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© John & Marc/ 1thingtodo.de
Artikel erstellt am 20.07.2016

Im Interview: die Reise-Blogger John & Marc

Ein guter Reisetipp, Hinweise auf versteckte Sehenswürdigkeiten, einmalige Erlebnisberichte - was man sonst eher zufällig im Bekannten- und Freundeskreis aufschnappt, teilen die beiden Blogger John und Mark am liebsten mit möglichst vielen Reiselustigen. Auf ihrem Blog 1thingtodo.de verewigen sie daher all ihre Besuche zu den Orten, die sie besuchen und beschreiben authentisch und anschaulich die vielen Besonderheiten ihrer bisherigen Ziele. Was sie dabei erlebt haben und welche lehrreichen Erkenntnisse sie daraus ziehen konnten, haben Sie uns in einem Interview verraten.


Travanto: Was darf nach eurer Erfahrung nicht im Koffer fehlen?


John & Marc: Möglichst viel sollte fehlen! Wir sind Minimalisten, was das Kofferpacken betrifft. Klamotten bekommt man schließlich quasi überall auf der Welt im Waschsalon oder der Unterkunft sauber. Man braucht nicht viel, um auf Reisen glücklich zu sein. Im Gegenteil: Wenn man unterwegs alles mitschleppt, was man auch im Alltag hat, dann reduziert das das Reisegefühl. Unentbehrlich für die Ordnung in Koffer und Rucksack: Netzbeutel!


Travanto: Welche ist für euch die wichtigste Handy-App auf Reisen und wieso?


John & Marc: Generell versuchen wir, auf Reisen das Smartphone so wenig wie möglich zu benutzen. Das entspannt. Manchmal ist es aber auch einfach praktisch: Hilfreich zur Orientierung können Navigationsdienste wie Google Maps sein, auch wenn man sich durchaus mal verlaufen darf, um versteckte Ecken zu entdecken. Und wenn man spontan noch eine Unterkunft braucht, sind die Apps einschlägiger Buchungsportale häufig bares Geld wert.


© John & Marc/ 1thingtodo.de

Travanto: Welches ist euer persönlicher Reise-Spartipp?


John & Marc: Wir bereisen gerne verschiedene Stationen auf einer Reise. Zwischen Hotels und Ferienwohnungen ist es immer wieder schön, per Couchsurfing auch Locals vor Ort kennenzulernen. Das spart genauso Unterkunftskosten, wie ab und zu mal auf einen Nachtzug zu setzen – hier hat man Transport und Unterkunft in einem.


© John & Marc/ 1thingtodo.de

Travanto: Welches war euer skurrilstes Erlebnis auf Reisen?


John & Marc: In der Hohen Tatra bestiegen wir per Rucksack den höchsten Berg Polens an der Grenze zur Slowakei, den Rysy. Als wir oben ankamen, steckten wir mitten in den Wolken – und fanden den Weg nach unten nicht mehr. Nach kurzer Panikattacke jedoch kraxelten wir in Richtung Berghütte, in der wir übernachten wollten.


Travanto: Welches ist die wichtigste Erkenntnis, die ihr aus all euren Reisen ziehen konntet?


John & Marc: Reisen besteht nicht daraus, im Vorfeld ellenlange To-Do-Listen zu erarbeiten und unterwegs abzuhaken. Auf diese Weise lernt man ein Reiseziel häufig nicht richtig kennen. Wir versuchen, uns auf Reisen einfach treiben zu lassen, dabei auch mal falsch abzubiegen. Wir wollen nicht die Reisen anderer nachreisen, sondern für uns Neues entdecken. Das ist ja schließlich auch der eigentliche Sinn des Reisens!


Travanto: Wie überbrückt ihr lange Anreisezeiten zum Zielort?


John & Marc: Wir verstehen uns als Slow Traveller. Das bedeutet, dass wir das Flugzeug nur im Ausnahmefall benutzen und lieber langsam unterwegs sind. Da sind lange Anreisezeiten die Regel. Das Schöne: Man merkt im Zug oder Bus, wie sich die Landschaft Kilometer für Kilometer wandelt. Das sieht man von keinem Flugzeugfenster aus! Ein viel besseres Entertainment gibt es kaum.


Travanto: Was macht für euch eine perfekte Reise aus?


John & Marc: Dass man nicht danach strebt, dass eine Reise perfekt abläuft. Allzu oft sind es schließlich die Irrungen und Wirrungen, die eine Reise ausmachen – und die einen den Alltag völlig vergessen lassen.


© John & Marc/ 1thingtodo.de

Travanto: Welches Reiseziel wird aktuell noch unterschätzt, obwohl es viel mehr Aufmerksamkeit als Urlaubsort verdient hätte?


John & Marc: Der Osten! Und zwar was Deutschland und Europa betrifft. Im Rahmen unseres Projekts "GO EAST!" beschäftigen wir uns bis zum Ende des Jahres mit den unentdeckten Schönheiten in Ostdeutschland und -europa. Von der Ostsee bis Görlitz, von Montenegro bis nach Kiew.