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Paris Reiseplanung

Urlaub in Paris – Das sollten Sie wissen

Auch wenn die Franzosen unsere direkten Nachbarn sind, wird bei einem Besuch im Gourmet-Land ganz schnell klar: hier ticken die Uhren anders. Ob in Sachen Verhalten, Verkehr, Kommunikation oder im Bereich Essen und Trinken – hier läuft einiges anders. So ist es eine Unart, seine Suppe durch Pusten abzukühlen oder den Kellner in einem Restaurant herbeizurufen. Auch das getrennte Zahlen nach einem Restaurantbesuch wird nicht gerne gesehen und meistens auch einfach nicht möglich. Da in Frankreich grundsätzlich eine Person am Tisch die Rechnung übernimmt, wird hier auch für Touristen keine Ausnahme gemacht.

Auch gestaltet es sich als eher schwierig, ganz ohne Französischkenntnisse durch den Urlaub zu kommen. Zwar sind die meisten Franzosen der englischen Sprache mächtig, dennoch nicht sonderlich gewillt, diese auch anzuwenden. Doch nichts desto Trotz: Ein paar französische Redewendungen in Verbindung mit Ihrem schönsten Lächeln können Berge versetzen. Tauchen Sie bereits vor dem Urlaub in die französischen Eigenheiten ein und lernen Sie aus den regionalen Besonderheiten etwas über die Spezialitäten, Bräuche und Traditionen, die von unseren Nachbarn gelebt werden.
Stadtblick von Paris
Stadtblick von Paris
Jim Trodel / Flickr [CC BY-SA 2.0]
Opéra Garnier in Paris
Die Opéra Garnier
Brian Jeffery Beggerly / Flickr [CC BY 2.0]

Öffnungszeiten in Paris

Grundsätzlich sind die Geschäfte in Paris von 9 Uhr – 19 Uhr durchgehend geöffnet, wobei die meisten Kaufhäuser an einem langen Verkaufstag die Türen bis 21 Uhr öffnen. Kleinere Läden bilden hier eine Ausnahme und können schon mal zur Mittagszeit zwischen 12 Uhr – 14 Uhr geschlossen sein. Auch an Sonn- und Feiertagen sind die Geschäfte, bis auf die eine oder andere Ausnahme, geschlossen. Die Supermärkte sind je nach Stadtviertel bis 20 oder auch bis 22 Uhr geöffnet.

Während der Schlussverkäufe ist es den Geschäften erlaubt, auch an Sonntagen zu öffnen. Im Marais und auf der Champs-Élysée ist das Shoppen in den meisten Läden 365 Tage im Jahr möglich. Die Museen in Paris haben grundsätzlich mindestens von 10 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Montag oder Dienstag sind die gängigen Ruhetag. Natürlich gibt es auch hier Ausnahmen bei großen Sehenswürdigkeiten. Allgemein üblich ist mittlerweile ein langer Öffnungstag in der Woche. Sollten Sie eine Urlaubskarte oder gar ein Päckchen an Ihre Liebsten daheim verschicken wollen, so sind die Postämter montags bis freitags von 8 Uhr – 19 Uhr geöffnet und samstags halbtags von 8 Uhr – 12 Uhr. Bankfilialen öffnen im Allgemeinen von montags bis freitags oder von dienstags bis samstags zwischen 9 Uhr und 17 Uhr und haben je nach Größe und Bank auch schon mal in der Mittagszeit geschlossen.

Verhalten im Straßenverkehr in Paris

Vor allem wenn Sie sich als Fußgänger im Straßenverkehr von Paris bewegen, werden Sie schnell merken, dass hier andere Regeln als in Deutschland gelten. Die Einwohner der Seine-Metropole sind ziemlich rasant unterwegs und rechnen grundsätzlich mit der Vorsichtnahme seitens der Fußgänger und Radfahrer und nicht umgekehrt. Auch in letzter Sekunde wird hier noch mal vor der rot werdenden Ampel auf das Gaspedal getreten. Sehen Sie sich also zweimal um, bevor Sie eine Straße überqueren und tun sie dies dann umso zügiger. Bei einer Fahrt mit dem Taxi setzen Sie sich auf die Rückbank, der Beifahrersitz bleibt grundsätzlich frei. Auch ein Trinkgeld von 10 bis 15 Prozent ist üblich. Sollten Sie mit der Bahn fahren, achten Sie darauf, dass Ihr Koffer ein Adressschildchen trägt - das ist in Frankreich vorgeschrieben.

Esskultur in Paris

In der Seine-Metropole vereinen sich die regionalen Besonderheiten aus dem ganzen Land. Hier landen Rezepte und Genüsse aus Nord- und Südfrankreich von der Küste und aus den ländlichen Regionen auf den Tisch. Der Franzose ist ein Genussmensch – und das spiegelt sich in der Esskultur des Landes wieder. Während wir uns gegen 22 Uhr oft schon auf dem Weg ins Bett befinden, sitzt der Franzose noch gemütlich beim Abendessen und verschwendet noch keine Gedanken an sein Schlafgemach. Fallen Frühstück und Mittagessen in Paris eher spärlich aus, so wird das Abendessen oft geradezu zelebriert und man trifft sich erst gegen 21 Uhr im Restaurant oder am Esstisch. Diese Art des späten und ausgiebigen Abendessens ist in Frankreich grundsätzlich weit verbreitet.

Traditionelle Feste in Paris

Traditionell feiert man in Paris wie auch in Deutschland Weihnachten, Silvester und Ostern. Zwar gibt es in Frankreich nicht die Geschichte vom Osterhasen, er für die Kinder die Süßigkeiten verstecken, dennoch feiert man ebenso im Kreise der Familie mit gutem Essen und Wein. Ein Feiertag wird in Paris ganz besonders gefeiert: Der Nationalfeiertag am 14.7. An diesem Gedenktag wird an den der Sturm auf die Bastille und die Fête de la Féderation erinnert. Große Militärparaden und rasante Flugshows, sowie unzählige Bälle und ein riesiges Feuerwerk sorgen für ein einmaliges Erlebnis in der französischen Hauptstadt als auch im gesamten Land.

Zum 31.12. eines jeden Jahres ist es Tradition in der französischen Hauptstadt, dass der Eiffelturm als Wahrzeichen der Stadt festlich illuminiert wird. Das berauschende Höhenfeuerwerk zum Jahreswechsel, welches alljährlich am Eiffelturm stattfindet, gehört zu den großen Attraktionen in Paris. Anders als hierzulande ist ein privates Feuerwerk in Paris nicht erlaubt. Aufgrund des hohen Vandalismusaufkommens in den letzten Jahren wurde diese Möglichkeit untersagt.

Ein etwas abwechslungsreicheres Silvester verleben Sie auf dem Montmartre, direkt an der Sacré-Coeur. Hier treffen sich Künstler jeglicher Richtung und sorgen für Unterhaltung vom Feinsten. Jonglieren, Feuerschlucken und andere artistische Darbietungen machen einen Silvesterabend an der berühmten Basilika zum unvergesslichen Erlebnis. Falls Sie in der Silvesternacht ausgehen möchten, sollten Sie sich frühzeitig auf den Weg machen. Die Metros werden von Stunde zu Stunde voller und irgendwann kann es problematisch werden, eine Metrostation an einem beliebten Ort zu verlassen bzw. zu betreten.
Nationalfeiertag Paris
Nationalfeiertag in Paris
Yann Caradec / Flickr [CC BY-SA 2.0]
Verkehr in Paris
Avenue des Champs-Élysées
Ania Mendrek / Flickr [CC BY-ND 2.0]


Verkehr in Paris

Paris erreichen Sie über die unterschiedlichsten Wege. Ob mit dem Auto, Bahn, Flugzeug oder per Bus, letzten Endes entscheiden Sie, was Ihnen am Besten gefällt. Preislich lassen sich bei fast allen Möglichkeiten Rabatte und Sonderaktionen ausnutzten. Eine entspannte Variante des Reisens ist das Bahnfahren. Mit den heutigen Hochgeschwindigkeitszügen erreichen Sie Paris aus einigen Großstädten Deutschlands innerhalb von weniger als 4 Stunden. Mit dem Flieger beträgt die Flugzeit nicht mehr als 1:40 Stunde. Die Anreise mit dem Auto bietet einige Vorteile: Sie sind vor Ort flexibel und können die Umgebung von Paris auf eigene Faust und ohne festen Zeitplan erkunden. Innerhalb von Paris empfiehlt es sich allerdings, das gut ausgestattete öffentliche Verkehrsnetz mit Metro, Bus und S-Bahn zu nutzen. Die Metro in Paris ist wunderbar vernetzt und ermöglicht schnelles und preisgünstiges "Hopping durch Paris". Den doch teilweise chaotischen Verkehr im Stadtkern (in der Rushhour) sollten Sie auf jeden Fall meiden. Wenn Sie sich in der Stadt etwas schneller als zu Fuß fortbewegen möchten, setzten Sie doch einfach auf zwei Räder. Das öffentliche Verleihsystem Velib ermöglicht eine einfache und spontane Ausleihe an unzähligen Stationen im Herzen der City.

Anreise nach Paris

Anreise mit dem PKW
Paris ist gar nicht so weit entfernt wie man immer denkt. Sogar mit dem Auto können Sie es von Köln oder Karlsruhe aus in etwa vier Stunden schaffen. Das Benzin an den Autobahnraststätten ist ähnlich wie bei uns bepreist. Es lohnt sich zum Volltanken auf jeden Fall, die Autobahn kurz zu verlassen, um an einer der Tankstellen oder Autohöfen unweit der Abfahrt zu tanken. Zudem sollten Sie bedenken, dass neben den Benzinkosten auch noch die Autobahngebühren (Péage) auf Sie zukommen. Lediglich im Elsass und in der Bretagne ist die Autobahnbenutzung meist kostenfrei. Die Mautgebühr richtet sich nach der jeweiligen Entfernung, Art des Fahrzeuges und den Kosten, die beim Bau der Strecke entstanden sind. Im Durchschnitt beläuft sich die Gebühr auf 7 Cent pro Kilometer. Die mautpflichtigen Streckenabschnitte können Sie vorab im Internet einsehen.

Auf der Autobahnen in Frankreich ist ein Tempolimit von 130 km/h vorgeschrieben, auf Schnellstraßen 110 km/h, auf Landstraßen 90 km/h und in Ortschaften sind, wie in Deutschland, höchstens 50 km/h erlaubt. Es ist ratsam, diese Grenzen einzuhalten, da Geschwindigkeitssünder tief in die Tasche greifen müssen. Auch in Frankreich finden Sie einige der bei uns üblichen Verkehrsschilder. Bitte beachten Sie, dass überall, wo keine andere Beschilderung angebracht ist, rechts vor links gilt und zwar unabhängig von der Straßengröße. Wenn Sie dem Französischen nicht mächtig sind, merken Sie sich am Besten auch folgenden Satz: "Vous n’avez pas la priorite" – "Sie haben keine Vorfahrt" (hier gilt rechts vor links).

In Paris angekommen, stoßen Sie unwillkürlich auf die Stadtautobahn, die rund um Paris führt. Auf der achtspurigen Ringstraße herrscht oft, insbesondere zur Rushhour, Stau und auch die Beschilderungen sind nicht immer so ausreichend vorhanden, wie ein Tourist sich das wünschen würde. Machen Sie sich im Vorhinein am Besten bereits mit dem Boulevard "Peripherique" und den Straßen um Paris vertraut. Das wird Ihnen helfen, den richtigen Weg zu finden. Meiden Sie als Selbstfahrer in jedem Fall die Rushhour zwischen 8.30 und 10.00 Uhr und 17.00 und 19.00 Uhr.
Im Zentrum geht es dann auf Parkplatzsuche. Beachten Sie, dass ein Parkverbot oft nur von den gelb markierten Bordsteinen angezeigt wird, weitere Schilder suchen Sie vergeblich. Am einfachsten ist es, direkt in eins der öffentlichen Parkhäuser einzukehren, da freie Parkplätze schwer zu finden sind. Die Parkgebühren können mit bis zu 30 Euro pro Tag sehr teuer werden. Ist Ihnen das Verkehrsaufkommen in Paris zu heftig, können Sie auch an den Portes, den Abfahrten von der Peripherique, Ihr Auto parken und per Park and Ride mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt fahren.

Anreise mit dem Flugzeug
Bei einer maximalen Flugzeit von 1:40 Stunde ist die Flugreise eine der schnellsten Möglichkeiten die Seine-Metropole zu erreichen. Natürlich sollten Sie hierbei auch die Zeit der Anreise zum Flughafen, Check in und auch eventuelle Parkgebühren miteinbeziehen. Wenn Sie früh buchen, können Sie bei der Vielzahl an Anbietern auch ein entsprechendes Schnäppchen schlagen und sogar günstiger als mit dem Zug oder dem Auto reisen. Paris besitzt zwei Flughäfen: den Charles de Gaulle, der ca. 30 Kilometer nördlich von Paris liegt und den Flughafen Orly, der 14 Kilometer südlich von Paris liegt. Grundsätzlich fliegen alle bekannten Fluggesellschaften wie Air France, Air Berlin, Lufthansa und Easy Jet einen der beiden Flughäfen an.

Der Charles de Gaulle Flughafen ist mit acht Terminals sehr groß und wirkt ohne entsprechende Ortskenntnisse doch etwas unübersichtlich. Informieren Sie sich vorab genau, von wo Sie abfliegen, um vor Ort nicht Gefahr zu laufen, im falschen Terminal zu stehen. Die Terminals sind mit einem kostenlosen Shuttle CDGVAl verbunden, die zwischen 6.00 und 23.00 Uhr alle drei Minuten verkehren. Der Flughafen Orly ist dagegen recht klein und überschaulich. Von beiden Flughäfen fahren alle 15 bis 20 Minuten (6.00 - 23.00 Uhr) Shuttlebusse in die City. Im Charles de Gaulle Flughafen können Sie auch direkt im Terminal in die RER steigen, wohingegen Sie im Flughafen Orly mit dem Shuttlebus zur RER fahren müssen.

Anreise mit der Bahn
Von Deutschland aus erreichen Sie Paris mit den Hochgeschwindigkeitszügen TGV oder Thalys. Mit einer Fahrtzeit von knapp vier Stunden von Köln nach Paris oder zwei Stunden von Saarbrücken nach Paris stellt die Bahn eine echte Konkurrenz zum Fliegen dar. Die beiden Bahnhöfe des internationalen Bahnverkehrs liegen direkt im Zentrum von Paris und so sparen sich die Bahnfahrer zusätzlich noch Zeit und Geld für den Flughafentransfer. Neben den Normalpreisen bieten die beiden Unternehmen oft Sonderangebote und Specials an, die auf preislicher Ebene sogar in Konkurrenz mit einer Busreise stehen und weitaus komfortabler sind als diese. In vielen großen Städten besteht auch die Möglichkeit mit dem Nachtzug nach Paris zu reisen.

Anreise mit dem Bus
Mit dem Bus nach Paris – warum nicht? Die Preise sind oft konkurrenzlos günstig! Allerdings ist es ratsam, sich auf lange Fahrtzeiten einzustellen, welche diese Reisemöglichkeit nicht unbedingt zur bequemsten Wahl machen. Benötigen Sie mit dem eigenen PKW von Köln aus in etwa vier Stunden, sollten Sie mit dem Bus schon an bis zu sieben Stunden einplanen. In Paris angekommen, steuern die Busse grundsätzlich den "Gare routière internationale de Paris Galliéni", den internationalen Busbahnhof (der größte der Welt übrigens) im Osten der Stadt an. Täglich zwischen 6.00 und 23.00 Uhr trudeln hier unzählige Globetrotter aus ganz Europa ein. Mit der Metro der Linie 3 (Station Galliéni) fahren Sie dann direkt in die City.

Fortbewegung in Paris

Die öffentlichen Verkehrsmittel in Paris
In Paris bewegen Sie sich am bequemsten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fort. Es ist allerdings sinnvoll, sich vorab mit dem Tarifsystem auseinander zusetzen. Tickets erhalten Sie grundsätzlich an den meisten Metro-Stationen, den Bahnhöfen der SNCF und den U-Bahnhöfen. Zahlreiche Verkaufsautomaten sind mit einem mehrsprachigen System ausgestattet und nehmen ausschließlich Münzgeld an. Nur wenige Ticketautomaten akzeptieren Banknoten. Oft bekommen Sie Tickets für den Nahverkehr auch in zahlreichen Einzelhandelsgeschäften. Achten Sie auf das Logo, welches Sie auf den Verkauf hinweist.

U-Bahn (Metro)
Das schnellste Fortbewegungsmittel im Pariser Nahverkehr ist die Untergrundbahn "Metro". 14 Linien, denen jeweils eine Farbe zugeordnet ist, befördern Sie rasch von A nach B. Mit einem besonders dichten Haltestellennetz in der Kernstadt liegt kaum ein Ort mehr als 500 Meter entfernt von der nächsten Metrohaltestelle. Der Anzeige vorne am Zug entnehmen Sie, wie auch hierzulande, die Linie und die Endhaltestelle. Achten Sie nicht nur auf die Liniennummer sondern auch auf die Endhaltestelle, die sich trotz richtiger Linie von dem gewünschten Endziel unterscheiden kann. Die Ausschilderung der Bahnsteige zeigt Ihnen auch die Endhaltestelle an, achten Sie darauf richtig zu stehen, um nicht in die falsche Richtung zu fahren. Das Wort "Sortie" bedeutet Ausgang und leitet Sie zum Ausgang der Station. Leider ist die Metro von Paris zu den Stoßzeiten häufig überfüllt. Wenn es Ihnen möglich ist, sollten Sie eine Fahrt zwischen 7.00 und 9.00 Uhr sowie 18.00 und 20.00 Uhr meiden.

S-Bahn (RER)
Die S-Bahn ist aufgrund der wenigen Haltestellen schneller, aber eben aufgrund der wenigen Haltestellen auch nicht so gut erreichbar wie die Metro. Die Expressbahn ist interessant, wenn Sie Ziele erreichen möchten, die weiter von der Innenstadt entfernt sind, wie zum Beispiel Disneyland, Versailles oder die Pariser Flughäfen Orly oder Charles de Gaulle. Die S-Bahnlinien sind nicht mit Zahlen sondern mit Buchstaben von A bis E gekennzeichnet und werden in Paris hauptsächlich von Pendlern aus den Außenbezirken genutzt. Im Gegensatz zur Metro ist der Fahrschein für die RER beim Verlassen der Station noch einmal vorzuzeigen. Wichtige Knotenpunkte sind die Stationen "Châtelet Les Halles" und "St. Michel Notre Dame". Die Linie B verbindet die beiden Pariser Flughäfen und mit der Linie A erreichen Sie schnell und zuverlässig das Disneyland Resort Paris oder sind mit der Linie C auf bestem Wege zum Schloss Versailles. Zusätzlich zu den Expressbahnen hat Paris noch vier Straßenbahnlinien (Tramways – T1 – T4), die aus vergangenen Zeiten noch übrig geblieben sind. Diese fahren meist fernab vom Zentrum durch die Vororte von Paris. Gerade für Touristen bieten die Bahnen eine Möglichkeit, Paris einmal fernab des Großstadtrummels kennen zu lernen. Empfehlenswert ist eine Fahrt mit der Linie T2. Fahren Sie von der Haltestelle "Grande Arche" einmal zur "Issy Cal-de-Seine". Mit der Linie C der RER können Sie dann wieder zurück in die City fahren. Nähere Informationen zu den Tramways erhalten Sie über die Website des Unternehmens.

Bus
Der große Vorteil einer Busfahrt ist, dass Sie während der Fahrt immer neue Attraktionen zu Gesicht bekommen, wohingegen Sie mit der Metro durch dunkle Tunnel rauschen. Wenn Sie die gewünschte Haltestelle erreichen, ist, wie auch hierzulande, einer der roten Knöpfe an den Haltestangen zu drücken, um den Busfahrer den Ausstiegswunsch mitzuteilen. Für Touristen sind die offenen Sightseeingbusse eine besonders schöne Alternative. Gerade bei sonnigem Wetter lässt sich von hier aus wunderbar Paris bestaunen und zugleich der Wind um die Nase wehen. Besonders beliebt bei Touristen sind auch die Batobusse: Linienschiffe die im 15 – 30 Minuten Takt auf der Seine verkehren. Acht Anlegestationen bieten Ihnen die Möglichkeit, die Fahrt jederzeit zu unterbrechen. Die Sehenswürdigkeiten von Paris sind vom Boot aus in Fuß-schonender-Form zu genießen. Die Fahrt führt vorbei am Eiffelturm, Notre Dame, Louvre, Jardin des Plants und einigen anderen Attraktionen. Mit einer Tageskarte können Sie beliebig ein- und aussteigen. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass die Seine nicht gerade Niedrigwasser führt, denn dann könnten die hohen Flussmauern die schöne Aussicht trüben. In der Nacht, zwischen 0:30 Uhr und 5:30 Uhr verkehren im Pariser Nahverkehr 47 Nachtbuslinien (Noctilien), die auch die gesamte Ile-de France Routen bedienen. Nachtschwärmer können diese Linien mit dem "ParisVisite Pass" oder dem Ticket "t+" und der Tageskarte "Mobilis" fahren. Aufgrund der hohen Nachfrage fahren die Busse im Nahverkehr am Wochenende im 10 – 15 Minuten Takt, im Gegensatz zu der Taktung von 15 – 30 Minuten unter der Woche. Die Vorort-Busse verkehren alle 20 – 60 Minuten.

Montmartre Seilbahn
Die Montmartre Seilbahn ist wohl eher eine Touristenattraktion als ein richtiges Verkehrsmittel. Obwohl Sie Funiculaire (zu deutsch: Standseilbahn) genannt wird, handelt es sich hier im engeren Sinne gar nicht um eine Seilbahn sondern um einen Schrägaufzug mit zwei Kabinen. Mit der Funiculaire de Montmartre erheben Sie sich hoch über die Stadt auf den Hügel von Montmartre und gelangen dort zur weltberühmten Basilika Sacré-Coeur. Die Bahn gleicht auf einer Strecke von 108 Metern einen Höhenunterschied von 36 Metern aus. Eine Fahrt dauert knapp 90 Sekunden. Bereits während der Auffahrt lässt sich Sacré-Coeur durch das gläserne Dach der Kabinen bewundern. Neben der Seilbahn befindet sich für die sportlichen Besucher ein Treppenaufstieg mit 237 Treppenstufen. Bereits der Weg zur Seilbahn bietet köstliche Möglichkeiten für eine kleine Pause: Zahlreiche Cafes im Montmartre-Viertel reihen sich aneinander. Auch ein Bummel durch die Kunstgewerbeläden oder der Besuch des Art Künstlerflohmarkt "Place du Tertre" in der Nähe der Basilika ist zu empfehlen.

Die Tickets des ÖPNV
Es werden Ihnen verschiedene Tickets zur Wahl angeboten werden: Grundsätzlich gibt es die Möglichkeit, mit Einzelfahrkarten oder Zeitkarten zu fahren. Mit dem Einzelfahrschein Ticket "t+" können Sie die U-Bahn (Metro), die S-Bahn im Stadtgebiet (RER), die RATP Busse und die Montmartre Seilbahn nutzen. Die Fahrkarte ist ab Entwertung (beim Einsteigen in die Bahn) 90 Minuten gültig und ermöglicht auch ein Umsteigen zwischen Bus, S-Bahn, Metro oder Seilbahn. Das Umsteigen ist jedoch nur möglich, wenn Sie das Ticket am Automaten kaufen. Kaufen Sie direkt beim Fahrer, ist mit demselben Ticket das Umsteigen nicht möglich. Da die Kontrolleure oft an den Ausgängen der Stationen stehen, achten Sie darauf, dass Ticket bis nach dem Verlassen der Zielstation aufzubewahren! Das "t+" können Sie auch vergünstigt im 10er Päckchen kaufen. Mit dem Tagesticket "Mobilis" dürfen Sie den Pariser Nahverkehr mit Metro, Bus, RER und Straßenbahn an einem Kalendertag von 5.30 bis 1.00 Uhr des Folgetages nutzen. Bitte beachten Sie: Eine Fahrt von den Pariser Flughäfen ist mit dem Ticket nicht möglich! Die Fahrkarte ist nach Zonen gestaffelt, je nachdem wie weit Sie fahren möchten, kaufen Sie die Karte für die entsprechende Zonenreichweite.

Das spezielle Touristenticket "Paris Visite" (Zeitkarte) berechtigt den Inhaber zur Nutzung des gesamten Nahverkehrs (auch Nachtbusse und Vorortszüge) von Paris mit den Zonen 1-3. Mit den Zonen 1-5 erreichen Sie sogar die Vororte von Paris, die Flughäfen und den Freizeitpark Disneyland. Zusätzlich bekommen Sie mit diesem Ticket bei bekannten Sehenswürdigkeiten und Museen einen Nachlass beim Eintrittsgeld von bis zu 30 Prozent.Wenn Sie vorhaben, mehrere Sehenswürdigkeiten zu besuchen, kann das "Paris Visite" Ihnen einen guten Preisvorteil verschaffen. Das Ticket ist personengebunden gilt vom ersten Tag der Nutzung bis zum Folgetag des letzten Tagen um 5.30 Uhr, je nachdem für wie viele Tage Sie es gelöst haben. Im Gegensatz zum normalen Navigo Pass, der nur von Personen, die in Paris leben oder arbeiten, erworben werden kann, ist der "Nacvigo découverte" die preisgünstige Alternative zum "Paris Visite", allerdings verschafft sie dem Inhaber keine Rabatte bei Sehenswürdigkeiten. Die Karte berechtigt zur Nutzung von Metro, RER, Bus und Straßenbahn. Für die Ausstellung des Wochentickets benötigen Sie ein Passbild.



Essen und Trinken in Paris

Speisen wie Gott in Frankreich! Genau darauf hat sich die Gastronomie in Paris eingestellt, denn die Hauptstadt des Gourmetlandes bietet in unzähligen Restaurants, Brasserien, Bistros und Cafés fast unbegrenzte Möglichkeiten des himmlischen Genusses in allen Preisklassen an. Für die Franzosen ist das Essen nicht nur pure Nahrungsaufnahme sondern oft steht die soziale Begegnung hierbei im Mittelpunkt.

Paris' Spezialitäten

Die französische Küche ist weltweit für Ihre guten Koch- und Essgewohnheiten bekannt. Auch die guten Weine, die in Frankreich produziert und die dort auch gerne direkt verköstigt werden, tragen ihren Teil zum hervorragenden kulinarischen Ruf bei. Man kann grundsätzlich jedoch nicht von der französischen Küche sprechen, da es diese eine Küche so gar nicht gibt. Es handelt sich eher um regional geprägte Küchen, wie zum Beispiel Deftiges aus dem Elsass oder die bretonische Küche mit viel Fischgerichten oder die wiederum rustikale Küche aus Auvergne.

In Paris treffen Sie auf die breite Vielfalt aus den verschiedenen Küchen des Landes. Typisch für Paris ist übrigens das croque-monsieur, ein überbackener Toast mit Schinken und Käse, ein beliebter Mittagssnack in der kurzen Mittagspause, oder das „biftek frites“, ein gebratenes Rindersteak mit Pommes Frites und Salat, wenn die Zeit es zulässt. Ein weiterhin beliebtes und traditionelles Gericht ist in Frankreich die Foie gras, die Gänsestopfleber. Sie findet sich fast auf jeder Karte der französischen Restaurants wieder. In Deutschland und vielen anderen Ländern ist die Produktion von Stopfleber aufgrund der Tierquälerei verboten. In Frankreich wurde die Foie gras im Jahre 2005 zum nationalen und gastronomischen Kulturerbe erklärt und ist dadurch von den französischen Tierschutzgesetzen ausgenommen. Paris hat aber viele weitere schmackhafte Gerichte zu bieten hat, die kein schlechtes Gewissen machen: Cassoulet ist ein Eintopf aus weißen Bohnen mit eingemachten Gänse-, Enten- und anderem Fleisch, Coq au vin besteht aus Hähnchen in Speck, Zwiebeln und Kräutern mit einer reichhaltigen Rotweinsauce, Pot a feu ist ein Suppentopf mit Rindfleisch, Hühnerfleisch, Gewürzen und Gemüse und Tapenade ist eine Püreepaste aus Oliven, Kapern, Sardellen, Öl, Senf und Zitronensaft. Probieren Sie auch die Fischsuppe Bouillabaisse mit gegarter Fischeinlage aus mindestens drei verschiedenen Fischsorten und Gemüse. Genießen Sie dazu ein Panaché (Radler oder Alsterwasser) oder „un demi“ - ein kleines Bier.

Gastronomie in Paris

Restaurants in Paris
Von der bodenständigen, ländlichen Küche bis hin zur exquisiten Nouvelle Cuisine finden Sie in Paris eine Vielzahl an Restaurants, die Wert auf hervorragende Qualität in Sachen Herstellung und Kreation legen. Im Derrière in der rue des Gravilliers speisen Sie in netter Hinterhofatmosphäre und lassen Ihren Gaumen von einer modernen französischen Küche verwöhnen. Das Le Hide in der rue du Général Lanrezac hingegen besticht durch ein herausragendes Preis-/Leistungsverhältnis und ist bekannt für seine vorzügliche Küche. Möchten Sie lieber in einem ganz besonderen Ambiente speisen und dabei vielleicht der einen oder anderen Arie lauschen? Dann sind Sie im Bel Canto (Quai de l'Hôtel de ville) genau richtig: Eine exzellente italienische Küche gekoppelt mit weltberühmten Arien. Gönnen Sie sich diesen Gaumen- und Ohrenschmaus. Eine ganz andere Besonderheit hält das Le Ciel de Paris in der avenue du Maine bereit: Hier im 56. Stock liegt Ihnen Paris zu Füßen und Sie genießen einen atemberaubenden Blick über die Stadt. Mögen Sie es prunkvoll und glamourös, dann buchen Sie einen Tisch im Le Train Bleu (Place Louis Armand). Hier speisen Sie nahezu königlich in einem der schönsten Relikte der Belle Époque.

Paris Brasserien
Einst verkehrten im La Coupole, in der größten Brasserie von Paris, Künstler wie Marc Chagall, Salvador Dalí oder Pablo Picasso. Von seinem Charme hat der Art-déco-Tempel im Boulevard du Montparnasse bis heute nichts verloren, denn auch jetzt trifft sich hier ein buntes Volk von Künstlern und Filmleuten. Die Brasserie Ladurée befindet sich in einem prunkvollen Salon mit eindrucksvoll bemalten Deckenfresken und ist schon wegen des Ambientes einen Besuch wert. Bekannt ist der Salon insbesondere für seine beliebten und einzigartigen Maronenkekse, die es hier fast in jeder erdenklichen Farbe und Geschmacksrichtung gibt. Auch wenn das Flo einst die Stamm-Brasserie von Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir war, trifft sich hier heute neben Künstlern und Literaten vor allem die Schickeria von Paris. Ganz frei nach dem Motto „Gesehen und gesehen werden“ herrscht hier grundsätzlich bei Tag und bei Nacht reger Verkehr und Sie sollten sich nicht wunderen, der einen oder anderen Berühmtheit zu begegnen.

Paris Cafés
In Paris gibt es jede Menge schöne Straßencafés. An fast jeder Ecke haben Sie die Möglichkeit, sich den Tag mit einem Café au lait, einem Crêpe oder einer Crême Brulée zu versüßen. Und das Beste ist, Sie können während dessen sogar ein wenig Sightseeing betreiben, denn einige Cafés liegen an großen Plätzen, haben eine tolle Außenterrasse mit Aussicht oder befinden sich direkt an oder in einem berühmten Bauwerk.

Das Mariage Fréres ist für seine wunderbaren Tee-Kreationen stadtbekannt und auch der Kaffee soll hier ein aromatisches Erlebnis sein. Mögen Sie es eher ein bisschen abgeschieden und möchten das Auge in die Ferne schweifen lassen, sind Sie im OK Café genau richtig. Von der Außenterrasse des Cafés blicken Sie über das gesamte Bassin de la Villette und entspannen fernab des Touristenstroms. Mitten im Grünen und äußerst naturnah liegt hingegen die Terrasse de Pomone im Jardin des Tuiléries, die jedoch nur bei gutem Wetter eine Attraktion ist, da es keinen Innenraum gibt. Natürlich gibt es auch Cafés, von denen aus Sie die Stadt und ihr bekanntestes Wahrzeichen im Blick haben. Genießen Sie Ihren Kaffee auf der Außenterrasse des O’Paris und lassen Sie sich von dem faszinierenden Blick über die Stadt bis hin zum Eiffelturm verzaubern.



Gesund durch den Urlaub in Paris

Im Urlaub will man entspannen und nichts von Krankheit oder Verletzungen hören. Dennoch kann es auch in der schönsten Zeit des Jahres notwendig sein, einen Arzt oder eine Apotheke aufzusuchen. Das Gute ist, dass es in Frankreich nicht unüblich ist, dass die eine oder andere Apotheke 24 Stunden oder zumindest bis in die späten Abendstunden geöffnet ist. Sollten Sie also gewisse Medikamente benötigen oder sich eine einfache Sommergrippe einfangen, sind Sie hier an der richtigen Adresse. Die Apotheken in Paris (Pharmacie) erkennen Sie grundsätzlich an dem leuchtenden grünen Kreuz. Die Apothekendichte ist in der Hauptstadt sehr hoch und es sollte keine Probleme geben, eine entsprechende Pharmacie zu finden. 24-Stunden-Apotheken finden Sie unter anderem in der avenue des Champs-Elysées, am place de Clichy oder place Félix-Eboué.

Auch die medizinische Versorgung ist in Frankreich sehr gut und insbesondere in der Millionenmetropole Paris können Sie sich auf eine gute und schnelle ärztliche Versorgung verlassen. Die öffentlichen Krankenhäuser bieten alle eine 24-Stunden-Notdienst an. Die Notrufnummer ist in Paris die 15. Es ist üblich, die Behandlungskosten direkt vor Ort in den Krankenhäusern zu entrichten. Erkundigen Sie sich vorab bei Ihrer Krankenkasse bezüglich der Erstattungsrichtlinien. Nicht immer reicht die EU-Krankenversicherungskarte aus.

Notrufnummer Erste Hilfe in Paris: 15
Notrufnummer Feuerwehr: 18
Notrufnummer Polizei: 17/112