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Vogtland Sehenswürdigkeiten

Lernen Sie die Sehenswürdigkeiten im Vogtland kennen! Dabei erleben Sie Familienspaß im Freizeitpark Plohn, fühlen sich den Sternen in der Deutschen Raumfahrtausstellung ein bisschen näher, erproben Ihre musikalischen Fähigkeiten im Musikinstrumentenmuseum oder genießen den Blick auf die Göltzschtalbrücke. Das Vogtland hat als Urlaubsregion unzählige Highlights zu bieten.

Naturschönheiten im Vogtland

Drachenhöhle Syrau

Die Entdeckung der Drachenhöhle Syrau bei Plauen ist einem Zufall zu verdanken. 1928 wurde bei Steinbrucharbeiten eine Öffnung gefunden, welche in das verzweigte Höhleninnere führte. Als erster Förderer und Erforscher der Höhle machte sich der Plauener Lehrer Alfred Uhlemann einen Namen. Auch die Bezeichnung Drachenhöhle ist eine Idee Uhlemanns. Die Sage erzählt, dass nahe der Höhle ein Drache hauste, welcher von einem Müllersburschen erschlagen wurde. Die Drachenhöhle Syrau wurde bereits im September 1929 für die Öffentlichkeit freigegeben. Bei der Höhlenöffnung gefundene Überreste von Rentieren und Mammuts können im Vogtlandmuseum in Plauen besichtigt werden. In der Drachenhöhle Syrau gibt es zahlreiche Stalaktiten und Stalagmiten zu entdecken. Die Tropfsteine in der einzigen sächsischen Schauhöhle ließen eine bizarre Welt aus faszinierenden Kristallen und Farbenspielen entstehen. Besonders beeindruckend ist die Sinterfahne "Gardine", welche bei genauem Hinsehen ein Einschussloch erkennen lässt. Dieses stammt von einem sowjetischen Soldaten. Die 550 Meter lange Höhle ist auf einer Länge von 350 Metern als Schauhöhle zugänglich. Neben der ganzen Vielfalt der Tropfsteine verfügt die Drachenhöhle Syrau auch über mehrere kleine Seen. Im Sommer findet die Lasershow viele Bewunderer. Zwischen April und Oktober öffnet die Schauhöhle täglich zwischen 9.30 und 17 Uhr ihre Pforten. Im Winter ist von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Erwachsene zahlen für eine Führung 5,50 Euro. Kinder dürfen die Höhle für drei Euro Eintritt besichtigten.  



Aschberg im Vogtland
Aschberg im Vogtland
© fleckchen / Flickr [CC BY-ND 2.0]
Göltzschtalbrücke
Göltzschtalbrücke
© mohnstollen / Flickr [CC BY 2.0]
Oberes Schloss Greiz
Oberes Schloss Greiz
© Michael Sander / Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0]

Bedeutende Bauwerke im Vogtland

Göltzschtalbrücke

Die Göltzschtalbrücke unweit der Stadt Netzschkau gilt als größte aus Ziegeln erbaute Brücke weltweit. Die 574 Meter lange Brücke überspannt in 78 Metern Höhe das Tal der Göltzsch. Über vier Etagen steigen 81 Einzelbögen nach oben und verleihen der Brücke ihr markantes Aussehen. Der Bau der Göltzschtalbrücke wurde notwendig, als 1841 die Einrichtung einer Eisenbahnstrecke von Leipzig über Plauen und Hof nach Bamberg beschlossen wurde. Professor Johann Andreas Schubert orientierte sich bei der Planung des Bauwerkes an den römischen Aquädukten. Vergleichbare Brücken gab es bislang nur in Neapel oder Spoleto. Der Grundstein für die Göltzschtalbrücke wurde am 31. Mai 1846 gelegt. Der Bau sollte fünf Jahre in Anspruch nehmen. In mehr als 30 vogtländischen Steinbrüchen wurde das benötige Material herangeschafft. Täglich wurden etwa 150.000 Ziegel vermauert. Die Bedingungen für die mehr als 1.500 Arbeiter waren schwierig. Während der Bauphase kam es zu über tausend Unfällen, wobei 31 Tote zu beklagen waren. An der Brüstung der Göltzschtalbrücke erinnern Gedenktafeln an den Baumeister R. Wilke und den geistigen Vater, Johann Andreas Schubert. Die Brücke wird heute von den Zügen der Vogtlandbahn befahren und ist ein beliebtes Wander- und Ausflugsziel, sowie Austragungsort eindrucksvoller Open Air Veranstaltungen.  

Burg Mylau

Die Burg Mylau gilt als bekannteste und meist besuchte Burg im Vogtland. Das Bauwerk erhebt sich auf dem Burgberg über dem Tal der Göltzsch und ist in der Ortsmitte des Städtchens Mylau zu finden. Erstmals wurde die Burganlage im Jahre 1140 erwähnt. 1212 wurde Burg Mylau an den König Ottokar von Böhmen verpachtet. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Burg häufig ihre Besitzer und diente bis 1720 als Herrschaftssitz. Die Edlen von der Planitz verkauften die Burg an Christian Friedrich Petzhold. Der Kaufmann aus dem thüringischen Greiz verpachtete Anfang 19. Jahrhunderts die Räumlichkeiten. Damals hatte unter anderem eine Spinnerei ihren Sitz auf der Burg. Für die Erhaltung von Burg Mylau setzt sich der Ende des 19. Jahrhunderts ins Leben gerufene Schlossverein ein. Besucher erreichen die Burg entlang eines steil aufsteigenden Weges, welcher unweit der Stadtkirche seinen Anfang nimmt. Die frühere Zugbrücke am Eingang wurde durch eine feste Brücke ersetzt. Der Bergfried ist der älteste Teil der Burganlage. Nordöstlich befindet sich der um 1500 aufgestockte Palas. Burg Mylau wurde nie zerstört und vermittelt ein authentisches Bild einer mittelalterlichen Burganlage. Seit 1956 hat das Heimatmuseum auf der Burg seinen Sitz. Auch ein Restaurant ist in den alten Gewölben zu finden. Im Sommer vermitteln Burgfeste mittelalterliches Flair.  

Schloss Leubnitz

In der kleinen Gemeinde Rosenbach im sächsischen Vogtlandkreis bestimmt ein besonderes Bauwerk das Ortsbild: Das Schloss Leubnitz. Es zählt zu den bedeutendsten Herrensitzen der Region und ist nicht nur ein Wahrzeichen des Ortes, sondern auch beliebte Kulturstätte und Veranstaltungsort. Der frühklassizistische Rechteckbau wurde 1794 von Rittmeister Heinrich Wilhelm von Kospoth errichtet und diente lange Zeit als Herrschaftssitz. 1890 wurde die Schlossanlage um einen Landschaftspark von zwölf Hektar Fläche erweitert. Heute ist die Gemeinde Rosenbach Eigentümer des Schloss Leubnitz. Betrieben wird es durch den Förderverein "Freunde des Leubnitzer Schlosses e.V.", der hier regelmäßig Ausstellungen, Konzerte und Führungen organisiert. "Natur und Jagd" heißt die ständige Ausstellung, welche dem Besucher die Einheit von Naturschutz und Jagd näher bringt. Um die Natur mit allen Sinnen zu erleben, werden Kinder aller Altersstufen im Erlebnisraum der Natur spielerisch einbezogen, so zum Beispiel mit einer Taststrecke. In einem weiteren Ausstellungsraum erhalten Urlauber einen Einblick in die Schlossgeschichte. Dank zahlreicher Bilder kann man so auch Blicke in die prunkvollen Räume werfen, die man sonst nicht sieht. Der schönste Raum aber wird den Besuchern natürlich nicht vorenthalten. Der "Weiße Saal" wurde als Musiksaal konzipiert und ist auch heute regelmäßig Veranstaltungsort für die sogenannten "Leubnitzer Konzerte". Der mit Stuck verzierte Saal dient aber auch als Trauzimmer und für andere festliche Anlässe. Ein weiterer sehenswerter Raum ist die "Galerie im Kreuzgewölbe". Hier werden in vierteljährlich wechselnden Ausstellungen die Werke regionaler Künstler präsentiert. Die beste Gelegenheit, das Schloss Leubnitz zu erkunden und interessante Einblicke zu erhaschen, geben die täglichen Führungen. Diese werden innerhalb der Öffnungszeiten angeboten und dauern etwa 45 Minuten. Von Samstag bis Donnerstag kann man den frühklassizistischen Bau besichtigen.

Oberes und Unteres Schloss Greiz

Das Obere und Untere Schloss Greizgilt als Wahrzeichen der Stadt. Das heutige Obere Schloss wurde als "Castrum Groiz" erstmals 1225 urkundlich erwähnt. Es diente den Vögten Weidas und Plauens als Residenz. Das Schloss bietet einen eindrucksvollen Anblick. Während die Anlage nach Süden hin wie ein hohes Wohnhaus anmutet und nach Osten hin mit einem Renaissancegiebel abschließt, erscheint der imposante Bau aus westlicher Richtung betrachtet wie eine mittelalterliche Burganlage. Nach Blitzschäden wurde das Schloss 1540 neu erbaut. Der Bergfried entstand um 1620. Anfang des 18. Jahrhunderts wurde das Obere Schloss zu einer gräflichen Residenz umgestaltet. Ein Jahrhundert später regierte hier das Fürstentum Reuß, die kleinste Monarchie des Kaiserreichs. Das Obere und Untere Schloss Greiz wurden umfassend saniert und gilt als beliebtes Ausflugsziel. Teil des Gebäudeensembles Oberes und Unteres Schloss Greiz ist auch das am Ufer der Weißen Elster befindliche Untere Schloss. Der Schlossbau ist unweit das Greizer Stadtzentrums zu finden. Das Gebäude entstand im 16. Jahrhundert unter Heinrich dem Älteren. Nach einem Stadtbrand im Jahre 1802 wurde das Untere Schloss im klassizistischen Stil wieder aufgebaut. Besonders sehenswert ist der mit Stuck reich verzierte Weiße Saal. Im Südflügel befinden sich der Blaue Salon und der Wintergarten. Charakteristisch für das Untere Schloss ist auch der Turm mit seiner Zwiebelkuppel. Seit 1929 ist im Unteren Schloss das Heimatmuseum zu finden. Weiterhin haben eine Musikschule, das Fremdenverkehrsamt und ein Café ihr Domizil im Oberen und Unteren Schloss Greiz gefunden.  

Vogtland Arena

Die Vogtland Arena ist die modernste Skisprunganlage Europas. Die Schanze schmiegt sich an die Hänge des Schwarzenberges, im vogtländischen Wintersportort Klingenthal. Nachdem sich die Ortschaft für die Olympischen Spiele 1936 beworben hatte, war bereits eine entsprechende Großschanze in Planung. Nach der Vergabe der Spiele an Garmisch-Partenkirchen wurden diese Pläne auf Eis gelegt. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde am Aschberg eine erste Schanze errichtet. Die Aschbergschanze war Austragungsort eines Weltcupwettbewerbes im Jahre 1986. Wegen Baufälligkeit musste die Anlage 1990 gesperrt werden und wurde wenige Jahre später abgerissen. Die Vogtland Arena entstand zwischen 2003 und 2005 und wurde mit dem Sommer Grand Prix der Nordisch Kombinierten im August 2006 ihrer Bestimmung übergeben. Die Vogtland Arena ist regelmäßig Austragungsort von Springen des FIS Weltcups und Continentalcups. Die Skisprung-Elite der Welt lieferte sich in Klingenthal bereits spannende Wettkämpfe. Der Schanzenbau verfügt über eine Gesamthöhe von 137 Metern. Die Anlauflänge beträgt 97,5 Meter. Der Schanzenrekord auf der Vogtland Arena liegt bei 146,5 Metern und wird vom deutschen Adler Michael Uhrmann gehalten. Besucher gelangen per Aufzug zur Schanze. Im Rahmen von Schanzenführungen kann die gläserne Kuppel betreten werden, welche herrliche Aussichtsmöglichkeiten bietet. Das Schanzengelände wird auch für Konzerte und andere Veranstaltungen genutzt.  



Museen im Vogtland

Musikinstrumentenmuseum Markneukirchen

Der Musikinstrumentenbau im Vogtland besitzt eine lange Tradition. Das Musikinstrumentenmuseum Markneukirchen wurde von dem Lehrer und Organisten Paul Otto Apian-Bennewitz im Jahre 1883 gegründet. Mit dem Bau von Musikinstrumenten wurde bereits ein Jahrhundert früher begonnen. Zum Zeitpunkt der Museumsgründung wurden die Instrumente bereits bis in die USA exportiert. Mit dem Museum verfolgte sein Gründer das Ziel, heimischen Musikinstrumentenbauern eine Lehrstätte zu schaffen, welche auch einen Einblick in die internationale Instrumentenproduktion liefert. Mittlerweile besitzt das Musikinstrumentenmuseum Markneukirchen mehr als 3.000 Exponate aus allen Kontinenten. Für das Musikinstrumentenmuseum Markneukirchen wurde ein attraktiver Standort gefunden. Die Ausstellung ist im barocken Paulus-Schlössel untergebracht. Der stimmungsvolle Innenhof eignet sich hervorragend für die Durchführung von Konzerten und anderen thematischen Veranstaltungen. Teil des Komplexes ist auch das Gerber-Haus, welches sich schräg gegenüber des Schlösschens befindet. Hier können Besucher einen Blick in ein historisches Handelskontor werfen und sich mit Souvenirs rund um den Musikinstrumentenbau eindecken. Das Musikinstrumentenmuseum Markneukirchen besitzt die größte Sammlung an vogtländischen Streich- Zupf- und Blasinstrumenten. In den 20 Ausstellungsräumen ist die kleinste Geige ebenso zu finden, wie das größte Akkordeon. Alle gezeigten Instrumente sind funktionstüchtig und werden im Rahmen von Führungen vorgeführt. Zwischen April und Oktober hat die Ausstellung zwischen 10 und 17 Uhr geöffnet. Im Winterhalbjahr wird eine Stunde früher geschlossen.  

Deutsche Raumfahrtausstellung

Die Deutsche Raumfahrtausstellung hat in Morgenröthe-Rautenkranz einen würdigen Standort gefunden. In der vogtländischen Gemeinde kam der erste Deutsche im All zur Welt. Siegmund Jähn erreichte am 26. August 1978 mit dem Raumschiff Sojus 29 die Raumstation Salut 6. Aus diesem Anlass entschloss sich die Gemeinde zur Eröffnung einer Raumfahrtausstellung. Diese enthielt zunächst vorwiegend persönliche Erinnerungsstücke Siegmund Jähns und dokumentierte seinen Flug ins All. In den Räumlichkeiten des einstigen Bahnhofes stieß man schnell an seine Grenzen. Die Deutsche Raumfahrtausstellung konnte durch die Errichtung eines modernen Neubaus, wenige Meter entfernt, erweitert und neu konzipiert werden. Seit dem Jahre 2007 zeigt die Deutsche Raumfahrtausstellung in ihren neuen Räumlichkeiten eine umfasste Präsentation zur gesamtdeutschen Raumfahrtgeschichte. Die Sammlung beschäftigt sich mit der Historie der Raumfahrt und dem Nutzen der Weltraumforschung für den Menschen. Weiterhin werden alle Raumfahrtprojekte mit deutscher Beteiligung dokumentiert und deutsche Kosmonauten, Astronauten und Wissenschaftler gewürdigt. Die Deutsche Raumfahrtausstellung verfügt über einen begehbaren Block der Raumstation MIR und das Triebwerk einer V2-Rakete. Raumanzüge, Raketenmodelle und vielfältige Dokumente und Filmmaterial ergänzen die Sammlung. Im Außengelände laden ein Planetengarten und ein Raumfahrtspielplatz zum Verweilen ein. Die Ausstellung kann täglich zwischen 10 und 17 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt beträgt sechs Euro.  

Teppichmuseum Oelsnitz

Seit 1880 werden in der vogtländischen Stadt Oelsnitz Teppiche hergestellt. Die Geschichte der Teppichproduktion wird im Teppichmuseum Oelsnitz anschaulich dokumentiert. Die Ausstellung zählt zu den jüngsten im Vogtlandkreis und kann seit April 2010 auf Schloss Voigtsberg besichtigt werden. Die Sammlung wurde anschaulich präsentiert und einer historischen Textilfabrik nachempfunden. So erleben Besucher hautnah mit, wie sich die Produktion der Teppiche im Laufe der Zeit veränderte und mehr und mehr optimiert werden konnte. Das Teppichmuseum Oelsnitz verfügt über einen historischen Maschinenpark, welcher auch in Betrieb genommen werden kann. Anhand von Schautafeln und Originalexponaten erleben Besucher, wie aus Wolle ein kunstvoll gewebter Teppich entsteht. Im Teppichmuseum Oelsnitz sind zahlreiche Klassiker aus DDR-Produktion zu finden. Urlauber werden ins Schmunzeln geraten, wenn sie erkennen, dass sozialistische Propaganda auch vor der Teppichindustrie nicht Halt machte. Eine Sonderausstellung widmet sich der 130-jährigen Geschichte der ortsansässigen Halbmond Teppichwerke. Im Teppichmuseum Oelsnitz erfahren Besucher, was es mit dem Begriff Halbmond auf sich hat, wie die Magic Blue Kollektion aussieht oder wie man Teppiche auch ohne Staubsauger sauber bekam. Wer Gefallen an den Ausstellungsstücken gefunden hat, kann sich im Werksverkauf in der nahen Brückenstraße mit preisgünstigen Teppichen aus aktuellen Kollektionen versorgen. Das Teppichmuseum öffnet dienstags bis sonntags zwischen 11 und 17 Uhr seine Pforten. Erwachsene zahlen drei Euro Eintritt.  

Schaustickerei Plauener Spitze

Die Plauener Spitze ist weithin bekannt. Seinen Anfang nahm das Handwerk mit der Handstickerei im beginnenden 19. Jahrhundert. Fünfzig Jahre später brachten Maschinen den wirtschaftlichen Aufschwung. Die aufwendig gearbeiteten Spitzen wurden in alle Welt exportiert. Die Schaustickerei Plauener Spitze informiert in einer ständigen Ausstellung über die Geschichte der Stickerei im Vogtland. Besucher können sich in dem alten Stickereigebäude in die Anfangsjahre der Stickerei zurückversetzten lassen. An den historischen Maschinen lässt sich in der Schaustickerei Plauener Spitze die Produktion der Spitzen mitverfolgen. Bevor die Stickerei Gestalt annimmt, wird das Muster entworfen. Mitarbeiter hierfür wurden an der Kunstschule für Textilindustrie in Plauen ausgebildet. Die Schaustickerei Plauener Spitze widmet sich den einzelnen Arbeitsschritten, welche bis zum fertigen Spitzenprodukt nötig sind. Der Museumsshop bietet Gelegenheit, neue Modelle oder Repliken historischer Stücke käuflich zu erwerben. Besucher finden hier zeitlos schöne Spitzenkragen, Schnürchenstickereien auf Tüll oder umfangreiche Literatur. Wer selbst kreativ werden möchte, kann Collagen auf Folie herstellen, welche den filigranen Stickereien ähneln und sein Plauener Spitzen-Diplom erwerben. Die Schaustickerei Plauener Spitze hat montags bis samstags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Erwachsene zahlen fünf Euro Eintritt. Kinder zahlen einen Euro.  



Freizeitattraktionen im Vogtland

Freizeitpark Plohn

Der Freizeitpark Plohn ist in der Gemeinde Lengenfeld zu finden und gilt als einziger Erlebnispark im Vogtland. Der Freizeitpark wurde als erster Freizeitpark der neuen Bundesländer im Jahre 1996 eröffnet. Bauherr Arnfried Völkel machte aus der Not eine Tugend. Nach der Wende arbeitslos geworden, eröffnete er den Erlebnispark Forellenhof. Anfänglich handelte es sich hierbei um eine Gaststätte mit Forellenteichen. Um das Restaurant entstand zunächst ein Märchenpark. In zwölf Holzhäuschen wurden die Märchen der Gebrüder Grimm nachgestellt. Der Freizeitpark Plohn wurde fortan ständig weiterentwickelt und zählt heute mit jährlich etwa 300 000 Besuchern zu den größten Attraktionen im Vogtland. Im Freizeitpark Plohn dürfen sich Besucher auf zahlreiche Fahrgeschäfte freuen. Neben einer Wildwasserbahn oder einem Loopingfahrgeschäft sorgt auch die Holzachterbahn "El Toro" für Spaß und Nervenkitzel. Der Themenbereich Fred Feuerstein kann mit Tretbooten befahren werden. Im Plohnidorf sorgt die Familienachterbahn Plohseidon für entspannten Fahrspaß. Die Kinderachterbahn Raupe und das größte Baumhaus Deutschlands sind weitere Attraktionen im Freizeitpark Plohn. In die Welt von Buffalo Bill entführen lassen können sich Besucher in der 700 Plätze fassenden Westernarena. Der Freizeitpark hat von März bis Anfang November zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt für Erwachsene beträgt 22 Euro. Kinder zahlen 19 Euro.  

Miniaturschauanlage Klein Vogtland

Wer die Sehenswürdigkeiten des Vogtlandes en miniature bestaunen möchte, ist im obervogtländischen Städtchen Adorf richtig. Die Miniaturschauanlage Klein Vogtland liegt landschaftlich reizvoll in einem botanischen Landschaftsgarten. Die Anfänge der Anlage gehen auf eine 1993 ins Leben gerufene ABM-Maßnahme zurück. Arbeitslose Männer und Frauen übten sich im Adorfer Museum in der Herstellung originalgetreuer Miniaturbauten. Bereits ein Jahr später konnte mit den Außenarbeiten begonnen werden. Bei der Eröffnung im Sommer 1995 hatten 35 Modelle im Maßstab 1:25 oder 1:100 ihren Platz auf dem Gelände der Miniaturschauanlage Klein Vogtland gefunden. In der Miniaturschauanlage Klein Vogtland wurde bewusst auf Züge und ähnliche bewegliche Elemente verzichtet. Der Fokus liegt auf den mit viel Liebe zum Detail konstruierten Bauten, welche einen realistischen Einblick in die architektonische Vielfalt der Region liefern. Zu sehen sind Modelle der Drachenhöhle Syrau, der Göltzschtalbrücke oder des Plauener Rathauses. Auf dem Gelände der Miniaturschauanlage Klein Vogtland befindet sich seit 1999 auch ein Botanischer Garten, welcher die ganze Bandbreite alpiner Vegetation verdeutlicht. Die Schauanlage kann über die Bundessstraße B92 bequem erreicht werden. Zwischen April und Oktober ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Erwachsene zahlen vier Euro Eintritt. Kinder kostet der Besuch 1,50 Euro.