befindlichen Fällen. Mit ihren steil aufragenden Felswänden ist die Wutachschlucht ein beliebtes Ausflugsziel im Südschwarzwald. Auf kurzen Wegen erreichbar ist die historische Altstadt von Freiburg. Auch das Uhrenmuseum in Furtwangen lohnt einen Abstecher.

Wutachschlucht

Die Wutachschlucht ist ein malerisches und enges Tal im Verlauf der oberen Wutach. Das Naturschauspiel im Naturpark Südschwarzwald erstreckt sich auf einer Länge von mehr als 30 Flusskilometern und ist von bis zu 170 Meter hohen engen Schluchten gekennzeichnet. Die Wutachschlucht nimmt im Gutachtal bei Titisee Neustadt ihren Anfang und endet in Stühlingen-Grimmelshofen. Entlang der Schlucht bietet sich ein abwechslungsreiches Landschaftsbild. Der mittlere Schluchtabschnitt ist touristisch am interessantesten. Durch die engen Muschelkalkwände bahnt sich der Ludwig-Neumann-Steig seinen Weg. Der Wanderweg zählt zu den aufwendigsten Projekten, welche der Schwarzwaldverein im Zuge der Erschließung des Mittelgebirges auf den Weg gebracht hat. Bei Wanderungen durch die Wutachschlucht bietet sich die Schurhammer Hütte als Rastmöglichkeit an. Wanderer passieren den Josefsteig mit dem Joseffelsen, welcher nach einem Absturzopfer benannt wurde, das Anfang des 20. Jahrhunderts in der Wutachschlucht zu beklagen war. Die Natur präsentiert sich in der Schlucht ausgesprochen vielfältig und artenreich. Bis zu 40 Orchideenarten werden aufmerksame Urlauber entlang des Weges entdecken. Beinahe 600 Schmetterlingsarten sind hier ebenso zu finden, wie Fledermäuse oder Eisvögel. Die Schlucht zog bereits vor mehr als einhundert Jahre erste Touristen an. Der Schwarzwaldverein errichtete um 1890 die ersten Wege. Heute besuchen bis zu 100.000 Menschen pro Saison den “Grand Canyon des Schwarzwaldes”.

Hochfirst Berg

Hochfirstschanze
Die Hochfirstschanze ist die größte Naturschanze in Deutschland. Ihren Namen erhielt die Schanzenanlage in Titisee Neustadt vom 1.192 Meter hohen Berggipfel des nahen Hochfirst. Der Skibetrieb in Titisee Neustadt besitzt eine lange Tradition. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts wurde eine Skischanze am Mühlrain genutzt. Auf der ersten Hochfirstschanze wurde das Neujahrsspringen im Jahre 1933 ausgetragen. Die Großschanze in ihrer heutigen Form entstand im Jahre 1949. Im Jahre 1960 feierten die deutschen Athleten Erfolge bei der Meisterschaft der Nordischen Kombination. Damals kamen 15.000 Zuschauer in den Schwarzwald, um Georg Thoma und Max Bolkart siegen zu sehen. Die Hochfirstschanze wurde im Jahre 1971 umgebaut. Der K-Punkt lag fortan nicht mehr bei 80, sondern bei 90 Metern. Im Jahre 2000 erfolgte ein weiterer Umbau. Auf der Hochfirstschanze werden regelmäßig Wettkämpfe im Continentalcup ausgetragen. Die Rekordweite auf der Anlage liegt bei 150 Metern. Zu den Wettkämpfen finden sich regelmäßig etwa 25.000 Zuschauer ein. Wer sich auch selbst aktiv betätigen möchte, findet im Skigebiet Schwärzenbach beste Bedingungen vor. Die Loipen rund um den Gipfel des Hochfirst sind gespurt und auch die Schneeberglifte Waldau sind in Betrieb, wenn sich der Winter im Hochschwarzwald von seiner schönsten Seite zeigt.

Hochfirstturm
Der Hochfirstturm ist auf dem Gipfel des 1.890 Meter hohen Hochfirst zu finden. Auf dem Berggipfel unweit von Titisee Neustadt bildet die Stahlfachwerkkonstruktion aus dem Jahre 1890 einen Blickfang. Der 25 Meter hohe Turm ruht auf einem Sockel aus Naturstein, welcher vom einstigen Holzturm stammt. Der Vorgängerbau entstand im Jahre 1888 und wurde zwei Jahre später Opfer eines Orkans. Auf dem Hochfirstturm befinden sich Sendeantennen für den Mobil- und Richtfunk. Die Tatsache, dass der Turm zusätzlich abgespannt ist, stellt eine architektonische Besonderheit dar. Von der Aussichtsplattform des Hochfirstturms können Urlauber den Blick über den Feldberg und den Titisee schweifen lassen. Bei günstiger Witterung kann am Horizont der Gipfel des Mont Blanc ausgemacht werden. Der Hochfirstturm kann entlang von abwechslungsreichen Wander- und Mountainbikestrecken erreicht werden. Der kürzeste Weg zu Fuß führt von der Ortschaft Saig zum Gipfel des Hochfirst. Auf dem Hochfirst lohnt die Einkehr im urigen Berggasthof. Im Sommer lockt die Sonnenterrasse ins Freie. Vom Hochfirstturm führt der Weg zur Hochfirstschanze, wo die Skispringer alljährlich ihre Kräfte messen. Am Westhang des Berges führt eine Rodelbahn zum Ufer des Titisees. Der Turm auf dem Hausbergs Titisees wurde im Jahre 1999 komplett saniert und ist an bedeutenden Wanderwegen, wie dem Mittelweg oder den Europäischen Fernwanderweg, gelegen.



Kloster und Kirchen am Titisee

Kloster St. Peter

Das Kloster St. Peter ist eine beliebte Sehenswürdigkeit im Hochschwarzwald. Als Keimzelle des Klosters wird eine im 11. Jahrhundert unter Bertold II. errichtete Kirche des Klosterstiftes Weilheim verstanden. Im 12. Jahrhundert erstarkte das Gotteshaus der Herzöge von Bähringen und die Mönche erlangten zahlreiche Besitztümer im Breisgau. Das Kloster St. Peter wurde in seiner Geschichte von mehreren Bränden heimgesucht und verlor im Mittelalter an Bedeutung. Die barocke Klosterkirche der Anlage entstand im Jahre 1720 unter Abt Ulrich Bürgi. Das Gotteshaus zieren Freskendarstellungen von Joseph Anton Feuchtmeyer. Kunsthistorisch bedeutsam ist auch der Hochaltar, welcher mit acht Wechselbildern ausgestattet ist und somit dem Kirchenjahr in Optik und Aussage angepasst werden kann. Zwischen 1842 und 2006 befand sich im Kloster St. Peter ein Priesterseminar der Erzbischöfe von Freiburg. Heute wird die Anlage als geistliches Zentrum genutzt und ist Austragungsort von Seminaren, Vorträgen und Konzerten. Die Bibliothek im Kloster St. Peter wurde ebenfalls 1806 aufgelöst. Nur ein kleiner Bestand verblieb in der Einrichtung. Mittlerweile wurden die Bestände rekonstruiert und in eine Bibliotheksdatenbank integriert, welche online eingesehen werden kann. Die Besichtigung des Klosters ist im Rahmen von Führungen möglich. Öffentlich zugänglich sind der Fürstensaal, die Pfarrkirche und die Bibliothek. In der Sommersaison finden im Klosterhof Bauernmärkte statt.

Neustädter Münster

Als Neustädter Münster wird die katholische Pfarrkirche St. Jakobi in Titisee Neustadt bezeichnet. Das Zentrum des geistigen Lebens des Erholungsortes wurde in den Jahren 1897 bis 1901 im spätgotischen Stil errichtet. Das Neustädter Münster entstand anstelle dreier Vorgängerbauten. Die erste Pfarrkirche wurde im Jahre 1275 geweiht und brannte 1693 komplett nieder. Der zweite Bau fiel den Kampfhandlungen der napoleonischen Kriege zum Opfer. Die dritte Kirche stieß nicht nur im Hinblick auf die Platzkapazität an ihre Grenzen, sondern erwies sich auch als wenig repräsentativ. Der 68 Meter hohe Turm des Gotteshauses überragt die Dächer der Neustädter Altstadt. Wie der gesamte Bau besteht der Kirchturm aus rotem Buntsandstein, welcher weiß verputzt wurde. Seinen Namen erhielt das Neustädter Münster auf Grund seiner massiven Bauausführung. Die Fenster der Pfarrkirche stammen aus dem Jahre 1904 und sind mit Bemalungen im spätgotischen Stil versehen. Im Jahre 1902 wurde die Kirche mit sechs Glocken ausgestattet. Diese wurden 1942 zur Waffenherstellung eingeschmolzen. Im Neustädter Münster sind drei wertvolle Schnitzaltäre zu finden. Ein wahres Kleinod stellt der Marienaltar im linken Seitenschiff dar. Das Deckengemälde stammt von Carl Philipp Schilling. Die Orgel besitzt 30 Register und geht auf das Jahr 1910 zurück. In der Pfarrkirche finden häufig Gottesdienste und Konzerte statt.