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Essen Sehenswürdigkeiten

Die Stadt Essen hat Sehenswürdigkeiten aller Art zu bieten. Von verschiedenen Museen über interessante Bauwerke und tolle Freizeitmöglichkeiten bis zu den alten Zechen der Region ist hier bestimmt für jeden Besucher das Richtige dabei. Wir haben Ihnen hier einige der interessantesten Sehenswürdigkeiten zusammengestellt.
Zeche Zollverein
Zeche Zollverein
© Arco Ardon / flickr [CC BY 2.0]
Förderturm der Zeche Zollverein
Förderturm der Zeche Zollverein
© Ulrich Klesper / Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0]

Highlights in Essen

Zeche Zollverein

Das Wahrzeichen des Ruhrgebiets, die Zeche Zollverein und die benachbarte Kokerei, zählen mit ihrer Bauhaus-Architektur zu den attraktivsten Zechen der Region, weshalb sie 2001 in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen wurden. Das 1986 stillgelegte Steinkohlebergwerk wurde in den letzten Jahren zum bekanntesten Industriedenkmal und entwickelte sich zum Zentrum der Kreativwirtschaft im Ruhrgebiet. Gegründet wurde die Zeche Zollverein in der Mitte des 19. Jahrhunderts von Franz Haniel. Der deutsche Unternehmer stieß bei der Suche nach Kohlevorkommen auf die Bodenschätze im Essener Stadtteil Stoppenberg und begann hier im Jahr 1847, Kohle abzubauen. Die fortschreitende Industrialisierung, aber auch der Erste und Zweite Weltkrieg sorgten für einen steilen Aufstieg der Zeche mit wachsendem Kohleabbau und einem Anstieg an Beschäftigten. Täglich wurden hier bis zu 10.000 Tonnen Steinkohle zu Koks verarbeitet. Lange Zeit galt die Zeche Zollverein dabei als modernste Kokerei in Europa. Über 140 Jahre lang spielte sie zudem eine wichtige Rolle für die Steinkohleförderung, die 1986 eingestellt wurde. Die Kokerei folgte einige Jahre später. Heute nimmt die Zeche Zollverein als Industriedenkmal und Kulturzentrum eine wichtige Rolle ein.

Europäische Route der Industriekultur
Die Zeche Zollverein nimmt einen wichtigen Ankerpunkt in der Europäischen Route der Industriekultur ein. Bei der ERIH (vom eng. European Route of Industrial Heritage) handelt es sich um ein von der EU gefördertes Projekt, das das Erbe und die Hinterlassenschaften der Industrialisierung stärken und weitergeben soll. Dabei werden sowohl Orte als auch Bauwerke touristisch attraktiv gemacht. Die Zeche Zollverein gehört bei der ERIH, die neben Deutschland auch Großbritannien, Frankreich und einige weitere europäische Industriestaaten passiert, zu den bedeutendsten Standorten der industriellen Geschichte.

Kultur in der Zeche Zollverein
Nach der Stilllegung der Kohleförderung und –verarbeitung kaufte das Land Nordrhein-Westfalen die Zeche Zollverein und stellte das Gelände unter Denkmalschutz. Nach langjährigen Sanierungsarbeiten wurden hier immer weitere kulturelle Einrichtungen geschaffen. So finden Besucher hier den Museumspfad "Weg der Kohle", ein Besucherzentrum der Europäischen Route der Industriekultur, das Ruhr Museum, den Kunstschacht Ruhrmuseum und vieles mehr. Verschiedene Führungen informieren über die Geschichte des Bergwerks und den Abbau der Kohle. Veranstaltungen wie Workshops oder Konzerte sorgen für interaktive Kommunikation mit den Besuchern.

Messe Essen

Mehr als 50 Messen finden jedes Jahr in der Ruhrstadt statt. Mit einer Fläche von rund 110.000 m² gehört das Gelände der Messe Essen dabei zu den größten Ausstellungsplätzen in Deutschland. Dabei stehen 18 Hallen und eine Galeria sowie 27 Kongressräume, 12.000 Parkplätze und 20.000m² Freigelände für nationale und internationale Ausstellungen zur Verfügung. Auch die Grugahalle im angrenzenden Grugapark gehört zur Messe Essen – hier finden regelmäßig große Veranstaltungen wie Konzerte und Shows statt. Das Atlantic Congress Hotel Essen bietet mit seinen knapp 250 Zimmern viel Platz für Aussteller und Besucher. Das Messegelände besteht bereits seit 1913, betrieben wird das Gelände seit 1982 von der Messe Essen GmbH. Die rund 50 Ausstellungen, die hier pro Jahr stattfinden, wenden sich sowohl an Fachbesucher als auch an das interessierte Publikum. Zu den Fachmessen gehören zum Beispiel die IPM (Internationale Fachmesse Pflanzen, Technik, Floristik), die Hogatec (Internationale Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung) oder die Equitana (Pferdefachmesse). Zu den angebotenen Publikumsmessen gehören beispielsweise die jährlich im Februar stattfindende "Reise/Camping", die "Essen Motor Show" oder die "Internationalen Spieltage".


Neue Isenburg
Neue Isenburg
© Frank Vincentz / Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0]
Alte Synagoge
Alte Synagoge
© Jaimrsilva / Wikimedia Commons [CC BY-SA 4.0]
Essener Münster
Essener Münster
© Ralf Hüls / Wikimedia Commons [CC BY-SA 2.0 DE]

Bedeutende Bauwerke in Essen

Neue Isenburg

Die Neue Isenburg ist eine Burgruine aus dem 13. Jahrhundert. Im heutigen Essener Stadtteil Bredeney gelegen, wurde sie nach dem Vorbild der Isenburg in Hattingen errichtet, die zu Beginn des 13. Jahrhunderts zerstört wurde. Die Neue Isenburg in Essen wurde etwa 1240 von Graf Dietrich von Altena-Isenberg errichtet. Dafür wählte er einen strategisch günstigen Platz aus: 150 Meter auf einem Berg über der Ruhr gelegen, war es leicht, die Festung gegen Feinde zu verteidigen. Trotzdem wurde sie nur kurz nach ihrem Bau zerstört – sie verfiel zu einer Ruine und wurde durch Wind und Wetter fast vollständig begraben. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts konnten alte Mauern wieder freigelegt werden, so dass die Ruine heute besichtigt werden kann. Die Ruine der Neuen Isenburg wird heute als Bau- und Bodendenkmal geschützt. Erbaut wurde die Neue Isenburg ursprünglich aus Ruhrsandstein. Mit einer Größe von etwa 135 mal 45 Metern gehört sie zu den größten Festigungsanlagen der Region. Sie ist heute für die Öffentlichkeit frei zugänglich und kann besichtigt werden.

Alte Synagoge

Ein besonders schönes Gebäude in Essen ist die Alte Synagoge. Sie gehört zu den am besten erhaltenen jüdischen Bauten aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. Errichtet wurde es zwischen 1911 und 1913 als jüdisches Gotteshaus, heute dient es als „Haus jüdischer Kultur“. Grund für den Bau der Synagoge war die stetig wachsende jüdische Gemeinde um die Jahrhundertwende. Im Jahr 1911 wurde der deutsche Architekt Edmund Körner beauftragt, eine Synagoge zu erbauen, die die neue Akzeptanz der jüdischen Gemeinde deutlich machte. Nur zwei Jahre später wurde die Synagoge eingeweiht. Neben einem großen Hauptraum mit einer Orgel und mehreren Emporen befanden sich hier zum Beispiel auch eine Bibliothek, ein Gemeindesaal, ein Garten und einige Rabbinerwohnungen. Wegen ihrer massiven Bauweise überstand sie sowohl die judenfeindlichen Bewegungen der Nationalsozialisten als auch den zweiten Weltkrieg, so dass sie heute mit einer Gesamtlänge von 70 Metern und ihrer 37 Meter hohen Kuppel als die größte freistehende Synagoge nördlich der Alpen gilt. Nachdem die im Krieg beschädigte Ruine lange Zeit ungenutzt blieb, entschied sich die jüdische Gemeinde für den Bau einer neuen Synagoge, die alte wurde zum Museum für Industriedesign umfunktioniert, wodurch ihre ursprünglichen Elemente verloren gingen. Nachdem diese Ausstellung durch einen Brand zerstört wurde, entschied sich die Stadt Essen für die Rekonstruktion der ursprünglichen Gestaltungsart sowie für die Einrichtung der Institution "Alte Synagoge" als Begegnungsstätte. Dabei werden viele Veranstaltungen organisiert, die sich mit dem jüdischen Leben, der Kultur und Religion befassen. Führungen für Kinder und Erwachsene, Diskussionsabende, Konzerte, Lesungen, Theateraufführungen und vieles mehr sorgen für lehrreiche und interessante Stunden in der Alten Synagoge Essen.

Essener Münster

Der Dom Essen, auch als Essener Münster bekannt, befindet sich mitten im Zentrum von Essen am Burgplatz. Im 9. Jahrhundert vom Bischof von Hildesheim als Damenstift errichtet, wurde er den Heiligen Cosmas und Damian, die heute als Stadtpatronen Essens gelten, sowie der Jungfrau Maria geweiht. Laut archäologischer Überlieferungen ist der heutige Dom Essen bereits die dritte Kirche, die an genau dieser Stelle errichtet wurde – so verwundert es nicht, dass sie zum Zentrum der sich hier bildenden Siedlung, der heutigen Stadt Essen, wurde. Durch seine bereits über 1000-jährige Geschichte hat der heutige Dom Essen nicht mehr viel mit dem ursprünglichen Bau zu tun. Zahlreiche Umbauten orientierten sich an den Stilrichtungen der jeweiligen Zeit und am Geschmack der Herrscher.

Nachdem es hier im Laufe der Zeit Änderungen im karolingischen, ottonischen, gotischen und barocken Stil gegeben hatte, fanden die letzten großen Neuerungen nach dem Zweiten Weltkrieg statt. Durch schwere Luftangriffe auf Essen im März 1943 wurden Teile des Doms schwer beschädigt. Den nötigen Wiederaufbau verband man gleich mit archäologischen Forschungen, bei denen man die Vorgängerbauten aufspüren konnte. Der Wiederaufbau ging relativ schnell vonstatten und konnte bereits zu Beginn der 1950er Jahre abgeschlossen werden. Nur wenige Jahre später wurde der Dom Essen zum Bischofssitz erklärt. Da das Gotteshaus für diese wichtige Aufgabe schnell zu klein wurde – ihre Größe ging nicht über den ottonischen Bau aus dem 11. Jahrhundert hinaus –, kam es zu einigen Erweiterungen. So legte Dombaumeister Heinz Dohmen in den 1980er Jahren eine Westkrypta an.  

Der Dom Essen fasziniert seine Besucher vor allem durch seine bedeutenden Kunstwerke und Sammlungen. Dazu gehört neben der im 10. Jahrhundert angefertigten Idasäule, dem aus dem 14. Jahrhundert stammenden Grabmal Altfrids, dem Gründer der Stadt Essen, oder der aus Sandstein gefertigten Figurengruppe der "Grablegung Christi" auch der Domschatz Essen. Er zählt zu Deutschlands wichtigsten Sammlungen aus dem Bereich der kirchlichen Kunstwerke. Im Laufe der langen Geschichte sammelte sich hier eine Menge an bedeutsamen und wertvollen Gegenständen an, die im Zuge der Säkularisierung zu Beginn des 19. Jahrhunderts erst an die Pfarrgemeinde, in der Mitte des 20. Jahrhunderts schlussendlich an das Bistum Essen übergingen. Heute ist der Domschatz Essen für die Öffentlichkeit zugänglich und kann besichtigt werden. So kann man hier zahlreiche Werke aus ottonischer Zeit wie die goldene Kinderkrone Ottos III., ein Zeremonialschwert oder einen siebenarmigen Bronzeleuchter bewundern. Auch Messgewänder, Ringe von verstorbenen Essener Bischöfen sowie einige Messkelche, Handschriften und Skulpturen gibt es zu entdecken.
Essener Rathhaus
Essener Rathhaus
© Hans Kreul / flickr [CC BY-SA 2.0]
Schloss Borbeck
Schloss Borbeck
© Tuxyso / Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0]
Villa Hügel
Villa Hügel
© Thorsten Maue / flickr [CC BY-SA 2.0]

Rathaus Essen

Das Rathaus ist in jeder Stadt ein wichtiger politischer Mittelpunkt, der als Zentrum der jeweiligen Stadt auch als Anziehungspunkt für Urlauber fungiert. So ist es auch in Essen. Mit einer Höhe von über 100 Metern ist es auch von weither sichtbar. Dabei hat das heutige Rathaus Essen jedoch nicht mehr viel mit seinen Vorgängerbauten zu tun. Das erste nachweisbare Rathaus der Ruhrmetropole stammt aus dem 15. Jahrhundert. Dabei handelte es sich vermutlich um einen Steinbau mit hohen Staffelgiebeln und einer Fassade mit in Stein gehauenen Figuren von Cosmas und Damian, den Stadtpatronen der Stadt Essen. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde dieses durch einen klassizistischen Bau des Architekten Carl Wilhelm Theodor Freyse ersetzt, das jedoch durch die einsetzende Industrialisierung schnell zu klein wurde.

Nur etwa 40 Jahre später folgte ein neugotischer Bau vom Architekten Peter Zindel, das durch starke Beschädigungen im Zweiten Weltkrieg in den 1960er Jahren abgerissen werden musste. Nachdem die alten Rathäuser am ehemaligen wirtschaftlichen Stadtzentrum, dem alten Flachsmarkt, angesiedelt waren, befindet sich das neue Rathaus heute am Porscheplatz. Eröffnet wurde es nach vierjähriger Bauzeit im November 1979. In 23 Etagen befinden sich hier zahlreiche Büroräume. Wer einen beeindruckenden Blick über Essen und einen Teil des Ruhrgebiets erleben möchte, hat in der 22. Etage die Möglichkeit dazu. Mit den alten Essener Rathäusern hat der Stahl-Beton-Bau dabei nicht mehr viel gemeinsam. Allein die Stadtpatronen Cosmas und Damian findet man auch in dem neuen Bau – als Sandsteinfiguren im Eingangsbereich.

Schloss Borbeck

Im Essener Stadtteil Borbeck befindet sich das gleichnamige Schloss Borbeck. Erstmals im 9. Jahrhundert erwähnt und im 14. Jahrhundert als Residenz für Klostervorsteherinnen in Essen genutzt, wurde es im Laufe seiner langen Geschichte stetig verändert. Seine heutige Form erhielt das Schloss Borbeck im 18. Jahrhundert. Die damalige barocke Stilrichtung findet man bis heute in vielen Teilen des Bauwerks wieder. Verantwortlich dafür war die Äbtissin Franziska Christine von Pfalz-Sulzbach, die das Gebäude verlängern sowie einen großen Schlossgarten in barockem Stil errichten ließ. Nach der Säkularisierung zu Beginn des 19. Jahrhunderts fiel das Schloss Borbeck zunächst an die Grafen von der Recke, einem alten Adelsgeschlecht, später an die Reichsfreiherren von Fürstenberg. Da diese weitere Residenzen besaßen, wurde das Essener Bauwerk seit dem Ende des 19. Jahrhunderts nicht mehr genutzt.

Der Schlosspark wurde erst viele Jahre später für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Den Zweiten Weltkrieg überstand das Schloss Borbeck relativ unbeschadet. Die Stadt Essen kaufte und restaurierte es, um es als Bürogebäude für die Stadtverwaltung zu nutzen. Dabei wurde ein großer Teil der historischen Dekoration im Inneren vernichtet. Seit den 1980er Jahren steht das Gelände unter Denkmalschutz und wird als Kultur- und Begegnungsstätte genutzt. Ausstellungen, Konzerte, Kurse der Volkshochschule und Vorträge ziehen regelmäßig viele Besucher an. Seit einigen Jahren kann hier auch die Ausstellung „Schloss Borbeck und die Fürstäbtissinnen“ bewundert werden.

Neben dem Schloss Borbeck, seiner Architektur und Angeboten ist natürlich auch der Schlosspark ein beliebtes Ausflugsziel. Bereits lange bevor der Garten angelegt wurde, befand sich hier ein Buchenwald, der schon im 16. Jahrhundert in eine Art Park umgewandelt wurde. Als im 18. Jahrhundert die Umgestaltung in einen englischen Landschaftsgarten erfolgte, fand man hier noch einen Schwanenteich mit einer kleinen Insel, künstliche Ruinen, Wasserspielen und Volieren vor. Heute kann man auf verschlungenen Wegen durch die grüne Oase flanieren und das Flair der barocken Anlage genießen. Im östlichen Bereich wird eine als Amphitheater gestaltete Arena unter freiem Himmel für zahlreiche Veranstaltungen genutzt.

Villa Hügel

Als besonders beeindruckender Bau in Essen gilt die Villa Hügel. Im Essener Stadtteil Bredeney gelegen, wird sie von einem 28 Hektar großen Park umgeben. Erbaut wurde die Villa Hügel 1873 von Alfred Krupp – dienen sollte es als Wohn- und Repräsentationshaus der Familie Krupp. Seit den 1950er Jahren wird die Villa Hügel für verschiedene Kulturveranstaltungen genutzt. Das Haus bietet seinen Besuchern in den historischen Räumen einen Blick in die Vergangenheit und beherbergt die von Berthold Beitz gegründete "Kulturstiftung Ruhr". Diese fördert das geistige Leben in den Industriegroßstädten durch unterschiedliche Aktivitäten. Dazu gehört die finanzielle Unterstützung des "Fotografischen Dokumentationsarchivs zur Geschichte der Industrialisierung an der Ruhr" im Ruhr Museum mit seinen rund 480.000 Fotos, Diapositiven und Negativen.

Der 28 Hektar große Hügelpark rund um die Villa Hügel lädt Naturliebhaber zu weitläufigen Spaziergängen ein. Ursprünglich sollte die Grünanlage sowohl zur Repräsentation als auch zur Erholung und zur Versorgung der Anwohner mit Obst und Gemüse dienen. Nach dem Tode Alfred Krupps, der sich hauptsächlich auf den Anbau heimischer Pflanzen konzentrierte, wandelte sich das Aussehen des Parks. Seine Nachfahren legten mehr Wert auf exotische Pflanzen und begannen mit einer großen Orchideenzucht. Im Jahr 1961 feierte die Friedrich Krupp AG ihr 150-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass wurde der Hügelpark zu einem Englischen Garten umgestaltet, so dass das heutige Anwesen nicht mehr viel mit der ursprünglichen Grünfläche zu tun hat.



Ruhr Museum in Essen

Das Ruhrgebiet gehört zu den wichtigsten industriellen Standorten Deutschlands und Europas. Das Ruhr Museum beschäftigt sich mit der Entstehung und Geschichte sowie der Kultur und Natur dieser Region. Untergebracht ist die Ausstellung seit 2008 in der ehemaligen Kohlewäsche in der Zeche Zollverein, ein 2011 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärtes Industriedenkmal, das die Wichtigkeit des Kohleabbaus für das Ruhrgebiet symbolisiert. Gegründet wurde das Ruhr Museum bereits vor über 100 Jahren vom Essener Museums-Verein. Die Eröffnung fand im Jahr 1904 statt – damals erfuhren Besucher hier viele Dinge über Kunst, Völkerkunde, die Geschichte Essens und die Natur. Die Kunstsammlung wurde später ausgelagert und ging im Museum Folkwang auf. Durch ständiges Wachstum der Sammlung zog das Ruhr Museum häufiger um, bis es 2008 in seiner heutigen Stätte landete. Besucher des Ruhr Museums finden hier interessante Informationen und Ausstellungsstücke zu Geologie, Bodenschätzen, Sozialgeschichte und Industrialisierung des Ruhrgebiets. Weiterhin beherbergt die Einrichtung ein großes Fotoarchiv, die in wechselnden Sonderausstellungen präsentiert werden. Vorträge, Filmreihen und ein umfangreiches museumspädagogisches Angebot lassen keine Fragen zum Ruhrgebiet offen.

Mineralienmuseum
Neben der Hauptausstellung in der Kohlewäscherei der Zeche Zollverein bietet das Ruhr Museum Besuchern einige Außenstellen, die sich mit weiteren interessanten Themen rund um das Ruhrgebiet beschäftigen. Dazu gehört das Mineralienmuseum in Essen-Kupferdreh in einem denkmalgeschützten Schulgebäude, in dem eine umfangreiche geowissenschaftliche Sammlung bewundert werden kann. Besucher erfahren hier alles über "Kohle – Das schwarze Gold", "Tiere der Urzeit", "Mammut, Mensch und Feuerstein" und vieles mehr.

Margaretenhöhe
Margaretehnhöhe ist eine nach ihrer Gründerin Margarethe Krupp benannte Siedlung, die sie zwischen 1909 und 1938 errichten ließ. Dabei verfolgte sie das Ziel, den Angestellten der Firma Krupp ein angenehmes und doch zweckmäßiges Wohnen zu ermöglichen. Heute zieht die Siedlung mit ihren architektonisch schönen Häusern mit Erkern, Fensterläden aus Holz und Giebeln sowie den verarbeiteten Natursteinen und der bepflanzten Umgebung viele Besucher an. Seit 1987 steht Margarethenhöhe unter Naturschutz. Eine vom Ruhr Museum eingerichtete Musterwohnung verdeutlicht die damalige Wohnweise.      

Halbachhammer
In Sichtweite von Margarethenhöhe gelegen, befindet sich der Halbachhammer. In dieser so genannten "Hammerhütte" wird die Produktion von Stahl aus vorindustrieller Zeit präsentiert. Dieses wichtige Denkmal fand bereits zu Beginn des 15. Jahrhunderts erstmals urkundliche Erwähnung – damals befand es sich noch in Weidenau an der Sieg –, in der Mitte der 1930er Jahre wurde sie als Schenkung von Gustav Krupp von Bohlen und Halbach nach Essen überführt und steht heute zur Besichtigung bereit.  
  
Kulturlandschaft Deilbachtal
Die Kulturlandschaft Deilbachtal präsentiert den Übergang von der Agrar- zur Industriegesellschaft. Zwischen Essen-Kupferdreh und Velbert-Nierendorf befinden sich mehrere denkmalgeschützte Industriegebäude, die besichtigt werden können. Den Mittelpunkt stellt der aus dem 13. Jahrhundert stammende Deilmannsche Bauernhof mit der Deiler Mühle und dem Deilbachhammer dar. Hinzu kommen Überreste aus der Herstellung von Holzkohle und bauliche Reste einer frühen deutschen Eisenbahnstrecke sowie einer pferdebetriebenen Schmalspurbahn.    

Geologischer Wanderweg
Am Nordufer des Baldeneysees befindet sich der "Geologische Wanderweg Baldeneysee". Auf einer Länge von 10 Kilometern gibt es dabei viel zu entdecken: Felswände und ehemalige Steinbrüche zeigen verschiedene Gesteinsarten, die sich farblich voneinander absetzen. Lange Risse, Gesteinsverschiebungen und Brüche dokumentieren die Kraft, die im Erdinneren herrscht. 


Ruhrmuseum
Ruhrmuseum
© Helen Simonsson / flickr [CC BY-SA 2.0]
Baldeneysee
Baldeneysee
© Michael / flickr [CC BY-ND 2.0]

Parks und Seen in Essen

Baldeneysee

Entlang der Ruhr befinden sich mehrere Stauseen, die für die Wasserversorgung des Ruhrgebiets und die Reinigung der Ruhr zuständig sind. Zudem dienen sie den Bewohnern des Ruhrgebiets als Freizeit- und Erholungsgebiet. Der größte der Stauseen ist der Baldeneysee im Süden der Stadt Essen. Der Baldeneysee dient den Bewohnern Essens als Naherholungsgebiet, in dem man sich vom Großstadtleben erholen kann. Im Sommer verkehren hier Schiffe zwischen dem Werdener Stauwehr und der Fußgängerbrücke zwischen den Essener Stadtteilen Heisingen und Kupferdreh. Ein großes Vogelschutzgebiet am Ufer des Baldeneysees dient Kormoranen, Reihern und anderen Vögeln als Brutstätte. Rad- und Wanderwege mit einer Länge von rund 14 Kilometern laden Naturliebhaber zur Bewegung an der frischen Luft ein. Hier findet seit 1963 jedes Jahr im Oktober der Marathon "Rund um den Baldeneysee" statt. Weiterhin spielt der Wassersport eine große Rolle: Regelmäßig werden hier Segel-, Ruder- und Kanuregatten veranstaltet. Auch Angeln ist hier beliebt. Baden ist wegen der Wasserqualität nicht erlaubt. Ein Beachclub am Nordufer sorgt mit Palmen, Sandstrand, einer Cocktailbar und einigen Beachvolleyball-Feldern für Urlaubsfeeling.
Ronald McDonald Haus im Grugapark
Ronald McDonald Haus im Grugapark
© Christoph Lorse / flickr [CC BY-ND 2.0]

Grugapark

Der Grugapark gehört zu den größten Parks Deutschlands. Südlich der Essener Innenstadt bietet er auf einer Fläche von 70 Hektar ein beliebtes Sport- und Erholungsgebiet für Bewohner und Besucher der Ruhrmetropole. Benannt ist er nach der "Großen Ruhrländischen Gartenbauausstellung", kurz GRUGA, die 1929 in Essen stattfand. Neben dem Grugapark gehören auch die Grugahalle, eine 1958 errichtete Veranstaltungshalle, sowie das Freibad "Grugabad" zum Gruga-Komplex. Die GRUGA wurde am 29. Juni 1929 eröffnet und endete am 13. Oktober des gleichen Jahres. Rund 2 Millionen Menschen besuchten die Gartenbauausstellung. Einige Monate später wurde das Ausstellungsgelände zum Volkspark erklärt. Im Jahr 1938 wurde hier die "Zweite Reichsausstellung des deutschen Gartenbaus" organisiert.

Nachdem ein Großteil des Geländes im Zweiten Weltkrieg zerstört worden war, wurde der Park soweit wieder aufgebaut, dass hier 1952 die "Zweite Große Ruhrländische Gartenbau-Ausstellung" stattfinden konnte. 1965 wurde der Gruga-Park zur Veranstaltungsstätte der vierten großen Ausstellung dieser Art: Zwischen April und Oktober fand hier die 8. Bundesgartenschau statt – über 5 Millionen Menschen fanden dafür ihren Weg in die Ruhrmetropole. Heute steht Erholung im Grünen im Vordergrund des Grugaparks. Botanischer Garten, Kleintiergarten, Kräutergarten, Dahlien-Arena, Feuchtbiotop, Rhododendrontal und viele weitere Gärten sorgen dafür, dass Besucher hier vom stressigen Alltag in der Großstadt abschalten können. Möglichkeiten zum Minigolf, Schwimmen, Reiten und Klettern bieten viel Spaß für die ganze Familie. Die Grugabahn bietet Parkbesuchern bei einer Fahrt quer durch den Grugapark einen tollen Überblick.

Ein besonderes Highlight im Grugapark ist das Ronald McDonald Haus. Entworfen vom österreichischen Künstler Friedensreich Hundertwasser, ist es ein echter Blickfang. Die geschwungenen Formen, die bunten Farben und die Türmchen mit goldenen Dächern lassen nicht auf den ersten Blick vermuten, was sich hinter dem Ronald McDonald-Haus verbirgt: In Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Essen werden hier die Familien schwer kranker Kinder untergebracht. Ins Leben gerufen wurde es wie zahlreiche andere Häuser dieser Art von der McDonalds Kinderhilfe Stiftung, die 1974 in den USA gegründet wurde.



Kunst und Kultur in Essen

Zeche Carl

Das Ruhrgebiet war lange Zeit Zentrum für den Kohleabbau. So findet man hier bis heute noch zahlreiche ehemalige Bergwerke, die in unterschiedlicher Weise genutzt werden. Eines der verbliebenen Steinkohle-Bergwerke ist die Zeche Carl. Im Essener Stadtteil Altenessen gelegen, wird die Zeche heute als Kulturzentrum genutzt. Die Zeche Karl wurde 1855 gegründet. Da die geförderte Kohle sehr hochwertig und gut für die Kokserzeugung geeignet war, wurde seit 1883 direkt neben der Zeche Carl auch eine Kokerei betrieben. Obwohl die Förderung der Kohle jährlich gesteigert werden konnte, wurde die Zeche Carl und die zugehörige Kokerei bereits um die 1930er Jahre stillgelegt. In den 1970er Jahren kaufte die Stadt Essen das gesamte Gelände rund um die Zeche Carl. 1977 gründete sich der Verein "Initiative Zentrum Zeche Carl e.V.", der das ehemalige Industriegelände zu einem Kulturzentrum umfunktionierte. Heute stehen die Gebäude unter Denkmalschutz. Zum Angebot der Zeche Carl gehören zahlreiche Workshops und Kurse für Kinder oder Erwachsene, Anfänger oder Fortgeschrittene. Aber auch Konzerte, Flohmärkte, Theateraufführungen oder Ausstellungen ziehen viele Besucher auf das ehemalige Industriegelände.

Aalto-Theater

Im Aalto-Theater in Essen dreht sich alles rund um die Musik: Seit 1988 ist das Aalto-Theater das offizielle Opernhaus der Stadt. Neben Opern und Operetten können sich Besucher aber auch über Musicals, Ballettaufführungen und Konzerte freuen. Grund für den Bau des Aalto-Theaters war das gestiegene Interesse der Bevölkerung an Kultur nach Ende des Zweiten Weltkrieges. Das am Ende des 19. Jahrhunderts erbaute Grillo-Theater schien mit seinen rund 650 Sitzplätzen zu klein, so dass sich in der Mitte der 1950er Jahre ein Förderverein zum Bau eines neuen Theaters gründete. Einige Jahre später rief dieser den "Ideenwettbewerb für den Bau eines neuen Opernhauses" aus, den der finnische Architekt Alvar Aalto für sich entscheiden konnte.

Bis das neue Opernhaus tatsächlich gebaut wurde, vergingen jedoch viele Jahre: Obwohl Aalto nach relativ kurzer Zeit einen Plan vorlegte, kam es durch wichtigere städtebauliche Maßnahmen, die Strukturkrise des Ruhrgebiets in den 1970er Jahren und den Tod Aaltos im Jahr 1976 zu Verzögerungen. Nachdem der Architekt Harald Deilmann für die Überarbeitung und Umsetzung von Aaltos Entwürfen gewonnen werden konnte, fand die Grundsteinlegung im November 1983 statt. Fertig gestellt wurde das Aalto Theater im September 1988 – eröffnet wurde die neue Kultureinrichtung mit "Die Meistersinger von Nürnberg" von Richard Wagner. Im Jahr 2008 wurde das Aalto-Theater von der Fachzeitschrift "Opernwelt" zum Opernhaus des Jahres gekürt.

Das Aalto-Theater besticht durch seine außergewöhnliche Architektur. Die organisch anmutende Form mit seinem asymmetrischen Grundriss wird unterstützt durch eine schlicht gehaltene Fassade in den unteren Bauelementen und eine etwas freiere Gestaltung des oberen Teils, der Zuschauerraum und Bühnenturm beinhaltet. Der Zuschauerraum erinnert an ein Amphitheater, das durch seine asymmetrische Anordnung und starke Farbkontraste bestimmt wird. Die Hauptbühne wird durch zwei Seitenbühnen und eine Hinterbühne ergänzt. Der große Orchestergraben bietet Platz für rund 100 Musiker.
Aalto Theater
Aalto Theater
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Lichtburg in der Innenstadt
Lichtburg in der Innenstadt
© Wiki05 / Wikimedia Commons [gemeinfrei]

Lichtburg Essen

Die Lichtburg Essen ist ein historisches Kino mitten in der Essener Innenstadt. Dabei besticht sie nicht nur durch ihre Architektur, sondern auch durch ihren deutschlandweit größten Kinosaal – hier passen bis zu 1250 Besucher hinein! Erbaut wurde die Lichtburg Essen bereits im Jahr 1928. In den so genannten "Goldenen 20er Jahren" entwickelte sich das Kino zu einem wichtigen Medium, das sich viele Menschen plötzlich leisten konnten. In Essen waren bereits in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts mehrere Kinos eröffnet worden, mit dem Bau der Lichtburg entstand dann jedoch ein dominierendes Gebäude mitten auf dem Essener Burgplatz. Eröffnet wurde die Lichtburg Essen am 18. Oktober 1928. Zu diesem Event wurde extra die bis dahin europaweit größte Kinoorgel installiert, mit der zum Beispiel Verkehrslärm imitiert werden konnte.

Die Kölner Philharmonie stellte das Orchester, das in den folgenden Jahren zahlreiche Stummfilme begleitete. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude fast vollständig zerstört, in den 1950er Jahren jedoch in ihrem ursprünglichen Stil wieder aufgebaut. Viele Jahre lang fungierte die Lichtburg Essen als Premierenkino, so dass hier Stars wie Romy Schneider oder Heinz Rühmann begrüßt werden konnten. Nach dem Bau des modernen Cinemaxx-Kinos im Jahr 1991 brachen Besucherzahlen und Einnahmen in der Lichtburg Essen stark ein. Die Essener Filmkunsttheater GmbH setzte sich daraufhin für die Unterstützung und die Beibehaltung des historischen Gebäudes als Kino ein. Unterstützt wird sie von Kultur-, Politik- und Medienvertretern, so dass das besondere Flair, das sowohl von außen als auch im urigen Kinosaal herrscht, weiterhin genossen werden kann.

Museum Folkwang

Das Museum Folkwang ist ein bedeutendes Kunstmuseum in Essen. Dabei werden hauptsächlich Werke der Modernen und Zeitgenössischen Kunst präsentiert. Sein Ursprung liegt in der Sammlung des Kunstmäzen Karl Ernst Osthaus, der 1902 das Museum in Hagen eröffnete. Nach seinem Tod im Jahr 1921 wurden die Werke vom neu gegründeten Folkwang-Museumsverein in Essen erworben, um sie der Öffentlichkeit zu präsentieren. Kunstinteressierte Besucher können sich im Museum Folkwang auf zahlreiche Gemälde, Skulpturen, Grafiken, Fotografien, Keramiken und weitere kunsthandwerkliche Objekte freuen. Dabei stehen Werke aus dem 20. und 21. Jahrhundert im Vordergrund. So sind hier unter anderem die Stilrichtungen Impressionismus, Expressionismus und Neue Sachlichkeit von bekannten Künstlern wie Monet, Picasso oder Liebermann vertreten. Auch einzelne Werke aus dem Klassizismus können hier bewundert werden. Wer sich für Kunsthandwerk aus der ganzen Welt interessiert, kann sich über Objekte aus Amerika, Afrika, Asien, Europa, dem Orient und der Südsee freuen.

Ebenfalls im Folkwang Museum befindet sich das Deutsche Plakatmuseum, das über 340.000 Plakate mit kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Themen präsentiert. Auch hierbei liegt der Schwerpunkt auf dem 20. Jahrhundert: Los geht es mit den Anfängen am Ende des 19. Jahrhunderts über Plakate der Weimarer Republik, der DDR und BRD bis 1989 hin zu verschiedensten Plakaten von 1989 bis heute. Sondersammlungen präsentieren zudem Werke aus Frankreich, Polen und der Schweiz. Wechselnde Ausstellungen sorgen für eine Menge Vielfalt bei den präsentierten Kunstobjekten.

red dot design museum

Ein Museum der etwas anderen Art stellt das red dot design museum dar. Hier geht es nicht um die Geschichte oder die Entstehung einer Region, sondern um die Darstellung verschiedener Produktdesigns. Für die Präsentation von rund 2000 Exponaten steht eine Ausstellungsfläche von etwa 4000 m² zur Verfügung. Dabei geht es jedoch nicht um unbekannte Objekte, die man noch nie gesehen hat – ganz im Gegenteil: Einige der ausgestellten Produkte hat man vielleicht selbst zuhause stehen. Dies kann ein Herd sein, ein USB-Stick, Möbelstücke, Besteck oder ein Auto. Das red dot design museum hat es sich dabei zum Ziel gesetzt, Design für Kinder und Erwachsene begreifbar zu machen. Dieses Ziel wurde mit der Eröffnung einer Ausstellung im "Kleinen Haus" der Villa Hügel bereits in den 1950er Jahren verfolgt. Seit 1997 befinden sich die Design Exponate im ehemaligen Kesselhaus des Essener Industriedenkmals Zeche Zollverein. Bereits 1955 rief das Design Zentrum Nordrhein-Westfalen den Preis "Design Innovationen" ins Leben. Dieser wurde im Jahr 2000 zum red dot award umbenannt, der jährlich für verschiedene Design-Disziplinen vergeben wird: für das Produkt Design, das Kommunikationsdesign und das Design-Konzept. Die Jury besteht aus Designern und Experten für Gestaltung aus der ganzen Welt, die die eingereichten Arbeiten vor Ort bewerten. Die Gewinner-Objekte werden dann im red dot design museum ausgestellt und begeistern jährlich bis zu 120.000 Besucher.