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Sölden Sehenswürdigkeiten

Nicht nur die Berglandschaft rund um Sölden ist lohnenswert, auch die Sehenswürdigkeiten in Sölden sollten Sie unbedingt besichtigen. Ein ganz besonderes Erlebnis ist beispielsweise eine Fahrt über den Grenzpass Timmelsjoch, der Österreich und Italien verbindet. Aber auch eine Tagestour zur Wildspitze, dem zweitgrößten Berg Österreichs, der mit der Pitztaler Gletscherbahn erreicht werden kann, ist lohnenswert. Wir haben für Sie die schönsten Sölden Sehenswürdigkeiten zusammengestellt.

Timmelsjoch
Timmelsjoch
© mindgrow / Flickr [CC BY-SA 2.0]
Sonnenuntergang in Sölden
Sonnenuntergang in Sölden
© Roman Pfeiffer / Flickr [CC BY-ND 2.0]

Highlights in Sölden

Gaislachkoglbahn

Die Gaislachkoglbahn erschließt den Gipfel des 3.056 Meter hohen Gaislachkogls. Eine erste Bahn wurde im Jahre 1966 erbaut und bedeutete einen großen touristischen Aufschwung für den Fremdenverkehr in Sölden und den Ötztaler Alpen. Von der Bergstation konnte der Gipfel bequem erreicht werden und auch der Anschluss an die Wander- und Skigebiete war gegeben. Im Jahre 2011 wurde der eindrucksvolle Neubau der Gaislachkoglbahn der Öffentlichkeit übergeben. Die 38 Millionen Euro teure Anlage ist eine Meisterleistung im Hinblick auf Architektur und Technik. Urlauber besteigen die Talstation in 1.363 Meter Höhe und gelangen in weniger als sieben Minuten zur Mittelstation. Nun erfolgt der Wechsel von der 8sitzigen Gondel auf die 3S-Bahn. Die Gondel bietet 28 Personen Platz und erreicht in 5,5 Minuten die Bergstation. Die Gaislachkoglbahn beeindruckt mit ihrer extravaganten Architektur. Die Stahlkonstruktion der einzelnen Stationen ist von transparenter Kunststofffolie umgeben und erlaubt Fahrgästen faszinierende Einblicke in die technische Konstruktion. Der Entwurf für die Gaislachkoglbahn stammt vom Innsbrucker Architekturbüro Johann Obermoser. Im Jahre 1971 wurden die Skigebiete Gaislachkogl und Hochsölden zusammengelegt und somit zu einem ganzjährlichen Skigebiet. Pro Stunde können mit der neuen Bahn bis zu 3.600 Personen befördert werden. Der Einstieg in die Talstation ist über Rolltreppen oder einen Lift möglich. Von der Mittelstation haben Urlauber über eine Rampe direkten Pistenzugang.

Ötztaler Gletscherstraße

Die Ötztaler Gletscherstraße ist eine von Sölden zum Rettenbach- und Tiefenbachferner führende Alpenstraße. Für die im Jahre 1972 errichtete Straßenverbindung wurde eine schon existierende Straßenverbindung nach Hochsölden genutzt und entsprechend erweitert. Die Ötztaler Gletscherstraße verläuft auf ihrem Weg zum Tiefenbachferner durch den Rosi-Mittermaier-Tunnel. Der höchstgelegene Tunnel Europas besitzt eine Länge von 1.800 Metern und wurde nach der bekannten deutschen Skirennläuferin Rosi Mittermaier benannt. Am Tunnelende erreicht die Gletscherstraße in 2.829 Metern den höchstgelegenen asphaltierten Punkt Österreichs, der im Sommer uneingeschränkt mit dem Pkw, dem Rad oder dem Bike erreicht werden kann. Die Ötztaler Gletscherstraße hat es möglich gemacht, den Rettenbach- und den Tiefenbachferner für den Tourismus zu erschließen und als ganzjähriges Skigebiet zu vermarkten. Damit erfuhr der Tourismus im Ötztal einen regen Aufschwung. Der Parkplatz am Skilift des Tiefenbachfernes stellt den Endpunkt der Ötztaler Gletscherstraße dar. Die 16 Kilometer lange Straßenverbindung ist mautpflichtig. Auch Sattelschlepper und Busse dürfen die Gletscherstraße befahren, sollten allerdings nicht ohne Schneeketten unterwegs sein, denn das Wetter im Hochgebirge ist heftigen Kapriolen unterworfen. Entlang der Strecke werden 1.500 Höhenmeter überwunden. Die größte Steigung beträgt 13%.

Timmelsjoch

Das Timmelsjoch ist ein 2.474 Meter hoch gelegener Pass in Tirol. Seit 1919 bildet das Joch einen Grenzpass zwischen Österreich und Italien. Der höchstgelegene nicht vergletscherte Übergang zwischen Brenner und Reschenpass stellt die Verbindung zwischen dem Ötztal und Südtirol her. Auf dem Timmelsjoch verläuft die Europäische Wasserscheide. Weiterhin stellt der Passübergang die Trennung der Ötztaler Alpen von den Stubaier Alpen dar. Die Bezeichnung des Passes ist rätoromanischen Ursprungs und bedeutet "tömbl", was für "kleiner Hügel" steht. Über das Timmelsjoch erfolgte die erste Besiedlung des Ötztals durch Siedler aus dem Passeier. Der Pass wurde im Jahre 1241 erstmals als "Thymels" erwähnt. Im Jahre 1320 wurde ein Saumweg angelegt. Für die Fugger und Welser besaß das Timmelsjoch Bedeutung als Handelsweg. Pläne für den Bau einer Straßenverbindung wurden mehrmals verworfen. Erst 1955 wurde mit dem Bau der Timmelsjoch Hochalpenstraße begonnen. Die offizielle Freigabe der Straßenverbindung erfolgte im Jahre 1968. Zwischen Juni und Oktober ist die Panoramastraße für den Verkehr geöffnet. Während die Straßenverbindung für LKWs tabu ist, erfreut sie sich bei Pkw- und Motorradfahrern umso größerer Beliebtheit. Auch Radrennen finden regelmäßig statt. Die 1.800 Höhenmeter entlang der 30 Kilometer langen Strecke zu bewältigen, gilt als wahre Herausforderung. Im August haben Hobbyradler Gelegenheit, beim Ötztal-Radmarathon ihre Kräfte zu messen.

Freizeit Arena Sölden

Die Freizeit Arena Sölden ist ein beliebter Anlaufpunkt für die ganze Familie. Wenn auch der Fokus im Ötztal ganz klar auf Wanderungen und Wintersport liegt, so nutzen Aktivurlauber die Freizeit Arena mit Vorliebe, um auch andere Sportarten auszuüben und somit die ganze Bandbreite sportlicher Aktivitäten in ihrem Urlaubsort zu erleben. Seit mehr als zehn Jahren überzeugt die Freizeit Arena Sölden mit ihrem Rundum-Paket an sportlichen Aktivitäten für Jung und Alt. Das Erlebnis-Schwimmbad sorgt für unbeschwerte Stunden im nassen Element. Viel Abwechslung bieten die Felsengrotte, die Breitrutsche, die Sprudelliegen und die Sonnenterrasse. Prima entspannen lässt es sich im Sauna-Bereich, wo eine finnische Sauna, ein Dampf- und Inhalationsbad oder das Sanarium für Abwechslung sorgen. Eine Extraportion Urlaubsbräune holen sich die Besucher der Freizeit Arena Sölden im Solarium. Entspannte Stunden lassen sich im Relax-Wintergarten verbringen. Schlaffe Muskeln bringen Urlauber im Fitness-Center schnell wieder in Form. Auch für ein Tennismatch ist die Freizeit Arena Sölden die richtige Adresse. Zum Komplex zählen auch eine Sporthalle und eine Schießanlage. Auf die nächste alpine Tour können sich Touristen im Höhentrainingscamp vorbereiten. Ein besonderes Highlight stellt das Mondscheinkegeln im mexikanischen Restaurant "Hacienda" dar. Die Freizeit Arena ist täglich von 11 bis 21 Uhr geöffnet. Besuchern steht ein kostenfrei nutzbares Parkhaus zur Verfügung.



Natursehenswürdigkeiten und Wanderziele in Sölden

Wildspitze

Die Wildspitze ist mit 3.768 Metern die höchste Erhebung Nordtirols und der Ötztaler Alpen. Nach dem Großglockner nimmt der Berg Rang 2 in der Liste der höchsten Berge Österreichs ein. Die Wildspitze verläuft zwölf Kilometer nordöstlich des Alpenhauptkamms über dem Venter Tal. Vom Berggipfel reicht die Aussicht weit über die Berner Alpen und die Schobergruppe. Seit 1933 besitzt der Berg ein Gipfelkreuz. Das Holzkreuz wurde einst von Bergführern aus dem Bergsteigerdorf Vent auf den Gipfel transportiert. Mit Hilfe eines Helikopters konnte im Jahre 2010 ein neues Kreuz montiert werden. Das alte Gipfelkreuz wurde zwischen Vent und den Rofenhöfen aufgestellt. Dies ist die einzige Stelle im Tal, wo der Blick zum Berggipfel uneingeschränkt möglich ist. Die Wildspitze wird ganzjährig von zahlreichen Alpinisten bestiegen. Durch die Errichtung der Pitztaler Gletscherbahn ist es möglich, den Berg bequem auf einer Tagestour zu bezwingen. Die Erstbesteigung der Wildspitze fand im Jahre 1848 durch Leander Klotz und einen namenlos gebliebenen Bauern der Umgebung statt. Die einfachste Tour zum Gipfel führt aus dem Firnbecken über den Südwest-Grad zum Südgipfel. Als Ausgangspunkt für die Bergtouren dient das Gebirgsdorf Vent. Die Wanderung führt über die Breslauer Hütte und macht eine Gletscher-Sicherheitsausrüstung notwendig. Alternative Routen sind die um 50 Grad geneigte Nordwand oder der Südostgrat über den Ötztaler Urkund.

Naturpark Texelgruppe

Der Naturpark Texelgruppe ist der größte Regionalpark in Südtirol. Seit 1976 werden die Landschaft um die Texelgruppe und weitere Teile der Ötztaler Alpen in einem Naturpark geschützt. Anteil am Areal besitzen die Gemeinden Schnals, Dorf Tirol oder Naturns. Im Westen wird der Naturpark Texelgruppe vom Schnalstal begrenzt. Der Vinschgau schließt den Naturpark nach Süden hin ab. Die höchste Erhebung im Naturpark stellt die 3.628 Meter hohe Hintere Schwärze am Schnalser Kamm dar. Der Niederjochferner ist der größte Gletscher des Gebietes. Nähere Informationen über den Naturpark liefert das Naturpark Haus in Naturns. Hier wird der Lebensraum umfassend vorgestellt. Eine weitere Informationsstelle befindet sich bei Moos in Passeier. Im Naturpark Texelgruppe sind ausgiebige Wanderungen durch die unberührte Hochgebirgswelt möglich. Stress und Hektik sind hier Fremdwörter und Urlauber werden die Ruhe und Abgeschiedenheit genießen. Die Similaunhütte kann vom Vernagt-Stausee über das Tisental erreicht werden. Eine besonders abwechslungsreiche Tour verläuft in Naturpark Texelgruppe um die Spronser Seen. Wer die einhundert Kilometer des Meraner Höhenweges in Angriff nehmen möchte, muss mehrere Tage Gehzeit einplanen. Entlang der Route lässt sich die gesamte Texelgruppe umwandern. Durch das Pfossental führt der Weg zum Eisjöchl, wo die Stettiner Hütte Einkehrmöglichkeiten bietet.

Ötzi Fundstelle

Die Ötzi Fundstelle befindet sich im Schnalstal, zwischen Nord- und Südtirol. Seit vielen Jahren bewegt die Gletschermumie nicht nur die Gemüter, sondern es scheiden sich auch die Geister hinsichtlich der geografischen Zuordnung der Fundstelle. Ötzi wurde in der Grenzregion Deutschland-Italien gefunden. Allgemein werden die Gebiete nördlich der Wasserscheide zu Österreich und das Territorium südlich der Wasserscheide zu Italien gezählt. Ein Gutachten brachte Gewissheit, die Ötzi Fundstelle am Tisenjoch zählt zu Südtirol. So kann Ötzi seit 1998 auch im Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen in Augenschein genommen werden. Die Ötzi Fundstelle lässt sich vom Bergsteigerdorf Vent aus in etwa zwei Stunden erreichen. Wanderer erreichen zunächst die Samoarhütte und wandern weiter nach Nordwesten ins Niedertal. Ein Serpentinenweg führt weiter zum Abzweig der Fundstelle. Die Tour folgt nun einem weiten Hochtal in Richtung Westen und endet vor dem Talschluss an einer Steilstufe zum Tisenjoch. In 3.210 Metern ist die Ötzi Fundstelle durch ein Denkmal markiert und kann nicht übersehen werden. Eine empfehlenswerte Tour führt von der Fundstelle weiter zum aussichtsreichen Hauslabjoch. Das Hochwildehaus bietet Einkehrmöglichkeiten. Ötzi wurde im Jahre 1991 gefunden und sorgte für einen riesigen Medienrummel. Die Mumie wird auf mehr als 5.000 Jahre geschätzt.



Museen in Sölden

Ötztaler Heimat- und Freilichtmuseum

Wer mehr über sein Feriendomizil erfahren möchte, ist im Ötztaler Heimat- und Freilichtmuseum an der richtigen Adresse. Die Anlage in Lehn bei Längenfeld macht es möglich, eine Zeitreise in vergangene Jahrhunderte zu unternehmen und das Leben der Bergbauern in der Vergangenheit hautnah nachzuvollziehen. Die zentrale Anlage im Ötztaler Heimat- und Freilichtmuseum stellt der Paarhof mit seinem Vorratsspeicher dar. Zu bestaunen gibt es hier verschiedene Gerätschaften, welche den Alltag der Bauern bestimmten. Auch landwirtschaftliche Anlagen, die durch das Wasser des Lehnbaches angetrieben wurden, sind erhalten geblieben. Dazu zählen die Säge oder die Mühle. Das Mittelflurhaus entstand im 17. Jahrhundert und wurde bis 1951 bewohnt. Im Ötztaler Heimat- und Freilichtmuseum wird hier die Wohnsituation um 1900 anschaulich dokumentiert. Eine Ausstellung widmet sich der Woll- und Flachsverarbeitung. In einem der Schauräume wurde eine alte Schulstube rekonstruiert. Das Wirtschaftsgebäude entstand in Ständer-Bohlen-Bauweise und beherbergt eine interessante Sammlung an Transportmitteln und Fahrzeugen. Das älteste Schaustück im Ötztaler Heimat- und Freilichtmuseum stellt der um 1500 entstandene Vorratsspeicher dar. Dieser wurde abseits der Höfe erbaut und sollte im Falle eines Brandes das Überleben sichern. Neu zur Anlage hinzugekommen ist im Jahre 2005 das benachbarte Schmiedlas Haus. Hier ist der "Gedächtnisspeicher Ötztal" entstanden. Urlauber können die Ferienregion hier hören, lesen und sehen. Die Einrichtung ist von Juni bis September außer montags täglich geöffnet.

Mineralienschau

Die Mineralienschau Silbertal baut auf einem Hobby auf und wird mit viel Leidenschaft und Sachverstand betrieben. Seit mehr als 30 Jahren ist David Gufler Mineralien auf der Spur. Da er oft die Granatenwand nutzt, um mit Hammer und Meisel bewaffnet auf Spurensuche zu gehen, wird er auch scherzhaft "Granaten Yeti" genannt. Die Mineralienschau wird im Berggasthof Silbertal gezeigt. So wird sichergestellt, dass viele Urlauber in den Genuss einer Besichtigung kommen und ihren Besuch im Museum zudem mit einem Abstecher ins Restaurant verbinden können, wo Tiroler Schmankerl aufgetischt werden. Die Mineralienschau wird von David Gufler in Eigenregie betrieben. Er hat seine Schaustücke liebevoll zusammentragen und sortiert. In den Vitrinen der Mineralienschau funkeln zahlreiche seltene Fundstücke. Besonders stolz ist "Granaten Yeti" auf den größten europäischen Einzelgranat. Damit hat der Sammler seinem Spitznamen alle Ehre gemacht. Von beachtlicher Größe sind auch der 820 Kilogramm schwere Amethyst und der 350 Kilogramm umfassende Sodalith. Damit es auch den kleinen Besuchern nicht langweilig wird, können diese den Spielplatz des Gasthofes nutzen. Die Mineralienausstellung kann zwischen Mai und September jeweils montags besucht werden. Gerne steht David Gufler für Fragen der Urlauber zur Verfügung. Seine Geschichten faszinieren die Zuhörer. Weiterhin findet ein Mineralienverkauf statt.