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Königssee Sehenswürdigkeiten

Der Königssee hat vieles zu bieten - von Kultur über Natur bis hin zu spannenden Museen. Die bekannteste Sehenswürdigkeit und gleichzeitig das Wahrzeichen der Region ist der Watzmann, ein über 2700 Meter hohes Bergmassiv, das bei fortgeschrittenen Bergsteigern sehr beliebt ist. Mit dem Röthbachfall befindet sich am Königssee der höchste Wasserfall Deutschlands. Wichtige Sehenswürdigkeiten sind auch die Kirche St. Bartholomä, die täglich zahlreiche Besucher anzieht, und das Dokumentationszentrum Obersalzberg, das sich mit der strategisch wichtigen Bedeutung des Obersalzberges zur Zeit des Nationalsozialismus beschäftigt.
Watzmann am Königssee
Watzmann am Königssee
© M. Klüber Fotografie / Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0]
Gipfelkreuz des Jenner
Gipfelkreuz des Jenner
© Heribert Pohl / Wikimedia Commons [CC BY-SA 2.0]

Natur pur

Berge am Königssee

Jenner Der 1.874 Meter hohe Jenner ist Teil des Göllstocks und befindet sich in den Berchtesgadener Alpen. Die Erhebung zählt zu den wenigen Alpengipfeln, welche durch eine Seilbahn für Touristen erschlossen sind. Daher herrscht am Jenner auch ein weit höheres Touristenaufkommen, als an den weniger gut zugänglichen Berggipfeln der Umgebung. Vom Berggipfel bietet sich eine herrliche Aussicht auf den Watzmann und den Königssee, welcher sich in 1.200 Metern Tiefe erstreckt. Wer seinen Urlaub in Berchtesgaden verbringt, wird sich eine Fahrt mit der Jennerbahn auf den Berggipfel nicht entgehen lassen. Aktivurlauber nutzen das gut ausgebaute Wegenetz, um den Berg in seiner ganzen Schönheit zu erleben.

Die Jennerbahn wurde im Jahre 1953 in Betrieb genommen. Wer in Schönau am Königssee in die Kabinenbahn steigt, wird zwanzig Minuten später an der 1.800 Meter hohen Bergstation ankommen. Der Gipfel des Jenner lässt sich in weiteren zwanzig Minuten zu Fuß bequem erreichen. An der Bergstation nehmen zahlreiche Wanderrouten ihren Anfang. Wer es eher gemächlich angehen möchte, wird sich auf der Sonnenterrasse niederlassen. Vom Berggipfel des Jenner können das Schneibsteinhaus, das Hohe Brett oder das Stahlhaus auf einer halbstündigen Wanderung erreicht werden. In der kalten Jahreszeit erwartet Urlauber am Jennergipfel ein anspruchsvolles Skigebiet.

Watzmann Der Watzmann ist das zentrale Bergmassiv der Berchtesgadener Alpen. Das Bergmassiv erhebt sich im Südosten Oberbayerns, inmitten des Nationalparks Berchtesgaden. Die Watzmannspitze bildet mit einer Höhe von 2.713 Metern die höchste Erhebung des Berchtesgadener Landes. Die legendäre Ostwand des Watzmannes gilt als höchste Wand der Ostalpen. Der Watzmanngrat verbindet die Mittelspitze mit der einen Meter niedrigeren Südspitze und dem 2.651 Meter hohen Hocheck, wo sich ein Gipfelkreuz befindet. Zum Massiv des Watzmann zählen auch der Kleine Watzmann und die Watzmannkinder. Die Bergkette besteht aus Dachstein- und Plattenkalkablagerungen und entstand vor etwa 230 Millionen Jahren.

Am Watzmann herrscht eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt vor. In niederen Lagen überwiegen Buchenwälder, gefolgt von Mischwäldern. Fichten und Lärchen wachsen bis etwa zweitausend Meter hoch. Einzigartig in den bayerischen Alpen ist das Vorkommen von Wilden Alpenveilchen, Schneerosen und Tauernblümchen. Die Tierwelt ist mit Rotwild, Auerhuhn, Schneehase oder Steinadler zahlreich vertreten. Mit dem Watzmanngletscher und der Eiskapelle verfügt der Watzmann über ganzjährliche Schneefelder. Die Überschreitung des Watzmannmassivs ist bei Bergsteigern sehr beliebt. Entlang des Berchtesgadener Weges, des Kederbachweges oder des Polenweges sind oft hunderte Alpinisten unterwegs. Für die Tour werden 12 bis 15 Stunden benötigt. Die Ortschaften Ramsau und Schönau am Königssee haben Anteil am Watzmannmassiv.

Grünstein Der Grünstein ist eine 1.304 Meter hohe Erhebung, welche zum Watzmannstock zählt und dem berühmten Watzmann nordöstlich vorgelagert ist. Trotz seiner für alpine Verhältnisse niedrigen Höhe ist der Grünstein ein hervorragender Aussichtsberg. Die Sicht reicht weit über den Berchtesgadener Talkessel, bis hin zu den Gotzenbergen und dem Lattengebirge. Der Berg bietet den Vorteil, dass für seine Ersteigung keine Schwindelfreiheit von Nöten ist und ihn auch Familien mit Kindern oder ältere Menschen auf einfachen Touren erreichen können. Der Fußweg nimmt am Parkplatz Hammerstiel seinen Anfang und führt von Oberschönau zur Grünsteinhütte in 1.220 Metern Höhe. Die Hütte wird zwischen Mai und Oktober bewirtschaftet. Der Gipfel des Grünsteins wird nach weiteren zehn Gehminuten erreicht.

Ein anspruchsvollerer Weg zum Grünstein führt an der Kunsteis- und Rodelbahn in Königssee vorbei zur Grünsteinhütte und trifft dort auf den bereits beschriebenen ersten Weg. Für die Wanderung sollten etwa 1,5 Stunden Gehzeit eingeplant werden. Seit dem Jahre 2009 befindet sich am Grünstein ein Isidor-Klettersteig. Der 670 Meter lange Sportklettersteig ist in zwei bis drei Stunden zu bewältigen. Vom Berggipfel ist der Übergang zur Kührointhütte möglich. In der Hütte am Fuße des Kleinen Watzmannes können bis zu 30 Personen übernachten. In einem Nebengebäude ist eine Informationsstelle des Nationalparks Berchtesgaden untergebracht.

Naturschauplätze am Königssee

Malerwinkel Der Malerwinkel ist ein landschaftlich reizvoller Aussichtspunkt am Nordufer des Königssees. Bei günstiger Witterung bietet sich eine ausgezeichnete Fernsicht, welche bis zehn Kilometer nach Süden hin reicht. Auch die Wallfahrtskirche St. Bartholomä und die Gipfel des Steinernen Meeres sind vom Malerwinkel aus gut sichtbar. Der Aussichtspunkt ist nur zu Fuß erreichbar. Der Fußweg beginnt am Parkplatz in Königssee und führt am Seeufer entlang. Zunächst führt die Wegstrecke zur Seelände und vorbei an den Bootshütten mitten hinein in den Nationalpark Berchtesgaden.

Der Malerwinkel kann zu Fuß in etwa zwanzig Minuten erreicht werden. Vom Café Malerwinkel bietet ich ein schöner Rundblick auf den Königssee. Vom Malerwinkel können Urlauber bis zur Jennerbahn weiterwandern und sich bequem zur Bergstation des Berchtesgadener Hausberges chauffieren lassen. Die Kabinenbahn wurde 1953 in Betrieb genommen. Im Winter befinden sich am Jenner anspruchsvolle Pisten jeden Schwierigkeitsgrades. Am Aussichtspunkt wurden Sitzbänke aufgestellt und Ruhezonen geschaffen. So lässt sich der Blick auf die vier Kilometer entfernte Wallfahrtskirche genießen und es kann eine entspannte Rast eingelegt werden. Vom Aussichtspunkt wunderbar beobachten lässt sich auch das Flügelhornblasen, welches auf den Booten nach St. Bartholomä zelebriert wird und das Echo von den Felswänden erschallen lässt.

Röthbachfall Der Röthbachfall ist Deutschlands höchster Wasserfall und befindet sich am südlichen Talschluss des Königssees. Über die Röthwand stürzt sich das Wasser über zwei Stufen 470 Meter in die Tiefe. Im Talgrund versickert das Wasser im Geröll und speist unterirdisch den Obersee, welcher wiederum den Königssee entwässert. Am Röthbachfall bildet sich lediglich zu Zeiten der Schneeschmelze in der Senke ein kleiner See. Der Wasserfall ist durch die Ausschürfung eines Gletscherstroms in der letzten Eiszeit entstanden.

Der Röthbachfall ist touristisch nur wenig erschlossen. Dies hat den Vorteil, dass sich Wanderern ein idyllisches und stimmungsvolles Bild bietet. Das Naturschauspiel zählt zu den Geheimtipps im Berchtesgadener Land und sollte bei einem Aufenthalt am Königssee keinesfalls versäumt werden. Wer in Schönau am Königssee das Elektroboot besteigt und sich zur Halbinsel Hirschau mit der berühmten Wallfahrtskirche St. Bartholomä chauffieren lässt, wird den Röthbachfall von Weitem bewundern können. Wanderer beginnen ihre Tour am Bootsanleger Salet am Südende des Königssees. Die Wegstrecke führt über die Fischunkelalm und nach etwa einer Stunde ist der Wasserfall erreicht. Bergsteiger nutzen den Röth-Steig, um zur Wasseralm aufzusteigen und herrliche Ausblicke auf die tosenden Wasser des Röthbachfalls zu genießen.

Wanderwege und Naturparks

Eiszeiten- und Klimaweg Der Eiszeiten- und Klimaweg ist ein Themenweg in Schönau am Königssee. Entlang des fünf Kilometer umfassenden Rundweges werden lediglich 130 Höhenmeter überwunden. Die Wegstrecke ist auch für Familien mit kleinen Kindern oder für ältere Menschen geeignet. In etwa zwei Stunden lässt sich diese entspannte Winterwanderung bewältigen. Das Wegenetz des Eiszeiten- und Klimaweges wird in den Wintermonaten stets geräumt und eisfrei gehalten. Anhand von 16 Schautafeln werden Besucher über die Entstehung der Gletscher und die Auswirkungen dieser Landschaft des ewigen Eises auf unser Klima informiert.

Der Eiszeiten- und Klimaweg entführt Urlauber in die Eiszeit. Die lehrreiche Tour empfiehlt sich für alle Altersgruppen. Entlang der Strecke wird der größte Findling der deutschen Alpen für Staunen sorgen. Vielerorts lassen sich die Spuren der letzten Eiszeit entdecken. Die Schautafeln vermitteln Wissen anschaulich und leicht verständlich. Der Eiszeiten- und Klimaweg befasst sich mit der allgemeinen Klimaentwicklung und nimmt die Eiszeiten in der Erdgeschichte unter die Lupe. Auch der Königs- und der Obersee werden genauer vorgestellt. Nähere Informationen zur Wegstrecke erhalten Urlauber in der Touristeninformation in Schönau am Königssee. Der Themenweg nimmt am Haus des Gastes in Schönau am Königssee seinen Anfang. Alternativ befinden sich auch an den Gasthäusern Bodner und Kohlhiasl in Oberschönau Einstiegsstellen.

Nationalpark Berchtesgaden Der Nationalpark Berchtesgaden ist der einzige geschützte Naturraum Deutschlands, welcher sich in den Alpen befindet. Das Territorium umfasst eine Fläche von 210 Quadratkilometern und befindet sich zwischen den Ortslagen von Ramsau und Schönau am Königssee und der Grenze zum österreichischen Bundesland Salzburg. Im Nationalpark Berchtesgaden wird ein Höhenunterschied von 2.100 Metern überwunden. Vor den Toren des Nationalparks ist der Alpenpark Berchtesgaden zu finden. Dieser umfasst auch das Gemeindegebiet von Bischofswiesen und Berchtesgaden. Die höchste Erhebung im Nationalpark ist der Watzmann. Teil des Areals sind auch das Tal Wimbachgries und der Funtensee, wo im Winter regelmäßig die kältesten Temperaturen Deutschlands gemessen werden.

Bereits 1910 existierte auf dem Gebiet des heutigen Nationalparks Berchtesgaden ein Pflanzenschonbezirk. Als in den Gemeinden Ramsau und Berchtesgaden Pläne von einem Seilbahnbau zum Watzmann laut wurden, rief dies Naturschützer auf den Plan und im Jahre 1978 wurde der Nationalpark Berchtesgaden gegründet. Im Nationalpark liegt der Fokus auf dem Schutz der Natur, der Forschung und Beobachtung und nicht zuletzt auf Bildung und Erholung. In der unberührten Natur haben Rehe, Gämsen, Steinböcke, Schneehasen und Murmeltiere ihren Lebensraum. Das Nationalparkhaus in Berchtesgaden hält zahlreiche Informationen zum Territorium bereit. Weitere Informationsstellen sind in Ramsau, Schönau am Königssee und St. Bartholomä zu finden. Im Nationalpark bietet ein 230 Kilometer umfassendes Wegenetz Möglichkeiten für abwechslungsreiche Bergtouren.


St.Bartholomä auf Hirschau im Königssee
St.Bartholomä auf Hirschau im Königssee
© Günter Hentschel / flickr [CC BY-ND 2.0]
Blick auf Stiftskirche und Schloss in Berchtesgaden
Blick auf Stiftskirche und Schloss in Berchtesgaden
© Rosephantom / Wikimedia Commons [gemeinfrei]
Salzbergwerk in Berchtesgaden
Salzbergwerk in Berchtesgaden
JoJan [CC BY 3.0]

Bedeutende Bauwerke am Königssee

St. Bartholomä

St. Bartholomä ist ein Gebäudekomplex auf der Halbinsel Hirschau im Königssee. Das Bild beherrscht die barocke Wallfahrtskirche St. Bartholomä, welche mit ihren Zwiebeltürmen und roten Kuppeldächern als Wahrzeichen des malerische Alpensees gilt. St. Bartholomä wurde im Jahre 1978 nach Schönau am Königssee eingemeindet. Die Halbinsel am Westufer des Sees wird regelmäßig per Elektroboot angefahren. Ein Zugang zu Fuß ist nur eingeschränkt über hochalpine Wege möglich. An Stelle der heutigen Wallfahrtskirche befand sich bereits 1134 ein Vorgängerbau. Diese alte Kirche wurde Ende des 17. Jahrhunderts abgerissen. Ihr heutiges Gesicht erhielt die Kirche im 18. Jahrhundert. Bayernkönig Ludwig II. finanzierte den Kirchenbau aus der Kabinettskasse.

Im Jahre 1868 wurde St. Bartholomä geweiht. An den Wochenenden sind tausende Touristen auf der Halbinsel unterwegs. Laufen am Nachmittag die letzten Boote nach Schönau aus, dann kehrt Ruhe ein, denn Übernachtungen sind auf der Halbinsel nicht gestattet. Wer sich zu Fuß nach St. Bartholomä aufmachen möchte, sollte schwindelfrei sein und muss etwa fünf Stunden Gehzeit einkalkulieren. Am 24. August ist die Halbinsel Schauplatz der Almer Wallfahrt. Die älteste europäische Gebirgswallfahrt startet im österreichischen Pinzgau. Neben der Wallfahrtskirche zählen auch das ehemalige Jagdschloss, das Watzmannostwand-Lager oder eine Informationsstätte des Nationalparks Berchtesgaden zum Territorium St. Bartholomä.

Schloss Berchtesgaden

Das Schloss Berchtesgaden ist aus dem einstigen Augustiner-Chorherrenstift entstanden. Der Bau wurde im Jahre 1102 errichtet und Ende des 12. Jahrhunderts zu einer romanischen Pfeilerbasilika ausgebaut. Im Jahre 1725 wurde der barocke Südflügel ergänzt. Das Schloss Berchtesgaden diente als Sitz der Stifts- und Fürstpröpste. Die ältesten Gebäudeteile wurden 1818 zur Sommerresidenz von König Maximilian I. ausgebaut. Zwischen 1922 und 1933 wurde die Anlage von Kronprinz Rupprecht von Bayern bewohnt. Noch heute dient das Schloss als Nebenwohnsitz des königlichen Enkels.

Im Schloss Berchtesgaden ist das Schlossmuseum einen Besuch wert. Für die Öffentlichkeit sind 30 der insgesamt 120 Räumlichkeiten zugänglich. Die Sammlung des Museums umfasst Möbel, Gemälde und Waffen. Herausragende Exponate sind ein Liedertisch aus dem 16. Jahrhundert oder ein barocker Schreibtischschrank mit Intarsienarbeiten und 72 Schubladen. Im Großen Speisesaal ist der Tisch mit kostbarem Nymphenburger Porzellan eingedeckt. Auf Schloss Berchtesgaden haben wertvolle Kunstwerke von Veit Stoß oder Tilman Riemenschneider einen würdigen Standort gefunden. Im Sommer lohnt ein Bummel durch den Rosengarten des Schlosses. Das Schloss ist ausschließlich im Rahmen von Führungen zugänglich. In den Stallungen können Jagd- und Wildfreunde ein Rehmuseum besichtigen.

Salzbergwerk Berchtesgaden

Das Salzbergwerk Berchtesgaden wurde im Jahre 1517 als Petersberg-Stollen gegründet. Noch heute wird im Bergwerk Salz abgebaut und mittels Soleleitung nach Bad Reichenhall transportiert. Das Salzbergwerk Berchtesgaden ist seit dem Mittelalter mit einer Besuchereinfahrt versehen. Noch bis vor wenigen Jahren wurden die Besucher mit historischen Bergmannsuniformen ausgestattet, bevor sie in den Berg einfuhren. Heute erfüllen zweckmäßige Overalls diese Funktion. Während der einstündigen Führung erfahren Urlauber viel Wissenswertes über die Abbautechnik und die Salzverarbeitung.

Der Abstieg in das Salzbergwerk Berchtesgaden erfolgt wahlweise über Treppen oder eine Bergmannsrutsche. Die Grubenbahn durchquert das Gelände auf 1.400 Metern Länge. Den Höhepunkt einer Besichtigungstour bildet die Floßfahrt auf einem Salzsee. Das Salzbergwerk Berchtesgaden lädt seine Besucher zu einer Salz-Zeit-Reise ein. Die Ausstellung wurde als Erlebnisbergwerk konzipiert und Besucher erwarten zahlreiche multimediale Geniestreiche. Seit dem Jahre 1990 ist ein 850 Quadratmeter großer Heilstollen Teil des Areals. Hier finden besonders Asthmatiker oder Allergiker Linderung. Jährlich besuchen etwa 400.000 Gäste das Salzbergwerk. Konzertveranstaltungen oder das Dinner de Sole bereichern den Besuch. Das Salzbergwerk öffnet täglich von 9 bis 17 Uhr seine Pforten. Der Eintritt für Erwachsene beträgt 15,50 Euro. Kinder zahlen 9,50 Euro Ergänzend zum Besuch im Salzbergwerk bieten sich die Besichtigung der Alten Saline und des Salzmuseums in Bad Reichenhall an.



Geschichte zum Anfassen

Heimatmuseum Berchtesgaden

Das Heimatmuseum Berchtesgaden öffnet auf Schloss Adelsheim seine Pforten. Der Renaissancebau am nördlichen Stadtrand von Berchtesgaden entstand im Jahre 1614. Die Ausstellung zählt zu den bedeutendsten Museen in Bayern. Das Heimatmuseum Berchtesgaden wurde von Rudolf Kriss begründet und durch Leihgaben des Bayerischen Nationalmuseums München ergänzt. In den 13 Ausstellungsräumen wird auf einer Fläche von 600 Quadratmetern das Leben und die Kultur der Region anschaulich dokumentiert.

Einen großen Teil der Exponate im Heimatmuseum Berchtesgaden macht die “Berchtesgadener War” aus. Das Holzspielzeug besitzt im Ort eine lange Tradition. Auch bemalte Spanschachteln, Glasmalereien oder Krippenfiguren zählen zum umfangreichen Bestand des Heimatmuseums Berchtesgaden. Im Berchtesgadener Land haben sich zahlreiche Bräuche und Traditionen erhalten. Zu Volksfesten werden regelmäßig Trachten getragen. Die Entwicklung von Trachten und Brauchtum kann in der Ausstellung nachvollzogen werden. Sehenswert ist auch die zum Museum zählende Hauskapelle. Vom Bayerischen Nationalmuseum wurde eine Ausstellung über den Museumsgründer eingerichtet. Im Museum lassen sich nicht nur Exponate hinter Glas bestaunen, sondern Urlauber können auch die Verkaufsausstellung besuchen und sich dort für ein hübsches Mitbringsel bayerischer Volkskunst entscheiden. Das Heimatmuseum ist täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Montags bleibt das Museum geschlossen. Der Eintritt für Erwachsene beträgt 2,50 Euro. Kinder bis 18 Jahre können das Museum gratis besuchen.

Dokumentationszentrum Obersalzberg

Das Dokumentationszentrum Obersalzberg ist als Lern- und Erinnerungsort an geschichtsträchtiger Stelle entstanden. Die Ausstellung ist am Hintereck, unmittelbar am Parkplatz der Busse für die Beförderung der Besucher zum Kehlsteinhaus zu finden. Das Gebäude entstand auf den Grundmauern des einstigen Gästehauses im Führersperrgebiet. Die Ausstellung öffnete im Herbst 1999 ihre Pforten und wurde im Jahre 2005 um Seminarräume erweitert. Im Folgejahr entstand in der Bunkeranlage ein Raum für Wechselausstellungen. Im Dokumentationszentrum Obersalzberg wird die Geschichte des Obersalzberges anschaulich dokumentiert. Der Bogen spannt sich bis zur NS-Politik und stellt historische Zusammenhänge her. Dabei möchte sich die Einrichtung wegbewegen von einer rein kommerziellen Nutzung des Areals am Obersalzberg.

Der Rundgang durch das Dokumentationszentrum Obersalzberg beginnt in hellen und freundlichen Räumen mit der Begeisterung der Jugend, in Erwartung des Führers. Anhand der weiteren Dokumentationen wird die NS-Zeit in ihrer erschütternden Brutalität deutlich. Die Ausstellung endet in einem dunklen Bunker mit der thematischen Aufarbeitung der Judenverfolgung. Das Dokumentationszentrum Obersalzberg bietet zahlreiche Vorträge und Bildungsangebote an. Geöffnet ist die Einrichtung täglich von 9 bis 17 Uhr. Der Eintritt beträgt drei Euro. Schüler und Studenten haben freien Zugang. Der Kehlsteinlift befördert Urlauber innerhalb weniger Sekunden in das Kehlsteinhaus in 1.820 Metern Höhe. Das Gebäude war ein Geschenk der NSDAP an Hitler. Seit 1952 ist das Kehlsteinhaus öffentlich zugänglich.