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Odenwald

Odenwald

Viel Abwechslung verspricht der Urlaub im Odenwald. Die Mittelgebirgslandschaft erstreckt sich über 2.500 km² zwischen Neckar und Main. Der Odenwald ist wie geschaffen für Wanderungen und Ausflüge mit dem Rad. Im Winter eignet sich das Mittelgebirge auch für den Skitourismus, zum Beispiel auf dem 626 Meter hohen Katzenbuckel. Als höchste Erhebung des Odenwaldes ragt der erloschene Vulkan über dem Neckartal auf. Am Westhang des Odenwaldes nimmt die Bergstraße ihren Anfang. Hübsche Weinbauorte lassen sich hier ebenso finden wie weitläufige Parks und schöne Aussichtspunkte.

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Den touristischen Mittelpunkt des Odenwaldes bildet das Städtchen Michelstadt. Bekanntester Bau der pittoresken Altstadt ist das Rathaus, ein Fachwerkbau aus dem 15. Jahrhundert. Das Odenwaldmuseum vermittelt vielfältige Einblicke in die Kultur und Geschichte der Ferienregion. Im Stadtteil Steinbach lohnt die Einhardsbasilika eine Besichtigung. Die Basilika aus dem 9. Jahrhundert liefert ein eindrucksvolles Zeugnis karolingischer Baukunst. Im Süden des hessischen Odenwaldkreises findet sich die idyllische Stadt Beerfelden mit rund 6.400 Einwohnern. Am Markt sprudelt die Mümlingquelle aus dem Zwölfröhrenbrunnen. Ringsum finden sich Restaurants und Cafés für gemütliche Stunden. Im über 750 Jahre alten Amorbach sollte der Besuch der Kirche St. Maria im Rokokostil nicht versäumt werden. Die Stadt Walldürn im Naturpark Neckartal-Odenwald genießt Bedeutung als Wallfahrtsort. Die Wallfahrtskirche zum heiligen Blut wurde 1729 errichtet.



         

Burg Frankenstein über Rheinebene© Pascal Rehfeldt / Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0]

Sehenswürdigkeiten im Odenwald

Burg Frankenstein
Südlich von Darmstadt steht die Burg Frankenstein, deren Name vor allem durch den beliebten Roman „Frankenstein“ von Mary Shelley Bekanntheit erlangte. 1252 wurde die Burg Frankenstein in einer Urkunde erstmals erwähnt, die Entstehungszeit ist jedoch ungewiss. Die Burg wurde nach dem Adelsgeschlecht der Herren von und zu Frankenstein benannt, die über viele Jahrhunderte die Anlage bewohnten. Die verschiedenen Abschnitte der Burganlage entstanden in den unterschiedlichsten Epochen und verleihen dem Bauwerk ein einzigartiges Aussehen. Der jüngste Abschnitt der Burg beherbergt ein Restaurant mit Aussichtsterrasse. Auf einem 370 Meter hohen Ausläufer des Langenbergs gelegen, bietet die Spornburg einen weiten Blick über die Rheinebene.

Heidelberger Schloss
Am Nordhang des Königstuhls, in 80 Meter Höhe strahlt der rote Sandstein des Heidelberger Schlosses über den Talgrund. Das Wahrzeichen von Heidelberg dominiert das Stadtbild und zählt zugleich zu den berühmtesten Ruinen Deutschlands. 1225 wird das erste Mal eine Burg in Heidelberg erwähnt, welche den Kurfürsten von der Pfalz bis ins 17. Jahrhundert als Residenz diente. Mitte des 15. Jahrhunderts zur Festung erweitert, wurde die Anlage im frühen 16. Jahrhundert zum Schloss ausgebaut. Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Heidelberger Schloss das erste Mal beschädigt. Seither wurde die Anlage immer wieder restauriert, jedoch nie weiter ausgebaut. In Folge des Pfälzischen Erbfolgekrieges kam es 1688 zur Zerstörung des Schlosses. Heute ist das Heidelberger Schloss einer der größten Anziehungspunkte der Region und wird auch von vielen Touristen aus dem Ausland, darunter U.S.A. und Japan, besichtigt.

Burg Breuberg
Aufgrund ihres soliden Zustandes gilt die Burg Breuberg zu den eindrucksvollsten Burganlagen im Odenwald. Die gut erhaltene Anlage auf dem Burgberg wurde um 1200 errichtet und diente zeitweise als Residenz der Herrschaft Breuberg. Prägend für die Geschichte der Burg war die wiederholte Aufteilung des Besitzes, welche im frühen 14. Jahrhundert begann. Die Burg Breuberg fiel nach dem Tod von Eberhard III. von Breuberg zur Hälfte an die Adelsfamilie von Trimberg und zu je ein Viertel an die Grafen von Wertheim und die Herren von Weinsberg. So kommt es, dass die ständig erweiterte Burg ein Ensemble verschiedener Epochen darstellt. Bauten der Gotik und der Renaissance zählen zu den bedeutendsten Abschnitten der Burganlage. Heute wird die Burg der Stadt Breuberg als Jugendherberge und Museum genutzt.

Nibelungensteig
Die Naturschönheiten und Sehenswürdigkeiten des Odenwaldes können auf dem Nibelungensteig erwandert werden. Die als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ ausgezeichnete Route misst eine Länge von 124 km. Über Höhen und durch Täler überwindet der Wanderer gut 4.000 Höhenmeter auf zumeist naturbelassenen Pfaden. Von Zwingenberg an der Bergstraße bis nach Freudenberg am Main führt der mit einem roten „N“ gekennzeichnete Wanderweg. Der Nibelungensteig führt vorbei an sehenswerten Burgen, erfrischenden Seen und einladenden Ortschaften. So lohnt ein Besuch des wunderschönen Dorfes Schlierbach. Aufgrund seiner zahlreichen Fachwerkhäuser zählt der Ort in Lindenfels zu den schönsten Dörfern im Odenwald.

Odenwaldbahn
Seit der Einweihung des ersten Streckenabschnitts ist die Odenwaldbahn im südlichen Hessen eine touristische Attraktion. Bereits 1872 unternahmen Erbgroßherzog Ludwig von Hessen und seine Frau eine Fahrt mit der technisch aufwändigen Bahn. Von Eberbach am Neckar können Urlauber eine Reise durch den Odenwald bis zur Brüder-Grimm-Stadt Hanau unternehmen. Will man der Strecke Richtung Darmstadt folgen, steigt man in Groß-Umstadt Wiebelsbach in die Odenwaldbahn. 1882 war die insgesamt 120 km lange Strecke mit dem letzten Teilstück zwischen Kailbach und Eberbach vollendet. Der Weg der Hessischen Odenwaldbahn ist nicht nur landschaftlich besonders reizvoll. Die Bahn passiert auch zahlreiche Viadukte, Tunnel und Kunstbauten. Somit ist es nicht verwunderlich, dass die Strecke der Odenwaldbahn als Kulturdenkmal gilt. 

Schloss Erbach
Im Zentrum der Stadt Erbach finden Urlauber das gleichnamige Schloss, welches bis heute der Adelsfamilie von Erbach als Wohnsitz dient. Im Hochmittelalter entstanden, zeigt das Schloss Erbach heute eine neubarocke Fassade. Der Umbau in eine Barockanlage erfolgte in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Zuvor dienten Mauer und Graben der rund angelegten Wasserburg zur Verteidigung, zum Beispiel gegen die kroatische Reiterei im Dreißigjährigen Krieg. Heute können im Schloss Erbach die bekannten Sammlungen des Grafen Franz I. zu Erbach-Erbach besichtigt werden. Der umfangreiche Katalog des leidenschaftlichen Sammlers umfasst eine Antiken- und Mittelaltersammlung sowie eine natur- und jagdkundliche Sammlung.

Veste Otzberg
Auf dem Gipfel des Otzberges ragt die gleichnamige Veste aus dem späten 12., frühen 13. Jahrhundert über dem Ort Hering auf. Ort und Veste sind geschichtlich eng miteinander verknüpft. Als Burgmannensiedlung der Burg Otzberg beginnt um 1244 die Geschichte des Ortes. Nach einer bewegten Geschichte wechselnder Besitzer und schwerer Kriege wurde die Veste im 18. Jahrhundert als Gefängnis genutzt. Heute finden Urlauber auf der Veste Otzberg ein Museum, ein Standesamt sowie eine Burgschänke vor. Zudem finden zwischen Ringmauer und romanischem Bergfried immer wieder Veranstaltungen statt, wie Konzerte und Märkte.

Tropfsteinhöhle Eberstadt
Ein bis zwei Millionen Jahre ist die Tropfsteinhöhle in Eberstadt am Rande des Odenwaldes alt. Die Höhle im Buchener Stadtteil wurde bei Sprengarbeiten 1971 zufällig entdeckt. Seither ist eines der schönsten Naturdenkmäler Süddeutschlands für die Öffentlichkeit zugänglich. Stalaktiten, Stalagmiten sowie Sinter in unterschiedlichster Gestalt formen diese geologische Schönheit. Die fantastischen Tropfsteingebilde können in einer Führung ganzjährig besichtigt werden. Die zwei bis sieben Meter breite Höhle ist auch für Rollstuhlfahrer geeignet. Die Eberstadter Tropfsteinhöhle ist Teil der Eberstadter Höhlenwelten, zu denen weiterhin die Stein-Höhle sowie die Kornäckerhöhle zählen. Diese Höhlen sind für den Besucher jedoch noch nicht erschlossen.

Elfenbeinmuseum Erbach
Im Odenwald sind zahlreiche Bräuche und Traditionen lebendig geblieben. Dazu zählt auch die Elfenbeinschnitzerei. Dem filigranen Handwerk verschrieben hat sich das Elfenbeinmuseum in Erbach. In der „Elfenbeinstadt“ Erbach sind heute immer noch Werkstätten aktiv, die anders als frühere Generationen fossiles Elfenbein oder alternative Werkstoffe zur Fertigung verwenden. Das Deutsche Elfenbeinmuseum wurde 1966 gegründet und umfasst heute über 2.000 Exponate. Neben den Arbeiten der Odenwälder Elfenbeinschnitzer wird auch die europäische Elfenbeinkunst vom Mittelalter bis zur Gegenwart präsentiert. Auch Schnitzkünste aus Afrika, Asien und Grönland sind in dem in Umfang und Art einzigartigen Museum zu finden.