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Schwäbische Alb Sehenswürdigkeiten

Sie möchten Ihren Urlaub vielseitig und unterhaltsam verleben? Aus diesem Grund haben wir für Sie ein abwechslungsreiches Angebot an Sehenswürdigkeiten bereitgestellt, damit Sie Ihren Urlaub in der Schwäbischen Alb auch so unterhaltsam wie möglich gestalten können. Eine tolle Mischung aus natürlichen und kulturellen Highlights steht Ihnen zur Verfügung, besonders Burgen und Schlösser in idyllischer Umgebung gibt es wie Sand am Meer. Traumhafte Naturlandschaften und eine Vielzahl kunstvoller Bauwerke erwarten Sie ebenfalls. Egal, ob Sie Naturliebhaber sind und viele Aktivitäten unter freiem Himmel erleben wollen oder doch eher im kulturellen Ambiente schöne Stunden verleben wollen. So entdecken Sie die Vielzahl diverser Freizeitmöglichkeiten auf ganz eigene Faust.

Wer sich für die schwäbischen Kunst-und Kulturschätze interessiert, besucht das ein oder andere Museum oder eine schöne Kunstgalerie und verfällt den Schätzen der Region. Frische Landluft kann man hingegen in gemütlichen Bauerndörfern schnuppern und zwischen Streuobstwiesen und Getreidefeldern so richtig entspannen. Die Schönheit der Natur im Einklang mit kulturellen Höhepunkten erlebt man in der Bierkulturstadt Ehingen oder auf einer Whisky-Wandertour mit hochprozentigen Kostproben. Die bunte Mischung aus alter Handwerkstradition und spannender Technik machen die Angebotsvielfalt der Schwäbischen Alb komplett, sodass jeder Besucher mit schönen Erinnerungen zurück in die Heimat fährt.
Burg Hohenzollern
Burg Hohenzollern
© -donald- / Wikimedia Commons [CC BY-SA 2.0 DE]
Schloss Liechtenstein
Schloss Liechtenstein
© -donald- / Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0]
Uracher Wasserfall
Uracher Wasserfall
© Wildfeuer / Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0]



Highlights der Schwäbischen Alb

Bauwerke in der Schwäbischen Alb

Burg Hohenzollern

Die Burg Hohenzollern gilt als der Stammsitz des preußisch-brandenburgischen Fürstengeschlechts und des ehemals regierenden deutschen Kaiserhauses von Hohenzollern. In der Region Zollernalb, eingebettet in schöne Naturlandschaften zwischen den Gemeinden Hechingen und Bisingen hat die Burganlage ihren einzigartigen Sitz und beeindruckte schon damals Kaiser Wilhelm II. Mit den Worten „Der Ausblick von der Burg Hohenzollern ist wahrlich eine Reise wert“ behielt er Recht, denn alljährlich lockt die Burg in 855 Metern Höhe hunderttausende Besucher aus der ganzen Welt an. Nicht unwesentlich beeindrucken hochwertige Kunstsammlungen und Ausstellungen, darunter bedeutende Gemälde, kostbares Porzellan und Silber. Zahlreiche Konzerte, Open-Air-Kino und im Winter einer der schönsten Weihnachtsmärkte Deutschlands bieten ein abwechslungsreiches Kontrastprogramm und machen den Besuch der Burg Hohenzollern perfekt. Neben künstlerischen und kulturellen Angeboten versprüht die Burg ein sehr historisches Flair. In der Schatzkammer der Burg lässt sich die preußische Königskrone bewundern, ebenso gibt es viele Erinnerungsstücke an historische Persönlichkeiten wie Friedrich den Großen oder Königin Luise. Die heutige Burganlage musste mehrere Zerstörungen und Eroberungen durchleben und wurde im 19. Jahrhundert wiederhergestellt. Sie befindet sich bis heute im Privatbesitz, zu zwei Dritteln der brandenburgisch-preußischen Linie des Hauses Hohenzollern und zu einem Drittel der schwäbisch-katholischen Linie.

Schloss Lichtenstein

Mögen Sie Märchen und haben Lust Baden Württembergs bekanntes Märchenschloss kennenzulernen? Dann besuchen Sie das im 19. Jahrhundert erbaute historische Schloss am Albtrauf der Schwäbischen Alb. Über dem Ort Honau auf 817 m ü. NN gelegen, wirkt das Schloss durch seinen neugotischen Stil sehr märchenhaft und wurde 2009 auch als Drehort des Märchenfilms Dornröschen ausgewählt. Früher existierte an Stelle des heutigen Schlosses die Burg Lichtenstein, welche um 1390 errichtet wurde. Sie verlor jedoch mit der Zeit ihre Bedeutsamkeit. Später wurden Burgteile für ein fürstliches Forst-und Jagdhaus verwendet. 1837 wurde das Forsthaus von Wilhelm Graf von Württemberg erworben, nachdem dieser auf der Suche nach einer Burgruine als Sommersitz war. Somit wurde das Schloss zwischen 1840 und 1842 erbaut. Zum Schlossgelände selbst gehören der Gerobau, die Kapelle, der schöne Schlossgarten und Schlosshof. In der Inneneinrichtung spiegeln sich romantische Elemente wieder, dies kann man in den restaurierten Gemächern des Grafen Wilhelm von Württemberg deutlich erkennen. Wenn Sie das Schloss von innen ausführlich erkunden möchten, haben Sie die Möglichkeit eine Führung zu machen. Dabei können Sie bis zu zwei Stunden (abhängig von der Wahl der Führung) die zahlreichen Gemächer und Räumlichkeiten des Schlosses besichtigen.

Renaissanceschloss in Göppingen

Das Schloss in Göppingen verdankt seinen Bau dem Herzog Christoph von Württemberg, der nach einer erfolgreichen Badekur im Göppinger Sauerbrunnenbad veranlasste, ein fürstliches Schloss zu errichten. Ganz im Stile der Renaissance präsentiert sich die Anlage mit bildhauerischen Meisterleistungen an zwei Portalen sowie die „Rebenstiege“ im südwestlichen Treppenturm. Auch an einen Schlossgarten dachte Herzog Christoph von Württemberg, der sich heute als Parkanlage an den Nordflügeln des Schlosses anschließt.

Schloss und Burg Hellenstein

Das Schloss Hellenstein ist das städtische Wahrzeichen Heidenheims und thront in 74 Metern Höhe auf dem Hellensteinfelsen. Die ursprüngliche Stauferburg wurde zwischen 1130 und 1145 erbaut, wurde jedoch 1530 bei einem Brand fast komplett zerstört. Heute erinnern die Ruinen des Rittersaals noch daran und bieten den Rahmen für die jährlichen Opferfestspiele. Heute beherbergt das Schloss ein Museum für Kutschen, Chaisen und Karren. Auf vier Etagen wird so die Geschichte des südwestdeutschen Landverkehrs eindrucksvoll präsentiert. Des Weiteren können Besucher im Museum Schloss Hellenstein zahlreiche Informationen zur Ur-und Frühgeschichte sowie zur Stadtgeschichte erhalten. Nicht nur ein Muss für Geschichtsinteressierte, auch für Gäste, die den malerischen Ausblick über Heidenheim und dessen Umgebung genießen wollen.

Schloss Brenz mit Heimatmuseum

Das Renaissanceschloss Brenz stammt aus dem 17. Jahrhundert und gilt in der Region als Wahrzeichen der Gemeinde Sontheim. Die ehemalige Ritterburg kam bereits im Jahr 1340 zur Sprache, als die Augsburger sie komplett zerstörten, weil deren Besitzer, die Gnüssen, als Raubritter die Gegend unsicher machten und Feinde des Landes waren. 1613 ging die Burg dann in den Besitz des württembergischen Herzoghauses über, sodass die Mätresse des Herzoges Eberhard Ludwig darin einige Zeit wohnte. Heute bietet das Schloss durch umfangreiche Sanierungsarbeiten Platz für viele Veranstaltungen wie Tagungen, Hochzeiten, Familienfeiern und vieles mehr. Im ältesten Heimatmuseum Baden Württembergs erhalten die Besucher seit 1906 einen Einblick in die Heimatgeschichte und das bäuerliche Leben.

Schloss Weitenburg

Das Schloss Weitenburg liegt im Neckartal im Gebiet der Gemeinde Starzach. Im Jahr 1062 präsentierte sich die Anlage schon als befestigte Wehrburg und stand hoch über dem Neckar zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie zu einem dreiflügligen Wohnschloss umgebaut. So lassen sich Baustile der Renaissance, Barock und Neugotik in der Anlage wiederfinden. Die Bewohner des Schlosses wechselten sehr oft, so bewohnten Ritter, fromme Klosterbruder und sogar der Herzog von Württemberg das Schloss für eine bestimmte Zeit. Bis zum heutigen Tag befindet sich die Weitenburg im Privatbesitz und es besteht die Möglichkeit die Anlage von außen inklusive Innenhof und Schlosskapelle zu besichtigen.

Ulmer Münster

Das Ulmer Münster gilt weltweit als das Wahrzeichen der Universitätsstadt. Nicht umsonst wird dem Münster eine hohe Bedeutsamkeit zugemessen, denn die Kirche besitzt zum einen den höchsten Turm der Welt mit 161,53 Metern und zum anderen ist sie die größte evangelische Kirche Deutschlands. Die Geschichte des Münsters erstreckt sich insgesamt über 500 Jahre Bauzeit, die Grundsteinlegung erfolgte im Juni 1377 durch den Altbürgermeister Lutz Krafft. Nach mehreren Bauplanänderungen und zahlreichen Wechseln der Baumeister, entwickelte sich das Projekt letztendlich zur genialen Konzeption, den höchsten Kirchturm der Welt zu errichten. 1890 fand die lange Bauzeit des Münsters erfolgreich ein Ende. Heute kann man über 768 Stufen die oberste Aussichtsplattform erreichen und kann seinen Blick über die gesamte baden-württembergische Stadt Ulm sowie das bayrische Neu-Ulm schwelgen lassen. Das architektonische Kunstwerk triumphiert durch seine vielfältigen Details im Bau, so ist beispielsweise das Chorgestühl aus dem 15. Jahrhundert ein sehr beeindruckendes Werk von Jörg Syrlin der Jüngere. Weitere Sehenswürdigkeiten des Ulmer Münster sind unter anderem der „Schmerzensmann“ von Hans Multscher am Hauptportal, die Kanzel oder der Kanzdeckel, ebenso von Jörg Syrlin errichtet. Doch nicht nur das Münster ist ein Muss, auch das Zentrum von Ulm sollte man gesehen haben.Weitere bedeutende Bauwerke aus Gotik, Renaissance, Historismus und Barockzeiten bieten Sehenswertes.



Naturschönheiten der Schwäbischen Alb

Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Das einzige baden-württembergische Biosphärengebiet in der Schwäbischen Alb gehört seit Mai 2009 zu eines der 15 UNESCO- Biosphärenreservate und das nicht ohne Grund. Mit einer 40 km langen Nord-Süd-Ausdehnung erstreckt sich das Reservat vom Albvorland über den steil aufsteigenden Albtrauf, die Albhochfläche bis an die Donau im Süden. Die natürliche Besonderheit weist das Biosphärengebiet durch die Hang-und Schluchtwälder am Albtrauf auf. Traditionelle Kulturlandschaften und Streuobstwiesen im Albvorland bieten ein abwechslungsreiches natürliches Ambiente. Durch schöne Naturlandschaften, geologische Attraktionen und historische Stätten wird versucht die Lebensqualität bezüglich Natur und Umwelt zu fördern. Damit soll der Besucher die Erkenntnis gewinnen, wie schön Natur und Mensch in Einklang gebracht werden können, damit beide von dieser Verbindung profitieren können. Eine touristische Anlaufstelle hat das Biosphärengebiet Schwäbische Alb im Oktober 2010 erhalten. Im Alten Lager in Münsingen wurden deshalb zwei Gebäude stilvoll renoviert und auf 450 Quadratmetern eine informative Ausstellungsfläche für den Besucher bereitgestellt. Somit können Sie als Gast zahlreiche wissenswerte Dinge über das Großschutzgebiet in der Schwäbischen Alb erfahren. Auch an interaktive Elemente wurde gedacht. So haben Sie die einmalige Gelegenheit, Menschen aus der Region kennenzulernen und einen Blick aus der Sicht des Imkers, der Schäferin oder der Blumenwiesenkönigin zu erleben. Überzeugen Sie sich selbst und besuchen Sie das schöne Biosphärengebiet Schwäbische Alb.

Karls- und Bärenhöhle in Sonnenbühl

Vor 20.000 Jahren war die Bärenhöhle bei Erpfingen Heimat von zahlreichen Höhlenbewohnern, wie Bären, Höhlenlöwen und Nashörnern. Dies beweisen viele Knochenfunde. Später, vor etwa 800 Jahren bewohnten Höhlenmenschen die Tropfsteingrotte, heute ist sie Schauplatz und beliebtes Ausflugsziel von bis zu 90.000 Besuchern im Jahr. Die Bärenhöhle ist mit der seit 1834 bekannten Karlshöhle verbunden und wurde erst 1949 entdeckt und für Besucher geöffnet. Somit können Sie sich in der Höhle auf 271 Metern frei bewegen und die vielfältige Unterwelt erforschen. Außerdem wurden viele Schädel, Knochen sowie ein restauriertes Bärenskelett ausgestellt. Besonders attraktiv macht die Bärenhöhle Sonnenbühl die Vielfalt schöner Tropfstein- und Deckenformationen, deren Funde bis in die frühe Neuzeit im 17. Jahrhundert reichen. Ein chronologischer Informationspfad in der Außenanlage bietet Ihnen einerseits eine schöne Terrassenlandschaft inklusive Tischen und Bänken und andererseits werden Sie zum bekannten „Fauthloch“ geführt. Dort entdeckte der Erpfinger Lehrer 1834 den Höhleneingang, als ihm seine Tabakdose auf der Suche nach Kräutern in eine Felsspalte fiel. Wer die Tropfsteinhöhle auf besondere Art erleben möchte, kann die beliebten Sonderführungen buchen, wie zum Beispiel die Stirnlampenführung – keine Beleuchtung, nur mit Stirnlampen geht es durch die Höhle. Oberhalb der Bärenhöhle befindet sich des Weiteren ein Freizeitpark, der alternativ besucht werden kann. Dies und vieles mehr bieten die Höhlenwelten Sonnenbühl.

Uracher Wasserfall

Im Maisental, am südwestlichen Stadtrand Bad Urachs, befindet sich eines der schönsten Naturschauspiele der Schwäbischen Alb. Wer sich von der natürlichen Schönheit inspirieren lassen möchte, sollte die Uracher Wasserfälle in seiner Urlaubsgestaltung berücksichtigen. Der Wasserfall entspringt dem Brühlbach und wenn man diesem bis zum Ende des Tals folgt, dann kann man sehen wie sich der Wasserfall 37 Meter frei in die Tiefe stürzt, über eine Tuffsteinkante abprallt und weitere 50 Meter ins Tal fließt. Abhängig von der Niederschlagsmenge oder der Schneeschmelze führt der Wasserfall unterschiedlich viel Wasser, so können zwischen 70 und 420 Liter Wasser pro Sekunde ins Tal schießen. Besonders beeindruckend ist der Aspekt, dass man den Uracher Wasserfall aus verschiedenen Perspektiven beobachten kann. So sehen Sie beispielsweise von unten, wie der Wasserfall zunächst 37 Meter in die Tiefe stürzt und sich dann weiter über die einzelnen Kaskaden ins Tal bewegt. Auf dem Weg nach oben können Sie den Wasserfall erneut aus anderen Blickwinkeln betrachten und das Rauschen des Naturschauspiels genießen. Oben auf der Hochwiese wird Ihnen dann ein herrlicher Blick über das Tal geboten. Wenn man sich im Winter, an sehr kalten Tagen, für einen Besuch des Wasserfalls entscheidet, kann es passieren, dass dieser zugefroren ist und ein beeindruckendes Winterschaubild zu beobachten ist.



Museen in der Schwäbischen Alb

Gestütsmuseum

Die im 14. Jahrhundert erbaute gotische Kirche ist der heutige Sitz des Gestütsmuseums im Gomadinger Ortsteil Offenhausen. Früher trug die Kirche den Namen „Maria Gnadenzell“ und war als ein Dominikanerinnenkloster bekannt. Dort konnten alle weiblichen unverheirateten Angehörigen der Gründer und des Adels der Region einkehren und Versorgungsleistungen in Anspruch nehmen. Im Jahr 1534 wurde das Kloster im Zuge der Reformation zu einem landwirtschaftlichen Großbetrieb umgewandelt, welcher die Zucht von Pferden und Maultieren fokussierte. 170 Jahre lang wurde die Anlage für diese Zwecke genutzt, heute ist sie ein ansprechendes Museum.
Im ersten Stockwerk erhalten Sie zahlreiche Informationen zur Geschichte des Haupt-und Landesgestüts Marbach. Anhand verschiedener Exponate wie Kutschen, Schlitten, Pferdemotiven und Dokumenten wird die Entwicklung der Pferdezucht in Baden-Württemberg anschaulich dargestellt. Die Nutzung von Visualisierungen im Sinne von Videos und Dias sollen ebenfalls einen interessanten Einblick in die Arbeit mit Pferden geben. Besonders schön ist der Reitsimulator für Groß und Klein, so kann jeder ein Gefühl für das beliebte Hobby bekommen. In Hinblick auf das Haupt-und Landesgestüt Marbach hat der Besucher nicht nur die Gelegenheit, theoretisch mit Details versorgt zu werden, sondern auch in natura die Pferdezucht im ca. 10 Minuten entfernten Gestüt zu bewundern. Seit 500 Jahren lebt das Gestüt die alte Tradition der professionellen Pferdezucht und ist gleichermaßen beliebtes Besucherdomizil.

Kloster Blaubeuren

Das Benediktinerkloster Blaubeuren liegt in unmittelbarer Nähe zur zweit-wasserreichsten Karstquelle Deutschlands mit dem Namen Blautopf. Gegründet wurde es 1085 durch die Grafen von Ruck und Tübingen. Die eigentliche Blütezeit des ehemaligen Benediktinerklosters setzte aber eigentlich erst 1451 ein. Der Neubau des Klosters erstreckte sich in dem Zeitraum von 1466 bis 1510. Nach zahlreichen Vertreibungen der Mönche und einigen Auflösungen der Klosterschule feierte das Kloster Blaubeuren 2006 „450 Jahre Evangelische Klosterschulen und Seminare in Württemberg“. Heute werden die alten Klostergebäude weiterhin als altsprachliches Gymnasium genutzt. Innerhalb der gesamten Klosteranlage lassen sich viele sehenswerte Dinge besichtigen. Beispielsweise der beeindruckende Chorraum, das Herzstück der Anlage, Hochaltar oder der Klosterhof bieten Ihnen einen guten Einblick in das damalige Klosterleben. Außerdem befindet sich im Kloster die mittelalterliche „Wellness-Oase“, das Badhaus der Mönche, welches das in Deutschland einzige erhaltene seiner Art darstellt. Damals nutzten die Mönche die Räumlichkeiten, um sich zu waschen. Noch gut erkennbar ist der Bereich, wo das heiße Wasser zubereitet wurde und im Nachgang in große Holzbottiche geschöpft wurde. Somit war die Körperpflege der Klostermönche garantiert.

Limesmuseum Aalen

Wer in Aalen zu Besuch ist, sollte das archäologische Museum nicht auslassen. Es befindet sich direkt auf dem Gelände des größten römischen Reiterkastells nördlich der Alpen, wo vor 1800 Jahren bis zu 1000 Soldaten mit ihren Pferden stationiert waren. Einen historischen Schwerpunkt setzt das Museum auf die römische Besetzungsgeschichte Südwestdeutschlands im 2. Jahrhundert n. Chr. sowie die Vermittlung des Limes als UNESCO Welterbe. Anschaulich dargestellt werden restaurierte Fundstücke wie Waffen oder Haushalts- und Keramikgegenstände aus der römischen Zeit. Ebenso erhält man einen guten Einblick in das militärische und zivile Leben am Limes. Dies zeigen in einer aufwendigen Technik hergestellte Werkzeuge und Geschirr. Außerdem verdeutlichen Gold-und Silberschmuck, geprägte Münzen und vieles mehr bescheidenen Wohlstand zu damaligen Zeit. Zu den Highlights des Museums gehört der heilige Schatzfund, welcher kostbare Funde in Form von einmaligen Kultur- und Gebrauchsgegenständen aus dem Kastelldorf Buch beinhaltet. Neben der Ausstellung im Inneren des Museumgebäudes verdient das davor gelegene Freigelände ebenso Beachtung. Durch eine mehrjährige Grabungskampagne konnte das Stabsgebäude vollständig freigelegt werden. So können Sie die Anlage auf einem beschilderten Rundweg erkunden und zahlreiche Informationen erhalten. Wenn Sie sich für geschichtliche Aspekte zu Römerzeiten interessieren, dann haben Sie hier die einmalige Chance im größten Römermuseum Süddeutschlands eindrucksvoll und interessant zahlreiche Hintergrundinformationen zu erhalten.

Besucherbergwerk Tiefer Stollen

Glück auf - entdecken Sie die alte, geheimnisvolle Welt unter Tage im Besucherbergwerk bei Aalen-Wasseralfingen. Seit 1987 existiert das Besucherbergwerk, in dem heute noch 1200 m zugänglich für den Besucher sind. Das Erlebnis für Groß und Klein beginnt mit der Grubenbahnfahrt, ausgestattet mit Schutzbekleidung, Helm und dem traditionellen Bergmannsgruß „Glück auf!“ geht es in den Berg hinein. Auf dem Weg bis zum unterirdischen Bahnhof in den Sandsteinhallen bei 400 Meter können Sie schöne Versinterungen an den Wänden betrachten. Eine 20-minütige Dia-Show zu Beginn der Führung gibt Ihnen zahlreiche Informationen über den Bergbau und die Eisenverarbeitung vor Ort. Außerdem erhalten Sie einen Einblick in die damaligen Arbeits- und Sozialverhältnisse und die industrielle Entwicklung der Region. Die Ausstellung verschiedener Bergbaugeräte, Lampen und eine alte Grubenbahn sollen veranschaulichen, unter welchen Bedingungen die Bergbauleute arbeiten mussten.Zusammen mit dem Grubenführer erkunden Sie zu Fuß den Stollen und haben die Möglichkeit verschiedene Anlaufstellen wie z. B. die Erzverladestelle oder den Förderblindschacht zu sehen und interessante Dinge darüber zu erfahren. Ihren Abschluss findet die Führung nach ca. 1,5 h in einer Gießereiausstellung 900 Meter unter Tage, wo über diverse Eisenkunstgussprodukte und deren Herstellung informiert wird. Neben den Standard-Führungen gibt es geführte Sondertouren durch den Tiefen Stollen. Wenn Sie ein besonderes Erlebnis erfahren möchten, dann buchen Sie eine dieser Führungen. Die abenteuerliche Strecke führt außerhalb des Besucherbereichs entlang, durch verlassene, stillgelegte Grubenbaue und lässt Abenteurerherzen garantiert höher schlagen.