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Die besten Sehenswürdigkeiten in Flensburg

Blick über den Hafen auf Flensburg© Maik Meid / flickr [CC BY 2.0]

Besuchen Sie die drittgrößte Stadt Schleswig-Holsteins und lassen Sie sich vom nordischen Charme ergreifen. Erleben Sie maritimes Flair am Flensburger Hafen, entdecken Sie die liebenswürdige und gut erhaltene Altstadt mit ihren interessanten Bauwerken oder machen Sie einen Rundgang in der Flensburger Brauerei Emil Petersen, in der das herb-erfrischende Flensburger Pilsener gebraut wird.

Diese Orte sollten Sie gesehen haben

Die Flensburger Altstadt

Lassen Sie sich von dem besonderen Charme der gut erhaltenen, Flensburger Altstadt einnehmen und erkunden Sie viele gemütliche Gassen und interessante Bauwerke. Da Flensburg im Zweiten Weltkrieg größtenteils verschont blieb, sind viele historische Bauwerke wie Kirchen, Stadttore, Handels-, Handwerks und Kapitänshäuser erhalten.

Wie andere Großstädte konnte sich auch Flensburg nicht vor dem Bauboom moderner Gebäude nach dem Zweiten Weltkrieg wehren, wegen Geldmangels konnten viele Bauprojekte jedoch nicht durchgeführt werden. Da während dieser Zeit auch einige der historischen Gebäude verfielen, mussten diese durch Neubauten ersetzt werden. Trotzdem findet man hier heute noch zahlreiche historische Gebäude. Dazu gehören auch die Gotteshäuser Flensburgs wie die Johanniskirche, die Nikolaikirche, die Marienkirche und die Heiliggeistkirche, aber auch andere Bauwerke, wie das Nordertor, der Westindienspeicher oder der Oluf-Samsons-Gang.

Charakteristisch ist die Nähe zum Wasser. Ein Großteil der Altstadt hat dabei einen direkten Zugang zur Flensburger Förde. So ist auch der Museumshafen Flensburg mit seinen zahlreichen Schiffen und historischen Gebäuden eine beliebte Sehenswürdigkeit. Inmitten der Altstadt befindet sich die Fußgängerzone Flensburgs mit zahlreichen Shoppingmöglichkeiten. Als Herz der Stadt gilt der Holm, in dem man neben kleinen und großen Geschäften auch alte Bürgerhäuser findet. Wer kleine Designer- und Kunsthandwerkerläden bevorzugt, ist in der Roten Straße genau richtig. Am Nordermarkt, einem der ältesten Plätze Flensburgs, laden Restaurants und Cafés zum Entspannen ein.

Historische Straßen

Oluf-Samsons-Gang
Rote Straße

Ausstellungen und Museen

Phänomenta
Museumsberg
Schifffahrtsmuseum
Aussicht auf die Flensburger Altstadt
Aussicht auf die Flensburger Altstadt
© fleno.de / flickr [CC BY-SA 2.0]

Die schönsten Straßen der Altstadt

Oluf-Samsons-Gang

Einst sündigste Meile Flensburgs, ist der Oluf-Samsons-Gang heute eine sehr sehenswerte Gasse im nördlichen Teil der Flensburger Altstadt. Er gehört zu den schönsten und gleichzeitig am besten erhaltenen historischen Straßen der Region und ist mit seinen pittoresken Fischerhäuschen definitiv ein Besuch wert.

Durch die Nähe der Gasse zum Hafen entstanden hier im 16. Jahrhundert zahlreiche Kaufmannshöfe. Viele Gebäude wurden vom Kaufmann Oluf Samson errichtet, der hier auch Wohnräume für sozial schwächer gestellte Personen bauen ließ.
Beispiel
Oluf-Samsons-Gang
© Arne List / flickr [CC BY-SA 2.0]
Lange Zeit blieb der Oluf-Samsons-Gang ein Viertel für ärmere Leute, Fischer und Handwerker, nach dem ersten Weltkrieg entwickelte er sich zudem zu einem Vergnügungsviertel mit zahlreichen Bordellen, die bis in die 1970er Jahre hinein Hochkonjunktur erlebten.

Mit der Zeit verfielen viele der alten Häuser. Die Idee kam auf, alles abzureißen und durch moderne Gebäude zu ersetzen. Doch es kam anders – man erkannte den Wert der historischen Bausubstanz, ließ viele Häuser restaurieren und verkaufte sie an Privatleute. Heute befinden sich hier nur noch einige wenige Bordelle. Einzelne Gebäude sind immer noch stark verfallen, so dass eine Sanierung kaum noch möglich ist. Der Großteil der historischen Häuser ist heute jedoch restauriert, so dass der Oluf-Samsons-Gang eine beliebte Sehenswürdigkeit mit eigenem Flair darstellt.

Die Rote Straße in Flensburg

Rote Straße in Flensburg
Rote Straße in Flensburg
© N.E. Solórzano / flickr [CC BY-SA 2.0]
Die Rote Straße ist eine lebendige Shopping- und Ausgehstraße im südlichen Teil der Flensburger Altstadt, die zum Verweilen einlädt. Sie hat einen moderneren Teil im Süden, mit Parkplatz und großen Neubauten. Der nördliche Teil versprüht hingegen einen gemütlichen Altstadtcharakter.

Neben Kunstgalerien finden Sie hier lauschige Plätze in den Restaurants und Weinstuben der roten Straße oder Handgemachtes in einem der Design- und Kunsthandwerkerläden. Weitere Informationen zur Roten Straße in Flensburg finden Sie bei der Interessengemeinschaft Rote Strasse e.V. www.rotestrasse.de.



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Ausstellungen und Museen in Flensburg

Phänomenta

Phänomenta in Flensburg Sehenswürdigkeiten
Phänomenta in Flensburg
© Frank Lindecke / flickr [CC BY-ND 2.0]
Als eine von fünf Ausstellungen in Deutschland, welche diesen Namen trägt, begeistert die Phänomenta Flensburg Jung und Alt mit rund 170 Attraktionen. Ein Erlebnis, das Sie bei Ihrem Flensburgbesuch nicht auslassen sollten. Dabei geht es vor allem um das eigene Erleben, d.h. der Besucher kann an den Experimenten aktiv teilnehmen und die Alltagsphysik mit allen Sinnen erfahren.

Adresse
Phänomenta
Norderstraße 157-163
24939 Flensburg
Auf Google Maps ansehen
Spannende Informationstafeln erklären dabei die Kräfte, die hinter den Experimenten stehen. So kann man hier zum Beispiel eine Brücke ganz ohne Schrauben bauen, an elektrischen Geräten experimentieren oder sich beim Bau toller Gebäude mit Legosteinen austoben. Auch das lichtlose Tasten, bei dem man in fast völliger Dunkelheit durch einen Gang kriecht und dabei verschiedene Formen, Materialien und Gerüche erlebt, ist eine faszinierende Aufgabe.

Auf die ganz kleinen Besucher wartet die Zwergenphänomenta, ein Bereich extra für Kinder zwischen drei und sechs Jahren mit altersgerechten Attraktionen der Physik. Entwickelt wurde die Phänomenta von der Universität Flensburg. Dabei soll den Besuchern natürlich viel über die zahlreichen physikalischen Phänomene vermittelt werden, ohne jedoch zu belehren oder einen Schulcharakter hervorzurufen. Ziel ist es, die Neugier zu nutzen und so zum Experimentieren, Ausprobieren und Verstehen einzuladen.

Museumsberg Flensburg – Kunst und Kultur auf 3.000m² Fläche

Sofern Sie nicht nur am aktuellen Flensburg, sondern auch an seiner kulturellen Vergangenheit interessiert sind, sollten Sie unbedingt den Museumsberg, eines der größten Museen in Schleswig-Holstein besuchen. Hier finden Sie auf ca. 3.000 m² Ausstellungsfläche interessante Einblicke in die Kunst- und Kulturgeschichte, die Südschleswig seit dem 13 Jahrhundert geprägt hat.

Auf dem Museumsberg finden Sie, eingebettet in eine idyllische Landschaft, die beiden Gebäude des Museums, das Heinrich-Sauermann-Haus und das Hans-Christiansen-Haus, sowie den Christiansen Park und den Alten Friedhof. Zurück geht der Museumsberg auf den Tischler und Schnitzer Heinrich Sauermann (1842-1904), der in Flensburg lebte und arbeitete. Auch privat interessierte er sich für Kunst, so dass er eine große Zahl an Kunstgegenständen ansammelte, die er im Jahr 1876 an die Stadt Flensburg verkaufte. Dies war der Grundstock für das daraufhin gegründete Flensburger Kunstgewerbemuseum mit zugehöriger Kunstgewerbeschule, die 1903 in das heutige Museumsgebäude im Stile der Niederländischen Renaissance zogen. Die Sammlung wurde bis heute immer weiter ausgebaut.
Weg zum Museumsberg in Flensburg
Museumsberg Flensburg
© Allie_Caulfield / flickr [CC BY 2.0]
Öffnungszeiten
Di - So: 10.00 - 17.00 Uhr (ganzjährig)
Zusätzlich ist von Mai bis September donnerstags bis 20 Uhr geöffnet. Eintritt
Erwachsene 6,00 € | Ermäßigt 3,00 € | Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei
Adresse
Museumsberg Flensburg
Museumsberg 1
24937 Flensburg
Auf Google Maps ansehen
www.museumsberg-flensburg.de

Hans-Christiansen-Haus

Dieser Teil des Museumsberges wurde nach dem deutschen Jugendstil-Maler Hans Christiansen benannt. Seine Werke vertreten die Klassische Moderne – so ist es nicht verwunderlich, dass sich auch im Hans-Christiansen-Haus auf dem Museumsberg hauptsächlich Sammlungen aus moderneren Zeiten wieder finden. Schwerpunkte sind Bilder und Gemälde aus dem Jugendstil und dem Expressionismus.
Hans-Christiansen-Haus Museumsberg Flensburg
Hans-Christiansen-Haus
© Hajotthu / Wikimedia Commons [CC BY-SA 4.0]

Heinrich-Sauermann-Haus

Heinrich-Sauermann-Haus Museumsberg Flensburg
Heinrich-Sauermann-Haus
© Michael Sturm / Wikimedia Commons [CC-BY-SA-3.0-DE]
Im Heinrich-Sauermann-Haus finden Besucher eine interessante Auswahl an Kunst- und Kulturgegenständen aus dem Landesteil Schleswig mit Ausstellungsstücken aus der Zeit der Gotik bis zum Biedermeier. Dabei liegt der Schwerpunkt auf historischen Möbeln und auf Bauernstuben aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Ein weiteres Highlight im Heinrich-Sauermann-Haus ist das Naturwissenschaftliche Museum.

Rum- und Schifffahrtsmuseum in einem Haus

Das Schifffahrtsmuseum finden Sie im ehemaligen Zollpackhaus, in dem bis 1972 Zollverschlusswaren gelagert wurden. Im Keller wurde damals hauptsächlich Rum aus Westindien gelagert, heute finden Sie dort das Rum Museum mit einer spannenden Multimedia-Installation zur Rumgeschichte.

Das einstige Zollpackhaus an der Flensburger Schiffbrücke ist Anlaufstelle für zwei interessante Museen. Das Schifffahrtsmuseum und Rum Museum liefern interessante Einblicke und versprechen eine abwechslungsreiche Besichtigungstour. Das Schifffahrtsmuseum wurde im Jahre 1984 seiner Bestimmung übergeben und öffnete anlässlich der 700-Jahr-Feier der Stadt Flensburg seine Pforten. Die Stadtgeschichte wird ebenso beleuchtet, wie die lange Seefahrttradition.

Bevor das Schifffahrtsmuseum und Rum Museum eine passende Location fanden, wurden im Zollpackhaus bis 1972 Zollverschlusswaren der Kaufleute Flensburgs gelagert. Dabei war Rum eines der Hauptprodukte. Dies war den Museumsbetreibern Anlass genug, um im Keller des Hauses in einer Ausstellung an den Flensburger Rumhandel zu erinnern. Das Rum Museum zeigt Multimedia-Installationen zur Rumgeschichte und nimmt kleine Besucher mit auf einen Entdecker-Rundgang. Das Schifffahrtsmuseum wurde vor einigen Jahren neu konzipiert und erweitert auf den Zollamtshof und ein neu errichtetes Ausstellungsgebäude, dessen Exponate sich mit den technischen Neuerungen und dem Bordalltag in den letzten einhundert Jahren beschäftigen.

Das Schifffahrtsmuseum und Rum Museum ist immer einen Besuch wert. Historische Schiffsmodelle liefern authentische Einblicke in die lange Schifffahrtsgeschichte Flensburgs. Im Erdgeschoss des Museumsgebäudes kann ein historisches Flensburger Stadtmodell besichtigt werden. Auch von den Seefahrern mit nach Haus gebrachte Volkskunstobjekte sind im Schifffahrtsmuseum und Rum Museum zu sehen. Die Einrichtung verfügt über einen Museumsladen und ein Museumscafé.
Öffnungszeiten
Di -So: 10.00 -17.00 Uhr
Eintritt
Erwachsene 6,00 € | Ermäßigt 3,00 € | Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei
Adresse
Flensburger Schifffahrtsmuseum
Schiffbrücke 39
24939 Flensburg
Auf Google Maps ansehen
www.schifffahrtsmuseum.flensburg.de
Beispiel
Schifffahrtsmuseum in Flensburg
© fleno.de / flickr [CC BY-SA 2.0]



Sehenswerte Bauwerke und Industrie in Flensburg

Besichtigung bei der Flensburger Pilsener Brauerei

Plopp! – Das charakteristische Öffnen des Bügelverschlusses hat das Flensburger Bier weit über die Grenzen Norddeutschlands hinaus bekannt gemacht. Ein Blick hinter die Kulissen ist ein spannendes Erlebnis für alle Bierfreunde und Interessierte des Brauprozesses.

Die Flensburger Brauerei Emil Petersen GmbH & Co. KG ist eine im Jahr 1888 gegründete Privatbrauerei. Bis heute befindet sie sich weitgehend in Familienbesitz – in Deutschland eine eher seltene Konstellation. Heute hat die Flensburger Brauerei rund 15 verschiedene Biersorten im Sortiment. Bekannt wurde die Brauerei hauptsächlich durch das charakteristische "Plopp" beim Öffnen des Bügelverschlusses und durch die immer äußerst kreativen Werbungen im Fernsehen, Radio oder Kino.

Bei einer Besichtigung der Flensburger Brauerei wird im ersten Schritt ein Film über die Herstellung des Bieres gezeigt, um einen ersten Eindruck zu vermitteln. Danach geht es ins Innere der Brauerei – vorbei an verschiedenen Arbeitsschritten, durch das Sudhaus hindurch bis in den Gär-, Filter- und Lagerkeller. Dabei gibt es viel über die Braukunst zu erfahren. Und nachdem man seinen Wissensdurst gestillt hat, geht es an die Bekämpfung des richtiges Dursts – mit einem leckeren Flens.
Flensburger Pilsener Brauerei in Flensburg
Flensburger Pilsener Brauerei
© fleno.de / flickr [CC BY-SA 2.0]
Brauereiführung
Bitte melden Sie sich 4 Wochen vor Führung an!
Mo - Fr, 10.00 und 14.00 Uhr, 9,50 € pro Person
Mo - Fr, 18.00 Uhr, 12,50 € pro Person
Sa (von Mai bis September), 10.00 Uhr, 12,50 € pro Person
Adresse
Flensburger Pilsener Brauerei
Munketoft 12
24937 Flensburg
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Nordertor

Das Nordertor ist das einzige noch erhaltene Stadttor im Landesteil Schleswig und gleichzeitig das Wahrzeichen Flensburgs. Erbaut wurde es vermutlich am Ende des 16. Jahrhunderts als Teil der Flensburger Stadtbefestigung, die bereits seit dem Mittelalter existiert.

Adresse
Nordertor
Norderstraße 151
24939 Flensburg
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Nordertor in Flensburg
Nordertor in Flensburg
© fleno.de / flickr [CC BY-SA 2.0]
Der Bau der Stadtmauer begann in der Mitte des 14. Jahrhunderts. Dabei entstand auch der Vorgängerbau des heutigen Nordertores, über den jedoch nicht viel bekannt ist. Genutzt wurde das Stadttor zur Kontrolle für Reisende, die die Stadt passieren wollten, sowie zum Schutz vor Feinden.

Geschmückt wird es zum einen durch das Flensburger Stadtwappen und das Wappen von Christian IV., der von 1588 bis 1648 die Funktion als dänischer und norwegischer König einnahm, sowie durch die Inschrift "Friede ernährt, Unfriede verzehrt". Durch ein langjähriges Bauverbot außerhalb der Stadtmauer war das Nordertor bis zum Ende des 18. Jahrhunderts die nördliche Grenze Flensburgs, nach Aufhebung dieser Vorschriften entstand hier nach und nach die heutige Neustadt. Neben dem Nordertor entstanden beim Bau der Stadtbefestigung noch zahlreiche weitere Stadttore, wie das Rote Tor im Süden der Altstadt, das Friesische Tor im Westen, das Johannistor im Osten und das Kompagnietor. Letzteres ist neben dem Nordertor das einzige heute noch vorhandene Stadttor Flensburgs, alle anderen wurden im 18. Jahrhundert abgerissen.

Westindienspeicher

Der Westindienspeicher ist ein historisches Gebäude, in dem in früheren Zeiten verschiedene Waren gelagert wurden. Erbaut wurde er am Ende des 18. Jahrhunderts vom dänischen Kaufmann Andreas Christiansen. Der Name stammt vom damals florierenden Westindienhandel, einem Handel mit den Westindischen Inseln in der Karibik, von wo Rum, Rohrzucker, Tee, Kakao, Tabak und Gewürze importiert und im Westindienspeicher gelagert wurden. Heute befinden sich hier stilvolle Wohnungen, Geschäftsräume und Räume des Flensburger Selbsthilfebauvereins. Zudem wird der Westindienspeicher bei touristischen Rundgängen auf dem so genannten Kapitänsweg angesteuert.



Weitere sehenswerte Museen in Flensburg

Für alle Flensburger Museen können Sie, neben den Einzeltickets, auch ein Kombiticket kaufen, das den Eintritt in alle Flensburger Museen beinhaltet.

Der Flensburger Museumshafen

Der Museumshafen liegt mitten in der Flensburger Altstadt. Hier erlebt der Besucher eine Zeitreise in die Vergangenheit. Die historische Steganlage, eine Wachhütte und ein historischer Kran aus dem 18. Jahrhundert spiegeln die Schifffahrtsgeschichte auf der Ostsee wider. Besonders sehenswert sind die 20 hübschen restaurierten Segelschiffe aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Darunter befinden sich historische Frachtsegler, Fischkutter, Lotsenschiffe und Rettungskutter. Gefördert wird der Museumshafen vom gemeinnützigen Verein "Museumshafen Flensburg e.V.", der sich die "Wiederherstellung und Infahrthaltung traditioneller Segelschiffe und anderer historischer Wasserfahrzeuge" zum Ziel gesetzt hat.
Museumshafen Flensburg
Museumshafen Flensburg
© Arne List / flickr [CC BY-SA 2.0]
Dabei sollen der Öffentlichkeit typische Schiffsarten präsentiert werden, die sich vor allem im Kattegat und im Skagerrak wieder finden. Mehrmals im Jahr finden im Museumshafen Flensburg maritime Feste statt, bei denen sich alles um die Schifffahrt dreht. Dazu gehört die Rum-Regatta, die jedes Jahr am Wochenende nach Himmelfahrt der Rumtradition – in Flensburg gibt es heute noch zwei historische Rumhäuser – gewidmet ist. Tausende Besucher strömen jedes Jahr zum Museumshafen Flensburg, um sich das Spektakel nicht entgehen zu lassen. Weitere Veranstaltungen sind zum Beispiel die Apfelfahrt nach Glücksburg, der Grogtörn am zweiten Weihnachtstag sowie der Silvestertörn.

Museumswerft

Die Museumswerft Flensburg können Sie mittlerweile wieder am Ort ihrer Gründung, an der Schiffbrücke 43 besichtigen. Hier können Sie nachvollziehen, wie Segel- und Arbeitsboote restauriert und gebaut werden, die vor ca. 100 bis 200 Jahren auf der Ostsee unterwegs waren.

Danevirke Museum

Das Danevirke Museum oder auch Danewerkmuseum befindet sich in der Ortschaft Dannewerk im Kreis Flensburg. In der Ausstellung wird die Geschichte des Walls Danewerk von der Wikingerzeit bis zu den Deutsch-Dänischen Kriegen dokumentiert. Im Jahre 1990 öffnete das Danevirke Museum in einem früheren Bauernhaus, dem Danewerkhof, seine Pforten. Im Jahre 2002 wurde die Ausstellung erweitert. Das Gebäude befindet sich an einem historischem Ort, unmittelbar an der Schnittstelle zwischen Danewerk und dem historischen Landweg Ochsenweg. Weiterhin wird im Museum eine Ausstellung über die Dänen in Südschleswig seit 1864 gezeigt. Diese Ausstellung wurde bewusst zweisprachig gestaltet, um auch Besuchern aus Dänemark einen interessanten Museumsbesuch zu ermöglichen.

Nicht nur die Sammlungen unter dem Dach des Danewerkhofs zählen zu den Schaustücken des Danevirke Museums. Auch das Außengelände ist sehenswert. Hier ist ein archäologischer Park entstanden. In den vergangenen Jahren haben deutsche und dänische Archäologen hier Ausgrabungen durchgeführt und heute kann eine Kanonenschanze aus dem Deutsch-Dänischen Krieg und ein Hauptwall der früheren Waldemarsmauer besichtigt werden. Der Wall stellte eine Grenzbefestigung zwischen Dänen und Sachsen dar. Am Danewerk konnten Händler und Reisende das Wieglestor passieren. Das Danevirke Museum ist dienstags bis freitags von 9.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. An den Wochenenden öffnet die Ausstellung eine Stunde später.

Naturwissenschaftliches Museum

Wissen Sie, welche Wunder die Natur in Schleswig-Holstein hervorbringt, welche Tiere und Pflanzen hier heimisch sind und hier bereits während der Eiszeit lebten? Das Naturwissenschaftliche Museum und das zugehörige Eiszeit-Haus in Flensburg vermitteln einen kompakten Überblick über diese spannenden Themen. Aber wer glaubt, hier nur einer langweiligen Biologievorlesung lauschen zu müssen, liegt falsch. In fünf regionalen Landschaften, die den Wald, die Feldmark, die Stadt, Binnengewässer und die Ostsee thematisieren, werden anschaulich die Lebensräume der heimischen Tiere und Pflanzen mit all ihren Schwierigkeiten und Besonderheiten präsentiert.

Besonders interessant sind dabei die überdimensional großen Darstellungen unserer kleinen "Mitbewohner" – der Insekten, Spinnen und Mikroorganismen, die auf dem Land oder im Wasser leben. Natürlich gibt es hier auch einige richtige Lebewesen zu entdecken, die mit Lupe und Mikroskop in ihrer natürlichen Umgebung beobachtet werden können. Und auch die kleinen und großen Wissenschaftler kommen nicht zu kurz: Kästen mit Fragezeichen stellen das Wissen der Besucher vor interessante Herausforderungen und erweitern so spielend den eigenen Horizont. Ein besonderer Spaßfaktor bringt der "Elch" mit sich. Worum es sich hierbei handelt, wird hier nicht verraten. Lassen Sie sich überraschen.



Parks und Plätze in Flensburg

Alter Friedhof

Der Alte Friedhof wurde bereits im Jahr 1813 eingeweiht und wurde etwa 40 Jahre lang für Beerdigungen genutzt. Da Flensburg stark wuchs, wurde der Alte Friedhof bald zu klein und es musste ein neuer, größerer errichtet werden. Heute finden Besucher auf dem Alten Friedhof mehrere Denkmäler und original erhaltene Gräber aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Der gesamte Bereich steht dabei unter Denkmalschutz. Am bekanntesten ist hierbei wohl der Flensburger Löwe, auch Idstedt-Löwe genannt, der an die Schlacht von Idstedt im Juli 1850 erinnern soll.

Christiansenpark

Nicht nur Kunst und Kultur, auch Natur findet man auf dem Museumsberg – zum Beispiel im Christiansenpark. Am Ende des 18. Jahrhunderts angelegt, spiegelt er heute den Stil des Englischen Gartens wider, der sich im 18. Jahrhundert klar von den in Frankreich bevorzugten Barockgärten mit geometrisch angelegten Beeten und exakt geschnittenen Hecken unterscheiden und sich stattdessen an der Natur orientieren sollte. Hier gibt es neben der schönen Landschaft und der Natur auch das zum Naturwissenschaftlichen Museum zugehörige Eiszeit-Haus sowie eine um 1800 angelegte Mumiengrotte zu entdecken.



Kirchen in Flensburg

Nikolaikirche

In Flensburg gibt es heute drei Hauptkirchen, zu denen auch die Nikolaikirche gehört. Sie stammt aus dem 14. Jahrhundert und wurde dem Heiligen Nikolaus geweiht. Im gotischen Stile erbaut, findet man hier bis heute eine Hallenkirche mit einer dreischiffigen Stufenhalle vor. Mit einer Länge von über 50 Metern und einer Breite von etwa 20 Metern ist die Nikolaikirche die größte der drei Flensburger Hauptkirchen. Sie ist direkt am Südermarkt gelegen, ein ebenfalls im 14. Jahrhundert errichteter Marktplatz, an dem heute die Flensburger Einkaufsstraße beginnt und sich bis zum Nordertor zieht.

Johanniskirche

Die kleinste und älteste der drei Hauptkirchen Flensburgs ist die Johanniskirche. Sie wurde bereits im 12. Jahrhundert im Stile der Romanik erbaut, später jedoch mit gotischen Elementen ausgestattet. Im Inneren des gotischen Gewölbes findet man ein großes Bildnis des Garten Eden, einige im 19. Jahrhundert wieder freigelegte Wandmalereien und eine aus dem 16. Jahrhundert stammende Kanzel. Als Kirchturm wurde lange Zeit ein Holzturm genutzt, bis er in der Epoche des Barock neu gebaut wurde.

Marienkirche

Die dritte Hauptkirche in Flensburg ist die Marienkirche, die auf eine über 700 Jahre lange Geschichte zurückblickt. Erstmalig 1284 erwähnt, repräsentiert sie als Hallenkirche ein gotisches Design. In ihrer langen Geschichte wurde die Marienkirche mehrfach umgebaut. Davon waren sowohl der Turm als auch das Mittelschiff und die Seitenschiffe betroffen. Der Turm musste im Laufe der Jahre mehrere Veränderungen durchlaufen und präsentiert sich heute mit einem spitzen Dach. Sehenswert ist die Kirche vor allem wegen ihrer mittelalterlichen Gewölbemalereien, ihres Standbildes der Mondsichel-Madonna, ihres Renaissance-Altars und der Gedenktafeln für Verstorbene. Wer Musik liebt, sollte eine Aufführung des Flensburger Bach-Chors, dem Kirchenchor der Marienkirche, besuchen, der bis über Flensburgs Grenzen hinaus bekannt ist.

Heiliggeistkirche

Die Heiliggeistkirche ist das Gotteshaus für die dänische Bevölkerung in Flensburg. Sie wurde im 14. Jahrhundert als gotisches Gebäude errichtet und gehörte ursprünglich zum Hospital zum Heiligen Geist. Mit der Zeit wurde die Heiliggeistkirche zu groß für diese Stiftung, so dass der Abriss drohte. Die Lösung lag damals in der Eingliederung als Filialkirche in die Gemeinde der Marienkirche, um der dänischen Bevölkerung einen Gottesdienst in ihrer Sprache zu bieten. Heute ist sie die Hauptkirche der Dänischen Kirche in Flensburg.
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