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Zillertal Reiseplanung

Sie besuchen bald das Zillertal und möchten sich gern vorab über die Region informieren? An dieser Stelle erwarten Sie nützliche Informationen über das Reiseziel sowie interessante Reisetipps, die Ihnen die Vorfreude auf den Aufenthalt noch schöner machen. Bestens vorbereitet, können Sie so in den Urlaub starten. Schauen Sie rein und lassen Sie sich inspirieren. Suchen Sie sich schon vor Abreise aus, welche interessanten Sehenswürdigkeiten Sie besuchen möchten und was gerade im schönen Zillertal los ist oder welche spannenden Veranstaltungen Sie erwarten. Jetzt müssen Sie nur noch die Koffer packen und schon kann die Fahrt losgehen.

Anreise und Verkehr im Zillertal


Wenn Sie ins Zillertal reisen möchten, führen Sie viele Wege ans Ziel. So können Sie ganz einfach und komfortabel mit der Bahn anreisen. Verschiedene Fernverkehrszüge bringen Sie direkt von Deutschland aus ins Zillertal. Schneller geht es mit dem Flugzeug von den umliegenden Flughäfen. Selbstverständlich können Sie auch Ihr eigenes Auto nehmen und schon bei der Anfahrt einen Blick auf das Alpenpanorama werfen. Das Straßennetz im Zillertal ist gut ausgebaut, sodass eine problemlose Hinreise möglich ist. Im Winter sollten Sie jedoch nicht die Schneeketten vergessen oder das Auto entsprechend winterfest machen. Im Zillertal selbst kann man hervorragend mit der Regionalbahn oder dem gut ausgebauten Linienbusnetz von A nach B kommen. Umweltschonend und verlässlich fahren diese die wichtigsten Ortschaften des Zillertals an.

Anreise mit der Bahn

Wer mit der Bahn in den Urlaub startet, kann sich von Anfang an entspannen. Während man gemütlich ein interessantes Buch liest oder sich die Zeit mit Musikhören vertreibt, kann man dabei die wunderschöne Landschaft des Zillertals an sich vorbeiziehen sehen. Bahnreisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz fahren bis zum Zielbahnhof Jenbach (Schnellzugstation) im Zillertal. Neben der ÖBB verkehren hier auch die Zillertalbahn und die Achenseebahn. Die Achenseebahn ist eine reine Touristenbahn und hat für den Nahverkehr keine Bedeutung. Vom Bahnhof Jenbach bringt die dampfbetriebene Zahnradbahn Gäste bis zum Achensee, dem größten Gebirgssee Tirols. Während der knapp sieben Kilometer langen Fahrt im offenen Wagon bieten sich herrliche Ausblicke auf die umliegende Tiroler Bergwelt und auf das silberne Band des Inns.

Von Deutschland aus kann man direkt mit dem Eurocity nach Tirol durchfahren. Per Bahn gelangt man beispielsweise ab München Hauptbahnhof zum Ort Jenbach in Tirol. Von hier aus startet die Zillertalbahn mit Haltepunkten in Hippach, Zell am Ziller, Fügen, Kaltenbach und Strass. Endstation ist der Bahnhof Mayrhofen, von dem wiederum weitere Anschlussmöglichkeiten bis nach Tux, Gerlos oder Finkenberg mit einem der zahlreichen Linienbusse bestehen. Auf der 35 Kilometer langen Strecke fahren Regionalzüge und regelmäßig auch nostalgische Dampfzüge, die besonders für Touristen eine tolle Attraktion darstellen. Die Zillertalbahn betreibt ebenso ein weitreichendes Nahverkehrsnetz in der Region. Eine Alternative zur reinen Bahnreise ist der DB Autozug bis nach Innsbruck. Je nach Saison starten die Züge dabei schon von Berlin, Hamburg oder Düsseldorf gen Österreich. So kann man die Vorteile beider Verkehrsmittel auf einen Schlag nutzen und erreicht das Zillertal ausgeruht und zuverlässig.

Anreise mit dem Flugzeug

Wer eine etwas weitere Anreise hat und nicht selbst fahren möchte, dem sei die Anreise mit dem Flugzeug ans Herz gelegt. Komfortabler und schneller kann man kaum in die Region reisen. Nur rund 50 Kilometer vom Zillertal entfernt, bietet sich der Flughafen Innsbruck an. Er ist der größte Flughafen in Tirol und Westösterreich. Doch auch der Flughafen in Salzburg und der Münchener Flughafen liegen durchaus in einer akzeptablen Entfernung vom Zillertal. Vom Flughafen Salzburg sind es ca. 170 Kilometer bis ins Zillertal. Flugpassagiere, die am Airport München landen, fahren ca. 190 Kilometer. Mehrere Linienflüge renommierter Airlines bringen die Reisenden mehrmals täglich direkt nach Österreich. Entspannter wird es noch dazu, wenn man einen Transfer vom Zielflughafen bis ins Zillertal bucht. Plant man seinen Winterurlaub im Zillertal mit dem Flugzeug, so sollte man nicht vergessen, seine Skiausrüstung vorab als Sondergepäck aufzugeben.

Anreise mit dem PKW

Anreise aus Deutschland
Das Zillertal ist für Autofahrer gut zu erreichen. Aus nördlicher Richtung führen beispielsweise die Autobahnen A1, A8 und die A93 bis nach Kiefersfelden. Von hier aus führt der Weg ins Zillertal weiter über die A 12. Eines muss man wissen, wenn man nach Österreich fährt: Auf vielen Autobahnen herrscht Vignettenpflicht, die man sich am besten schon vor der Abreise besorgt, so auch auf der A 12. Alternativ bietet sich auch eine Fahrt über die Achen-Passstraße an, auf der man keinen Maut zahlen muss. Über die B181 fährt man über Wiesing auf die B169 bis zum jeweiligen Zielort im Zillertal. Aus westlicher Richtung kommend bietet sich am ehesten die Autobahn 12 bis zur Ausfahrt Zillertal an. Die weitere Fahrt führt dann ebenfalls über die B169 zum Ziel.

Anreise aus Österreich – ab Wien (499 Kilometer)
Wer aus Richtung Wien anreist, nimmt die A1 Richtung Linz/St. Pölten/Pressbaum. Bitte beachten Sie, dass es sich dabei um eine gebührenpflichtige Straße handelt. Weiter geht es auf der A8 bis zum Autobahnkreuz 101–Dreieck Inntal und dann den Schildern A93 in Richtung Innsbruck/Kufstein/ Brenner folgend. Auch hier befahren Sie teilweise gebührenpflichtige Straßen. Weiter auf der A12 bis zur Ausfahrt 39–Wiesing führt der Weg auf die B181 in Richtung Achensee/Zillertal. Auf der Zillertal Straße B169 fahren Sie bis zum gewünschten Zielort.

Anreise aus der Schweiz – ab Zürich (359 Kilometer)
Fahren Sie auf der A3 (gebührenpflichtige Straße) bis zum Autobahnkreuz 11-Sarganserland. Hier halten Sie sich rechts und folgen den Schildern E43/A13 in Richtung St. Gallen/München/Feldkirch/Vaduz. Bei der Ausfahrt 5-Oberriet fahren Sie weiter Richtung Meiningen. Weiter geht es auf der A14/E60 in Richtung Innsbruck (teilweise gebührenpflichtig) über die beiden gebührenpflichtigen Straßen S16 und A12 bis zur Ausfahrt Zillertal. Ab hier führt die Zillertal Straße B169 zum Zielort.



Regionale Besonderheiten im Zillertal


Wenn man in das Zillertal reist, wird man schnell auf verschiedene Traditionen und regionale Besonderheiten stoßen. So gibt es eine Reihe an Festtagen und Ritualen, die nur so im Zillertal zu finden sind. Mit etwas Glück können Sie sogar selbst dabei sein und an den Festen teilnehmen. Oftmals kleiden sich die Einheimischen zu diesen Gelegenheiten auch in der Tracht der Region mit Filzhut, Lederhosen und Dirndl. Informieren Sie sich vorab über die Aspekte, die das Zillertal so speziell macht.

Dialekt im Zillertal

Ein Dialekt ist eine einheimische Sprache, die fast immer ortsgebunden ist, so wie die Umgangssprache und die Regionalsprache. Die deutschen Dialekte in Tirol gehören zu den oberdeutschen Dialektgruppen Bairisch und Alemannisch. Sehr typisch für die Tiroler Dialekte ist die Aussprache "fescht" und "du bisch(t)", sowie die Verkürzung der Vorsilbe "ge-" in den Worten "gsungen" und "gspilt". Weiterhin sagt man nicht "halten" sondern "heben" - und anstelle des hochdeutschen Wortes "heben" wird "lupfen" verwendet. Sehr facettenreich präsentiert sich der Dialekt im Zillertal, weil er einige Spracheigenheiten aufweist. So wird, wie auch im Ötztal, an Stelle von "dann" das Wort "oft" (ausgesprochen "aft") benutzt. Im Gegensatz zum umliegenden Inntal, wird im Zillertal anstatt "senn" (was "sind" bedeutet) "henn" verwendet. Der Satz "Dann sind wir nach Hause gegangen.", lautet im Zillertal also: "Oft henn mia hoam gongen". Darüber hinaus gibt es teilweise keinen Akkusativ: "I hon da gern.", statt "I hon di geang." ("Ich habe dich gern.") Während man die Wörter "Bis auf spata" ("Bis später") noch sehr gut versteht, wird es bei dem Satz "Aft denk i allm u di" ("Dann denke ich immer an dich."), schon fast unmöglich zu folgen. Wie wichtig den Zillertalern ihre Mundart ist, sieht man an den vielen alten Reimen und Liedern, die in Dialektform bis heute sehr lebendig sind.

Traditionelle Kleidung

Die traditionelle Kleidung des Zillertals besteht bei Männern aus Lederhosen, einer grauen Jacke, dem so genannten Tuxer Janker, einem alten Filzhut und besonderen Schuhen, die Doggl genannt werden. Diese Doggl sind per Hand aus Wolle gefertigt und trotzen jedem Wetter. Die Schuhvariante, die auch draußen getragen werden kann, besitzt meistens eine Sohle aus Gummi. Die Verzierungen der Trachten bestehen aus Pfauenfedern, die per Hand befestigt werden. Nicht mehr viele Betriebe sind auf diese Stickereien, die sämtliche Teile der Kleidung verschönern, spezialisiert. Im gesamten Tal, ob von Männern oder von Frauen, wird der Tuxer getragen. Dieser besteht aus grauem Lodenstoff, einem gewalkten Wollstoff, der mit schwarzem Samt bestickt ist und eine Borte aus Wolle hat. Die Paspeln, die die Konturen des Stoffs betonen und die Nähte verstärken, sind in grün gehalten und das Innere der Jacke ist hellblau.

Religiöse Feste und Feiertage

Religiöse Feste und Feiertage sind ein fester Bestandteil der Zillertaler Brauchtümer. Speziell gibt es einige Traditionen, die sich rund um das Weihnachtsfest drehen. An jedem 5. Dezember wird so der "Krampuslauf" veranstaltet. Der Krampus galt früher als jemand, der die Kinder, die unartig gewesen sind, erschrickt. Der Nikolaus kam in seiner Begleitung zu den Kindern und hat diese entweder belohnt oder ausgeschimpft. Mittlerweile ist der Nikolaus nicht immer bei dem Lauf dabei, sondern der Krampus kann auch so herumlaufen und die Menschen verschrecken. Neben den traditionellen und wunderschönen Weihnachtsmärkten findet in der Adventszeit jeden Donnerstag das so genannte "Klöpflsingen" statt. Männer in traditioneller Kleidung ziehen durch die Stadt, singen Weihnachtslieder und sagen Gedichte auf. Damit wird dargestellt, dass Weihnachten vor der Tür steht. Einen Tag vor dem Dreikönig findet alljährlich der "Perchtenlauf" statt. Dabei verkleiden sich die Bewohner des Zillertals, egal welches Alter sie haben, und ziehen durch die Straßen. Die Verkleidung schließt auch eine Maske mit ein. Die Perchten klingeln an jeder Haustür und wünschen „a guats nois Johr“ (ein gutes neues Jahr). Dafür werden sie mit Süßigkeiten oder auch Geld belohnt. Zum Ende des Frühlings bzw. Anfang des Sommers hin werden im Zillertal Prozessionen durchgeführt. Alle Bewohner versammeln sich und ziehen mit dem Priester durch das Dorf. Dieser bittet darum, dass die Region von Unwetter, Blitz und Donner verschont bleiben soll. Eine Musikkapelle sorgt für musikalische Untermalung der Veranstaltung.

Traditionen in der Weihnachtszeit Bräuche und Traditionen sind für die Bewohner des Zillertals enorm wichtig und gehören zum alltäglichen Leben dazu. Eine musikalische Tradition ist das Singen des Weihnachtsliedes "Stille Nacht, heilige Nacht". In Fügen wird alljährlich die komplette Version mit sechs Strophen bei der Christmette gesungen. Erst durch Gesangsfamilien aus dem Zillertal wurde das Lied in der ganzen Welt bekannt, denn diese haben im Jahre 1819 damit begonnen, es außerhalb des Zillertals aufzuführen. In landesüblicher Tracht haben sie Auftritte in vielen Ländern gegeben, sodass heutzutage nicht nur im Zillertal, sondern weltweit an Heiligabend das "Stille Nacht, heilige Nacht" erklingt. Im handwerklichen Bereich gibt es neben der Herstellung der Kleidung noch eine weitere Tradition: Das Schnitzen von Krippen aus Zirbenholz. Nicht nur für Kirchen werden dabei Krippen geschnitzt, sondern auch als Dekoration für die eigene Wohnung. Die Tiroler Ausführung der Krippe beinhaltet dabei einen Stall.



Zillertaler Spezialitäten

Das Zillertal ist auch für seine köstlichen Spezialitäten bekannt. So gehören das schmackhafte Zillertaler Bier, Speck oder der leckere Heumilchkäse zu den Exportschlagern des Landes. Die sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Auch die eine oder andere Schnappsbrennerei öffnet ihre Türen für Besucher und lädt zum Umtrunk ein.

Zillertaler Edelbrand und Zillertaler Bier

Seit dem Jahre 1500 wird im Zillertal Bier auf bestem Niveau gebraut. Nur einige, ausgewählte Betriebe servieren das originale Zillertal Bier. Die Nachfrage nach Zillertal-Bier ist enorm: Stündlich werden in Tirols ältester Privatbrauerei 10.000 Flaschen und 60 Fässer abgefüllt. Gebraut wird die Bier-Spezialität seit über 500 Jahren, nach der klassischen kalten und langen Gärung. Die unterschiedlichen Sorten passen dabei ideal zum Essen und haben einen hohen Grad an Genuss. Interessant sind die Führungen durch das Brauhaus in Zell, nur wenige Kilometer von Mayrhofen entfernt.

Der Zillertaler Edelbrand ist weit über die Grenzen von Österreich bekannt und wird aus vergorenem Obst hergestellt, das Zucker enthält. Das Schnaps-Trinken ist im Zillertal gang und gäbe, sodass Gästen gerne ein kleiner „Stamperl“ eingegossen wird. Doch nicht nur der Obstler ist beliebt. Berühmt für seine wohltuende und erfrischende Art ist der Meisterwurz, der nach der gleichnamigen Heilpflanze benannt wurde. Diese schmeckt einerseits fruchtig, andererseits nach Fenchel-Anis-Kümmel. Sie hat einen positiven Effekt auf die Verdauung. Somit gehört dieser Edelbrand in jede Zillertaler Hausapotheke. Einige Schnapsbrennereien bieten Produktions-Vorführungen an, wie der Kölblhof in Hart, der Enzianhof in Aschau oder der Stiegenhaushof in Schwendau. In die Geheimnisse der Schnapsherstellung weihen auch die Brennereien Innerummerland und Spitaler in Hippach ein.

Heumilch

Als eine Besonderheit aus den Bergen gilt die Zillertaler Heumilch, welche von Kühen und Ziegen stammt, die sich auf den Almen von Quellwasser, Gras und Kräutern, im Winter von Heu und Getreide, ernähren. Produkte, die aus Heumilch hergestellt werden, werden aus, so heißt es, der reinsten Milch hergestellt. Da die Tiere sich besonders gesund ernähren, enthält die Milch eine höhere Anzahl an Omega-3-Fettsäuren. Damit ist die Heumilch auch besonders gesund für den Menschen, der Produkte aus eben dieser zu sich nimmt. Um sich die Produktion von Heumilch anzusehen, können Sie einige Einrichtungen besuchen, wie die "Zillertaler Heumilch Sennerei" in Fügen oder die "Sennerei Zillertal" in Mayrhofen. In der "Erlebnis-Sennerei" in Mayrhofen können Urlauber dem Käsemeister über die Schulter schauen, wenn die Heumilch zu feinstem Käse verarbeitet wird. Natürlich können hier auch die fertigen Produkte erstanden werden.

Eine besonders berühmte Speise, die gerne auch mit Heumilch zubereitet wird, ist der Zillertaler Krapfen. Dieser ist typisch für die Ferienregion und beliebt auf Dorffesten. Sie bestehen aus Nudelteig und sind mit Kartoffeln und Graukäse gefüllt. Auch die Zillertaler Variante der Graukassupe wird mit Heumilch-Käse zubereitet. Wer Käse mag, wird Graukassupe lieben.

Zillertaler Speck

Der berühmte Zillertaler Speck darf bei keiner Brettjause fehlen. Zillertaler Speck wird per Hand hergestellt. Nur das beste Fleisch vom Schwein wird ausgewählt und per Hand gesalzen. Dazu kommen einige Gewürze und das Fleisch wird ausgeschlichtet. Daraufhin wird das Fleisch in mit Hölzern der Umgebung befeuerten Kammern geräuchert und abschließend an der Luft getrocknet. Die Herstellung von typischem Zillertaler Speck können Sie unter anderem in der Zillertaler Speckstube in Fügen beobachten. Wer in Mayrhofen nach dem traditionell zubereitetem Speck sucht, wird in der "Metzgerei Gasser" (Haupstraße 475) fündig.



Zillertaler Feste und Veranstaltungen

Grasausläuten Das Grasausläuten ist eine Veranstaltung, die Ende April bzw. Anfang Mai stattfindet. Dabei gehen sowohl Männer als auch Jungen mit Glocken und Schellen durch die Dörfer. Mit dem Läuten versuchen Sie, den Winter zu vertreiben und den Frühling herbeizulocken. Früher bekamen die teilnehmenden Kinder als Belohnung Nüsse oder Äpfel, ganz selten auch etwas Süßes. Heutzutage werden sie mit Proviant ausgestattet und erhalten manchmal sogar ein kleines Taschengeld. Die Erwachsenen, die teilnehmen, erhalten für ihre Mühen einen Schnaps. Pflicht ist das Tragen der regionalen Tracht.         

Gauderfest An jedem ersten Mai-Wochenende eines Jahres findet das Gauderfest statt. Es ist das größte Trachtenfest des gesamten Landes Österreich. Die Eröffnung besteht dabei aus der Gambrinus-Rede am Freitag mit traditionellem Anstich des Bieres. Bei der humorvollen Rede geht es um alles, was in der Region seit dem letzten Gauderfest passiert ist. An allen Tagen gibt es Auftritte von Musikgruppen aus der Region, einen Markt mit Spezialitäten aus dem Zillertal und einen Rummel. Am Samstag finden meist Sechskämpfe und andere Wettbewerbe statt. Der Abend endet mit einer feucht-fröhlichen Party. Das Highlight eines jeden Gauderfestes ist allerdings der Umzug, der am Sonntag stattfindet. Es ist ein bunter Zug aus Musikgruppen in prächtigen Trachten, Gespannen mit Pferden und Ochsen, Kutschen und Festwägen.         

Schmankerlwoche Im Juli gibt es in Ramsau eine Woche, bei der Sie die Region mit ihren Traditionen noch besser kennenlernen können. Am letzten Tag, dem Schmankerlfest, können Sie die Schmankerl des Zillertals verköstigen. Musikgruppen aus dem Zillertal runden das Programm ab. Neben Zillertaler Krapfen, Gerichten aus Schweinfleisch wie Braten, Leber und Wurst, sowie Rehragout können Sie auch einige Getränke probieren. Dazu gehören das traditionelle Zillertal Bier, Wein und in der Region gebrannter Schnaps.      

Krapfenfest Im August wird in Schwendau das Krapfenfest veranstaltet. Dabei dreht sich alles um das traditionelle Gericht des Zillertals: den Krapfen. Bei einem gemütlichen Ambiente gibt es die unterschiedlichsten Arten von Krapfen, von süß bis salzig, für Sie zu probieren. Weitere Leckereien und auch Edelbrände vervollständigen das kulinarische Angebot. Die Brennmeister der Region erklären den Erwachsenen unter Ihnen vor den Verköstigungen gerne den Prozess des Brennens und empfehlen Ihnen jeweils einen für Sie passenden Edelbrand. Untermalt wird das Fest von einem abwechslungsreichen Musikprogramm.     

Almabtrieb Der Almabtrieb gehört zu den Brauchtümern der Region Zillertal. Jeden Herbst wird damit das Ende der Weidezeit auf der Alm eingeleitet und die Kühe werden reich mit Kränzen geschmückt. Sie haben eine Glocke um den Hals und Blumen oder auch Bänder auf dem Kopf. Die Rinder kommen zum Almabtrieb von der Alm „nach Hause“. Nicht nur für die Bewohner des Tals ist der Abtrieb eine tolle Veranstaltung, auch Urlauber und Besucher aus aller Welt nehmen gerne an diesem farbenfrohen Spektakel teil. Es gibt nicht nur etwas zu sehen, sondern es werden auch viele Stände aufgebaut, an denen Sie sich mit leckeren Speisen und Getränken der Region eindecken können.     

Weihnachtszeit Zu der Zeit um Weihnachten herum gibt es im Zillertal jedes Jahr stattfindende Veranstaltungen. Die Tradition sieht vor, dass am 5. Dezember der Krampuslauf veranstaltet wird, bei dem die Bewohner des Zillertals erschreckt werden. Jeden Donnerstag in der Adventszeit wird mit dem Klöpflsingen, bei dem Männer durch die Straßen wandern und Weihnachtslieder singen, verkündet, dass bald Weihnachten ist. Einen Tag vor dem Dreikönig laufen so genannte Perchten, also von Kopf bis Fuß verkleidete Bewohner des Zillertals, von Haus zu Haus und wünschen ein gutes neues Jahr. Am 24. Dezember, 31. Dezember und 5. Januar wird das Rach’n Gea‘ durchgeführt. Es handelt sich dabei um ein Ritual, bei dem man mit einer Pfanne durch alle Zimmer des Hauses und rund um das Haus herum geht. In dieser Pfanne befindet sich Weihrauch, der auf glühende Kohle gebettet ist, die Rauch verbreiten. Während der Prozedur wird darum gebetet, dass die Bewohner sowie die Tiere des Hauses bei guter Gesundheit bleiben. Eine Person geht dabei am Ende der Kette und trägt Weihwasser mit sich.